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Waage Gespräche
- Tommy
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Waage Gespräche
12 Juli 2010 11:25
Ich schreibe gerade ein Referat über: Der Gang zur Waage - Gewichtszunahme bei Dialysepatienten. Da bin ich beim Thema: Ausreden, warum man viel zugenommen hat. Z.B.:
Ich war im Schwimmbad und habe soviel Wasser geschluckt!“
Habt Ihr Beispiele, die Ihr schon gehört habt?
LG Tommy
Ich war im Schwimmbad und habe soviel Wasser geschluckt!“
Habt Ihr Beispiele, die Ihr schon gehört habt?
LG Tommy
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- Jazzman
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Re: Re: Waage Gespräche
12 Juli 2010 13:33
Hallo Tommy,
wir haben bei uns einen Patienten, der kam MO mit 9Kg!!! DI Zwischendialyse, da hatte er schon wieder 6 Kg, MI wieder ganz normal, aber mal locker wieder 8 Kg!!!!
Und das einzige, was ihm dazu einfiel:Ich kann mir das gar nicht erklären, ich trinke doch nur zu meinen Tabletten.........!
Glaube ich ihm sogar, die Frage ist halt, wieviel er zu den Tabletten trinkt.........[lol]!
VG,
Michi!!! [cool]
wir haben bei uns einen Patienten, der kam MO mit 9Kg!!! DI Zwischendialyse, da hatte er schon wieder 6 Kg, MI wieder ganz normal, aber mal locker wieder 8 Kg!!!!
Und das einzige, was ihm dazu einfiel:Ich kann mir das gar nicht erklären, ich trinke doch nur zu meinen Tabletten.........!

Glaube ich ihm sogar, die Frage ist halt, wieviel er zu den Tabletten trinkt.........[lol]!
VG,
Michi!!! [cool]
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- chrisi
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Re: Re:
12 Juli 2010 18:22
Dass man mit soviel Gewicht seinem Körper, besonders dem Herzen, nichts gutes tut, ist schon klar. Aber seit wann muss ich mich als erwachsener Mensch rechtfertigen? Das ist ja schlimmer als früher in der Schule.
Um das klarzustellen: Sicher kann man mit dem Arzt die Probleme des Trinkens besprechen, sich Ratschläge holen, sich aufklären lassen und der Arzt kann (oder sollte) auch von selbst auf die Gefahren hinweisen - das alles ist völlig ok. Irgendwann fruchten die aufklärenden Gespräche oder halt nicht. Viele wissen es und ignorieren die Gefahren. Die Konsequenzen trägt der Patient im Endeffekt ohnehin alleine. Aber das Kindergartenverhalten, stößt mir hier immer wieder auf.
Deshalb kenn ich auch keine Ausrede - ich habe nie eine benutzt, wenn es mal zuviel war. Von mir hat auch niemand eine Erklärung erwartet, ich habe mein Gewicht inkl. Abnahme ohnehin selbst eingetragen und eingestellt. Eigentlich kenne ich solche Gepflogenheiten von meinem Ex-Zentrum überhaupt nicht. Selbst chronisch Kranke werden dort wie erwachsene Menschen behandelt - man höre und staune.
Man sollte sich allerdings auch so benehmen.
Einen schönen Abend wünscht
chrisi
P.S. Allerdings dürfen solche Patienten auch keine kostenlosen Zwischendialysen als selbstverständlich ansehen. Das sollte man jenen schon mal vor Augen führen. Es kann nicht sein, dass verantwortungsloses Verhalten von der Solidargemeinschaft getragen wird. Wenn wir aber jetzt mit dem Thema anfangen, diskutieren wir noch Weihnachten, denn da gibt es tausende von Beispielen.
Ich persönlich mag nur nicht umündig sein, nur weil ich durch eine Krankheit eingeschränkt bin. Mein Gehirn funktioniert noch ganz gut.
Um das klarzustellen: Sicher kann man mit dem Arzt die Probleme des Trinkens besprechen, sich Ratschläge holen, sich aufklären lassen und der Arzt kann (oder sollte) auch von selbst auf die Gefahren hinweisen - das alles ist völlig ok. Irgendwann fruchten die aufklärenden Gespräche oder halt nicht. Viele wissen es und ignorieren die Gefahren. Die Konsequenzen trägt der Patient im Endeffekt ohnehin alleine. Aber das Kindergartenverhalten, stößt mir hier immer wieder auf.
Deshalb kenn ich auch keine Ausrede - ich habe nie eine benutzt, wenn es mal zuviel war. Von mir hat auch niemand eine Erklärung erwartet, ich habe mein Gewicht inkl. Abnahme ohnehin selbst eingetragen und eingestellt. Eigentlich kenne ich solche Gepflogenheiten von meinem Ex-Zentrum überhaupt nicht. Selbst chronisch Kranke werden dort wie erwachsene Menschen behandelt - man höre und staune.
Man sollte sich allerdings auch so benehmen.
Einen schönen Abend wünscht
chrisi
P.S. Allerdings dürfen solche Patienten auch keine kostenlosen Zwischendialysen als selbstverständlich ansehen. Das sollte man jenen schon mal vor Augen führen. Es kann nicht sein, dass verantwortungsloses Verhalten von der Solidargemeinschaft getragen wird. Wenn wir aber jetzt mit dem Thema anfangen, diskutieren wir noch Weihnachten, denn da gibt es tausende von Beispielen.
Ich persönlich mag nur nicht umündig sein, nur weil ich durch eine Krankheit eingeschränkt bin. Mein Gehirn funktioniert noch ganz gut.
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- Tommy
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Re: Re:
13 Juli 2010 09:53
Hi Chrisi, Du hast natürlich recht. Wenn man über seine Erkrankung - in dem Fall die Flüssigkeitszufuhr bei Dialysepatienten - und die damit verbunden Folgen aufgeklärt wurde, hat der mündige Patient recht, das zu machen, was er für richtig hält. Aber das Personal (Ärzte, Schwestern) haben die Fürsorgepflicht, alle Patienten, auch schwierige Patienten, die nicht einsichtig sind, gut zu dialysieren. Manchmal keine einfache Aufgabe für das Personal. Der Patient, der weiß, welche Konsequenzen die hohe Flüssigkeitszufuhr für sein Herz und Kreislauf hat, wird auch vom Personal erkannt und nicht in seiner Entscheidung beeinflusst. Das Personal kennt seine Pappenheimer.
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Re: Re: Waage Gespräche
13 Juli 2010 10:13
Hallo Tommy,
der Rekordhalter in unserer Dialyse hat 16 Kilo aus dem langen Intervall mitgebracht. Begründung: er war wandern. Der Medizinmann hat ihn dann gefragt ob er mit einem Bierfass gewandert ist .
Mit freundlichen Gruß
Jürgen
der Rekordhalter in unserer Dialyse hat 16 Kilo aus dem langen Intervall mitgebracht. Begründung: er war wandern. Der Medizinmann hat ihn dann gefragt ob er mit einem Bierfass gewandert ist .
Mit freundlichen Gruß
Jürgen
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- Anonym
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Re: Re:
13 Juli 2010 10:33
Hallo Tommy und Chrisi,
die Diskussion weicht ja etwas von Tommys Frage ab, aber ich finde Eure beiden Beiträge für wichtig zu dem Themenkomplex.
Was bedeutet es denn, sich als HD-Patient selbst zu kontrollieren? Sein Gewicht, sein Kalium, sein Phosphat usw.
Kleine und große Sünden werden sofort angezeigt, Die positiven Folgen liegen in unbestimmter Zukunft. Das Risiko von Folgeerkrankungen ist eine primär kognitive Frage, die langfristig vorausschauendes Denken erfordert.
“ich bin doch aber schon an der Dialyse“ ist doch meist der Gedanke und das reicht.
Wie sieht der ideale Patient für Arzt und Pfleger/innen aus:
Motiviert, bereit allen Anweisungen lückenlos zu folgen, einwandfreie intellektuelle Auffassungsgabe, fähig und umgehend bereit sein Leben radikal zu Ändern. Frei von Charakterstörungen, die starres und uneinsichtiges Verhalten bedingen.
Aber so ist der Mensch doch nicht.
Die falschen Annahmen in der Patienten-Beziehung:.
Wenn der Mensch weiß was für ihn gut ist tut er es auch, Patienten stellen ihre Gesundheit immer und überall an 1. Stelle, das Wissen um die Folgen hat eine motivierende Wirkung, daher können Patienten auch motiviert werden.
Leider sind die Menschen nicht so einfach gestrickt, oder „Gott sei Dank:“ Denn sind wir nicht „Emotionstiere“?
Es grüßt peter
die Diskussion weicht ja etwas von Tommys Frage ab, aber ich finde Eure beiden Beiträge für wichtig zu dem Themenkomplex.
Was bedeutet es denn, sich als HD-Patient selbst zu kontrollieren? Sein Gewicht, sein Kalium, sein Phosphat usw.
Kleine und große Sünden werden sofort angezeigt, Die positiven Folgen liegen in unbestimmter Zukunft. Das Risiko von Folgeerkrankungen ist eine primär kognitive Frage, die langfristig vorausschauendes Denken erfordert.
“ich bin doch aber schon an der Dialyse“ ist doch meist der Gedanke und das reicht.
Wie sieht der ideale Patient für Arzt und Pfleger/innen aus:
Motiviert, bereit allen Anweisungen lückenlos zu folgen, einwandfreie intellektuelle Auffassungsgabe, fähig und umgehend bereit sein Leben radikal zu Ändern. Frei von Charakterstörungen, die starres und uneinsichtiges Verhalten bedingen.
Aber so ist der Mensch doch nicht.
Die falschen Annahmen in der Patienten-Beziehung:.
Wenn der Mensch weiß was für ihn gut ist tut er es auch, Patienten stellen ihre Gesundheit immer und überall an 1. Stelle, das Wissen um die Folgen hat eine motivierende Wirkung, daher können Patienten auch motiviert werden.
Leider sind die Menschen nicht so einfach gestrickt, oder „Gott sei Dank:“ Denn sind wir nicht „Emotionstiere“?
Es grüßt peter
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- chrisi
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Re: Re:
13 Juli 2010 20:18
taffi schrieb:
> wer soll denn nun festlegen ob der mensch verantwortungslos ist
Ein Teil unserer Freiheit liegt auch darin, uns gegenüber verantwortungslos sein zu dürfen. Wer will mir vorschreiben, was verantwortungslos für mich ist?
Ich verbiete auch niemanden Alkohol, Zigaretten, Risikosportarten oder dauerhafte schlechte Ernährung. Niemand kann das verbieten.
Ich selbst lebe auch nicht immer nach Plan und medizinisch festgelegtem Muster (welch ein Albtraum). Ich erlaube mir ab und zumedizinische Seitensprünge und Dinge, die man als Transplantierter nicht tut. Ich tu das, weil ich leben will, weil ich ständige Reglementierungen hasse, weil ich selbst abwägen will, weil ich genießen möchte und weil ich mein Leben nicht als lebende Tote bestreiten will. Trotzdem kenne ich meine Grenzen und laufe nicht zu Tausenden von Ärzten, wenn mein Körper mal einen kleinen Zwischenton abgibt, der nicht ins Muster passt. Das würde mich garantiert krank machen - auch seelisch.
Man darf aber auch nicht erwarten, dass bestimmtes Verhalten (z.B. dauerhaft viele Liter Abnahme an der Dialyse) ständig durch Dritte ausgebadet wird. Freiheit bedeutet Eigenverantwortung und die bedeutet auch, die Konsequenzen für unser Tun auch selbst zu übernehmen - wenns hart kommt bis zum Tod.
Jede Zwischendialyse kostet die Zentren viel Geld (siehe Wochenpauschale). Letztendlich bezahlen alle Patienten dafür, denn das Geld ist eh schon knapp. Das sollte man diesen Patienten vielleicht mal klar machen. Die medizinischen Folgen scheinen an den meisten abzuprallen. Ich kenne aus meiner Zeit ein paar Spezis. Aber was sie letztendlich mit ihrem Körper machen, ist ganz alleine ihre Sache. Die allermeisten sind klar im Kopfe und wissen ganz genau, was los ist - Es ist ihre alleinige Entscheidung.
Es werden ja immer so gerne ein paar Demente als Argumentationshilfe dazwischen gepackt um medizinische Reglementierungen zu rechtfertigen.
Aber nun zurück zu den Ausreden an der Waage
Chrisi
> wer soll denn nun festlegen ob der mensch verantwortungslos ist
Ein Teil unserer Freiheit liegt auch darin, uns gegenüber verantwortungslos sein zu dürfen. Wer will mir vorschreiben, was verantwortungslos für mich ist?
Ich verbiete auch niemanden Alkohol, Zigaretten, Risikosportarten oder dauerhafte schlechte Ernährung. Niemand kann das verbieten.
Ich selbst lebe auch nicht immer nach Plan und medizinisch festgelegtem Muster (welch ein Albtraum). Ich erlaube mir ab und zumedizinische Seitensprünge und Dinge, die man als Transplantierter nicht tut. Ich tu das, weil ich leben will, weil ich ständige Reglementierungen hasse, weil ich selbst abwägen will, weil ich genießen möchte und weil ich mein Leben nicht als lebende Tote bestreiten will. Trotzdem kenne ich meine Grenzen und laufe nicht zu Tausenden von Ärzten, wenn mein Körper mal einen kleinen Zwischenton abgibt, der nicht ins Muster passt. Das würde mich garantiert krank machen - auch seelisch.
Man darf aber auch nicht erwarten, dass bestimmtes Verhalten (z.B. dauerhaft viele Liter Abnahme an der Dialyse) ständig durch Dritte ausgebadet wird. Freiheit bedeutet Eigenverantwortung und die bedeutet auch, die Konsequenzen für unser Tun auch selbst zu übernehmen - wenns hart kommt bis zum Tod.
Jede Zwischendialyse kostet die Zentren viel Geld (siehe Wochenpauschale). Letztendlich bezahlen alle Patienten dafür, denn das Geld ist eh schon knapp. Das sollte man diesen Patienten vielleicht mal klar machen. Die medizinischen Folgen scheinen an den meisten abzuprallen. Ich kenne aus meiner Zeit ein paar Spezis. Aber was sie letztendlich mit ihrem Körper machen, ist ganz alleine ihre Sache. Die allermeisten sind klar im Kopfe und wissen ganz genau, was los ist - Es ist ihre alleinige Entscheidung.
Es werden ja immer so gerne ein paar Demente als Argumentationshilfe dazwischen gepackt um medizinische Reglementierungen zu rechtfertigen.
Aber nun zurück zu den Ausreden an der Waage
Chrisi
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- mel
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Re: Re: Waage Gespräche
25 Juli 2010 00:54
Ich bin über die Folgen aufgeklärt und gebe Montags einfach zu, daß ich am Wochenende eine Saufziege wag.... Aber 8-9 kg.... das traue ich mir nicht... 5 kg ist dann doch die Obergrenze...
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- spaiky
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Re: Re: Waage Gespräche
28 Juli 2010 22:29
also bei uns kommt z.B. war 2 h in der Wanne und das Wasser wurde über die Haut aufgenommen. Oder es hat geregnet und ich hatte keinen Schirm bei [lol]
Gruß spaiky
Gruß spaiky
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