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Vorsorgeuntersuchungen
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Vorsorgeuntersuchungen
16 Apr. 2002 16:24
Vor einigen Wochen habe ich (14 Jahre Dialyse) aus eigener Initiative bei einem Radiologen Vorsorgeuntersuchungen (Angiographien auf eigene Kosten) machen lassen, bei der einige Fakten zu Tage kamen. Es stellte sich heraus, daß die Carotis auf der rechten Seite zu 85 % mit einem Plaque verschlossen ist sowie die Herzkoronargefäße bereits mit Plaques versehen sind, so daß eine schwere Arteriosklerose des Herzens enstanden ist. Diese Ergebnisse zeigte ich dann den Nephrologen des KFH, die sehr erstaunt darüber waren, da ich keinerlei direkte Beschwerden zeigte. Daraufhin wurde dann darüber diskutiert, ob solche Vorsorgemaßnahmen nicht jährlich an Dialysepatienten gemacht werden sollten, da nach langjähriger dialysepflichtigkeit solche Ablagerungen oft auftreten. Hätte mal die Meinung von Langzeitdialysepatienten erfahren, wie Sie solchen Vorsorgen gegenüberstehen. Fazit ist, daß ich nun bald in die Klinik muß, das Herz per Katheder angesehen wird und die Carotis operiert wird, um einen Herzinfakt und einem Schlaganfall vorzubeugen. Ein bei der Besprechung anwesender junger Nephrologe meinte, er hätte dem nicht zugestimmt, denn was man nicht weiss, macht einen nicht heiß. Bin auf Eure Antwort gespannt. Gruß Albertine
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Re: Re: Vorsorgeuntersuchungen
16 Apr. 2002 16:33
Hallo Albertine,
also die Einstellung was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß ist ein Hammer. Schließlich bist ja Du es, die den Herzinfarkt kriegt. Das Risiko ist ja nicht ganz neu, mein Doktor macht einmal jährlich Ultraschall des Herzens. Ich verstehe auch nicht ganz, dass Du diese Untersuchungen auf eigene Initiative und Kosten machen musstest. Ich mache schon 25 Jahre Dialyse (2 NTx, die 2. hielt 16 Jahre), bisher ist nichts zu sehen.
Was hat Dich denn veranlasst, diese Untersuchungen machen zu lassen? Sie regelmäßig zu machen ist offensichtlich sinnvoll, es stellt sich allerdings auch die Frage, inwieweit man Dialysepatienten davor schützen kann.
Schöne Grüße Hans-Dieter
also die Einstellung was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß ist ein Hammer. Schließlich bist ja Du es, die den Herzinfarkt kriegt. Das Risiko ist ja nicht ganz neu, mein Doktor macht einmal jährlich Ultraschall des Herzens. Ich verstehe auch nicht ganz, dass Du diese Untersuchungen auf eigene Initiative und Kosten machen musstest. Ich mache schon 25 Jahre Dialyse (2 NTx, die 2. hielt 16 Jahre), bisher ist nichts zu sehen.
Was hat Dich denn veranlasst, diese Untersuchungen machen zu lassen? Sie regelmäßig zu machen ist offensichtlich sinnvoll, es stellt sich allerdings auch die Frage, inwieweit man Dialysepatienten davor schützen kann.
Schöne Grüße Hans-Dieter
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Re: Re: Vorsorgeuntersuchungen
16 Apr. 2002 16:59
Vielen Dank für die erste Reaktion auf meine Anfrage. Ich kenne einen Radiologen, der mit den modernsten Apparaten arbeitet (dorthin schicken sogar die Kliniken oft Patienten) und mich auf neueste Untersuchungen aufmerksam gemacht hat, die ohne große körperliche Strapazen durchgeführt werden. Diese Untersuchungen werden von den Krankenkassen jedoch aus Kostengründen nicht gemacht. Ich bin Heimdialysepatientin und sehe meine Ärzte meist nur bei den Blutkontrollen. Bei mehrmaligen Anforderungen von Vorsorgemaßnahmen wurden nur 1 EKG, Sonographie und 1 Lungenaufnahme jährlich gemacht. Hier bot sich nun die Gelegenheit in einer Sitzung die Angiographie vom Herzen, Beingefäßen, Halsgefäßen, Bronchoskopie, PET (Positronen-Emissions-Tomographie) mit gestochen scharfen Bildern zu machen, die man mit normalen Untersuchungen nicht erkennen kann. Mein EKG war zum Beispiel immer ok. Ich will dies nun nicht als Null plus ultra hinstellen, aber ich wollte halt wissen, ob im meinem schon sowieso lädierten Körper noch etwas zu beachten ist, was im Laufe der Jahre halt auch als Spätfolgen einer Dialyse auftreten kann. Heute bin ich froh, daß ich diese Untersuchung gemacht habe, denn dadurch habe ich Kenntnis von Stadien, die unter Umständen, wenn nicht erkannt, zu verheerenden Folgen (Schlaganfall, Herzinfakt) hätten führen können, vor allem w e i l ich keine Symptome gezeigt habe. Gruß Albertine
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Re: Re: Vorsorgeuntersuchungen
17 Apr. 2002 17:38
Auch heute besteht das größte Risiko für Dialysepatienten in Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems und Gefäßverkalkungen (häufigste Todesursache). Somit sind mir die Äußerungen Ihres betreuenden Arztes unverständlich. Zu einer adäquaten Betreuung eines Dialysepatienten gehören die regelmäßigen, mindestens jährlichen Untersuchungen des Kreislaufsystems einschließlich Herzultraschall. Dabei kann man auch mit modernen Ultraschallgeräten eindrucksvoll Befunde erheben (In bestimmten Projektionen -da nur zweidimensionale Darstellung - hat nämlich auch die Radiologie ihre Schwächen, ist wesentlich aufwendiger und mit einer Strahlenbelastung verbunden). Eine 85% Stenose der Carotiden kann man in der Regel sogar mit dem Stethoskop bei der gründlichen körperlichen Untersuchung hören.
Mit freundlichen Grüßen.
Dr. Manfred Grieger
Mit freundlichen Grüßen.
Dr. Manfred Grieger
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Re: Re: Vorsorgeuntersuchungen
28 Apr. 2002 18:44
Hallo,
danke für die Informationen, die ich von erheblichem Interesse fand.
Darf ich nach ein paar Zusatzinformationen fragen:
1. Was verbirgt sich konkret hinter PET ? Was wird im einzelnen gemacht?
2. Was kostete Sie die Untersuchung?
3. Durch gezielte prophylaktische Untersuchungen läßt sich doch Schäden und eventuell hohen Folgekosten vorbeugen. Haben Sie Ihre Krankenkasse darauf angesprochen? Hat sie eine Begründung für die Ablehnung der Kostenübernahme gegeben?
Für eine kurze Antwort hier über das Patientenforum wäre ich dankbar.
Viele Grüße
heimchen
danke für die Informationen, die ich von erheblichem Interesse fand.
Darf ich nach ein paar Zusatzinformationen fragen:
1. Was verbirgt sich konkret hinter PET ? Was wird im einzelnen gemacht?
2. Was kostete Sie die Untersuchung?
3. Durch gezielte prophylaktische Untersuchungen läßt sich doch Schäden und eventuell hohen Folgekosten vorbeugen. Haben Sie Ihre Krankenkasse darauf angesprochen? Hat sie eine Begründung für die Ablehnung der Kostenübernahme gegeben?
Für eine kurze Antwort hier über das Patientenforum wäre ich dankbar.
Viele Grüße
heimchen
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