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Darf ich von Rechts wegen Dialyse aus privatem Grund aussetzen?
- KarinSadhwani
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Darf ich von Rechts wegen Dialyse aus privatem Grund aussetzen?
21 März 2022 13:25
Hallo, Ihr Lieben!
Letztes Jahr hatte ich an zwei Nachmittagen Krankenhaustermine, welche in die Zeit der Dialyse fielen. Mein Arzt meinte, ich muss die Dia. nicht nachholen. Meine Wasserausscheidung mache ich noch selbst ( mir wird nie etwas entzogen ) und die anderen Werte sind wohl auch noch soweit okay.
Nun kommt im Sommer meine Tochter aus Kalifornien zu Besuch - wir haben uns 2 1/2 Jahre nicht gesehen. Sehr gerne würden wir mal abends im Restaurant Essen gehen und auch etwas dazu trinken.
Wenn ich aber am Tag vor der Dialyse, welche um 13 Uhr beginnt, nach 16 Uhr noch etwas trinke, muss ich während der Dia. zwischendurch zur Toilette. Allerdings lässt man mich leider nur äußerst zähneknirschend gehen in meinem Zentrum. Darum lebe ich nun seit 3 Jahren damit, 3 x pro Woche für jeweils 26 Stunden nichts zu trinken.
Weiß jemand von Euch, ob es - wenn medizinisch wie beim Kliniktermin unbedenklich ist - gestattet ist, aus privatem Grund einmal ausfallen zu lassen?
Ich traue mich leider auch nicht, einen der 3 Ärzte zu fragen
Dankeschön fürs lesen dieses etwas chaotischen Beitrages ! Und liebe Grüße!
Letztes Jahr hatte ich an zwei Nachmittagen Krankenhaustermine, welche in die Zeit der Dialyse fielen. Mein Arzt meinte, ich muss die Dia. nicht nachholen. Meine Wasserausscheidung mache ich noch selbst ( mir wird nie etwas entzogen ) und die anderen Werte sind wohl auch noch soweit okay.
Nun kommt im Sommer meine Tochter aus Kalifornien zu Besuch - wir haben uns 2 1/2 Jahre nicht gesehen. Sehr gerne würden wir mal abends im Restaurant Essen gehen und auch etwas dazu trinken.
Wenn ich aber am Tag vor der Dialyse, welche um 13 Uhr beginnt, nach 16 Uhr noch etwas trinke, muss ich während der Dia. zwischendurch zur Toilette. Allerdings lässt man mich leider nur äußerst zähneknirschend gehen in meinem Zentrum. Darum lebe ich nun seit 3 Jahren damit, 3 x pro Woche für jeweils 26 Stunden nichts zu trinken.
Weiß jemand von Euch, ob es - wenn medizinisch wie beim Kliniktermin unbedenklich ist - gestattet ist, aus privatem Grund einmal ausfallen zu lassen?
Ich traue mich leider auch nicht, einen der 3 Ärzte zu fragen
Dankeschön fürs lesen dieses etwas chaotischen Beitrages ! Und liebe Grüße!
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- Christian
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Re: Darf ich von Rechts wegen Dialyse aus privatem Grund aussetzen?
21 März 2022 14:12 - 21 März 2022 14:15
Klar kannst du, dafür musst du an der Dialyse anrufen, die stellen dich zum diensthabenden Arzt durch und dem musst du das einfach nur sagen.
Der wird dir eine Prädigt halten, dass das nicht gut für deine Gesundheit ist, du dich in der Zeit verantwortungsbewusst verhalten musst und strenger auf deine Diät achten solltest, weil sich das ohne Dialyse stärker auswirkt. z.B. wenn du was salzigest ist hast du das schleichende Durstgefühl dann bis zur nächsten Dialyse, pass auf dich auf.
Aber sei ruhig und bestimmt und du hast das Telefonat schnell durch. Natürlich darfst du soetwas, solange du nicht selbstgefährdend bist darfst du soziemlich alles.
So als Tipp, es sollte dir scheißegal sein wenn die Schwester die Zähne knirscht. Du hast in Wirklichkeit das letzte Wort.
Ich hab mich auch schon aus diversen Gründen abhängen lassen und bin früher gegangen. Wobei ich da sehr streng auf meinen Körper höre und im Zweifelsfall auf mein Bauchgefühl höre, was heute besser ist.
Neulich hat ein Bettnachbar eine Trennwand verlangt und in eine Schüssel gekackt als ich geschlafen hab. Als ich vom Gestank aufgewacht bin, hab ich mich zur Dialysemaschine gedreht und dort alles vollgekotzt - da war klar, dass ich die Flucht ergreife - bin echt sensibel was ekelige Aktivitäten angeht.
lg
Chris
Der wird dir eine Prädigt halten, dass das nicht gut für deine Gesundheit ist, du dich in der Zeit verantwortungsbewusst verhalten musst und strenger auf deine Diät achten solltest, weil sich das ohne Dialyse stärker auswirkt. z.B. wenn du was salzigest ist hast du das schleichende Durstgefühl dann bis zur nächsten Dialyse, pass auf dich auf.
Aber sei ruhig und bestimmt und du hast das Telefonat schnell durch. Natürlich darfst du soetwas, solange du nicht selbstgefährdend bist darfst du soziemlich alles.
So als Tipp, es sollte dir scheißegal sein wenn die Schwester die Zähne knirscht. Du hast in Wirklichkeit das letzte Wort.
Ich hab mich auch schon aus diversen Gründen abhängen lassen und bin früher gegangen. Wobei ich da sehr streng auf meinen Körper höre und im Zweifelsfall auf mein Bauchgefühl höre, was heute besser ist.
Neulich hat ein Bettnachbar eine Trennwand verlangt und in eine Schüssel gekackt als ich geschlafen hab. Als ich vom Gestank aufgewacht bin, hab ich mich zur Dialysemaschine gedreht und dort alles vollgekotzt - da war klar, dass ich die Flucht ergreife - bin echt sensibel was ekelige Aktivitäten angeht.
lg
Chris
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Re: Darf ich von Rechts wegen Dialyse aus privatem Grund aussetzen?
21 März 2022 18:57
an und für sich bist du selbstbestimmend über dich und deinen Körper!
Aber, zumindest bei mir, würde der sehr rigide Leiter des KfH dir unterstellen, seine medizische Behandlung in Frage zu stellen und dementsprechend dich entlassen oder eben, nichts zu machen!
Mich hat er schon mal gefragt, ob ich seine Behandlung anzweifle, wenn ja, stehe es mir frei zu gehen, bzw. auch ihm bei Verweigerung abzubrechen (natürlich mit seiner persönlichen Absicherung, sprich, er meldet dies weiter, wem auch immer: Krankenkasse, Medizinischer Dienst, Amtsarzt?). Damals wollte ich, das mir weniger Wasser gezogen wird, was er nicht freigab (darum schummele ich nun beim Wiegen !). Und alle sind glücklich!
Natürlich dürfen sie dir nicht mehr Wasser ziehen, wie du willst, natürlich kann dich keiner zur Dialyse zwingen (solange du nachweisen kannst, das du bei klarem Verstand bist - eine schmale Schiene, im Bezirkskrankenhaus -der Klapse- ist man schneller als man denkt).
Aber die andere Seite habe ich auch erst kürzlich erlebt:
- kruz bevor mein Taxi mich immer abholt von der Dialyse, hat dieser immer einen anderen Patienten, welcher eben auch immer etwas vor mir fertig war, gefahren. Dieser Mensch war bereits über 80. Und wie ich, mit mehreren Krankheiten gesegnet. darunter auch Krebs. Rezidiv. Speiseröhrenkrebs. Inoperativ!
- kurzum, eines Tages war mein Taxi pünktlich, ja wartete sogar schon auf mich. Meine Nachfrage ob der Herr F. wieder mal im KH wäre, beantwortete mein Chaffeur mit: Ne, der F macht keine Dia mehr! Ich darafhin wie? Er, der F hat aufgegeben!
- war dem auch so! Genau 3 Wochen und 3 Tage nach diesem Tag starb Herr F., friedlich zu Hause eingeschlafen, wie ich von meinem Chaffeur erfuhr (dieser hat ihn fast 20 Jahre lang transportiert, da weiß man schon einiges voneinander).
Und alles mit dem Segen vom KfH, bzw. seinem -in meinem Augen manchmal sehr Gott in weiß- ärztlichen Leiter! Seither hat dieser auch meine Achtung. Zwar ärztlich sehr akkurat, aber doch menschlich.
Also ablehnen darfste, musste aber damit rechnen, das der behandelnte Arzt dich meldet, an wem auch immer, evtl. sogar beim Seelendoktor (Suizidgefahr ist ein sehr gängiges med. Urteil zur Einweisung in die Klapse - so die Auskunft eines Pflegers.
Somit sollte dies gut überlegt sein (und wie ich praktiziere: evtl. Schummeln!).
Aber, zumindest bei mir, würde der sehr rigide Leiter des KfH dir unterstellen, seine medizische Behandlung in Frage zu stellen und dementsprechend dich entlassen oder eben, nichts zu machen!
Mich hat er schon mal gefragt, ob ich seine Behandlung anzweifle, wenn ja, stehe es mir frei zu gehen, bzw. auch ihm bei Verweigerung abzubrechen (natürlich mit seiner persönlichen Absicherung, sprich, er meldet dies weiter, wem auch immer: Krankenkasse, Medizinischer Dienst, Amtsarzt?). Damals wollte ich, das mir weniger Wasser gezogen wird, was er nicht freigab (darum schummele ich nun beim Wiegen !). Und alle sind glücklich!
Natürlich dürfen sie dir nicht mehr Wasser ziehen, wie du willst, natürlich kann dich keiner zur Dialyse zwingen (solange du nachweisen kannst, das du bei klarem Verstand bist - eine schmale Schiene, im Bezirkskrankenhaus -der Klapse- ist man schneller als man denkt).
Aber die andere Seite habe ich auch erst kürzlich erlebt:
- kruz bevor mein Taxi mich immer abholt von der Dialyse, hat dieser immer einen anderen Patienten, welcher eben auch immer etwas vor mir fertig war, gefahren. Dieser Mensch war bereits über 80. Und wie ich, mit mehreren Krankheiten gesegnet. darunter auch Krebs. Rezidiv. Speiseröhrenkrebs. Inoperativ!
- kurzum, eines Tages war mein Taxi pünktlich, ja wartete sogar schon auf mich. Meine Nachfrage ob der Herr F. wieder mal im KH wäre, beantwortete mein Chaffeur mit: Ne, der F macht keine Dia mehr! Ich darafhin wie? Er, der F hat aufgegeben!
- war dem auch so! Genau 3 Wochen und 3 Tage nach diesem Tag starb Herr F., friedlich zu Hause eingeschlafen, wie ich von meinem Chaffeur erfuhr (dieser hat ihn fast 20 Jahre lang transportiert, da weiß man schon einiges voneinander).
Und alles mit dem Segen vom KfH, bzw. seinem -in meinem Augen manchmal sehr Gott in weiß- ärztlichen Leiter! Seither hat dieser auch meine Achtung. Zwar ärztlich sehr akkurat, aber doch menschlich.
Also ablehnen darfste, musste aber damit rechnen, das der behandelnte Arzt dich meldet, an wem auch immer, evtl. sogar beim Seelendoktor (Suizidgefahr ist ein sehr gängiges med. Urteil zur Einweisung in die Klapse - so die Auskunft eines Pflegers.
Somit sollte dies gut überlegt sein (und wie ich praktiziere: evtl. Schummeln!).
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