Angst vorm Punktieren
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Angst vorm Punktieren
20 Nov. 2007 00:13Yupieeee !!! Wir haben es geschafft! Ohne blauen Arm. Morgen wird der Shaldon - Katheder gezogen. Heute hat auch die zweite Nadel gesessen. Heute waren die Schwestern nett und der Arzt auch. Er hat gesagt, der Shunt ist gut!
Heute heißt es nicht mehr: > Das mache ich auf die Dauer nicht mit! Diese höllischen Schmerzen beim Punktieren. Und dann versticht er sich auch noch. Hat er bestimmt absichtlich gemacht - der kann mich eben nicht leiden. Ich ihn auch nicht! < Oh wei, und so was mitten in der Nacht. Wo ich doch früh zu Arbeit muß.
Heute war der Schmerz schon nicht mehr so schlimm. Etwas, an das man sich gewöhnen kann. Heute ist es sogar Leben mit Dialyse vorstellbar, selbst für Maxim.
Mal etwas zum Mut machen!
Gruß an alle und besonders an Rewendi
Dorothea
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Re: Re: Angst vorm Punktieren
20 Nov. 2007 18:12Ich fühle mit Dir! Ich kann mich daran auch nicht gewöhnen. Aber es gibt Hilfe:
Die Einstichstelle besprühe ich 10 Minuten vorher mit Xylocain, dann geht es besser!
Ich muss ja sagen, dass sich alle Schwestern und Pfleger Mühe geben, dass nichts passiert und das Punktieren schnell und schmerzarm über die Bühne geht. Nur manche haben eben ein gutes Händchen und andere weniger. Im Übrigen hat auch jeder seine eigene Handschrift dabei entwickelt.
So lasse ich im Moment nur allzugerne Schwester Bea dran und habe lange Zeit den Pfleger Stefan den Metzger von Bochum Riemke genannt und ihn nicht dran gelassen! Mittlerweile hat sich das gelegt!
Aus Erfahrung kann ich sagen, das die schlechtesten Stecher eh die Ärzte sind!
Werner
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Re: Re: Angst vorm Punktieren
20 Nov. 2007 18:56ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, adss ein Arzt einem Patienten, den er ggf. nicht so besonders leiden mag (wenn das überhaupt zutrifft), absichtlich weh tut, z. B. beim Punktieren daneben stechen. Wie kommt Dein Mann denn auf diese Idee?
Liebe Grüße, Roxanne
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Re: Re: Angst vorm Punktieren
21 Nov. 2007 01:46das ist zur Zeit das schlimmste für mich. Er lebt total aus dem Bauch raus. Und da steckt viel Enttäuschung und Bitterkeit über die Menschen und das Leben an sich. Und nun streikt auch noch seine Niere. Er sieht sich dem Zwang ausgesetzt das Leben, die Menschen und seinen Körper anzunehmen. So wie es ist, nicht wie er es gerne hätte. Weit entfernt von seinen Idealen. Tut er es nicht, ist es vorbei. Maxim dazu: > Dann bin ich bin gar nicht mehr ich selbst! < Aus seiner Sicht, hat er bisher erfolgreich jegliche Anpassung verweigert. Das macht ihn zu einem guten Künstler, aber auch zu einem äußerst gefährdeten Nierenkranken.
Eine so gnadenlose Niederlage souverän zu bewältigen, gelingt nur wenigen. Um sie zu ertragen suchen wir uns einen Feind, den wir mit Sicherheit besiegen werden. Möglichkeiten gibt es da viele: die Ärzte, das Personal, DO und auch Dialysevarianten. Ein Kreuzzug, der uns über die erste Zeit hinweg hilft, uns Halt gibt in dem Empfinden des Ausgeliefertseins. Bis wir in der Lage sind dem bitteren Verlust ins Auge zu sehen und ihn zu verarbeiten. Eine, bei allem Verständnis, entnervende Phase. Und doch helfen auch hier nur Liebe und Geduld. Die aufzubringen helft Ihr mir. Danke!
LG
Dorothea
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Re: Re: Angst vorm Punktieren
21 Nov. 2007 08:52Werner
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Re: Re: Angst vorm Punktieren
21 Nov. 2007 09:55Eine so gnadenlose Niederlage souverän zu bewältigen, gelingt nur wenigen. Um sie zu ertragen suchen wir uns einen Feind, den wir mit Sicherheit besiegen werden. Möglichkeiten gibt es da viele: die Ärzte, das Personal, DO und auch Dialysevarianten.
Ein Kreuzzug, der uns über die erste Zeit hinweg hilft, uns Halt gibt in dem Empfinden des Ausgeliefertseins. Bis wir in der Lage sind dem bitteren Verlust ins Auge zu sehen und ihn zu verarbeiten. Eine, bei allem Verständnis, entnervende Phase.
Falls Du das so übertragbar meist, wie es klingt, dann ist dies auch meine Vermutung. Eine interessante Schreibe hast Du (-:
Freundliche Grüße,
fabienne
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Re: Re: Angst vorm Punktieren
22 Nov. 2007 00:58ich habe mich noch nicht daran gewöhnt, daß man in Foren auch einfach mal kurz antworten kann.
Es geht jetzt schon etwas besser und eingesprüht wird der Arm vorher auch. Ich weiß nur nicht mit was. Sowas kann sich Max immer schlecht merken.
Ich habe schon mitbekommen, Du bist auch so ein Einzelkämpfer. Und kannst im im Moment auch jede Unterstützung brauchen. Laß Dich nicht unterkriegen!
Solange wir zumindest versuchen JA zum Leben zu sagen, können wir Unglaubliches ertragen. Wir vergessen nur immer wieder, daß uns das Leben so umermeßlich viel wert ist.
LG
Dorothea
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Re: Re: Angst vorm Punktieren
22 Nov. 2007 01:08Danke für die Schreibe - ist bei mir aber auch jedesmal ein Staatsakt. Einfach mal eben so - wie jetzt - kurz antworten, daran muß ich mich erst gewöhnen.
Es ist schön, so verstanden zu werden!

LG
Dorothea
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Re: Re: Angst vorm Punktieren
22 Nov. 2007 19:33Bin mal gespannt, z.Zt. bekomme ich ja nur ne Singleneedle, aber nächste Woche wird der neue Abschnitt mit der Prothese eingeweit!
Werner
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Re: Re: Angst vorm Punktieren
24 Nov. 2007 11:02
Ich würde heute nur noch seeehr ungern jemand mit Nadeln an meinen Shunt ranlassen!!
Es ist eben nur der innere Schweinehund, den man die ersten zwei-, dreimal überwinden muß. Dann gehts ganz locker!
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Re: Re: Angst vorm Punktieren
24 Nov. 2007 11:38mit der Selbstpunktion gebe ich Dir recht !!! Das gibt einen Selbstsicherheit und das gute ist das man wirklich keine schmerzen bei der Selbstpunktion hat.
Außerdem hat man ja auch ein super gefühl zu seinem Körper, beim ersten mal habe ich auch Angst gehabt und geschwitzt habe ich wie verrückt.
Aber wenn man es einmal schafft, dann sind die anderen male auch kein Problem. Ich habe mich noch nicht einmal verstochen so wie die Schwestern und Pfleger das immer getan haben.
Keine Angst davor kann es nur jedem empfehlen.
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Re: Re: Angst vorm Punktieren
24 Nov. 2007 14:06Mag ja sein, dass mein Schweinehund eher ne Kampfdogge ist - ich kenne meine Grenze und überschreite sie nicht! aber das gilt nur für mich!!!
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Re: Re: Angst vorm Punktieren
24 Nov. 2007 16:27Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Angst vorm Punktieren
25 Nov. 2007 21:53beim besten willen kann ich mir nicht vorstellen das irgend jemand absichtlich eine fehlpunktion macht! Wie du bestimmt schon von anderen gehört hast, nehmen die schmerzen wenn der Shunt ein wenig vernarbt ist, ab. Vielleicht kannst du dich ja irgendwann mal überwinden und punktierst dich selber. Mach ich auch und die Schmerzen sind weniger.
Liebe Grüße Stefan
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