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Ich habe jetzt einen Shunt

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Ich habe jetzt einen Shunt

20 Apr. 2026 19:29
#
Hi,

Ich habe jetzt meine Shunt-Operation erst spät bekommen. Am Anfang gab es noch die Möglichkeit einer Lebendspende, aber das gibt es jetzt nicht mehr.

Bei der Operation hatte ich nur eine örtliche Betäubung, ohne Plexusbetäubung.

Bald muss ich mit der Dialyse anfangen. Ich hoffe, dass ich das noch ohne Katheter schaffe. Sonst brauche ich wahrscheinlich einen Katheter.

Ich weiß nicht genau, wie ich die Wunde alleine pflegen soll. Im Moment habe ich noch ein mittelgroßes Druckpflaster drauf. Wann darf ich das abmachen?

Ich habe auch gehört, dass ein Shunt mit der Zeit das Herz belasten kann. Ich habe meinen Nephrologen gefragt, ob ich zum Kardiologen gehen soll. Er meinte, das ist in meinem Alter nicht nötig. Und wenn das nicht klappt soll ich zum Shuntzentrum überwiesen werden. Von der Gefäßchirurgie in der Uniklinik hatte eine neue Nephrologin abgeraten, weil da nicht viele Shunt-OPs gemacht werden und die Gefäßchirurgie das Krankenhauses hatte extra Tage wo sie nur nur Shunt-OPs machen.

Ich weiß nicht, wie ich mich fühlen soll. Im Moment fühlt sich mein Leben total sch##### an. Ich habe Angst davor, was noch alles passieren könnte. Es fühlt sich an, als würde ich nur leiden.

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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

22 Apr. 2026 19:34
#
Mein Shunt ist wohl wieder zu. Alle Ärzte sagten, ich hätte gute Gefäße und damit gute Voraussetzungen für eine Shuntanlage, wahrscheinlich war das nur eine Annahme, weil ich jung bin.

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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

22 Apr. 2026 19:54
#
Das tut mir leid. Das mag verschiedene Gründe haben (sehr niedriger Blutdruck ist für Shunts z.B. nicht gut). Sprich unbedingt mit Deinem Arzt bzw. dem, der das gelegt hat.

Ich hatte auch Frühverschlüsse. Obwohl alle wussten, dass ich eine angeborene Blutgerinnungsstörung habe. Deswegen habe ich für das erste halbe Jahr Blutverdünner bekommen. Obwohl sogar die Shuntchirurgen gesagt haben, davon käme es nicht. Ich war etwa 52, also nicht mehr die Jüngste. Aber erst mit dem Blutverdünner ist das nicht mehr passiert.

Ist bei Dir schon mal geguckt worden, ob Du eine genetische Gerinnungsstörung hast? Ich weiß aber nicht, ob so etwas zum Verschluss führen kann. War vor 30 Jahren keine Routine, ist bei einer Studie nach Transplantation gefunden worden.

Ich habe gerade keine Zeit, mehr zu lesen von Dir. Aber wo hast Du den Shunt legen lassen? In einem Shuntzentrum?

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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

22 Apr. 2026 20:03
#
Ich hatte nie Probleme mit Blutgerinnung, aber vor Jahren wurde mal ein Blutungstest gemacht und es hörte nach genau 5 Minuten auf, das war die Obergrenze. Aber das davon hatte ich der Gefäßchirurgin schon berichtet und dass mein Blutdruck eher niedrig ist, haben die auch gesehen. Ich wurde im örtlichen Krankenhaus operiert, weil die Gefäßchirurgie meinte, Shuntzentren haben nur eine Zusatzqualifikation, dass sie Shuntanlagen machen können.

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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

22 Apr. 2026 20:18
#
Das verstehe ich jetzt nicht, Du hast einen Shunt bekommen? Das ist doch eine Shuntanlage ....

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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

22 Apr. 2026 21:36
#
Ja, aber ich war seit meiner Kindheit in der Uniklinik Heidelberg in Behandlung und wollte eigentlich auch den Shunt dort anlegen lassen, aber eine Nephrologin hier meinte dann, dass man hier mehr Shunt-OPs macht als in der Uniklinik Heidelberg.

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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

23 Apr. 2026 09:09 - 23 Apr. 2026 11:14
#
Das unterstreiche ich.

Es gibt doch zertifizierte Shuntzentren im Rhein-Neckar-Raum? Schwetzingen z.B., das andere habe ich vergessen, und in Heilbronn. Die sind alle auf schwierige Voraussetzungen spezialisiert. MaWa kennt sich auch aus: Wiesbaden, Mannheim.

Bei mir hat es ein Gefäßchirurg gemacht, der Shunts als sein "Hobby" bezeichnet. Das war großer Mist. Der hat sich meine Gefäße nur kurz mit Ultraschall angesehen und mir den Shunt auf die falsche Seite gelegt, weil die Gefäße am anderen Arm angeblich zu klein sind. Der Spezialist, der nach Jahren den Shunt aufwendig "richtig " umgebaut hat, hat den Kopf geschüttelt und gesagt:"No comment."

Bist Du Dir sicher, dass Dein Shunt zu ist? Ist das geschallt worden?
Mein Shunt ist sehr leise und das Sirren fühle ich auch nicht immer.
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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

23 Apr. 2026 09:45
#
Ich bin zwar (hoffentlich) noch (lange) in der Prädialyse, möchte aber trotzdem meinen Senf dazugeben, weil ich mich innerlich schon seit Beginn der Zeit als Niereninsuffiziente mit dem Thema beschäftigt habe:
Mein Hausarzt meinte beim letzten Kontakt im Dezember 2025 (ich war dort, weil sich an meinem linken Unterarm oberhalb des Handgelenks eine schmerzhafte feste Verdickung um den ganzen Arm herum gebildet hatte, also in dem Bereich, in dem ein potentieller Shunt von mir bevorzugt werden würde!), ich sollte mal mit einem Gefäßchirurgen sprechen, ob es damit Probleme geben würde. Darauf sagte ich zu ihm, ich würde für die Shuntanlage auf jeden Fall in ein spezialisiertes Shuntzentrum gehen wollen, also sollte dort vllt. beurteilt werden, ob die Schwellung ein Problem werden könnte. Seine Erwiderung: "Shuntzentrum? Sowas gäbe es nicht, davon hätte er noch nie etwas gehört, Shuntanlage wäre eine ganz simple Sache, einfach 2 Gefäße miteinander verbinden, dass würden in den Kliniken die Assistenten machen."
Wir brauchen uns also nicht zu wundern, dass so viele von uns Shuntprobleme haben, wenn selbst ganz junge (Haus)Ärzte nicht wissen, wie wichtig eine gute Planung und optimale Operation für uns ist:der Shunt ist schließlich unsere Lebensversicherung und man kann nicht unendlich viele davon anlegen. Vor allem junge Betroffene sollten sich die besten Shuntchirurgen aussuchen, sie brauchen ihren Shunt vllt. sehr lange.
Also auf gar keinen Fall noch einmal einen Stümper dranlassen! Du hast hier schon ein paar gute Tipps für gute Zentren bekommen und vllt. auch noch einmal näch älteren Beiträgen zum Thema suchen.

So, und jetzt halte ich meinen Mund und überlass das Kommentieren besser denen, die Erfahrung haben. Niemand mag Klugscheißer!:hard_reset:
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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

23 Apr. 2026 10:10
#
Ich war heute in der Gefäßchirurgie und der Shunt ist zu.
Ich soll jetzt einen neuen Shunt im Oberarm bekommen.

Die Ärztin hat gesagt, mit örtlicher Betäubung war die Operation schwierigbund für mich schon fast eine Quälerei. Mit Vollnarkose wäre es besser, weil sich die Vene dann besser weiten kann.

Die neue Operation soll jetzt auch ambulant mit Vollnarkose gemacht werden oder ich könnte auch in eine andere Klinik gehen.

Aber ich fühle mich sehr schlapp und schwach. Ich weiß nicht, wie ich so weit reisen soll. Stuttgart wäre eine Möglichkeit. Oder die Uniklinik Heidelberg, dort bin ich schon seit meiner Kindheit in Behandlung, aber eine Ärztin aus Heidelberg meinte die Gefäßchirurgie dort ist zwar eine große Klinik, macht aber nicht viele Shunt-OPs.

Ich habe auch andere Probleme und bin meistens auf mich allein gestellt. Meine Eltern helfen mir nur ungern und sind eher genervt, wenn ich Unterstützung brauche.

Mein Kreatininwert schwankt zwischen 5,5 und 6,5.. Mir geht es die meiste Zeit schlecht. Aber solange ich nicht zusammenbreche, glaubt mir niemand, wie schlecht es mir wirklich geht.

Ich war heute auch im Nierenzentrum das ist ein Stock über der Gefäßchirurgie. Der Arzt hat aber gesagt, ich soll morgen wiederkommen, weil heute in der Dialyse sehr viel los ist und er keine Zeit hat.

Ursprünglich war immer ein Katheter geplant, bis sich herausstellte das meine Spenderin doch nicht gesund ist. Und jetzt habe ich nicht viel Zeit für eine Shuntanlage.

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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

23 Apr. 2026 10:36
#
Mein Shunt wird nicht repariert und bleibt zu. Man sagte mir noch, wenn der Oberarm auch nicht klappt, müsste man den rechten Arm nehmen oder ich bekomme einen Katheter.

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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

23 Apr. 2026 11:06 - 23 Apr. 2026 11:12
#
In Schwetzingen, Ludwigshafen, Heppenheim und Heilbronn gibt es zertifizierte Shuntzentren im Rhein-Neckar-Raum. Okay, ich habe das gegoogelt. Ist nicht irgendeines davon für Dich erreichbar? MaWa hat ja auch Vorschläge.

Ich hatte 2 Frühverschlüsse (bei mir galt wegen der noch unausgereifen Gefäße: zu ist zu). Der 3. Shunt blieb dann offen. Der ist erst nach Jahren zugegangen. Mit Clexane an jedem dialysefreien Tag ist er dann bis heute offen geblieben. Jetzt nehme ich keinen Blutverdünner mehr. Hoffe, er bleibt offen.

Alle 6 Monate bin ich zur Kontrolle ins Shuntzentrum gegangen.
In den Dialysezentren haben sie meistens keine Zeit, sich um die Shunts zu kümmern. Bei uns werden sie nur geschallt, wenn es Probleme gibt. Auch ins Shuntzentrum wird man nicht zur Kontrolle geschickt. Ich habe mich selbst darum gekümmert. Damit habe ich mich unbeliebt gemacht in der Dialyse. Aber der Shunt ist für und das Wichtigste. Ich wollte Dir gestern Abend keine Angst machen. Weil ich all die Jahre nicht gewusst habe, dass man immer in ein Shuntzentrum gehen sollte und regelmäßigdorthinzur Kontrolle, bin ich 5,5 Jahre mit einem falsch gelegten Shunt herumgelaufen. Wie oft die Nadeln nicht reingingen, - ich habe psychisch unendlich gelitten. Bis ich an Dr. Shahverdyan geraten bin, der damals das Shuntzentrum in Hamburg geleitet hat. Der und seine Nachfolgerinnen haben den Shunt über die Jahre bis zur gar nicht mehr erwarteten Transplantation gerettet.

Es tut mir leid, dass es Dir so schlecht geht und die Zeit drängt. Vielleicht wäre ein vorübergehender Katheter sinnvoll, damit Du nicht so unter Druck stehst und Dich in Ruhe um einen vernünftigen Shunt kümmern kannst? Ist kein Rat, sondern nur eine spontane Überlegung von mir.

Wenn Du morgen wieder ins Nierenzentrum gehst, wird der Arzt Dir, denke ich, glauben, wie schlecht es Dir geht. Er hat ja Erfahrung. Jedenfalls hat er Dich ernst zu nehmen. Die Nephrologen müssen am Ende potentielle Dialysepatienten oft drängen, weil die Patienten die Dialyse hinauszögern wollen, was verständlich ist. Habe ich damals wegen der Frühverschlüsse erst auch getan. Dann habe ich ihn angerufen und gesagt: "Nächste Woche möchte ich mit der Dialyse anfangen." Er ist fast vom Hocker gefallen und hat gesagt dass er so etwas selten erlebt.
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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

23 Apr. 2026 20:38
#
Hallo,

Ich wurde im örtlichen Krankenhaus operiert, weil die Gefäßchirurgie meinte, Shuntzentren haben nur eine Zusatzqualifikation, dass sie Shuntanlagen machen können.

Von Ärzten, die solche überheblichen Selbsteinschätzungen von sich geben, sollte man sich als Patient fernhalten, wann immer das möglich ist.

Verbriefte Qualifikationen dienen im Allgemeinen zur Orientierung, um die Spreu vom Weizen trennen zu können. Dass mal einer ohne Qualitätssiegel dasselbe auch gut kann und mal ein Profi mit Brief und Siegel Murks macht, wird vorkommen, aber die Wahrscheinlichkeiten sind klar verteilt.
In der Regel ist so etwas u.a. an eine Mindestmenge von Fallzahlen geknüpft. Dies wiederum kann jedem Laien einleuchten: Übung macht den Meister.

Freundliche Grüße,
fabienne
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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

24 Apr. 2026 10:44
#
Ich war jetzt nochmal beim Nephrologen und er hat mich nicht in ein Shuntzentrum überwiesen und meinte, dass bei dünnen Gefäßen das Ergebnis überall gleich sein wird und immer wieder zugehen kann. Die Gefäßchirurgie bei mir macht alle zwei Wochen 4-5 Shunt-OPs. Ich wurde schon in 10 Tagen eingeschoben damit ich früher operiert werde, abwe dieses mal nur mit Vollnarkose.

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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

24 Apr. 2026 19:10
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Wir sind bei der PHV in Stuttgart und haben erfahren, das Prof. Mündlein aus Offenburg jetzt im Katharinen Hospital ( KH ) in der Shunt Chirurgie Operiert...
nette grüsse..
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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

24 Apr. 2026 19:52
#
Hallo ste, ich bin jetzt nur Spezialistin für meinen eigenen Shunt. Aber man kann doch einen Shunt mit Goretex machen, wenn die eigenen Gefäße dünn sind? Und es ist nicht gesagt, dass alle Shunts bei Dir wieder zugehen. Mein Dritter ist über Jahre nicht zugegangen. Erst einmal nach 7 oder 8 Jahren. Konnte aufgemacht werden. Nach 9 Jahren kam die Transplantation.

Mit Shunttraining (kleinen Gummiball in der Hand kneten) kann man die Reifung unterstützen.

Wenn Du dahin gehst, wo der erneute Eingriff gemacht werden soll, müsste der Shuntchirurg sich vorher die Gefäße genau anschauen. MaWa hat das auch geschrieben (Phlebologie). Dann kann man auch die bei Dir optimale Stelle finden.

Die Shuntchirurgen, die nur Shunts machen und revidieren, nichts anderes, sind, wie Dh hier schon gelesen hast, auch auf schwierige Gefäßsituationen spezialisiert.
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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

24 Apr. 2026 21:50
#
Wir sind bei der PHV in Stuttgart und haben erfahren, das Prof. Mündlein aus Offenburg jetzt im Katharinen Hospital ( KH ) in der Shunt Chirurgie Operiert...
nette grüsse..
Da habe ich schon angefragt.
Die haben leider so späte Termine. Ende Mai wäre erstmal die Besprechung nur die Besprechung. Und ein anderes Zentrum wollte einen Breif vom Nephrologen, der meint aber dass es überall gleich sein wird und sieht keinen Bedarf mich zu überweisen. .

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Re: Ich habe jetzt einen Shunt

25 Apr. 2026 09:38 - 25 Apr. 2026 09:39
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Ja bei guten Shunt Chirurgen braucht es nun etwas Vorbereitunszeit ,und ebenfalls einen längeren Atem als in Fleischfabriken das stimmt natürlich aber dafür hast du eine Ordentlichen Shunt.
Hast du schon mal in Offenburg angefragt, das ist unser aktuelles Shunt Zentrum und wir sind dort sehr Zufrieden. Es sind alles ausgebildete Shunt Chirurgen von Prof. Mündlein.
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