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Ärztetag
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- Geierlein
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Re: Re: Ärztetag
01 Juni 2014 00:33
Hört, hört!
So nebenbei, Montgomery ist bei mir in der gleichen Sympathieklasse wie Mehdorn. diese Dauergrinser sind mir suspekt!
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- Antonio
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Re: Re: Ärztetag
01 Juni 2014 00:53
Hallo, Mario,
es ist also dein Ernst, dass JEDER, der auf die Idee kommt, mal was untersuchen zu lassen, innerhalb von 4 Wochen einen Termin bekommen muß? Egal, wieviele Leute auf diese Idee kommen?
Ich meine jetzt nicht Menschen wie uns hier mit diversen oft schwierigen Problemen. Schau mal am Wochenende in eine Uniambulanz. Wenn dort jeder innerhalb sagen wir einer Stunde drankäme, säßen dort nach einer oder 2 Wochen nicht 50, sondern 500 Leute.
Das Problem, dass nicht nach Notwendigkeit, sondern nach der subjektiven Einschätzung der Menschen Termine gemacht werden, lässt sich mit so einer Frist nicht lösen. Dies wird dazu führen, dass alles noch schneller gehen muß und keiner mehr den Menschen zuhört. Die Qualität wird das nicht verbessern.
Es ist eben schwierig, wenn Du, wie es mal mit der Praxisgebühr ein hehres Ziel war, eine kleine Kostenhürde einsetzt, triffst Du halt wieder die Falschen mit, die, die es wirklich nötig haben. Und eine Steuerungswirkung hatte es auch nicht...
Wie würdest Du es denn anstellen, dass nicht Patienten mit Banalitäten die wirklich Kranken verdrängen?
LG Antonio
es ist also dein Ernst, dass JEDER, der auf die Idee kommt, mal was untersuchen zu lassen, innerhalb von 4 Wochen einen Termin bekommen muß? Egal, wieviele Leute auf diese Idee kommen?
Ich meine jetzt nicht Menschen wie uns hier mit diversen oft schwierigen Problemen. Schau mal am Wochenende in eine Uniambulanz. Wenn dort jeder innerhalb sagen wir einer Stunde drankäme, säßen dort nach einer oder 2 Wochen nicht 50, sondern 500 Leute.
Das Problem, dass nicht nach Notwendigkeit, sondern nach der subjektiven Einschätzung der Menschen Termine gemacht werden, lässt sich mit so einer Frist nicht lösen. Dies wird dazu führen, dass alles noch schneller gehen muß und keiner mehr den Menschen zuhört. Die Qualität wird das nicht verbessern.
Es ist eben schwierig, wenn Du, wie es mal mit der Praxisgebühr ein hehres Ziel war, eine kleine Kostenhürde einsetzt, triffst Du halt wieder die Falschen mit, die, die es wirklich nötig haben. Und eine Steuerungswirkung hatte es auch nicht...
Wie würdest Du es denn anstellen, dass nicht Patienten mit Banalitäten die wirklich Kranken verdrängen?
LG Antonio
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Re: Re: Ärztetag
01 Juni 2014 05:18
Hallo RIO,
@ All
Als ich davon gelesen hatte, war ich nicht im geringsten überrascht.
Ich bin schon seit Jahren an solchen Dingen interessiert. Mich interessiert z. B. auch das Who is Who der Organtransplantation in Deutschland. Nicht unbedingt immer die einzelnen Äzte an den verschiedenen Krankenhäusern, sondern speziell z. B. die Verbindungen zwischen der BÄK, den GKV und PKV, den einzelnen KVen, der DSO, der Pharmaindustrie, oder auch die Frage: Wie können Medikamente in der EU zugelassen werden die nur einen eher sehr geringen positiven Nutzen für atienten haben? usw. usw.
Solche Dinge fand ich schon immer interessant. Bis zu meinem ca. 40. Lebensjhr war es speziell die deutsche /internationale Wirtschaft, und seit dem eben eher der teilweise nichtedizinische bzw. lobbyistische Bereich der Medizin.
Inzwischen kriege ich nicht mal mehr einen dicken Hals wenn ich diesen speziellen Namen lese oder höre.
Den Beitrag zu dem Dein lezter Klick Hinweis führt finde ich auh sehr gut.
Noch kurz zur Frage eines Ausfallgeldes o.ä.
Ich war viele Jahre als Freiberufler tätig (Reiseleiter und Stadtführer). Zum Glück passierte es recht selten, aber es kam schon mal vor, dass ein Kunde nicht kam.
Natürlich hätte ich ihm eine Now show Rechnung stellen können. Aber das wäre ein zweischneidiges Schwert.
1. Wie soll ich das Geld eintreiben (z. B. aus dem Ausland)? Das wäre ein Aufwand der sich nicht rechnet (mal abgesehen von den anderen Problemen wie z. B. wie finde ich in einer bestimmten Gegend in GB den richtigen Anwalt für das Problem?).
2. Es besteht zumindest die Möglichkeit, dass dieser Kunde trotzem irgendwann mal wieder bucht und dann auch erscheint. Stelle ich ihm jetzt diese Rechnung und gehe vieleicht sogar gegen ihn vor, dann kommt er garantiert nicht mehr zu mir. Kein Stadtführer kann sich den Verlust eines Kunden wirklich leisten.
Was mag es wohl kosten anwaltlich und vielleicht sogar gerichtlich z. B. gegen einen britischen Kunden vorzugehen? Ich wollte das nie wiessen. Der Aufwand ist definitiv zu hoch. Das kann er selbst innerhalb Deutschlands sein.
Limo
@ All
Als ich davon gelesen hatte, war ich nicht im geringsten überrascht.
Ich bin schon seit Jahren an solchen Dingen interessiert. Mich interessiert z. B. auch das Who is Who der Organtransplantation in Deutschland. Nicht unbedingt immer die einzelnen Äzte an den verschiedenen Krankenhäusern, sondern speziell z. B. die Verbindungen zwischen der BÄK, den GKV und PKV, den einzelnen KVen, der DSO, der Pharmaindustrie, oder auch die Frage: Wie können Medikamente in der EU zugelassen werden die nur einen eher sehr geringen positiven Nutzen für atienten haben? usw. usw.
Solche Dinge fand ich schon immer interessant. Bis zu meinem ca. 40. Lebensjhr war es speziell die deutsche /internationale Wirtschaft, und seit dem eben eher der teilweise nichtedizinische bzw. lobbyistische Bereich der Medizin.
Inzwischen kriege ich nicht mal mehr einen dicken Hals wenn ich diesen speziellen Namen lese oder höre.
Den Beitrag zu dem Dein lezter Klick Hinweis führt finde ich auh sehr gut.
Noch kurz zur Frage eines Ausfallgeldes o.ä.
Ich war viele Jahre als Freiberufler tätig (Reiseleiter und Stadtführer). Zum Glück passierte es recht selten, aber es kam schon mal vor, dass ein Kunde nicht kam.
Natürlich hätte ich ihm eine Now show Rechnung stellen können. Aber das wäre ein zweischneidiges Schwert.
1. Wie soll ich das Geld eintreiben (z. B. aus dem Ausland)? Das wäre ein Aufwand der sich nicht rechnet (mal abgesehen von den anderen Problemen wie z. B. wie finde ich in einer bestimmten Gegend in GB den richtigen Anwalt für das Problem?).
2. Es besteht zumindest die Möglichkeit, dass dieser Kunde trotzem irgendwann mal wieder bucht und dann auch erscheint. Stelle ich ihm jetzt diese Rechnung und gehe vieleicht sogar gegen ihn vor, dann kommt er garantiert nicht mehr zu mir. Kein Stadtführer kann sich den Verlust eines Kunden wirklich leisten.
Was mag es wohl kosten anwaltlich und vielleicht sogar gerichtlich z. B. gegen einen britischen Kunden vorzugehen? Ich wollte das nie wiessen. Der Aufwand ist definitiv zu hoch. Das kann er selbst innerhalb Deutschlands sein.
Limo
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Re: Re: Ärztetag
01 Juni 2014 23:04
Hallo, Mario,
natürlich geht es hier um die ambulante Versorgung.
Ob es eine riesige Gruppe ist, die ohne Überweisung losrennt, kann ich auch nicht sagen, mangels exakter Daten, allerdings schätze ich es doch als erhebliche Gruppe ein. Hinzu kommt die Gruppe, die mit Überweisung losrennt. Nicht jeder Allgemeinarzt diskutiert mit Patienten die Notwendigkeit einer Überweisung.
Du gehst von dem Modell aus, dass Fachärzte sozusagen konsiliarisch auf Anfrage eine Untersuchung/Beratung/Empfehlung abgeben, das weitere macht dann der Hausarzt.
Wie schaut es aber bei chronischen ERkrankungen aus, egal ob Niere, Rheuma, Epilepsie usw., da bleibt man doch beim Facharzt hängen, und nicht nur, weil der Doktor Interessen hat.
Wie schaut es aus, wenn der Hausarzt wegen der Verordnung teuer Medikamente oder Physiotherapie Angst um sein Budget hat und die Patienten deshalb weiterschickt?
Wie schaut es aus mit der Verantwortung des Facharztes für die Umsetzung von Therapien auf seinem Fachgebiet?
Damit will ich nicht sagen, dass es überflüssige Termine beim Facharzt gibt, wenn man aber ins Detail geht, wird es schwieriger.
Das Recall-System der Zahnärzte ist zum einen explizit zustimmungspflichtig, zum anderen kann man es auch positiv sehen. Da ich sowas gerne rausschiebe, bin ich für eine ERinnerung dankbar. (Deshalb hatte ich bei meinem Zahnarzt auch zugestimmt. Der hat übrigens immer ein leeres Wartezimmer, weil er eine kleine Praxis hat und seine Termine praktisch immer einhält.... Glück gehabt).
Nochmal zu den Kosten:
Du redest gerne von den ökonomischen Eigeninteressen. Ich hoffe mal, dass jeder Selbständige zwei Interessen hat: Geld zu verdienen (damit der Laden läuft und nicht Pleite geht und was übrigbleibt) und gute Arbeit abzuliefern. Das muß man dann unter einen Hut kriegen.
Die kassenärztlichen Pauschalen kannst Du vierteljährlich in den Ärzteblättern der Kassenärztlichen Vereinigungen nachlesen, die werden veröffentlicht. Ca. 50 € für die Betreuung eines Patienten über ein ganzes Quartal (unterschiedlich nach Fachgruppen), also 200€ im Jahr - die Bewertung sei Dir überlassen.
Bei der Berechnung wird berücksichtigt, dass es einfache und sehr betreuungsintensive Patienten gibt.
Vorausgesetzt, ein Facharzt bindet nicht Patienten übermäßig an sich (s.o.), wie soll er dann etwas steuern?
Telefon ausschalten?
Hier noch ein Ansatz zur besseren Datengrundlage , die Möglichkeiten der A- und B-überweisung finde ich übrigens ganz gut.
LG Antonio
PS, das Gedöns mit Ausfallkosten kommt eh nicht, das ließe sich ja gar nicht umsetzen. Wie willst Du denn Geld reinholen, wenn Du von angemeldeten Patienten nur eine Telefonnummer hast? Kann man vergessen und als Politgeklingel abhaken.
natürlich geht es hier um die ambulante Versorgung.
Ob es eine riesige Gruppe ist, die ohne Überweisung losrennt, kann ich auch nicht sagen, mangels exakter Daten, allerdings schätze ich es doch als erhebliche Gruppe ein. Hinzu kommt die Gruppe, die mit Überweisung losrennt. Nicht jeder Allgemeinarzt diskutiert mit Patienten die Notwendigkeit einer Überweisung.
Du gehst von dem Modell aus, dass Fachärzte sozusagen konsiliarisch auf Anfrage eine Untersuchung/Beratung/Empfehlung abgeben, das weitere macht dann der Hausarzt.
Wie schaut es aber bei chronischen ERkrankungen aus, egal ob Niere, Rheuma, Epilepsie usw., da bleibt man doch beim Facharzt hängen, und nicht nur, weil der Doktor Interessen hat.
Wie schaut es aus, wenn der Hausarzt wegen der Verordnung teuer Medikamente oder Physiotherapie Angst um sein Budget hat und die Patienten deshalb weiterschickt?
Wie schaut es aus mit der Verantwortung des Facharztes für die Umsetzung von Therapien auf seinem Fachgebiet?
Damit will ich nicht sagen, dass es überflüssige Termine beim Facharzt gibt, wenn man aber ins Detail geht, wird es schwieriger.
Das Recall-System der Zahnärzte ist zum einen explizit zustimmungspflichtig, zum anderen kann man es auch positiv sehen. Da ich sowas gerne rausschiebe, bin ich für eine ERinnerung dankbar. (Deshalb hatte ich bei meinem Zahnarzt auch zugestimmt. Der hat übrigens immer ein leeres Wartezimmer, weil er eine kleine Praxis hat und seine Termine praktisch immer einhält.... Glück gehabt).
Nochmal zu den Kosten:
Du redest gerne von den ökonomischen Eigeninteressen. Ich hoffe mal, dass jeder Selbständige zwei Interessen hat: Geld zu verdienen (damit der Laden läuft und nicht Pleite geht und was übrigbleibt) und gute Arbeit abzuliefern. Das muß man dann unter einen Hut kriegen.
Die kassenärztlichen Pauschalen kannst Du vierteljährlich in den Ärzteblättern der Kassenärztlichen Vereinigungen nachlesen, die werden veröffentlicht. Ca. 50 € für die Betreuung eines Patienten über ein ganzes Quartal (unterschiedlich nach Fachgruppen), also 200€ im Jahr - die Bewertung sei Dir überlassen.
Bei der Berechnung wird berücksichtigt, dass es einfache und sehr betreuungsintensive Patienten gibt.
Vorausgesetzt, ein Facharzt bindet nicht Patienten übermäßig an sich (s.o.), wie soll er dann etwas steuern?
Telefon ausschalten?
Hier noch ein Ansatz zur besseren Datengrundlage , die Möglichkeiten der A- und B-überweisung finde ich übrigens ganz gut.
LG Antonio
PS, das Gedöns mit Ausfallkosten kommt eh nicht, das ließe sich ja gar nicht umsetzen. Wie willst Du denn Geld reinholen, wenn Du von angemeldeten Patienten nur eine Telefonnummer hast? Kann man vergessen und als Politgeklingel abhaken.
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Re: Re: Ärztetag
03 Juni 2014 18:14
Hallo, Mario,
>letztlich bestätigst Du ja meine These, dass es heute schon niedergelassene Ärzte in der Hand haben, Patientenbewegungen zu steuern
> - sei es der Hausarzt oder der Facharzt. Wenn der Hausarzt aus Angst vor Budgetierung oder Regressforderungen seine Patienten zum
>Facharzt schickt ist das ein ärztliches Problem, nicht ein Patientenproblem.
pointiert gesagt, kommt es sehr plakativ rüber, wenn man sagt, die Steuerung von Patientenbewegungen sei ein ärztliches Problem, wenn man gleichzeitig die Behandlung und Einbeziehung von Patienten auf Augenhöhe einfordert.
Es ging mir darum, dass es hier um ein vielschichtiges Problem geht, das man nicht einfach in eine Ecke stecken kann (die Ärzte, die Politik, die Patienten). Man hat als Patient ja durchaus die Verantwortung, mit den Ressourcen der Allgemeinheit pfleglich umzugehen. (Nach meinem Eindruck ist dieses Bewußtsein hier im Forum deutlich mehr ausgeprägt als in anderen Kreisen.) Insofern kann es nicht funktionieren, wenn einfach alle sagen Mein Termin ist der wichtigste, ist ja sogar garantiert, da müssen halt andere schauen, wie sie das hinkriegen. Auch Ärzte müssen mit den Ressourcen pfleglich umgehen (dann nennt es sich Wirtschaftlichkeitsgebot).
>Den Hinweis, dass Ärzte pro Patient und Quartal „nur“ etwa 50€ bekommen und das viel zu wenig ist, kann ich ehrlich gesagt kaum noch hören.
> „Vergessen“ zu sagen wird immer, dass dazu noch IGE-Leistungen und Privatpatienten kommen. Da reden wir von Milliarden an Euro.
Das nur stammt von Dir, da hab ich dir ja das richtige Stichwort gegeben....
eigentlich ging es doch um die Termingarantie und die Terminausfälle...
>Weiterhin wird vergessen, dass auch für Patienten, die nur mal ein Rezept holen oder bei denen nur mal Blutdruck gemessen wird,
>auch dieses Geld gezahlt wird. Wenn man also den Durchschnitt der GKV-Patienten nimmt, finde ich diesen Betrag pro Quartal ziemlich angemessen.
Nichts anderes hab ich doch gesagt.
>Deswegen kann ich das Gejammer über den angeblich zu geringen Betrag für einen Patient pro Quartal nicht mehr hören.
>Ärzte haben auch einen Sicherstellungsauftrag, unabhängig von ökonomischen Interessen.
>Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich gönne jedem Arzt jeden Euro, wenn er eine gewissenhafte Arbeit für seine Patienten macht.
>Aber ich habe kein Verständnis, wenn dann Ärztevertreter und Ärzte selbst noch zusätzlich Geld von den Patienten haben wollen.
>Ich sehe das übrigens auch so, dass diese Forderung nach Ausfallgeld nie kommen wird.
Siehste, deshalb hat ja hier auch niemand gejammert. Ich hatte nur den leisen Eindruck, dass Du ein bisschen viel ökonomische Interessen witterst, deshalb hatte ich nachgefragt.
>Es zeigt aber die Denkweise des höchsten Ärzteverteters und der Ärzte, die zum Ärztetag dieser Forderung zugestimmt haben. Das macht mich wütend...
Ich finde, das zeigt mehr, wie heutzutage Wortgeklingel und möglichst viel Lobbyismus überhand nehmen, da nehmen sich die Ärztepolitiker, die Krankenkassenpolitiker usw. wirklich nichts. Aber, da hast Du recht, man mag es oft nicht mehr hören.
Wenn man aber mal betrachtet, wie die Pharmaindustrie es geschafft hat, die Bestandsprüfungen durch das Iqwig wieder abschaffen zu lassen, was sicher wieder einige Milliarden gespart hätte, dann ist das auch hohe Lobbyismus-Kunst.
>PS: Heute Abend 21Uhr kommt übrigens Hart aber fair - Profit vor Patient - wie krank sind unsere Krankenhäuser?
>Da ist Montgomery dabei und ich ahne, worauf es bei ihm wieder hinausläuft: Mehr Geld, mehr Geld, mehr Geld, Priorisierung,
>in Deutschland Behandlung auf höchstem Niveau, Kein großeres Problem mit Krankenhausinfektionen im Vergleich zu den Behandlungsfällen
>und natürlich wird er Kritik an den Ärzten und der ärztlichen Selbstverwaltung weit von sich weisen.
Hab ich leider nicht geschafft, mir anzuhören. Aber bestimmt war die Welt danach wieder etwas besser.....
LG Antonio
>letztlich bestätigst Du ja meine These, dass es heute schon niedergelassene Ärzte in der Hand haben, Patientenbewegungen zu steuern
> - sei es der Hausarzt oder der Facharzt. Wenn der Hausarzt aus Angst vor Budgetierung oder Regressforderungen seine Patienten zum
>Facharzt schickt ist das ein ärztliches Problem, nicht ein Patientenproblem.
pointiert gesagt, kommt es sehr plakativ rüber, wenn man sagt, die Steuerung von Patientenbewegungen sei ein ärztliches Problem, wenn man gleichzeitig die Behandlung und Einbeziehung von Patienten auf Augenhöhe einfordert.
Es ging mir darum, dass es hier um ein vielschichtiges Problem geht, das man nicht einfach in eine Ecke stecken kann (die Ärzte, die Politik, die Patienten). Man hat als Patient ja durchaus die Verantwortung, mit den Ressourcen der Allgemeinheit pfleglich umzugehen. (Nach meinem Eindruck ist dieses Bewußtsein hier im Forum deutlich mehr ausgeprägt als in anderen Kreisen.) Insofern kann es nicht funktionieren, wenn einfach alle sagen Mein Termin ist der wichtigste, ist ja sogar garantiert, da müssen halt andere schauen, wie sie das hinkriegen. Auch Ärzte müssen mit den Ressourcen pfleglich umgehen (dann nennt es sich Wirtschaftlichkeitsgebot).
>Den Hinweis, dass Ärzte pro Patient und Quartal „nur“ etwa 50€ bekommen und das viel zu wenig ist, kann ich ehrlich gesagt kaum noch hören.
> „Vergessen“ zu sagen wird immer, dass dazu noch IGE-Leistungen und Privatpatienten kommen. Da reden wir von Milliarden an Euro.
Das nur stammt von Dir, da hab ich dir ja das richtige Stichwort gegeben....
eigentlich ging es doch um die Termingarantie und die Terminausfälle...
>Weiterhin wird vergessen, dass auch für Patienten, die nur mal ein Rezept holen oder bei denen nur mal Blutdruck gemessen wird,
>auch dieses Geld gezahlt wird. Wenn man also den Durchschnitt der GKV-Patienten nimmt, finde ich diesen Betrag pro Quartal ziemlich angemessen.
Nichts anderes hab ich doch gesagt.
>Deswegen kann ich das Gejammer über den angeblich zu geringen Betrag für einen Patient pro Quartal nicht mehr hören.
>Ärzte haben auch einen Sicherstellungsauftrag, unabhängig von ökonomischen Interessen.
>Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich gönne jedem Arzt jeden Euro, wenn er eine gewissenhafte Arbeit für seine Patienten macht.
>Aber ich habe kein Verständnis, wenn dann Ärztevertreter und Ärzte selbst noch zusätzlich Geld von den Patienten haben wollen.
>Ich sehe das übrigens auch so, dass diese Forderung nach Ausfallgeld nie kommen wird.
Siehste, deshalb hat ja hier auch niemand gejammert. Ich hatte nur den leisen Eindruck, dass Du ein bisschen viel ökonomische Interessen witterst, deshalb hatte ich nachgefragt.
>Es zeigt aber die Denkweise des höchsten Ärzteverteters und der Ärzte, die zum Ärztetag dieser Forderung zugestimmt haben. Das macht mich wütend...
Ich finde, das zeigt mehr, wie heutzutage Wortgeklingel und möglichst viel Lobbyismus überhand nehmen, da nehmen sich die Ärztepolitiker, die Krankenkassenpolitiker usw. wirklich nichts. Aber, da hast Du recht, man mag es oft nicht mehr hören.
Wenn man aber mal betrachtet, wie die Pharmaindustrie es geschafft hat, die Bestandsprüfungen durch das Iqwig wieder abschaffen zu lassen, was sicher wieder einige Milliarden gespart hätte, dann ist das auch hohe Lobbyismus-Kunst.
>PS: Heute Abend 21Uhr kommt übrigens Hart aber fair - Profit vor Patient - wie krank sind unsere Krankenhäuser?
>Da ist Montgomery dabei und ich ahne, worauf es bei ihm wieder hinausläuft: Mehr Geld, mehr Geld, mehr Geld, Priorisierung,
>in Deutschland Behandlung auf höchstem Niveau, Kein großeres Problem mit Krankenhausinfektionen im Vergleich zu den Behandlungsfällen
>und natürlich wird er Kritik an den Ärzten und der ärztlichen Selbstverwaltung weit von sich weisen.
Hab ich leider nicht geschafft, mir anzuhören. Aber bestimmt war die Welt danach wieder etwas besser.....
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Re: Re: Ärztetag
04 Juni 2014 01:26
@ All
Die Kassen würden zahlen, da wäre ich mir recht sicher.
Die Ärzte haben ihre sogenannte Selbstverwaltung ich nenne sie einfach BÄK (Bundesärztekammer). Wobei die BÄK vermutlich überwiegend als Gruppe von Lobbyisten (die sogenannte 5. Gewalt im Staat) fungiert und durch entsprechende Vernetzung auch über erhebliche Geldmittel verfügt.
Es gibt im Gegensatz dazu auch offiziell eine Selbstverwaltung auf Seiten der Patienten. Damit, dass es z. B. auch Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter in den Vorständen bzw. Verwaltungsräten der Krankenkassen gibt, wird eben begründet, dass diese Seite also auch selbstverwaltend tätig sind. Alle Jubeljahre darf man diese auch wählen. Aber was wissen wir über die Kandidaten usw.
Die Kassen- und die Ärzteverbände entsenden dann z. B. ihre Vertreter in den G-BA (Gemeinsamer- Bundesausschuss). Hier werden dann z. die verschiedenen Leitlinien, Richtlinien usw. beschlossen nach denen wir alle behandelt werden. 5 Patientenvertreter sind auch dabei, nur dürfen diese nicht mit abstimmen.
Ich spitze das Ganze jetzt mal ein wenig zu: Kassenselbstverwaltung ist für mich vollkommen undurchsichtig: welche fachliche z. B. medizinische oder kaufmännischen Ausbildung haben unsere Vertreter in den Verwaltungsetagen der Kassen? Die kaufmännische Seite ist ja nicht ganz unwichtig, denn immerhin verwalten die Kassen etliche € Milliarden unserer Beiträge.....
Einfach mal ein bischen weiterdenken, -lesen usw. und so fort
Viel Erfolg wünscht
Limo
Die Kassen würden zahlen, da wäre ich mir recht sicher.
Die Ärzte haben ihre sogenannte Selbstverwaltung ich nenne sie einfach BÄK (Bundesärztekammer). Wobei die BÄK vermutlich überwiegend als Gruppe von Lobbyisten (die sogenannte 5. Gewalt im Staat) fungiert und durch entsprechende Vernetzung auch über erhebliche Geldmittel verfügt.
Es gibt im Gegensatz dazu auch offiziell eine Selbstverwaltung auf Seiten der Patienten. Damit, dass es z. B. auch Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter in den Vorständen bzw. Verwaltungsräten der Krankenkassen gibt, wird eben begründet, dass diese Seite also auch selbstverwaltend tätig sind. Alle Jubeljahre darf man diese auch wählen. Aber was wissen wir über die Kandidaten usw.
Die Kassen- und die Ärzteverbände entsenden dann z. B. ihre Vertreter in den G-BA (Gemeinsamer- Bundesausschuss). Hier werden dann z. die verschiedenen Leitlinien, Richtlinien usw. beschlossen nach denen wir alle behandelt werden. 5 Patientenvertreter sind auch dabei, nur dürfen diese nicht mit abstimmen.
Ich spitze das Ganze jetzt mal ein wenig zu: Kassenselbstverwaltung ist für mich vollkommen undurchsichtig: welche fachliche z. B. medizinische oder kaufmännischen Ausbildung haben unsere Vertreter in den Verwaltungsetagen der Kassen? Die kaufmännische Seite ist ja nicht ganz unwichtig, denn immerhin verwalten die Kassen etliche € Milliarden unserer Beiträge.....
Einfach mal ein bischen weiterdenken, -lesen usw. und so fort
Viel Erfolg wünscht
Limo
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Re: Re: Ärztetag
05 Juni 2014 00:45
Hallo RIO,
meine volle Zustimmung.
Mit ein par Docs (mit denen ich gut kann und mit denen man als nur Patient überhaupt über solche Dinge reden kann) habe ich mich in relativer Ruhe (beide hatte etwas Zeit und nur 4 Augen) z. B. über die Arbeit und Rolle der KVen, der BÄK, des G-BA usw. unterhalten können.
Ausnahmslos alle (Chirurg, Radiologe, Nephrologe, Allgemeiner, Urologe) waren äusserst unzufrieden mit deren Arbeit etc. aber vor allem mit der Art der Organisation des deutschen Gesundheitsunwesens (Wortschöpfung eines der Docs).
Natürlich wurde auch etwas über das eigene Einkommn gemosert (wer macht das nicht). Ein paar dieser Docs waren auch teils über Jahre in ihren Verbnden aktiv, haben sich dann aber zurückgezogen weil sie irgendwann sinngemäss meinten, warum soll ich hier gegen taube Gummiwände reden, wenn ich nervenschonender in dieser Zeit auch Patienten helfen könnte.
Einer dieser Docs (aus einer Gemeinschaftspraxis) meinte, dass er nicht mehr zu Kongressen, Tagungen, Vorträgen ginge, weil da zuviel Pharmawerbung unterwegs ist, und weil man nie weis, ob der Prof. XYZ von wem gesponsert wird und dahert vielleicht nur seine Interessen verfolgt und die der Firma ABCDE.....
Wie gesagt, natürlich sind auch sie mit anderen Dingen wie ihrem Einkommen z. B. unzufrieden. Aber auch mit einer zunehmenden Bürokratie, Einschränkung der Therapiefreiheit (extra schriftliche Begründungen warum ein anderes Medikament verschrieben wurde als laut Leitlinie vorgesehen bei dieser Kasse. Jede Kasse mit eigenen Vorschriften usw.
Limo
meine volle Zustimmung.
Mit ein par Docs (mit denen ich gut kann und mit denen man als nur Patient überhaupt über solche Dinge reden kann) habe ich mich in relativer Ruhe (beide hatte etwas Zeit und nur 4 Augen) z. B. über die Arbeit und Rolle der KVen, der BÄK, des G-BA usw. unterhalten können.
Ausnahmslos alle (Chirurg, Radiologe, Nephrologe, Allgemeiner, Urologe) waren äusserst unzufrieden mit deren Arbeit etc. aber vor allem mit der Art der Organisation des deutschen Gesundheitsunwesens (Wortschöpfung eines der Docs).
Natürlich wurde auch etwas über das eigene Einkommn gemosert (wer macht das nicht). Ein paar dieser Docs waren auch teils über Jahre in ihren Verbnden aktiv, haben sich dann aber zurückgezogen weil sie irgendwann sinngemäss meinten, warum soll ich hier gegen taube Gummiwände reden, wenn ich nervenschonender in dieser Zeit auch Patienten helfen könnte.
Einer dieser Docs (aus einer Gemeinschaftspraxis) meinte, dass er nicht mehr zu Kongressen, Tagungen, Vorträgen ginge, weil da zuviel Pharmawerbung unterwegs ist, und weil man nie weis, ob der Prof. XYZ von wem gesponsert wird und dahert vielleicht nur seine Interessen verfolgt und die der Firma ABCDE.....
Wie gesagt, natürlich sind auch sie mit anderen Dingen wie ihrem Einkommen z. B. unzufrieden. Aber auch mit einer zunehmenden Bürokratie, Einschränkung der Therapiefreiheit (extra schriftliche Begründungen warum ein anderes Medikament verschrieben wurde als laut Leitlinie vorgesehen bei dieser Kasse. Jede Kasse mit eigenen Vorschriften usw.
Limo
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Re: Re: Ärztetag @Data
05 Juni 2014 02:48
Hallo RIO,
hab Dank für den Link zu Hart aber Fair incl. dem erwarteten Hauptübeltäter.
Eine Überraschung gab es dann für mich aber doch.
Ich kann mich noch gut an eine andere Sendung erinnern, wo er an gleicher Stelle natürlich wieder die Zahl der MRSA Fälle bestritten hat. Damals waren es für Ihn eigentlich nur höchstens max. 15 - 20.000 Fälle in Deutschland. Dieses Mal ging er immerhin schon bis max.500.000 mit.
Eigentlich makaber, aber immerhin. Ob er etwa doch lernfähig ist?
Oder liegt das an seinem neuen Job als BÄK Chef. dass er sich das jetz traut? Eigentlich müsste er jetzt ja mit seinem neuen Job am Ziel seiner Wünsche sein oder gibt es auf der Seite jemanden mit noch mehr Macht und Einfluss?
Limo
PS @Data Du hast recht mit Deinem Vorwurf. Aber es werden inzwischen nicht nur gelegentlich mal einzelne Buchstaben gekaut. Inzwischen sind es sogar schon Wortfetzen oder auch gleich ganze Worte. *grummel*:S:S:S
hab Dank für den Link zu Hart aber Fair incl. dem erwarteten Hauptübeltäter.
Eine Überraschung gab es dann für mich aber doch.
Ich kann mich noch gut an eine andere Sendung erinnern, wo er an gleicher Stelle natürlich wieder die Zahl der MRSA Fälle bestritten hat. Damals waren es für Ihn eigentlich nur höchstens max. 15 - 20.000 Fälle in Deutschland. Dieses Mal ging er immerhin schon bis max.500.000 mit.
Eigentlich makaber, aber immerhin. Ob er etwa doch lernfähig ist?
Oder liegt das an seinem neuen Job als BÄK Chef. dass er sich das jetz traut? Eigentlich müsste er jetzt ja mit seinem neuen Job am Ziel seiner Wünsche sein oder gibt es auf der Seite jemanden mit noch mehr Macht und Einfluss?
Limo
PS @Data Du hast recht mit Deinem Vorwurf. Aber es werden inzwischen nicht nur gelegentlich mal einzelne Buchstaben gekaut. Inzwischen sind es sogar schon Wortfetzen oder auch gleich ganze Worte. *grummel*:S:S:S
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- spaiky
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Re: Re: Ärztetag
06 Juni 2014 02:16
Das ist doch normal, wenn ein Patient seinen Termin nicht rechtzeitig (24 h vorher) absagt und der Arzt den Termin nicht anderweitig vergeben kann und dadurch leerlauf hat, hat er das Recht dies in Rechnung zu stellen. Hab ich zwar bisher noch nie gehabt und wir in der Praxis machen dies auch nicht aber er darf es machen.
LG
spaiky
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spaiky
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- Roland
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Re: Re: Ärztetag
11 Juni 2014 10:22
Hallo Mario,
ich sehe es ähnlich wie Taffi, freiwilliges Engagement ist durchaus ein wichtiges Element in unserer Gesellschaft. Aber es ist doch auch so, dass wenn man sich engagiert, dieses auch gerne macht und auch eine Leidenschaft dazu hat. Und da diese Beschäftigung in der Freizeit stattfindet ist es doch auch ein Hobby.
Ich bin selbst auch gesellschaftlich engagiert und obwohl es ein ganz anderer Bereich ist, tauchen da auch immer die selben Diskussionen auf.
Warum sind nicht alle die vom Verein profitieren auch Mitglied?
Warum sind es immer die selben die bereit sind etwas zu machen?
usw.
Ich sag dann immer, Wir alle machen das gerne und freuen uns wenn wir etwas erreichen und das sollte uns genügen. Wir können versuchen unsere Mitgliederwerbung zu optimieren und dann und wann auch aktive Mitstreiter neu dazu gewinnen. Aber das schaffen wir nicht mit Vorwürfen sondern nur dadurch, dass wir vermitteln wie gut unsere Arbeit ist und wieviel Spass es machen kann das im Team zu erreichen. Alles andere ist Kontraproduktiv.
Für mich ist es eindeutig ein Hobby, welches ich aber durchaus ernsthaft betreibe.
Zum Thema Patientenverbände weiss ich nich viel zu sagen, da ich mich da weitgehend zurückgezogen habe. Der einzige Verband ist noch eine Herztransplantiertengruppe an der ich etwas aus sentmentalen Gründen hänge, aber diese Gruppe ist längst auch schon von der Pharmalobby unterwandert und setzt seine Ziele nach den Wünschen der kooperierenden Gruppe aus Ärzten, Forschung und Industrie.
Dann ist da noch der VDK, aber davon halte ich auch nicht viel, man muss sich nur mal dort die Vermischung von Werbung und Inhaten in der Monatszeitung anschauen.
ich sehe es ähnlich wie Taffi, freiwilliges Engagement ist durchaus ein wichtiges Element in unserer Gesellschaft. Aber es ist doch auch so, dass wenn man sich engagiert, dieses auch gerne macht und auch eine Leidenschaft dazu hat. Und da diese Beschäftigung in der Freizeit stattfindet ist es doch auch ein Hobby.
Ich bin selbst auch gesellschaftlich engagiert und obwohl es ein ganz anderer Bereich ist, tauchen da auch immer die selben Diskussionen auf.
Warum sind nicht alle die vom Verein profitieren auch Mitglied?
Warum sind es immer die selben die bereit sind etwas zu machen?
usw.
Ich sag dann immer, Wir alle machen das gerne und freuen uns wenn wir etwas erreichen und das sollte uns genügen. Wir können versuchen unsere Mitgliederwerbung zu optimieren und dann und wann auch aktive Mitstreiter neu dazu gewinnen. Aber das schaffen wir nicht mit Vorwürfen sondern nur dadurch, dass wir vermitteln wie gut unsere Arbeit ist und wieviel Spass es machen kann das im Team zu erreichen. Alles andere ist Kontraproduktiv.
Für mich ist es eindeutig ein Hobby, welches ich aber durchaus ernsthaft betreibe.
Zum Thema Patientenverbände weiss ich nich viel zu sagen, da ich mich da weitgehend zurückgezogen habe. Der einzige Verband ist noch eine Herztransplantiertengruppe an der ich etwas aus sentmentalen Gründen hänge, aber diese Gruppe ist längst auch schon von der Pharmalobby unterwandert und setzt seine Ziele nach den Wünschen der kooperierenden Gruppe aus Ärzten, Forschung und Industrie.
Dann ist da noch der VDK, aber davon halte ich auch nicht viel, man muss sich nur mal dort die Vermischung von Werbung und Inhaten in der Monatszeitung anschauen.
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