Shuntversorgung in Deutschland
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Shuntversorgung in Deutschland
19 Feb. 2025 17:01 - 19 Feb. 2025 17:34Das Shuntzentrum in Wiesbaden ist ohne Benachrichtigung der Patienten geschlossen worden. In Barmbek stauen sich die Op-Fälle, weil die dortige alleinige Ärztin nur an einem Tag in der Woche einen OP-Saal zugestanden bekommt. Ich weiß nicht, ob es nur meine Phantasie ist, aber das passt zu dem, was Dr. Shahverdyan schreibt, zur "Ambulantisierung" der Shuntversorgung.
Ich bin vielleicht ein Beispiel, denn ich kann viele Lieder davon singen. Meine ersten 3 Shunts hat mir ein niedergelassener Gefäßchirurg gelegt. Zwei sind gleich zugegangen (!). Ich musste jeweils am nächsten Tag zur Kontrolle. Das war mir nur möglich, weil meine Eltern in der Kleinstadt gleich um die Ecke wohnen und ich bei ihnen übernachten konnte.
Nach 5,5 Jahren mit ständigen Schwierigkeiten habe ich darum gebeten, ans Shuntzentrum Barmbek überwiesen zu werden. Dr. Shahverdyan hat mir geduldig erklärt, dass der Shunt hinten und vorne bzw. oben und unten nicht stimmt und ihn mir in zwei aufwändigen OPs gerettet. In 2 Jahren hat er mich 4x operiert, davon 3x mit stationärer Aufnahme.
Jetzt wird geschaut, wo die Stenose liegt, die sich momentan bei der Dialyse bemerkbar macht. Das wird ambulant in der Barmbeker Radiologie gemacht. Vielleicht kann man mir mit einer Dilatation helfen. Vielleicht muss der Shunt auch bald aufgegeben und ein neuer gelegt werden. Nur wann, wenn es für die nächsten 2 Monate keine Kapazitäten gibt? Die Ärztin ist klasse, aber sie kann nicht zaubern. Wieso lässt die Klinikleitung sie dermaßen hängen und ihre Patienten gleich mit?
Das norddeutsche Shuntzentrum in Reinbek nimmt keine neuen Patienten auf, nicht mal Notfälle. Wo sollen wir Patienten noch hingehen? Ich würde nie in unser kleines Krankenhaus gehen, weil ich zumindest in die Gefässchirurgie dort kein Vertrauen hätte. Wenn jemand noch tausend andere Sachen operiert und nicht nur Shunts, dann fehlt die Expertise. Entsprechendes hört man von Patienten. Diese Shunts, auch meine ersten, werden nie kontrolliert. Das ist aber wichtig.
Wird die Vergütung in den Krankenhäusern immer schlechter? Gibt Wiesbaden deswegen auf? Vielleicht weiß jemand mehr?
Ulineu
So, hier nun das Statement von Dr. Robert Shahverdyan:
"In Deutschland sehe ich eine besorgniserregende und zunehmende Unterversorgung von Dialysepatient:innen hinsichtlich der Shuntanlagen und der Nachsorge. Shuntanlagen, die für Dialysepatient:innen von zentraler Bedeutung sind, stellen sicher, dass der Blutfluss für die Dialysebehandlung aufrechterhalten wird. Sie sind eine der entscheidenden Maßnahmen, um eine effiziente Dialyse zu gewährleisten und die Lebensqualität der Patient:innen zu sichern. Doch trotz der enormen Wichtigkeit dieser Intervention kommt es immer häufiger zu Engpässen in der Versorgung, da die Nachfrage an spezialisierten Fachkräften wächst, während gleichzeitig die Kosten für Shuntanlagen und die Nachsorgebehandlungen nicht ausreichend vergütet werden.
Mit der zunehmenden Ambulantisierung, bei der immer mehr Dialysebehandlungen außerhalb von Kliniken ambulant durchgeführt werden sollen, verschärft sich die Situation. In vielen Fällen fehlt es an einer ausreichenden Infrastruktur, die eine regelmäßige und kompetente Nachsorge ermöglicht. Ambulante Versorger sind oft bis gar nicht bereit oder in der Lage, die notwendige Expertise und die Ressourcen bereitzustellen, um die langfristige Pflege der Shuntanlagen zu gewährleisten. Dies führt dazu, dass viele Patienten nicht regelmäßig überwacht werden und die Gefahr von Komplikationen, wie Thrombosen oder Infektionen, steigt.
Aufgrund der extrem niedrigen Vergütung sind viele niedergelassene Ärzte und Kliniken kaum motiviert, in die nötige Ausbildung und die erforderliche Infrastruktur zu investieren. Die finanziellen Anreize, die für eine qualitativ hochwertige Versorgung nötig wären, fehlen nahezu gänzlich. Dies führt dazu, dass die Patientenversorgung in den Hintergrund tritt und die ohnehin schon überlasteten Fachabteilungen in den Kliniken weiter entlastet werden.
Es ist daher dringend notwendig, dass die Versorgungsstrukturen für Dialysepatient:innen in Deutschland grundlegend überdacht werden. Eine bessere Vergütung der Shuntversorgung und der Nachsorge sowie eine stärkere Einbindung von Fachkräften in die ambulante Versorgung sind entscheidend, um eine adäquate und langfristige Versorgung zu sichern. Zudem muss das Interesse der Versorger geweckt werden, damit der demographische Wandel und die steigende Zahl der Dialysepatient:innen auch in Zukunft bestmöglich betreut werden können Hashtag#dialyse Hashtag#Vascularaccess Hashtag#shunt"
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
19 Feb. 2025 19:18Danke fürs teilen hier im Forum.
Ich wollte nach Hamburg oder Reinbek, wenn es bei mir soweit ist und ich einen Shunt brauche, das ist ein Anfahrtsweg, der für mich gerade noch so zu schaffen ist.
Das deutsche Gesundheitssystem fährt gerade (eigentlich schon seit einigen Jahren) mit Vollgas vor die Wand.....
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- Ulineu
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
19 Feb. 2025 19:40Hast Du noch ein bisschen Zeit? In Barmbek fangen in diesem Jahr noch neue Ärzte an und Dr. Shahverdyan wird ja auch demnächst irgemdwo anfangen. Ich hoffe, in der Nähe. Deine zukünftigen Dialyseärzte müssen Dich zu einem Shuntfachmann überweisen. Sie werden eine gute Praxis für Dich finden. Denn sie arbeiten ja mit mehreren Fachärzte n zusammen. Sag aber, dass Du in ein zertifiziertes Zentrum möchtest. Dann landest Du nicht bei einem Feldwaldundwiesengefässchirurgen.
Liebe Grüße, Ulrike
Du wohnst auch in der Nähe von Hamburg?
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
19 Feb. 2025 20:44ich finde es sehr gut, dass Du das hier eingestellt hast.
So weiß man, woran man ist und auf was man sich einrichten muss.
Ich wohne in Oldenburg in Nordwestniedersachsen.
Anfahrt ins UKE ca. gut 1,5 (bis 2 Stunden bei mehr Verkehr). Da liegt meine Long Covid-bedingte Grenze, längere Strecken schaffe ich nicht. Schon die 2 Stunden im Auto bereiten mir fast unerträgliche Muskelschmerzen. Ich war Ende Januar im UKE, nicht wegen der Nieren, und konnte mich nach dem Termin bei meiner Schwester in Barmbek etwas ausruhen, bevor wir die Rückfahrt angetreten haben.
Ich hoffe, meine Nieren halten noch ein paar Jahre durch. Vllt. bringt mich auch Long Covid/ME/CFS um bevor ich Dialyse brauche....
GLG und meine Daumen sind gedrückt für Deinen Shunt, Silke
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- Christian
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
20 Feb. 2025 13:34 - 20 Feb. 2025 13:45Weil als außenstehender muss ich sagen ist das wohl die größte Gefahr, die drohende Privatisierung, dann muss der Patient für einen guten Shunt auch gutes Geld bezahlen.
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- Skjaldbaka
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
20 Feb. 2025 14:30www.spektrum-dialyse.de/start/aufschub-d...-um-ihre-versorgung/
Es geht alles den Bach runter.....
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- Ulineu
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
21 Feb. 2025 17:14Long Covid ist fies. Ich hoffe, DAS kann nicht auf die Nieren gehen.
Alles Gute für Dich, Ulrike
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- Skjaldbaka
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
22 Feb. 2025 09:40leider war es wohl eben die Covidinfektion im März 2020, die meine Nieren zerstört hat, zumindest den Verfall beschleunigt und den lange therapieresistenten sehr schweren Bluthochdruck verursacht hat.
Natürlich habe ich meine Ernährung komplett angepasst, meinen Salzkonsum gegen 0 gefahren und ich bekomme Forxiga. Mittlerweile habe ich den Zielblutdruck von < 120/80 stabil erreicht, mit diversen Medikamenten.
Das Forxiga hatte mein Kardiologe vorgeschlagen (mein Herz war von Covid auch angegriffen) und außerdem habe ich intrinsisches (postinfektiiöses) Asthma zurückbehalten.
Die schlechte Nierenfunktion hat mir Gicht und Anämie bescherrt, außerdem nähern sich meine Zuckerwerte dem Typ II Diabetes, wahrscheinlich auch Covid-bedingt. Das Virus macht im ganzen Körper Schäden...
Dazu die diversen Probleme, die Long Covid ausmachen. Ich bin total belastungsintolerant (PEM = post exertional malaise), egal ob psychischer oder physischer Stress. Alles kann zu Verschlimmerung führen, oft dann andauernd.
Ich kenne in meiner Betroffenengruppe mittlerweile einige, bei denen die Nieren durch die Covidinfektrion dauerhaft geschädigt wurden.
Leider ist Heilung nicht in Sicht, nicht einmal wirkliche Linderung.
Es gibt nur sehr, sehr wenige, die als Spontanheilung wieder gesund werden (unter 6 %), und mit jedem Krankheitsjahr sinkt die Wahrscheinlichkeit, ich mache in 3 Wochen die 5 Jahre voll.
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- 3fachmami
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
22 Feb. 2025 22:44in vielen Dialysepraxen hier in S.-H. haben viele Patienten Angst...weil Reinbek keine neuen Patienten aufnimmt- gerade jetzt wo es bei einigen Patienten ( Notfälle ) ganz schnell gehen musste... die konnten wohl auch den CAPD Katheter nicht einsetzen.
Bei einigen Notfällen hat die Uniklinik S.-H. den Katheterzugag gelegt ( wie bei uns auch damals )
Von einigen Patienten weiß ich, das sie sich für CAPD entscheiden wollen...weil die Shuntversorgung nicht gewährleistet werden kann.Uniklinik zu Lübeck legt auch die Shunts und macht die Versorgung....bis jetzt noch.....
Ich hoffe, ihr könnt alle noch irgendwie gut versorgt werden.
Kunterbunte Februargrüße,
3fachmami
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
23 Feb. 2025 08:59ich weiß gar nicht, was ich sonst noch sagen soll. Liebe Grüße, Ulrike
Liebe 3fachmami, Du sagst es. Man kann verzweifeln. Und dass jetzt einige PD machen, sagt viel aus. PD ist aber nicht immer schnlecht, wird noch immer viel zu wenig genutzt. Ich bin gut damit zurechtgekommen. Es hat alles seine schlechten und seine guten Seiten. Ist bei Euch alles soweit okay?
In Barmbek sollen noch weitere Ärzte anfangen in diesem Jahr. Dann können sie vielleicht mehr Patienten aufnehmen. Wieso darf die einzige Ärztin dort nur 1x in der Woche operieren? Ich kann nur hoffen, dass ich keinen neuen Shunt brauche. Aber wenn, wird sie mit mir zusammen eine Lösung finden. Ich bin ja Patientin dort und sie können mich nicht hängenlassen. Aber meine anderen Nierenärzte sind zuversichtlich, dass man morgen etwas machen kann.
Für eine ambulante Shuntversorgung fehlen die Strukturen. S. den Brief von Dr. Shahverdyan.
In den Krankenhäusern werden Shunts gelegt, auch in unserem kleinen Kreiskrankenhaus, aber dort gibt es keine Nachkontrollen und frag mich nicht, wie die Shunts dann sind. Man hört jedenfalls nichts Gutes. Meine Bettnachbarin ist gestern eine Woche weg gewesen zur Shunt-OP im Asklepios Harburg. Wie soll das denn ambulant gehen, wenn es solche größeren OPs sind? Noch ist sie nicht wieder zu Hause.
Gestern habe ich irgendwo gelesen, dass es in Deutschland 40 zertifizierte Shuntzentren gibt. Plus alle anderen, die Shunts machen. Man kann nur hoffen, dass die 40 Zentren sich für uns Patienten ins Zeug legen in der Politik.
Ich gehe jetzt erstmal wählen!!!!!
Dir und allen anderen einen schönen Sonntag, liebe Grüße, Ulrike
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- Christian
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
23 Feb. 2025 10:04 - 23 Feb. 2025 10:23Sprich, man könnte doch ne Gruppe junger Ärzte bei den OPs, Vor und Nachuntersuchungen etc. zuschauen lassen und praktischen Unterricht draus machen, wobei der Patient immernoch von den selben renomierten Shuntchirurgen behandelt werden sollte.
Könnte eine gute Ausbildung für die jungen Gefäßchirurgen werden um was dazu zu lernen und würde eine zusätzliche Finanzierung über die Uni ermöglichen.
Ist in Österreich ja auch schwer einen guten Shuntchirurgen zu finden der auf Kasse arbeitet, die meisten sind entweder in Privatkliniken oder Privatordinationen oder eben hochrangige Uni-Professoren

Hier in Österreich streitet sich die Ärztekammer ständig mit den Kassen um die Kostenübernahme, jedes Jahr am Jahresanfang wird irgendwas gestrichen und es gibt keine Einigung in der Politik bis Ostern. Dann flüchten die Leute zu den Uni-Kliniken wo die Kostenübernahme ganz anders abgerechnet wird im Lehrbetrieb mit jungen Doktoranten. Und man will ja von der nächsten Generation an Shuntchirurgen, dass sie möglichst viel Erfahrung haben und viele Shunts gesehen haben bevor man sie auf Patienten loslassen kann, wäre doch ein guter Kompromiss die Shuntzentren enger an den Unibetrieb zu koppeln um die Finanzierung aus mehr Geldquellen zu ermöglichen

Vielleicht könnte also ein renomierter Shuntchirurg leichter einen OP-Saal etc. finanziert bekommen, wenn er 10-20 Azubis zuschauen lässt o,O
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- Skjaldbaka
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
18 März 2025 19:28www.drshahverdyan.com/de
Er arbeitet an der Kassenzulassung, aber es wird dauern, wenn überhaupt.
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- blanja
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
20 März 2025 13:39Ich hoffe, in München gibt es Krankenhäuser, die das können.
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- Ulineu
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
20 März 2025 15:48Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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- blanja
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
21 März 2025 07:26Liebe blanja, am ISAR-Klinikum in München gibt es ein zertifiziert es Shuntzentrum. Liebe Grüße, Ulrike
Liebe Ulrike, vielen Dank. Das hatte ich mal gelesen, ja. Ich habe mit meiner Nephro noch nicht darüber gesprochen, wo der Shunt angelegt wird. Da meine Nephro Praxis eine Zweigstelle in einer anderen chirurgischen Klinik hat, vermute ich, eher dort.
Es wäre schön, persönliche Erfahrungen von jemandem zu hören.
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- drshahverdyan
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
27 Apr. 2025 21:31www.drshahverdyan.com/de
Liebe Grüße
Robert Shahverdyan
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
04 Mai 2025 12:57Ich wohne dicht bei Hamburg und dennoch dörflich mit nicht ganz so tollen öffentlichen Verkehrsmitteln, jedenfalls, wenn man zusätzlich eine gehbehinderung hat. Ich habe meine Nephrologin in lohbrügge. Ich hoffe, dass ich gut versorgt werden kann, wenn es bei mir soweit ist. Natürlich wird vorher die Bauchfelldialyse probiert. Aber ich habe 2 Kaiserschnitte und 1 Tumor op hinter mir. Und verwachsungen.
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
04 Mai 2025 13:44Behalte Dir Zuversicht. Wenn Du eine gute Nephrologin hast, ist das die halbe Miete.
Liebe Grüße, Ulrike
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- Peddi
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
04 Mai 2025 18:11Naja, ich komme mit der Nephrologin klar. Was ich nicht mag ist, dass sie die Bauchfelldialyse regelrecht romantsiert. Sie sagte, dass man dafür nur eine kleine Ecke des Schlafzimmer benötigt. In einer Facebook Gruppe hat dann mal jemand ein Foto von der Lieferung gemacht.. Das war einiges mehr, als eine kleine Ecke. Es geht mir dabei darum, dass ich wissen will, was wirklich auf mich zukommt. Wenn sie also Sachen runter spielt, finde ich das doof.
Wirklich Informationen bekomme ich nur hier.
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
04 Mai 2025 18:21 - 04 Mai 2025 18:51Bei den PD-Kartons ist sicher sehrviel Umverpackung dabei um Beschädigung der Beutel zu verhindern - die Kisten sind ja gut ausgepolstert - wenn man die Beutel raus nimmt und einräumt sind 3/4 vom Volumen weg.
Lustige Trivialinfo, ich hab meine Trinkmenge für die nächsten 40 Tage auf einem Stapel gestellt auf meiner Treppe. 240 Dosem je 250ml Energydrink meiner Lieblingssorte
i.imgur.com/fFitx5Z.jpeg
Alles ist relativ wenn mans effizient stapelt und keine unnötige Puffer-Verpackung hat, 40 Tage Trinkmenge passt auf 1ne Stufe auf einen schmalen Stapel im Durchgang. :gähn:
lg
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- Ulineu
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
04 Mai 2025 18:34Die Kisten habe ich an der Schlafzimmerwand hochgestapelt. Man braucht pro Tag eine Kiste mit 4 Beuteln. Wenn man mit einem Cycler nachts dialysiert, ist es ähnlich. Ich weiß nicht, wieviele Beutel man da braucht. Meine PD hat 1994 begonnen und ging bis 2001. Der Cycler war ein Riesenmonszrum
Damals kamen gerade die kleinen auf. Die nehmen wirklich nicht viel Platz weg.
Romantisieren muss man die PD nicht. Aber sie ist besser als viele Ärzte meinen. Jede Dialyse hat gute und Schattenseiten. Es ist gut, wenn man erstmal die PD macht, weil man seine Arme für später schont. Ich fand sie gut, weil ich unabhängig gewesen bin von anderen. Ich selber habe mir den Tag aufgeteilt, wie es mir passte. Im Urlaub auf Borkum habe ich 2x nachts gebeutelt, um den ganzen Tag am Strand sein zu können. Das nur als Beispiel.
Liebe Grüße Ulrike
.
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- Papaya
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
05 Mai 2025 08:04@Peddi
Bei den PD-Kartons ist sicher sehrviel Umverpackung dabei um Beschädigung der Beutel zu verhindern - die Kisten sind ja gut ausgepolstert - wenn man die Beutel raus nimmt und einräumt sind 3/4 vom Volumen weg.
lg
Da ist gar nichts ausgepolstert. Nimmt man die Beutel aus dem Karton, spart man kein Volumen. Das Einzige was man mit der Aktion erreicht ist, dass man die Beutel nicht mehr gut stapeln kann. Man braucht dann noch mehr Platz.
Für den Cycler habe ich 2 Beutel mit je 5 Litern gebraucht. Später, als meine Restfunktion nachgelassen hatte, kam noch ein kleiner Beutel Extraneal für den Tag dazu.
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- Peddi
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
05 Mai 2025 09:01Mir geht es wirklich darum zu wissen, was auf mich zukommt. Und ich denke, wenn ich in meinem Schlafzimmer nicht auf Kartons schauen will, benötige ich einen kleinen Ikea Schrank. So meine ich das. Da reicht keine kleine kommode für beispielsweise Energie drinks.
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- blanja
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
05 Mai 2025 09:38Alle Methoden haben Vor- und Nachteile, man muss abwägen, was für einen selbst passt.
Ich wohne allerdings in der Großstadt und "mein" Dialysezentrum ist dann gut erreichbar für mich.
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- Brezel
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
05 Mai 2025 10:07Ich hab mal gemessen. Für meine Monatslieferung von 28 Kartons brauche ich folgenden Platz:
120 cm in der Breite, 177 cm in der Höhe und 52 cm in der Tiefe.
Was für mich das größere Problem ist, ist die Müllentsorgung. Es werden nur die Kartons von Fresenius mitgenommen. Da braucht man auch wieder Platz zum Sammeln.
Die Umverpackung der Beutel und die sterilen Beutel kommen in die gelbe Tonne. Die wird alle 4 Wochen bei uns geleert und ich habe Mühe, da alles unterzubringen.
Dann sind da noch die Ablassbeutel mit den Schläuchen. Die sammel ich extra und dann fahren wir sie immer in die Müllverbrennung. Glücklicherweise ist die in der Nähe. Da ich in einem Mehrfamilienhaus wohne, kann ich das nicht in die Restmülltonne geben. Die wäre auch viel zu klein.
Also es gibt viel zu Bedenken.
Mit der PD an sich bin ich sehr zufrieden.
Liebe Grüße
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- Peddi
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
05 Mai 2025 11:50Ja, genau das ist es, was ich meine, für sämtliche Materialien benötige ich tatsächlich den Platz eines Ikea Schrankes. Zusätzlich Wärmeplatte und das Müllproblem habe ich tatsächlich noch nicht bedacht, Dankeschön.
Und bitte nicht falsch verstehen, ich wehre mich nicht gegen eine der beiden Arten Dialyse, ich möchte vorher genau wissen, was zu bedenken ist.
Ich wohne im mehrparteienhaus und muss wissen, ob ich so viel Müll überhaupt in die Gemeinschatmftstonne tun darf. Ich will keinen Stress mit den Nachbarn.
Ich sehe es so, dass ich
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- Papaya
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Re: Shuntversorgung in Deutschland
05 Mai 2025 12:58Ich persönlich würde mir auch keinen Schrank kaufen. Lieber ein schönes Stück Stoff, um den Kartonstapel hübsch zu tarnen.
Es sind übrigens mehr als 28 Kartons für 28 Tage. Zusätzlich sollte man einen Vorrat für 7 Tage haben. Es kann zu Lieferproblemen kommen, aus welchen Gründen auch immer, sehr selten, aber möglich. Wenn man mit dem Cycler dialysiert, hat man auch immer ein paar Beutel für den Handwechsel in Reserve. Der Cycler kann einen Defekt haben oder man möchte aus privaten Gründen von Hand wechseln. Z:B: Urlaub oder Feiern. Sylvester habe ich mir immer einen Beutel Extraneal einlaufen lassen, der kann sehr lange drin bleiben. Den nächsten Tag weiter Handwechsel bis zum Abend, dann wieder Umstieg auf den Cycler. So war ich bestens dialysiert, brauchte mir keine Gedanken zu machen und konnte ungestört mitfeiern.
Müllprobleme lassen sich lösen. Viel drängender finde ich die Frage, ob bei dir die PD überhaupt möglich ist bei deinen OP`s und den Verwachsungen. Deine Nephrologin scheint mir da zu optimistisch zu sein. Ich würde mir eine Zweitmeinung einholen.
Ganz liebe Grüße
Sabine
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