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Impfempfehlungen
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Impfempfehlungen
02 Aug. 2009 18:26
Hallo,
das Robert -Koch-Institut hat seine neuen Impfempfehlungenen herausgegeben.
Näheres ist hier zu lesen.
vG Peter
das Robert -Koch-Institut hat seine neuen Impfempfehlungenen herausgegeben.
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vG Peter
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Re: Re: Impfempfehlungen
03 Aug. 2009 12:22
Bei mir sind einige Impfungen (Kinderlähmung, FSME, Hepatitis
schon vor der TX (09/08) abgelaufen gewesen und ich habe gefragt, ob ich auffrischen soll und meine Nephs (ich hab 2 Stück befragt) meinten alle, Impfungen wären nicht unbedingt notwendig, auch keine Grippeimpfungen. Vorallem nach Tx könnten Impfungen wegen schwachem Immunsystem gegenteilig wirken.
Hat da noch jemand mal zufällig mit seinen Nephrologen darüber gesprochen?
Grüße LLLLLucky
schon vor der TX (09/08) abgelaufen gewesen und ich habe gefragt, ob ich auffrischen soll und meine Nephs (ich hab 2 Stück befragt) meinten alle, Impfungen wären nicht unbedingt notwendig, auch keine Grippeimpfungen. Vorallem nach Tx könnten Impfungen wegen schwachem Immunsystem gegenteilig wirken.Hat da noch jemand mal zufällig mit seinen Nephrologen darüber gesprochen?
Grüße LLLLLucky
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Re: Re: Impfempfehlungen
03 Aug. 2009 13:47
Hallo LLLLLucchy,
hier ein Ausschnitt aus Nephro News 2/09:
Dialysepatienten profitieren im Hinblick auf die Mortalität und Hospitalisierungsrate auch von einer Grippe-Impfung. Einen Monat nach Impfung lassen sich effektive Impftiter ≥1:40 bei etwa 80-94,7% der Patienten ohne Unterschied zu den Impferfolgen bei der Allgemein- bevölkerung erzielen. Eine Booster-Vaccination steigert den Impferfolg nicht (Tanzi E, J Med Virol 79:1176-1179, 2007; Scharpé J, Am J Kidney Dis, March 31, 2009). Diese Daten haben allerdings auch die Rolle der gestörten zellulären Immunität bei Urämie als Ursache für eine verminderte Impfantwort bei Dialysepatienten in Frage gestellt (Scharpé J, Am J Kidney Dis, March 31, 2009).
Hämodialysepatienten und nierentransplantierte Patienten können erfolgreich gegen das Risiko von Pneumokokken-Infektionen geimpft werden. Je nach Definition einer effek- tiven Impfung liegt der Impferfolg bei 100% (Antikörpertiter ≥0,35 µg/ml) oder bei 45,8% (Prädialysepatienten) bzw. bei
,5% (Dialysepatienten), wenn als Impferfolg ein Antikörper-Anstieg um das Vierfache im Vergleich zum Ausgangswert bei wenigstens 5 der 7 Antigene (Serotypen 4, 6B, 9V, 14, 18C, 19F, 23F) erzielt wird (Vieira S, Pediatr Nephrol 24:83-89, 2009). Der Impfschutz geht jedoch meist ein Jahr nach Impfung wieder verloren, sodass revacciniert werden muss (Pourfarziani V, Ann Transplant 13:
-47, 2008).
Prof. Dr. Dr. Walter H. Hörl, FRCP
Klinische Abteilung für Nephrologie und Dialyse
Medizinische Universität Wien
walter.hoerl@meduniwien.ac.at
vG Peter
hier ein Ausschnitt aus Nephro News 2/09:
Dialysepatienten profitieren im Hinblick auf die Mortalität und Hospitalisierungsrate auch von einer Grippe-Impfung. Einen Monat nach Impfung lassen sich effektive Impftiter ≥1:40 bei etwa 80-94,7% der Patienten ohne Unterschied zu den Impferfolgen bei der Allgemein- bevölkerung erzielen. Eine Booster-Vaccination steigert den Impferfolg nicht (Tanzi E, J Med Virol 79:1176-1179, 2007; Scharpé J, Am J Kidney Dis, March 31, 2009). Diese Daten haben allerdings auch die Rolle der gestörten zellulären Immunität bei Urämie als Ursache für eine verminderte Impfantwort bei Dialysepatienten in Frage gestellt (Scharpé J, Am J Kidney Dis, March 31, 2009).
Hämodialysepatienten und nierentransplantierte Patienten können erfolgreich gegen das Risiko von Pneumokokken-Infektionen geimpft werden. Je nach Definition einer effek- tiven Impfung liegt der Impferfolg bei 100% (Antikörpertiter ≥0,35 µg/ml) oder bei 45,8% (Prädialysepatienten) bzw. bei
Prof. Dr. Dr. Walter H. Hörl, FRCP
Klinische Abteilung für Nephrologie und Dialyse
Medizinische Universität Wien
walter.hoerl@meduniwien.ac.at
vG Peter
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Re: Re: Impfempfehlungen
03 Aug. 2009 19:57
*g* ok, danke Data, dass hab ich verstanden! Das war das was ich wissen wollte...
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Re: Re: Impfempfehlungen
04 Aug. 2009 21:51
Hallo!
Ich bin vor 15 Jahren transplantiert, jetzt wieder tx gemeldet aber noch nicht an der Dia. Bin auf anraten des Arztes jetzt im 2. Jahr Grippe geimpft und hatte keinerlei Probleme damit, obwohl ich ja auch Immunsuppressiva nehme. Hab bei uns nichts davon gehört, dass es für Transplantierte irgendwie gefährlich sein könnte. Ich glaube, es wurde auch vom Transplantationszentrum empfohlen.
VG
maritimo
Ich bin vor 15 Jahren transplantiert, jetzt wieder tx gemeldet aber noch nicht an der Dia. Bin auf anraten des Arztes jetzt im 2. Jahr Grippe geimpft und hatte keinerlei Probleme damit, obwohl ich ja auch Immunsuppressiva nehme. Hab bei uns nichts davon gehört, dass es für Transplantierte irgendwie gefährlich sein könnte. Ich glaube, es wurde auch vom Transplantationszentrum empfohlen.
VG
maritimo
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- kaimana
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Re: Re: Impfempfehlungen
05 Aug. 2009 10:46
Ich bin nicht TX, aber ich frage mich nur mal laut: was schadet der Gastniere denn mehr? Die Impfung, oder eine echte Grippe, die bei angeschlagenen Patieneten oft tödlich enden kann?
Ist denn nicht die Impfung das kleinere Risiko?
kaimana
Ist denn nicht die Impfung das kleinere Risiko?
kaimana
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- chrisi
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Re: Re: Impfempfehlungen
05 Aug. 2009 18:34
taffi schrieb:
> .....bei transplantierten
> wurde diese reaktion doch aber ausgeschaltet
Da frag ich mich, wie wir TXler auf Dauer überleben können und warum Patienten, die zum 2. und 3. Mal auf der Liste stehen, genau damit (mit Antikörpern) Probleme haben?
Also nix für ungut, aber mit einem total heruntergefahrenem Immunsystem wäre das Überleben höchstens in einer keimfreien Zelle möglich. Das Immunsystem wird auf ein erträgliches Maß geschwächt, ist aber immer noch funktionsfähig. Die Balance zu halten ist ja die eigentliche Herausforderung bei einer TX
Meine Ärztin in Köln war auch nicht unbedingt für Impfung, da es schon Abstoßreaktionen gegeben haben soll. Leuchtet mir auch irgendwie ein: Hier wird geschwächt und auf der anderen Seite wieder gestärkt. Allerdings ist eine schwere Grippe (nicht nur die aus Mexiko) dem Transplantat auch nicht gerade zuträglich - ein Teufelskreis. Ich rede auf jeden Fall mit meinem Heimneph. Mal sehen, was der dazu meint.
@ kaimana: Meine Niere ist keine Gastniere. Sie ist bei mir eingezogen und so lange sie lebt, bleibt sie auch bei mir. Kurzum: Sie ist meine Niere, genau wie alle meine anderen Organe auch zu mir gehören. Würde ich es anders sehen, hätte ich sie mit Sicherheit nicht sehr lange.
Nicht böse gemeint, mir fiel das nur eben beim Lesen auf.
LG
Chrisi
> .....bei transplantierten
> wurde diese reaktion doch aber ausgeschaltet
Da frag ich mich, wie wir TXler auf Dauer überleben können und warum Patienten, die zum 2. und 3. Mal auf der Liste stehen, genau damit (mit Antikörpern) Probleme haben?
Also nix für ungut, aber mit einem total heruntergefahrenem Immunsystem wäre das Überleben höchstens in einer keimfreien Zelle möglich. Das Immunsystem wird auf ein erträgliches Maß geschwächt, ist aber immer noch funktionsfähig. Die Balance zu halten ist ja die eigentliche Herausforderung bei einer TX
Meine Ärztin in Köln war auch nicht unbedingt für Impfung, da es schon Abstoßreaktionen gegeben haben soll. Leuchtet mir auch irgendwie ein: Hier wird geschwächt und auf der anderen Seite wieder gestärkt. Allerdings ist eine schwere Grippe (nicht nur die aus Mexiko) dem Transplantat auch nicht gerade zuträglich - ein Teufelskreis. Ich rede auf jeden Fall mit meinem Heimneph. Mal sehen, was der dazu meint.
@ kaimana: Meine Niere ist keine Gastniere. Sie ist bei mir eingezogen und so lange sie lebt, bleibt sie auch bei mir. Kurzum: Sie ist meine Niere, genau wie alle meine anderen Organe auch zu mir gehören. Würde ich es anders sehen, hätte ich sie mit Sicherheit nicht sehr lange.
Nicht böse gemeint, mir fiel das nur eben beim Lesen auf.
LG
Chrisi
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Re: Re: Impfempfehlungen
05 Aug. 2009 19:29
Hallo
Ich bin 1986 2.mal transplantiert worde.Bin auch nach 2jahren gegen Grippe geimpft worden, habenie Probleme gehabt nunmehr schon seit 1988. ich habe ebenfalls noch nicht gehört das Transplantierte gefährlich ist.
VG
ulli
Ich bin 1986 2.mal transplantiert worde.Bin auch nach 2jahren gegen Grippe geimpft worden, habenie Probleme gehabt nunmehr schon seit 1988. ich habe ebenfalls noch nicht gehört das Transplantierte gefährlich ist.
VG
ulli
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- Geierlein
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Re: Re: Impfempfehlungen
05 Aug. 2009 21:44
Ganz genau!
Ich bin auch nie gegen Grippe geimpft worden und werde auch die Schweinegrippe aussitzen! Ganz abgesehen davon dass es dazu ja noch keinen Impfstoff gibt, geschweige denn Studien darüber oder Infos zu Nebenwirkungen. OK, Pandemien sind kein Spaß, aber irgendwie ist alles eine große Werbekampagne für einen Pharmakonzern!
Werner
Ich bin auch nie gegen Grippe geimpft worden und werde auch die Schweinegrippe aussitzen! Ganz abgesehen davon dass es dazu ja noch keinen Impfstoff gibt, geschweige denn Studien darüber oder Infos zu Nebenwirkungen. OK, Pandemien sind kein Spaß, aber irgendwie ist alles eine große Werbekampagne für einen Pharmakonzern!
Werner
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Re: Re: Impfempfehlungen
05 Aug. 2009 23:09
Ich hab hier mal ein Statement von einem TX Facharzt zum Thema Schweinegrippe im Netz gefunden:
Die Neue Grippe hat derzeit schon weit über 100.000 Infizierte weltweit zu verzeichnen, von denen die allermeisten bereits wieder genesen sind. Zumeist werden milde Verlaufsformen beobachtet, aber vereinzelte schwere Verläufe sogar mit Todesfolge sind bekannt. Die Neue Grippe beginnt mit einer Inkubationszeit von mehreren Stunden bis zu drei Tagen nach Tröpfcheninfektion (Abstand bis ca. 2m) mit den typischen Grippesymptomen, die vorzugsweise die Lunge betreffen. Die Erkrankung spricht gut auf im Handel befindliche Grippetherapeutika (Tamiflu oder Relenza) an, die aber erst nach Auftreten der Symptome und nur nach Anweisung eines Arztes Anwendung finden sollten. Der Transplantierte sollte beim Auftreten von Grippesymptomen unbedingt seinen behandelnden Arzt anrufen und keinesfalls sich ausschließlich selbst behandeln. Der Infizierte bleibt bis zu 7 Tage nach Abklingen der Symptome ansteckend. Empfehlungen zur Vermeidung einer Infektion sind entsprechende Hygiene- und Vorbeugungsmaßnahmen, die für einen Transplantierten ohnehin erlernt sind. Allgemeine Reisewarnungen existieren zwar nicht, aber als Transplantierter würde ich eine Reise nach Großbritannien oder Mallorca derzeit nach Möglichkeit vermeiden. Bislang gibt es keine Impfung gegen die Neue Grippe, mit einem Impfstoff wird erst ab Oktober gerechnet. Wahrscheinlich werden Transplantierte diese Impfung bevorzugt erhalten können, die für ca. 1/3 der Bevölkerung angeboten werden wird. Insgesamt sollte aber auch die Neue Grippe allenfalls zu obigen Vorsichtsmaßnahmen, keinesfalls aber zu Panikreaktionen führen.
Dr. med. Helmut P. Arbogast
Arzt für Chirurgie, Arzt für Viszeralchirurgie
Arzt für Spezielle Chirurgische Intensivmedizin
Geschäftsführender Oberarzt des Transplantationszentrums
Programmdirektor Pankreastransplantation
Chirurgische Klinik und Poliklinik
Klinikum der Universität München - Großhadern
Direktor: Prof. K.-W. Jauch
Gruss Roland
Die Neue Grippe hat derzeit schon weit über 100.000 Infizierte weltweit zu verzeichnen, von denen die allermeisten bereits wieder genesen sind. Zumeist werden milde Verlaufsformen beobachtet, aber vereinzelte schwere Verläufe sogar mit Todesfolge sind bekannt. Die Neue Grippe beginnt mit einer Inkubationszeit von mehreren Stunden bis zu drei Tagen nach Tröpfcheninfektion (Abstand bis ca. 2m) mit den typischen Grippesymptomen, die vorzugsweise die Lunge betreffen. Die Erkrankung spricht gut auf im Handel befindliche Grippetherapeutika (Tamiflu oder Relenza) an, die aber erst nach Auftreten der Symptome und nur nach Anweisung eines Arztes Anwendung finden sollten. Der Transplantierte sollte beim Auftreten von Grippesymptomen unbedingt seinen behandelnden Arzt anrufen und keinesfalls sich ausschließlich selbst behandeln. Der Infizierte bleibt bis zu 7 Tage nach Abklingen der Symptome ansteckend. Empfehlungen zur Vermeidung einer Infektion sind entsprechende Hygiene- und Vorbeugungsmaßnahmen, die für einen Transplantierten ohnehin erlernt sind. Allgemeine Reisewarnungen existieren zwar nicht, aber als Transplantierter würde ich eine Reise nach Großbritannien oder Mallorca derzeit nach Möglichkeit vermeiden. Bislang gibt es keine Impfung gegen die Neue Grippe, mit einem Impfstoff wird erst ab Oktober gerechnet. Wahrscheinlich werden Transplantierte diese Impfung bevorzugt erhalten können, die für ca. 1/3 der Bevölkerung angeboten werden wird. Insgesamt sollte aber auch die Neue Grippe allenfalls zu obigen Vorsichtsmaßnahmen, keinesfalls aber zu Panikreaktionen führen.
Dr. med. Helmut P. Arbogast
Arzt für Chirurgie, Arzt für Viszeralchirurgie
Arzt für Spezielle Chirurgische Intensivmedizin
Geschäftsführender Oberarzt des Transplantationszentrums
Programmdirektor Pankreastransplantation
Chirurgische Klinik und Poliklinik
Klinikum der Universität München - Großhadern
Direktor: Prof. K.-W. Jauch
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