Schlaftabletten
- Moischen
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Schlaftabletten
04 Aug. 2013 14:39Ich nehme sehr selten Schlaftabletten. Eine Packung mit 20 Stück reicht bei mir 3 Monate.
Meine Nephologen verschreiben äusserst ungern dieses Medikment. Stimmt es, dass ich
ein Anrecht darauf habe?
BG
Moischen
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Re: Re: Schlaftabletten
04 Aug. 2013 14:44ob wir ein Anrecht darauf haben kann ich dir nicht sagen. Aber auch mein Nephrologe verschreibt sie mir nur äußerst ungern und nicht ohne die Bemerkung, dass die Dinger abhängig machen können. Als ob ich nicht selbst lieber ohne Schlaftabletten schlafen würde.
Lieben Gruß
lioness
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Re: Re: Schlaftabletten
04 Aug. 2013 16:31und muss dann zur Dialyse, dann geht es mir noch schlimmer als wenn
ich geschlafen habe.Das kann es doch auch nicht sein,nicht wahr?
VLG Rena
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- silber
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Re: Re: Schlaftabletten
04 Aug. 2013 17:46ich kann vor allem an den dialysefreien Tagen oft schlecht einschlafen, nach der Dialyse habe ich diesbezüglich überhaupt kein Problem.
Schlafmittel nehme ich keine, lehne ich ab. Der beste Tipp ist, nach einer gewissen Zeit aufzustehen und irgendetwas anderes zu machen, damit die Gedanken abgelenkt sind. Ich habe schon nachts um 3 gefrühstückt oder eine Mail an einen Freund über ganz andere Dinge als die Schlaflosigkeit geschrieben.
Nun gut, die Dialyse am Tag danach wird tatsächlich anstrengender, es fallen mir dann aber dort eher die Augen zu und etwas Schlaf kann nachgeholt werden. Schlafmittel beeinflussen auch die Schlafqualität und können sowieso nur eine vorübergehende Lösung sein.
Lieben Gruß
Anja
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- Hati
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Re: Re: Schlaftabletten
04 Aug. 2013 18:03ich weiß nicht, wie es in meinem Zentrum bei den Tagpats ist, aber den Nachtdialysepatienten werden neuerdings Schlaftabletten angeboten.Die Ärztin sagte nach neuesten Erkenntnissen, sehen sie das nicht mehr so eng wie früher.
Ich habe das aber nicht genutzt, da ich auch an der Nachtdia inzwischen schlafen kann und auch durch die RLS-Medis eine gewisse Müdigkeit abends habe.
Viele liebe Grüße
Hati
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Re: Re: Schlaftabletten
04 Aug. 2013 18:32ich hab über Wäsche zusammenlegen, Blumen gießen, einfach gemütlich am Küchentisch sitzen und was weiß ich noch alles durch was ich nachts so machen könnte. Ich schlaf ja ein, das ist nicht das Problem, aber nach ner dreiviertel Stunde bin ich wieder wach. Manchmal nur grad wach genug um auf die Uhr zu schauen und kurz drauf wieder einzuschlafen (für wieder ne dreiviertel Stunde), manchmal auch hellwach. Dann steh ich auf, leg mich ne halbe Stunde später wieder hin ... um wieder ne dreiviertel Stunde zu schlafen. Wenn ich dann kurz nach sechs aufstehe, gehts einigermaßen, aber spätestens am frühen Nachmittag bin ich todmüde und muß ernsthaft aufpassen, dass ich nicht am Schreibtisch einschlafe. Es war jetzt schon so schlimm, dass die Kollegen, die mit im Büro sind, gefragt haben, ob was mit mir los sei. Diese Intervallschlaferei ist kein Dauerzustand, zumindest nicht wenn man tagsüber fit sein muss.
Mit den Schlaftabletten wache ich auch erstmal nach eineinhalb Stunden auf, aber nur kurz, dann schlafe ich dreieinhalb bis viereinhalb Stunden am Stück. Auch noch kein Idealzustand, aber wesentlich besser als ohne. Ich nehm übrigens auch nur die halbe Dosis, die für einen Erwachsenen vorgesehen ist.
Ich hoffe, dass der schlechte Schlaf mit den schlechten Werten zusammenhängt und auch das am Cycler besser wird.
Lieben Gruß
lioness
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- Moischen
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Re: Re: Schlaftabletten
04 Aug. 2013 19:47Und um müde zu werden, gehe ich an meinen Rechner und spiele.Da werde ich dann müde und gehe wieder ins Bett. Aber ich schlage ohne immer nur stundenweise.
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- Krischan
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Re: Re: Schlaftabletten
04 Aug. 2013 19:52ob Du ein Anrecht darauf hast weis ich nicht, Du solltest aber darauf bestehen wenn Du sie brauchst. Von der Menge kann man nicht abhängig werden. Und selbst wenn Du jeden Abend eine nehmen würdest, weil Du ansonsten nicht schlafen kannst, und dann auch nicht arbeiten, wäre das ok. Dazu sind Schlafmittel da . Der eigentliche Grund der Schlafstörungen, die Dialysepflicht kann man ja in diesem Fall nicht beeinflussen.
Mein Dialog mit einem jungen Arzt an der Dialyse:
Arzt: ich kann ihnen keine Schlaftabletten mehr verschreiben, die machen Abhängig
Ich: Dann kann ich aber nicht schlafen, hab alles andere ausprobiert
Arzt: Dann schlafen sie halt mal nicht und machen irgend etwas anderes nachts
Ich: ich muss aber morgens fit zur Arbeit. Wenn ich nachts nicht schlafe bin ich tagsüber müde und unkonzentriert und verliere auch noch den Arbeitsplatz.
Arzt.: Jedenfalls führt das zur Abhängigkeit.
Ich: In erster Linie bin ich von der Dialyse abhängig. Wenn das nicht wäre brauchte ich auch keine Schlafmittel. Habe nie welche gebraucht. Über Schlafmittelabhängigkeit können wir uns nach der Transplantation unterhalten.
Arzt: Jedenfalls kann ich nichts machen.
Ich: Ich möchte von Ihnen nicht hören, was sie nicht machen können sondern was sie machen können. Ich muss ja noch 3 Stunden hier sein, da können sie ja in Ruhe mal überlegen was sie gegen meine Schlafstörungen zu tun gedenken. Ich hab alles durch, bin aber für konstruktive Vorschläge offen.
eine halbe Stunde später kam er mit dem Rezept.
Gruss Krischan
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- bluestar
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Re: Re: Schlaftabletten
04 Aug. 2013 19:54Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Krischan
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Re: Re: Schlaftabletten
04 Aug. 2013 20:35Eventuell mal ein Besuch im Schlaflabor.
Gruß Krischan
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Re: Re: Schlaftabletten
04 Aug. 2013 22:15Aber es wäre interessant, nochmal zu Moischens ursprünglicher Frage zurückzukommen: stehen uns Schlafmittel zu? Oder kann sie der Nephrologe verweigern?
Lieben Gruß
lioness
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- taffi
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Re: Re: Schlaftabletten
04 Aug. 2013 22:30Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- silber
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Re: Re: Schlaftabletten
06 Aug. 2013 12:33ich denke, dass jeder Petient anders betrachtet werden muss. Schlafstörungen haben verschiedene Ursachen und sollten auch verschieden behandelt werden. Sicher spielt der eigene Leidensdruck dabei eine große Rolle, aber auch immer die Einstellung. Paradoxerweise führen ja meist die Gedanken an das Nicht schlafen können zum Nicht schlafen können.
Ich verteufele keine Schlafmittel. Außerdem bin ich nicht berufstätig, da ist es weniger schlimm, wenn ich mal eine Nacht nicht oder nur wenig schlafe.
Liebe Grüße
Anja
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- Krischan
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Re: Re: Schlaftabletten
06 Aug. 2013 13:21klar muss die Ursache ermittelt werden. Am besten im Schlaflabor. Aber wenn man nicht schlafen kann und das über mehrere Nächte hintereinander muss das irgendwie behandelt werden. Nicht umsonst kann man Schlafentzug sehr gut als Foltermethode einsetzen. Glaub mir ich weis wovon ich spreche. Hatte jahrelang schwerste Schlafstörungen. Zuerst durch RLS dann als Nebenwirkung eines Medikamentes, das eigentlich den Schlaf fördern sollte. Stand in der Zeit mehrmals vorm totalen Zusammenbruch incl Selbstmordabsichten.
Gruß Krischan
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- Limo
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Re: Re: Schlaftabletten
12 Aug. 2013 22:13da hast Du einen absolut typischen Gesprächsverlauf beschrieben wie ihn sicherlich schon viele u. a. auch Dialysepatienten erleben durften.
Ich habe über Jahre wegen schwerer Schlafstörungen auch Schlaftabletten genommen. Nach meiner NTX habe ich damit von einen zum anderen Tag aufgehört und nun sind auch die Schlafstörungen wieder da. Jetzt ist es aber nicht mehr so wild, da ich aufstehen und mich entsprechend beschäftigen kann. Anders als bei der Dia.
In den Diajahren hab ich sie genommen um während der Dialyse schlafen zu können, denn mit RLS und PNP im Bett liegen zu müssen und an der Maschine angeschlossen zu sein, und nichts tun zu können, ist schon heftig..
Zu einem Anrecht auf Schlaftabletten kann ich nichts sagen, kann es mir aber nicht im geringsten vorstellen.
Es wäre schon sehr eigenartig, da gerade jetzt mehrere Mittel in der Verpackungsgrösse verringert werden sollen und andere sollen aus dem freien Verkauf rausgenommen werden; wenn ich das so richtig in meinem altersschwachen Hinterkopf habe.
Und zum Thema Abhängigkeit bzw. Sucht gab es ja gerade eine Diskusion hier bei DO.
Limo
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