Praxisgebühr
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Praxisgebühr
18 Nov. 2012 08:57Lt Statistik ist das jeder Dritte, die Tk meldet 37%.
Der Wegfall bedeutet für sie 40 Euro plus Zahnarzt zusätzliche Zuzahlungen sammeln, um 1% des Einkommens für die Befreiung zu erreichen, bei Paaren das Doppelte.
Viele werden also die Befreiung nicht mehr erreichen.
Hat daran die Politik gedacht?
Was meint Ihr dazu?
Viele Grüße Raja
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 09:51Genau dasselbe hab ich auch gedacht.
Nur von der Praxisgebühr wurde durch Verwaltung soviel verschlungen, daß man das GEld genauso gut zum Fenster rauswerfen hätte können.
Aber man sollte statt den chronisch Kranken immer mehr Medikamente selbst zahlen zu zumuten, da mal zurückrudern.
Das Wort sozial existiert inzwischen überhaupt nicht mehr, weder bei der KK noch bei anderen Versicherungen , noch in der Gesellschaft. Es geht nur noch um Rendite , Geld scheffeln und das möglichst auf Kosten von Leuten, die sich nicht wehren können.
lg Bina
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 10:17die Abschaffung der Praxisgebühr war eine jahrelange Forderung der Ärzte (angeblich zuviel Bürokratie), nicht der Patienten. Die Abschaffung ist also nichts weiter, als die Fortsetzung der Klientelpolitik der FDP.
Da aber natürlich keiner nein sagt, wenn er (angeblich) entlastet werden soll, haben sich alle anderen Parteien mit angehängt und der Abschaffung zugestimmt. Nur bedeutet das 2 Milliarden Euro/jährlich weniger im Gesundheitssystem und für wirklich Kranke, nämlich die chronisch Kranken, bringt die Abschaffung überhaut nix, da sie ja sowieso die 1% zahlen müssen - mit oder ohne Praxisgebühr.
Nächstes Jahr ist Bundestagswahl. Nur deswegen und den Ärzten zuliebe wurde die Praxisgebühr abgeschafft - nicht den Patienten zuliebe, wie es jetzt gern behauptet wird.
Letztendlich werden wohl gerade wir chronisch Kranken diese nun fehlenden 2 Milliarden jährlich irgendwann wieder ausgleichen müssen - durch Erhöhung von irgendwelchen Eigenbeteiligungen, die nicht unter die 1%-Regelung fallen...
LG MaRIO
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 12:07Die chronisch Kranken haben nix davon, eher den Nachteil mit der 1%-Regelung, die Gesunden haben nix davon und die Arbeitgeber haben nix davon. Finanzielle Vorteile auf Seiten der Patienten haben allenfalls die, die wenig zum Arzt gehen und künftig die 10 Euro sparen. Nur die Beitragssenkung hätte allen genutzt. Wer sich fragt, warum gerade die FDP diese Abschaffung trotzdem wollte, der muss nur die Jubelschreie aus der Ärzteschaft hören....
Ach ja, und das wurde nur durchgewunken, damit die Herdprämie der CSU durchging, viel tiefer kann doch Politik nicht fallen oder?
Trotzdem LG Hans-Dieter
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 13:23Wann findet sich endlich ein Politker der mal das ganze System aufräumt und nicht nur von Lobbyisten verfälschte Reformen anbringt? Ich denke mal unser Gesundheitssystem bietet da noch viele Chancen der Einsparung!
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- taffi
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 15:32und jetzt wird das übel beseitigt aber auch wieder aufgeschrieen ----politiker welcher farbe auch immer können machen was sie wollen ,die gegenseite findet es schlecht --das war schon immer so und wird sich nicht ändern.......mein 1 % erreiche ich trotzdem ganz locker und ich sehe also für mich keinen nachteil .....die krankenkassen haben überschüsse --und bargeld zurückzuzahlen was ist das denn wieder für ein aufwand ? da finde ich diese lösung gut ,egal wer sie nun zu wege gebracht hat ,endlich ! lg taffi
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 16:43niemanden, aber auch garniemanden, hat die Praxisgebühr übermäßig belastet, da sie unter die 1% oder 2%-Regelung fiel. Sie war also immer sozial abgefedert. Wenn jemand behauptet, er wäre wegen der Praxisgebühr nicht zum Arzt gegangen, dann sollte dieser Mensch mal über eventuell falsch gesetzte Prioritäten nachdenken.
Auch wenn wir jetzt Überschüsse bei den Krankenkassen haben, ist doch heute schon klar, dass die Ausgaben weiter steigen werden (Stichwort: Med. Fortschritt).
Das Märchen von den hohen Verwaltungskosten kann ich nicht mehr hören. Das ist ein ständiges Argument der Ärzte gewesen. Jährlich hat die Praxisgebühr 2 Milliarden Euro gebracht. Das ist ein Patzen Geld, der nun früher oder später fehlen wird!
Der Punkt, an denen die Überschüsse aufgebraucht sind, wird schneller kommen als uns allen lieb ist - und dann zahlen gerade wir chron. Kranken die Zeche für die Abschaffung der Praxisgebühr.
MaRIO
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 16:49...die Praxisgebühr bedeutetet für mich lange Wartezeiten (zum Teil draußen vor der Praxis) und viel Verwaltung für nix!
Ich halte es für ein Gerücht, dass Du wegen der Praxisgebühr lange Wartezeiten hattest. Auch erschließt sich mir nicht der Verwaltungsaufwand, den Du damit hast...
VG MaRIO
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 16:57
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 17:03Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 17:10Die Praxisgebühr fällt maximal 1x im Quartal und nicht im Monat an. Das heißt, wir reden hier von maximal 3,30€ im Monat - und nicht mehr!
Wenn Dich das Gesamtbudget interessiert: KLICK
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- Raja
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 18:20Man kann nur hoffen, daß diese Patienten zur nächsten Wahl ihren Kopf mitnehmen, denn sie haben keine Lobby!
Schönen Abend
Raja
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 18:34Es bleibt doch alles beim alten. 1% bleibt 1%.
Was aber wegfällt ist dieses sinnlose Anstehen alle 3 Monate für einen Ü-Schein.
Darfst jetzt wieder direkt zum Dialyseznetrum gehen.
DK
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- Antonio
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 18:49es ist ein großer Aufwand. Es muß kontrolliert werden, ob jemand Praxisgebühr bezahlen muß, es muß ein Kassenbuch geführt werden, die eingenommenen Praxisgebühren müssen an die KV gemeldet werden, um dort wieder weiter verrechnet zu werden.
Nicht zu vergessen die Diskussionen mit Patienten, die die Überweisung vergessen haben (oder behaupten, sie hätten eine zuhause) und deshalb die Gebühr bezahlen müssen - und nach Stand der Informationen der KV kein Anrecht auf eine Rückerstattung haben.
Schau dir das doch einfach mal einen Tag in einer Praxis an.
Als die Praxisgebühr eingeführt wurde, ging es um den Unterschied zwischen Beitragserhöhung und Belastung derjenigen, die zum Arzt gehen. Man wollte auch die unkoordinieren Arztbesuche eindämmen, man hoffte, der Hausarzt würde koordinieren, welche Überweisungen er für sinnvoll hält und ausstellt.
Dies hat sich nicht bestätigt. Häufig ist es so, dass am Quartalsanfang beim ersten aufgesuchten Arzt ein ganzer Stapel an Überweisungen ausgestellt wird, ohne dass die Sinnhaftigkeit überprüft würde.
Die Praxisgebühr hat also erstmal die Kranken (oder Arztbesucher) zugunsten der nicht zum Arzt gehenden Beitragszahler belastet.
Dies war einer der Versuche, das Solidaritätsprinzip in den Sozialsystemen anzunagen.
Und jetzt soll wieder gar keiner profitieren außer den Ärzten?
Also zunächst profitieren die, die zum Arzt gehen und - wie ich - nicht unter die 1- oder 2% Regelung fallen. Irgendwo müssen die 2 Milliarden ja bleiben....
Lg Antonio
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 19:27ich bestreite nicht, dass ein gewisser Mehraufwand für die Ärzte mit der Praxisgebühr verbunden war. Ich meinen Augen ist das ja auch der Hauptgrund, warum die Ärztevertreter so wehemend für die Abschaffung waren - und nicht, weil das Solidarprinzip dadurch in Gefahr war.
In Zeiten von Computern sollte sich der Mehraufwand allerdings auf das setzen eines Häkchens und dem aut. ausdrucken der Quittung einmal im Quartal beschränkt haben. Auch die Abrechnung mit den KVen sollte doch über Computer funktionieren und die eingezogene Praxisgebühr automatisch berücksichtigen. Das es hin und wieder Diskussionen mit Patienten darüber gab glaube ich gern - nur ist das ein Argument gegen die Praxisgebühr?
Jetzt wird so getan, als würde man mit der Abschaffung den sozial Schwachen einen Gefallen tun. Gerade an Deinem Beispiel sieht man doch, dass es nicht so ist. Entlastet werden Patienten, die NICHT unter die Härtefallregelung fallen und daher wohl eher NICHT zu den sozial Schwachen unserer Gesellschaft gehören.
LG MaRIO
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 19:33Michaela
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 19:36Michaela
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 19:45da denke ich genauso wie du. Ich hätte es vielleicht nicht so gut ausdrücken können.
Außerdem habe ich noch von niemandem gehört, dass er die Praxisgebühr gerne weiterzahlen würde

LG
maritimo
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 19:48die 10 € nochmal zahlen.
ich dachte bisher daß das Bundesweit so ist. /freie Arztwahl
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 20:34Aber bevor ich den Arzt konsultiere, hole ich mir bei meiner Hausärztin eine Überweisung. (Damit ich die Praxisgebühr nicht mehrfach bezahlen muß).
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- Antonio
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 21:33natürlich haben Ärzte sich wegen des Aufwands über die Praxisgebühr geärgert. Warum auch dieses 10€ Geschachere im Auftrag der Krankenkasse?
Ich weiß jetzt nicht, wer Gründe wie die Entlastung sozial Schwacher genannt hat. Hab ich nicht gehört.
Sozial Schwache, die unter die Befreiung oder 1% Regelungen gefallen sind, wurden bei der Einführung der Praxisgebühr nicht benachteiligt und jetzt bei der Abschaffung nicht bevorteilt.
Entlastet werden eben die, die die Praxisgebühr eben zusätzlich bezahlt haben. Ob man das jetzt als wahltaktisch einstufen will - aber die 40 € würden mich jetzt nicht so animieren, FDP zu wählen...
LG Antonio
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 22:53Zum Verständnis hier mal eine Aufrechnung mit runden angenommenen Werten:
Ein Rentnerehepaar, chronisch krank (siehe Definition für chr. krank) er Herz, sie gehbehindert, haben eine Bruttorente von 2000€/ Monat, macht 24000€/Jahr.
Zuzahlung 1%= 240€. minus 80€ Praxisgeb und je 2x Zahnarzt macht 140€ Zuzahlung sammeln bis zur Freistellung. Selbs wenn Du es auf eine Person halbierst, änderts doch nichts.
Ab Januar dürfen sie nun 240€ sammeln bis zur Freistellung. Bei allem Jubel und Verständnis für die viele Arbeit der Praxen, die Wenigarztgänger die profitieren und die, wie hier geschrieben, locker das 1% voll bekommen, aber viele Andere sind echt besch... dran.
VG Raja
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Re: Re: Praxisgebühr
18 Nov. 2012 22:58es gibt durchaus sozial schwache Menschen, die nicht jedes Quartal zum Arzt gehen und auch schon mit der Praxisgebühr (vielleicht 1, 2x im Jahr entrichtet) nicht von der Zuzahlung befreit wurden, weil sie die 2%Grenze nicht erreichten, einfach weil sie relativ gesund sind und nicht falsche Prioritäten setzten. Man kann nicht immer nur von unserer Situation ausgehen.
Als ich an die Dialyse kam (an einem Quartalsanfang) saß ich (ahnungslos von meiner Erkrankung.aber mir gings ziemlich schlecht) stundenlang im Wartezimmer, weil dieses voll von disziplinierten Rentnern war, die ihre Überweisungen abholen wollten. Das Personal (die Arzthelferinnen) waren dadurch im Vollstreß und die Ärztin mit Autogrammgeben beschäftigt.
Auch im Zentrum ist es nicht so einfach, am Quartalsanfang Chipkarten einsammeln, sortieren, wer noch bezahlen muß oder schon befreit ist, Quittungen ausstellen usw. An der PD mußte ich noch immer vorher pro forma in ein mir sonst unbekanntes Dialysezentrum gehen, Überweisung abholen. Alles irgendwie pro forma und ohne Sinn und zeitraubend, besonders damals mit PD und Arbeit...
Was seinen Sinn nicht erfüllt hat, sollte man lassen. Offiziell heißt es, es sollte ein lenkender Effekt eintreten und das sinnlose Arztbesuche unterbleiben. Offenbar gehen die Leute nach wie vor genauso oft zum Arzt. Natürlich könnte es sein, dass man durch Zuzahlungen anderswo irgendwann wieder das Geld anders reinholt. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass es viele gute Gründe gibt, das Eintrittsgeld beim Arzt abzuschaffen. Sicher ist es auch Wahlkampfvorgeplänkel, aber deswegen wird es trotzdem Zeit zur Abschaffung dieser Zuzahlung.
Viele liebe Grüße
Hati
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Re: Re: Praxisgebühr
19 Nov. 2012 00:01
2. der klicker geht nicht auf Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Praxisgebühr
19 Nov. 2012 04:44ob nun die Praxisgebühr bei den verschiedensten Patienten die einen oder die anderen Auswirkungen hatte ist mir ehrlich gesagt relativ egal, in dieser Diskussion.
Sicherlich kennt jeder von uns neben dem eigenen Beispiel auch noch etliche andere.
(übrigens, eine Bekannte hat auch immer gejammert und ist deshalb nicht jedes Quartal zum Doc gewesen. Aber wenn sie mal da war, ging sie dann in dem Quartal wegen jedem Sch.... und brauchte dann naürlich auch immer Überweisungen für teure Facharztuntersuchungen, von denen sie selber hinterher manchmal meinte das es wohl doch nicht so nötig war. PS: ihre Nettorente: rund 1.700€! Schliesslich zahle ich ja Beiträge kan das also nutzen!).
Ob diese Bekannte ein Einzelfall ist oder nicht interessiert mich in diesem Zusammenhang auch nicht wirklich.
Übrigens werden die Ärzte in erster Linie von der eigenen Standesvertretung, der Kassenärztliche Vereinigung (KV) bürokratisch genervt und nicht von dieser Gebühr. Das sagen jedenfalls aktuelle Studien aus.
Aber ich denke, dass man da wirklich die etwas grösseren Zusammenhänge sehen muss.
In einem Jahr ist Bundestagswhl und da hat jede Partei das grösste Interesse daran, so lange und so oft wie möglich mit positiven politischen Entscheidungen in den Medien vorkommen möchte / muss. Beitragssenkungen oder in diesem Fall der Wegfall von Zuzahlungen werden von der Allgemeinheit immer erst einmal positiv gesehen. Das ist nun einmal so. (Ich werte das nicht)
In diesem konkrten Fall geht es ja eigentlich um ein riesiges Knäuel von der Politik zu lösender Aufgaben. Ich zähle mal einige wenige auf (die Reihenfolge ist zufällig):
- Betreuungsgeld
- ausreichend Kita Plätze
- Energiewende
- Organspendeskandal und so weiter und so fort.......
Wie wir wissen vertritt jede Partei ihre eigenen Ziele und so kommt es immer zum sogenannten Kuhhandel bei dem Themen miteinander verknüpft werden, die nichts miteinander zu tun haben. Stimmst du meinem Projekt zu, unterstütze ich deines usw. . Und bedauerlicher Weise wissen viele Politiker aber letzendlich gar nichts von den jeweiligen Projektinhalten bzw. interessieren sich nicht für sie.
Aber so funktioniert der Laden nun einmal. Und je näher ein wichtiger Wahltermin rückt, um so hektischer kann es werden und um so unsinniger werden manche Äussereungen und oder auch Entscheidungen.
Zurück zur wegfallenden Zuzahlung. Wer davon wie profitiert wird einzelne Politiker möglicherweise gar nicht interessieren, aber sie werden in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen. Und leider geht es viel zu oft nur darum.
Denken wir mal ein paar Monate zurück. Könnt ihr Euch erinnern als der Skandal in Göttingen publik wurde. Es gab ein immer grösser werdendes Getöse. Zuerst in den Medien und nach und nach sprangen Politiker auf diesen Zug auf. Das kritisiere ich auch nicht.
Aber von einer der schillernsten Figuren im grossen Geflecht des Medizinlobbyismus, der sonst bei jedem kleinen Schnief seinen Senf dazu gibt, war eine ganze Weile nichts zu hören. Als wäre er abgetaucht. Ich meine Herrn Prof. Dr. med Montgomery. Erst als das meiste von dem was oberflächlich gesehen bekannt war, tauchte er plötzlich wieder in den Medien auf.
Falls jemand gerade nicht weis wer er ist, würde ich sagen: In erster Linie betätigt er sich wohl als Multiärztefunktionär u. a. ist er der Präsident der Bundesärztekammer (BäK).
De BäK ist eine private Einrichtung, die alle Leitlinien, Richtlnien usw. also alle Vorschriften in der deutschen Medizin trifft. U. a. hat die BäK z. B. auch alle Vorschriften zu Organtransplantationen ausgearbeitet und quasi gesetzlich verbindlich, erlassen.
Eine weitere private Einrichtung , die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mit ebenfalls eigenen Regeln, wird von der BäK kontrolliert u. a. auf Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften. Stellt die BäK jedoch z. B. solche Verstösse seitens der DSO fest, behält sich die BäK vor, die entsprechenden staatlichen Stellen darüber zu informieren. (Trotz etlicher durch die BäK festgestellter Gesetzesverstösse durch die DSO, gab es bisher noch keine einzige schwerwiegende Entscheidung/ Bestrafung etc.)
Und was passiert jetzt nach Regensburg, Göttingen usw. bzw was ist seitdem passiert?
Grosse Hektik bei einigen Politikern, abtauchen z.B. von Herrn M., grosses Blabla... in den Mediem ..... und jetzt nach einigen Monaten schon wenige leichte rein kosmetische Anpassungen des Transplantationsgesetzes und das wars.
Es gibt einige sehr einflussreiche rein private Einrichungen deren handelnden Personen z. T. seit vielen Jahren so verbandelt sind dazu eben die unterschiedlichsten politischen Interessen usw. ....... Den Rest überlasse ich Eurer Phantasie. Nur einer kommt nirgends vor wie ihr bemerkt habt: die Betroffenen
Nach aussen geht es immer um die jeweils Betroffenen. Aber eigentlich geht es vielen handeldden Entscheidungsträgern nur um Macht und Einfluss und um nichts weiter. Und da sind wir wieder bei der Praxisgebühr. Die Namen der Objekte ändern sich, aber das Prinzip bleibt.
In dieser Hinsicht bin ich extrem skeptisch. Aber nur in dieser Hinsicht.
Halt noch eins.... Herr M. tauchte wieder auf und was tat er und das auch noch sehr erfolgreich? Er brachte den prall gefüllten Geldtopf (das ist das Geld der Beitragszahler und Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt -Steuergeld) der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) in die Medien. Und welche Öffentlichkeit diskutiert jetzt noch über die Organspendeskandale.....
ich verziehe mich mal für ein paar Tage ins KH wegen vieler teurer neuro Untersuchungen und verbleibe
bis die Tage
der Limo
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- sabine
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Re: Re: Praxisgebühr
19 Nov. 2012 08:04Zahnarzt kostet nur, wenn er etwas machen muß, die normale Kontrolle kriegst Du für umme.
LG
Sabine
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- Raja
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Re: Re: Praxisgebühr
19 Nov. 2012 08:16Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Praxisgebühr
19 Nov. 2012 08:43ich sehe an der Stelle immer noch nicht das Problem,
das von Dir skizzierte Rentnerpaar muss immer noch maximal
1 % seines Einkommens zuzahlen, bis die Befreiung greift,
eventuell werden sie aber im kommenden Jahr das
eine Prozent gar nicht erreichen, da Ihre Gesamtzuzahlungen
unter 240 € liegen, wo haben Sie also einen Nachteil.
Wenn man unbedingt den Befreiungsausweis haben will
kann man ja auch das eine Prozent direkt am Jahresanfang
bei der KK einzahlen und bekommt die Befreiung.
Sie sind kein Stück besch... dran als vorher, wenn sie über
240 € zuzahlen bekommen sie die Befreiung, wenn nicht,
dann nicht, genau wie vorher, nur, dass jetzt absehbar
140 € mehr an Zuzahlung zu Medikamenten, Fahrtkosten,
etc. fällig werden und nicht jedes Quartal 10 € Eintritt
beim durchqueren der Praxistür. Der einzige Unterschied
ist die Fälligkeit der Zuzahlung und der Eintritt der Befreiung.
Schöne Grüße,
Boris
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Re: Re: Praxisgebühr
19 Nov. 2012 10:12Ich hab einen Bekannten ,der hat eine volle Arbeitsstelle in einer Firma , drei Schichten, manchmal so ,daß er noch nicht mal genug Schlaf dazwischen bekommt und das für 700 Euro im Monat.
Laßt Euch das mal auf der Zunge zergehen.
Und das ist kein Einzelfall.
lg Bina
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Re: Re: Praxisgebühr
19 Nov. 2012 10:54das war aber ja eigentlich auch nicht mein Punkt, gerade
dieser Bekannt wird doch von der Abschaffung profitieren,
weil er erst viel später gezwungen ist, das eine bzw. die zwei
Prozent vollzumachen.
Schöne Grüße,
Boris
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Re: Re: Praxisgebühr
19 Nov. 2012 11:37mir ging es darum, wer sich das leisten kann.
Ich hab zB gestern oder vorgestern einen Bericht im TV gesehen über REntner ,die ausgewandert sind, damit sie über die Runden kommen, die hatten nur 600 oder 800 euro pro Monat zur Verfügung , und das zu zweit. So konnten sie , weil sie für die Wohnung nur 200 Euro zahlen in , das eine war in Kambodscha und das andere weiß ich nicht mehr genau. Aber so können sie überleben ohne noch arbeiten gehen zu müssen.
Ein anders Pärchen in Deutschland , müssen beide dazuverdienen, weil sie sonst noch nicht mal die Stromrechnung mehr zahlen können.
Es wird alles teurer, aber die Einkommen werden gekürzt, das kann auf die Dauer nicht gutgehen .
lg Bina
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Re: Re: Praxisgebühr
19 Nov. 2012 12:55Ohne Zuzahlung müßte ich 60 Euro imMonat schon für das Taxi fahren zurDialyse bezahlen plus Medikamente .
Dann kann noch dazu kommen die 10 Euro pro Tag krankenhausaufenthalt.Da kann eine ganz schöne Summe im Monat zusammen kommen ohne Zuzahlung.Bei 1% Zuzahlung spare ich eine ganze Menge trotz wegfall der
Praxisgebühr. 720,- Euro müßte ich für das Taxi im Jahr aufbringen.Oh oh oh das ist zu Teuer.Da Zahle ich lieber das eine% .
Vielen Gruß Willi d. Sprw.
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Re: Re: Praxisgebühr
19 Nov. 2012 15:45Also ich hab eigentlich nie ein Loch, im Gegenteil, ich habe mir meine ganzen Plomben als Teenager geholt und jetzt pflege ich meine Zähne viel besser. von daher zahle ich auch nie die 10,- € beim ZA.
LG
Sabine
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Re: Re: Praxisgebühr
19 Nov. 2012 15:51und wie geht das dann in Kambodscha mit der ärzlichen Versorgung? Ist die gleichwertig wie hier und sind die Rentner dann dort irgendwie versichert?
LG
Sabine
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Re: Re: Praxisgebühr
19 Nov. 2012 16:32Seitdem ich die Verhältnisse dort kenne, empfinde ich die hiesigen Diskussionen über Praxisgebühr und sonstige Zuzahlungen als Jammern auf allerhöchstem Niveau.
Gruss Sabine, die in ein paar Tagen wieder für 3 Monate auf die Philippinen entfleucht, dank guter deutscher Versicherung
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Re: Re: Praxisgebühr
19 Nov. 2012 17:46ich kann mir nicht vorstellen, dass diejenigen, die jetzt über die Abschaffung der Praxisgebühr stöhnen, bei Einführung dieser Gebühr gejubelt haben, weil sie dann die 1%-Grenze erreichten. Ich kenne zumindest niemanden.
LG
MaWa
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Re: Re: Praxisgebühr
20 Nov. 2012 07:56dann wünsche ich einen schönen Urlaub und gute Erholung!!
LG
Sabine
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Re: Re: Praxisgebühr
20 Nov. 2012 09:03Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Praxisgebühr
20 Nov. 2012 09:46im Grunde hast Du recht, für uns ändert sich nichts. Aber im Umkehrschluss bedeutet das auch, daß diese Entscheidung für Patienten die sowiso schon bis zur Bemessungsgrenze einen hohen Eigenanteil zahlen müssen, keinen Vorteil bringt.
Den Vorteil haben die Kassenmitglieder die nicht so oft zum Arzt müssen und keine hohen Beizahlungen leisten müssen.
Aber auch Patienten wie Du sollten jetzt aufpassen, durch den Wegfall der Praxisgebür könnte mancher mit seinen Zuzahlungen unter die Bemessungsgrenze rutschen. Wenn man dann seine 1% am Anfang des Jahres an die Kasse überweist sollte man sich auch ganz sicher sein, daß man die 1% auch erreicht, sonst zahlt man zuviel.
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Re: Re: Praxisgebühr
20 Nov. 2012 12:06kaimana
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Re: Re: Praxisgebühr
20 Nov. 2012 13:43Aber trotz aller Dankbarkeit darf man solche Entscheidungen auch mal kritisch hinterfragen.
Immerhin handelt es sich um eine Versicherung und wenn da die Bedingungen geändert werden schaut man halt hin was das für einen bedeutet.
Wie kommst du drauf das ein drittel aller Versicherten als chronisch krank gelten?
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Re: Re: Praxisgebühr
20 Nov. 2012 14:32werde ich bestimmt haben. Und diesmal will ich mich auch intensiver über die Dialysemöglichkeiten informieren und dann später berichten. Leider kann ich das DO Forum von dort aus nicht erreichen.
Liebe Grüße
Sabine
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