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Transplantation um jeden Preis?
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Re: Re: Transplantation um jeden Preis?
05 Apr. 2005 12:05
Hallo,
volle Zustimmung. Auch sollte man bedenken daß mit der Lebendspende ein Großteil von Organen (z.B Herz etc.) gar nicht transplantiert werden kann. Der Punkt sind die Krankenhäuser. Aber das scheint mir nur ganz langsam in der Öffentlichkeit anzukommen. Es ist wohl sehr viel bequemer auf den Mangel an Organspendern in der Bevölkerung hinzuweisen (die in ihrer Masse auch anonym sind) obwohl dem eigentlich nicht so ist.
Wolfgang
volle Zustimmung. Auch sollte man bedenken daß mit der Lebendspende ein Großteil von Organen (z.B Herz etc.) gar nicht transplantiert werden kann. Der Punkt sind die Krankenhäuser. Aber das scheint mir nur ganz langsam in der Öffentlichkeit anzukommen. Es ist wohl sehr viel bequemer auf den Mangel an Organspendern in der Bevölkerung hinzuweisen (die in ihrer Masse auch anonym sind) obwohl dem eigentlich nicht so ist.
Wolfgang
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Re: Re: Transplantation um jeden Preis?
05 Apr. 2005 15:43
Hi, Rio, ich teile die Ansicht, dass das Angebot minderwertiger Organe schlichtweg und einfach eine Sauerei ist. Das wurde über Jena so publik und ich weiß nicht, ob dies auch für andere TZ gilt. Aber, ein gesundes Mißtrauen sei angebracht, wurde und wird es vielleicht auch manchmal praktiziert, ohne dass etwas unterschrieben ist?
Die Ansicht über DSO teile ich nicht. Es gibt keine Aussage und keine Handlungsweisen des DSO (soweit ich es weiß), die Lebenspenden favorisiert. Richtig ist aber, dass es zur Zeit gewise Kreise gibt, die Interesse haben, H. Kirste abzusägen, da er aus seiner Freiburger Vergangenheit sich mit Lebenspenden profiliert hat und sich damit den Unmut dieser Leute zugezogen hat (Man vergißt dabei gerne, dass es den Patienten sehr wohl genützt hat!).
Der Skandal sind die Krankenhäuser, die Krankenkassen und die Länder, die ihren Verpflichtungen nach Gesetz nicht nachkommen:
Krankenhäuser: sie melden nicht
Krankenkassen: sie bezahlen nicht
Länder: Es fehlen oder sind zuwenig da von im Gesetz verlangten Beauftragten.
Da gilt es Druck zu machen, und das geht halt nur über mühselige Arbeit. Leider sind zuviele unterschiedliche Positionen auf dem Markt, als dass es eine einheitliche Position und damit eine starke Wirkung gibt. Aber daran laßt uns arbeiten. Grüße hemago
Die Ansicht über DSO teile ich nicht. Es gibt keine Aussage und keine Handlungsweisen des DSO (soweit ich es weiß), die Lebenspenden favorisiert. Richtig ist aber, dass es zur Zeit gewise Kreise gibt, die Interesse haben, H. Kirste abzusägen, da er aus seiner Freiburger Vergangenheit sich mit Lebenspenden profiliert hat und sich damit den Unmut dieser Leute zugezogen hat (Man vergißt dabei gerne, dass es den Patienten sehr wohl genützt hat!).
Der Skandal sind die Krankenhäuser, die Krankenkassen und die Länder, die ihren Verpflichtungen nach Gesetz nicht nachkommen:
Krankenhäuser: sie melden nicht
Krankenkassen: sie bezahlen nicht
Länder: Es fehlen oder sind zuwenig da von im Gesetz verlangten Beauftragten.
Da gilt es Druck zu machen, und das geht halt nur über mühselige Arbeit. Leider sind zuviele unterschiedliche Positionen auf dem Markt, als dass es eine einheitliche Position und damit eine starke Wirkung gibt. Aber daran laßt uns arbeiten. Grüße hemago
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Re: Re: Transplantation um jeden Preis?
05 Apr. 2005 20:26
Hi,
kann Rio hier nur zustimmen, ich selbst habe mit meinem Arzt abgesprochen, daß ich lieber auf ein Transplantat mit schlechter Übereinstimmung und somit einem erhöhten Risko, verzichte. Also auf keinen Fall eine Transplantation um jeden Preis. Grüsse
kann Rio hier nur zustimmen, ich selbst habe mit meinem Arzt abgesprochen, daß ich lieber auf ein Transplantat mit schlechter Übereinstimmung und somit einem erhöhten Risko, verzichte. Also auf keinen Fall eine Transplantation um jeden Preis. Grüsse
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Re: Re: Transplantation um jeden Preis?
06 Apr. 2005 00:35
hallo Rio,
ich kenne nicht die genaue Aufgabenbeschreibung der DSO, aber die Aufgabe, die Krankenhäuser in die Pflicht zu nehmen, liegt wohl in erster Linie beim Gesetzgeber; beim Gesetzgeber der einzelnen Bundesländer. Solange nicht in allen Bundesländern geeignete Ausführungsgesetze erlassen sind und deren Ausführung auch kontrolliert wird, wird sich an der Situation, dass es keinerlei Konsequenzen für die Krankenhäuser hat die nicht an der Gemeinschaftsaufgabe Organspende teilnehmen, nichts ändern
Ich kenne weder die Verquikungen und Animositäten der verschiedenen Organisationen intern noch untereinander, halte das aber durchaus für einen sogenannten Nebenkriegsschauplatz.
Insofern stimme ich also eher Hemago zu.
Gruß Limo
ich kenne nicht die genaue Aufgabenbeschreibung der DSO, aber die Aufgabe, die Krankenhäuser in die Pflicht zu nehmen, liegt wohl in erster Linie beim Gesetzgeber; beim Gesetzgeber der einzelnen Bundesländer. Solange nicht in allen Bundesländern geeignete Ausführungsgesetze erlassen sind und deren Ausführung auch kontrolliert wird, wird sich an der Situation, dass es keinerlei Konsequenzen für die Krankenhäuser hat die nicht an der Gemeinschaftsaufgabe Organspende teilnehmen, nichts ändern
Ich kenne weder die Verquikungen und Animositäten der verschiedenen Organisationen intern noch untereinander, halte das aber durchaus für einen sogenannten Nebenkriegsschauplatz.
Insofern stimme ich also eher Hemago zu.
Gruß Limo
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Re: Re: Transplantation um jeden Preis?
06 Apr. 2005 10:52
Wir sollten nicht den gleichen Fehler machen, den die beteiligten Organisationen machen, und den Ball hin und her schieben und es kommt nix raus dabei. In Ba - Wü z.B. wurde per Beschluß der Landesregierung gegen den Willen des Sozialministeriums durchgesetzt, dass es keine Transplantbeauftragten in den KHs gibt. Das ist doch das beste Beispiel, wie jeder dem andern einen schwarzen Peter zuspielen will, und das funktioniert zu Lasten der Patienten. Da nützen doch Rücktrittsforderungen nicht, sondern es muss gemeinsam in der Sache etwas passieren. Dann ist entweder das Gesetz löchrig oder es müssen verbindliche Durchführungsverordnungen (doofes Wort) mit Sanktionsmöglichkeiten her. Ohne Druck läuft wohl nix. Nur nebenbei: Eine Kosten- Nutzen-Rechnung, ob für Patient,KH oder KK, mag ich nicht aufmachen, ich sehe mich nicht als betriebswirtschaftlichen Gegegenstand. Gruß nach Chemnitz hemago
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Re: Re: Transplantation um jeden Preis?
07 Apr. 2005 22:07
Hallo Hemago
Z U S T I M M U N G O H N E E N D E
Limo
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Limo
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Re: Re: Transplantation um jeden Preis?
11 Apr. 2005 15:26
Hallo Rio,
eine Frage: Woher stammt das Zitat, daß die Warteliste innerhalb eines Jahres abgearbeitet wäre, wenn bei 1% der möglichen Spender auch tatsächlich eine Niere entnommen würde. Kann man das rechnerisch nachvollziehen.
Bitte verzeih meine für Insider vielleicht naive Frage, aber ich bin neu hier.
Danke und alles Gute
Hans
eine Frage: Woher stammt das Zitat, daß die Warteliste innerhalb eines Jahres abgearbeitet wäre, wenn bei 1% der möglichen Spender auch tatsächlich eine Niere entnommen würde. Kann man das rechnerisch nachvollziehen.
Bitte verzeih meine für Insider vielleicht naive Frage, aber ich bin neu hier.
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Hans
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- Roland
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Re: Re: Transplantation um jeden Preis?
11 Apr. 2005 19:38
Hallo RIO,
naja von den 800000 Verstorbenen kommen ja nur die wenigsten aus medizinischer Sicht für eine Organspende in Frage.
Also so ein Zahlenspiel ist dann eher Augenwischerei.
LG Roland
naja von den 800000 Verstorbenen kommen ja nur die wenigsten aus medizinischer Sicht für eine Organspende in Frage.
Also so ein Zahlenspiel ist dann eher Augenwischerei.
LG Roland
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- Roland
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Re: Re: Transplantation um jeden Preis?
11 Apr. 2005 23:55
Hallo RIO,
irgendwie war ich von dem Zahlenspiel verwirrt.
Aber so gesehen macht es natürlich Sinn. 1 Prozent alle Todesfälle könnte durchaus eine realistische Zahl sein.
Man kann ja auch an den regional unterschiedlichen TX Zahlen sehen, dass es in der Organisation noch einiges zu verbessern gibt.
Auf der anderen Seite ist es natürlich für die Kliniken auch nicht einfach eine Organentnahme durchzuführen.
Da gibt es die kostenfrage und natürlich auch emotionale Problem beim Arztgespräch mit den Angehörigen über Organspende.
Es müssste halt mehr Anreize für die Kliniken geben und die Ärzte müssten diesbezüglich besser geschult werden. Oder glaubst Du das ein Arzt auf ein solches Gespräch im Studium vorbereitet wird ?
Ein Tx Beauftragter alleine wird das Problem meiner Meinung nach nicht ausreichend lösen.
LG Roland
irgendwie war ich von dem Zahlenspiel verwirrt.
Aber so gesehen macht es natürlich Sinn. 1 Prozent alle Todesfälle könnte durchaus eine realistische Zahl sein.
Man kann ja auch an den regional unterschiedlichen TX Zahlen sehen, dass es in der Organisation noch einiges zu verbessern gibt.
Auf der anderen Seite ist es natürlich für die Kliniken auch nicht einfach eine Organentnahme durchzuführen.
Da gibt es die kostenfrage und natürlich auch emotionale Problem beim Arztgespräch mit den Angehörigen über Organspende.
Es müssste halt mehr Anreize für die Kliniken geben und die Ärzte müssten diesbezüglich besser geschult werden. Oder glaubst Du das ein Arzt auf ein solches Gespräch im Studium vorbereitet wird ?
Ein Tx Beauftragter alleine wird das Problem meiner Meinung nach nicht ausreichend lösen.
LG Roland
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