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Frage an alle PD Patienten, Erwerbsminderungsrente?
- marc1310
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Frage an alle PD Patienten, Erwerbsminderungsrente?
22 Juni 2026 22:15
Hallo
Kurz und grob zu mir unf meiner person:
Ich bin seit Januar Bauchfell dialyse Patient, und mache jede nacht mit dem cycler die dialyse.
Ich habe sehr starke ablaufschnerzen nachts und muss mich jedesmal hinsetzen damit bein ablauf die maschine nicht in Störung geht.
Schlafe dementsprechend seit Monaten nicht mehr richtig bis gar nicht.
Die Krankenkasse hat mich aufgrund meiner 8 Montigen Krankheit (2x OPs währenddessen.) Zu einer reha verdonnert, ich denke deren Ziel ist es mich in die Erwerbsminderungsrente zu kriegen.
Ich bin ehrlich gesagt und kaum noch belastbar ich habe jetzt aktuell meine Wiedereingliederung und mache jetzt die zweite woche 4std am tag und ich bin danach sowas von platt und kaputt, ich kann kaum noch gerade aus gucken auf der fahrt nach hause.
Vielleicht wäre das auch das beste für mich, jetzt ist meine frage, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit mit der Erkrankung in die Erwerbsminderungsrente zu kommen? Die reha schreibt ja am ende einen Bericht dieser soll ja sehr ausschlaggebend für den weiteren Verlauf sein.
Vielleicht können ein paar leute ihre erfahrungen mitteilen das wäre toll.
Danke
Kurz und grob zu mir unf meiner person:
Ich bin seit Januar Bauchfell dialyse Patient, und mache jede nacht mit dem cycler die dialyse.
Ich habe sehr starke ablaufschnerzen nachts und muss mich jedesmal hinsetzen damit bein ablauf die maschine nicht in Störung geht.
Schlafe dementsprechend seit Monaten nicht mehr richtig bis gar nicht.
Die Krankenkasse hat mich aufgrund meiner 8 Montigen Krankheit (2x OPs währenddessen.) Zu einer reha verdonnert, ich denke deren Ziel ist es mich in die Erwerbsminderungsrente zu kriegen.
Ich bin ehrlich gesagt und kaum noch belastbar ich habe jetzt aktuell meine Wiedereingliederung und mache jetzt die zweite woche 4std am tag und ich bin danach sowas von platt und kaputt, ich kann kaum noch gerade aus gucken auf der fahrt nach hause.
Vielleicht wäre das auch das beste für mich, jetzt ist meine frage, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit mit der Erkrankung in die Erwerbsminderungsrente zu kommen? Die reha schreibt ja am ende einen Bericht dieser soll ja sehr ausschlaggebend für den weiteren Verlauf sein.
Vielleicht können ein paar leute ihre erfahrungen mitteilen das wäre toll.
Danke
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- Peddi
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Re: Frage an alle PD Patienten, Erwerbsminderungsrente?
23 Juni 2026 11:59
Ich halte die Wahrscheinlichkeit für sehr hoch. Ich bin aber auch nur Laie.
Und ich kann dich verstehen. Du hängst da gerade zwischen den Möglichkeiten. Das ist doof.
Wenn du auf Reha gehst, dann frage doch beispielsweise nach einer Begleitung, die dich unterstützen kann. Hast du eine Partnerin? Allein so eine Nachfrage zeigt deinen Bedarf. Und in Reha wird viel dokumentiert.
Alles Gute
Und ich kann dich verstehen. Du hängst da gerade zwischen den Möglichkeiten. Das ist doof.
Wenn du auf Reha gehst, dann frage doch beispielsweise nach einer Begleitung, die dich unterstützen kann. Hast du eine Partnerin? Allein so eine Nachfrage zeigt deinen Bedarf. Und in Reha wird viel dokumentiert.
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Re: Frage an alle PD Patienten, Erwerbsminderungsrente?
23 Juni 2026 12:57
Hallo Marc1310, mit EM-Rente habe ich auch keine Erfahrung, aber ich bin seit 32 Jahren mit Dialyse und Transplantation "beschäftigt " und bin oft in der Reha gewesen.
In der Reha solltest Du am Anfang um sozialrechtliche Beratung bitten.Die wirst Du aber wahrscheinlich sowieso bekommen. Da kannst Du sagen, was Dir vorschwebt. Man kennt sich in den Kliniken mit Patienten aus und geht auf sie ein. Schreib Dir alle Fragen auf, die werden Dir beantwortet. Es wird auch Dein Zustand von allen Therapeuten eingeschätzt und entsprechend im Entlassbrief beschrieben. Das ist wichtig für die spätere Entscheidung des Rententrägers. Der möchte sichergehen, dass die EM-Rente angebracht ist.
Ich kann mir auch vorstellen, dass es bei Dir kein Problem ist. EM-Rente ist bei Dialysepatienten nichts Ungewöhnliches.
Es tut mir leid, dass es Dir nicht gut geht. Wäre Handwechsel nicht sinnvoller für Dich, dann kannst Du den Auslauf steuern und kannst schlafen? Dass Du gerädert bist, ist kein Wunder, wenn Du aufstehen musst für den Auslauf.
Ich habe mir damals vom Tischler Klötze machen lassen, in die ich das Bett mit den Beinen gestellt habe. Dann war das Gefälle nachts höher und der Auslauf besser.
Liebe Grüße, Ulrike
In der Reha solltest Du am Anfang um sozialrechtliche Beratung bitten.Die wirst Du aber wahrscheinlich sowieso bekommen. Da kannst Du sagen, was Dir vorschwebt. Man kennt sich in den Kliniken mit Patienten aus und geht auf sie ein. Schreib Dir alle Fragen auf, die werden Dir beantwortet. Es wird auch Dein Zustand von allen Therapeuten eingeschätzt und entsprechend im Entlassbrief beschrieben. Das ist wichtig für die spätere Entscheidung des Rententrägers. Der möchte sichergehen, dass die EM-Rente angebracht ist.
Ich kann mir auch vorstellen, dass es bei Dir kein Problem ist. EM-Rente ist bei Dialysepatienten nichts Ungewöhnliches.
Es tut mir leid, dass es Dir nicht gut geht. Wäre Handwechsel nicht sinnvoller für Dich, dann kannst Du den Auslauf steuern und kannst schlafen? Dass Du gerädert bist, ist kein Wunder, wenn Du aufstehen musst für den Auslauf.
Ich habe mir damals vom Tischler Klötze machen lassen, in die ich das Bett mit den Beinen gestellt habe. Dann war das Gefälle nachts höher und der Auslauf besser.
Liebe Grüße, Ulrike
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- YauLOng
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Re: Frage an alle PD Patienten, Erwerbsminderungsrente?
23 Juni 2026 15:27
@ marc1310 Em Rente sollte kein Problem sein , einfach nach der Reha den Antrag einreichen und schauen was passoert , wenn die in der Reha sagen das du nicht Arbeiten kannst sollte das reichen .
Wichtig sind noch Arzbriefe die alles beschreiben was du an Problemen hast.
Es wird warscheinlich im ersten Anlauf zu Ablehnung kommen dan Wiederspruch mit Anwalt der sich auskennt.
Ich hatte das 2023 so gemacht die EM Rente wurde dann 2024 nach Wiederspruch genemigt , eine Verlängerung ging dan ohne Probleme durch.
Wenn du die Adresse des Anwalts benötigst der mir damals geholfen hat kan ich dir dir ja zukommen lassen.
Viel Erfolg ,
Gruss ,
YauLOng
Wichtig sind noch Arzbriefe die alles beschreiben was du an Problemen hast.
Es wird warscheinlich im ersten Anlauf zu Ablehnung kommen dan Wiederspruch mit Anwalt der sich auskennt.
Ich hatte das 2023 so gemacht die EM Rente wurde dann 2024 nach Wiederspruch genemigt , eine Verlängerung ging dan ohne Probleme durch.
Wenn du die Adresse des Anwalts benötigst der mir damals geholfen hat kan ich dir dir ja zukommen lassen.
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Re: Frage an alle PD Patienten, Erwerbsminderungsrente?
23 Juni 2026 15:41
Danke, YauLOng.
Der VdK hilft einem auch. Da arbeiten Juristen. Man muss Mitglied sein, aber man wird beraten und vertreten. Sie machen auch Widersprüche, wenn erforderlich.
In meiner Dialyse war ein Hämodialysepatient, der brauchte nur noch die Reha, um EM-Rente zu bekommen.
Der VdK hilft einem auch. Da arbeiten Juristen. Man muss Mitglied sein, aber man wird beraten und vertreten. Sie machen auch Widersprüche, wenn erforderlich.
In meiner Dialyse war ein Hämodialysepatient, der brauchte nur noch die Reha, um EM-Rente zu bekommen.
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Re: Frage an alle PD Patienten, Erwerbsminderungsrente?
23 Juni 2026 15:44
Wenn Du bei einer DGB Gewerkschaft Mitglied bist, beraten die dich auch.
Wie genau erfährst Du bei De3iner Gewerkschft vor Ort.
LG Andi
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Re: Frage an alle PD Patienten, Erwerbsminderungsrente?
23 Juni 2026 22:11 - 23 Juni 2026 23:24
Hallo Marc,
nach ziemlich genau einem Jahr lückenloser Krankschreibung (PD-Katheter-OP erst drei Monate nach AU-Beginn) fing bei mir die gesetzliche Krankenversicherung an zu "stänkern". Erst hat sie beim MDK ein Kurz-Gutachten nur auf Grundlage der Pflichtangaben eingeholt, die die Hausärztin zur AU mitteilen muss und einer hauseigenen Übersicht der AU-Anlässe der vorangegangenen 5 (?) Jahre.
Dann bekam ich den üblichen REHA-Antrag zugeschickt (Abgabefrist 10 Wochen), mit dem sich die Krankenversicherung aus den übrigen Monaten des Krankengeldanspruchs stehlen will. Die Hausärztin fand REHA Blödsinn, weil erst eine erfolgreiche Nierentransplantation das Fatigue-Syndrom bessern könne. Ich schrieb der Krankenversicherung wahrheitsgemäß, dass ich mehrere Monate auf einen OP-Termin für die Nebenschilddrüsen-OP gewartet habe und dies doch wohl Vorrang haben sollte, um meine gesundheitliche Situation zu bessern. Die Krankenversicherung wies mir daraufhin einen Termin für eine persönliche Befunderhebung beim MDK zu, um die fortdauernde Arbeitsunfähigkeit abzuklären.
Den Gutachter dort schmiss ich mit zahllosen Befunden zu, die ich für den Antrag auf Schwerbehinderung zwei Jahre zuvor zusammengescannt hatte (zuzüglich aktuellerer Befunde und Laborwerte) und drängte ihm auch mein Widerspruchsschreiben gegen einen zu geringen GdB auf, weil da ausführlich drinstand, was ich schon Jahre vor der Dialyse nicht mehr gemacht habe, um körperlich gar nicht anspruchsvolle 20 Stunden Büroarbeit pro Woche überhaupt noch bewältigen zu können. Das alles fand dann auch in seinem Gutachten Erwähnung. Es sei alles stimmig und die Nebenschilddrüsen-OP habe Vorrang vor einer REHA. Danach würde ich mich mit einem Antrag auf Erwerbsminderungsrente auseinandersetzen. (Der OP-Termin hat sich am Aufnahmetag zerschlagen, weil sie in dem Krankenhaus nicht vorhatten, die Hygiene-Spielregeln für Bauchfelldialyse einzuhalten.)
Gegen Ende der 10-Wochen-Frist hatte ich einen Termin bei einem Versicherungsältesten der zuständigen Rentenversicherung. Er füllte online den Antrag auf Erwerbsminderungsrente aus (womit ich etwaige Fallstricke der Freitextfelder umschiffte), nahm von mir allerdings nur ganz wenige der medizinischen Unterlagen an (u.a. das MDK-Gutachten) und hat auch sonst leider gar nicht beraten oder aufgeklärt.
Vier Monate später wurde mir ohne REHA oder sonstige weitere Begutachtung eine unbefristete volle Erwerbsminderungsrente zuerkannt (mit 44 Jahren bei Antragstellung). Ein Antragsformular für Grundsicherung bei Erwerbsminderung haben sie realistischerweise auch gleich mitgeschickt.
Freundliche Grüße,
fabienne
nach ziemlich genau einem Jahr lückenloser Krankschreibung (PD-Katheter-OP erst drei Monate nach AU-Beginn) fing bei mir die gesetzliche Krankenversicherung an zu "stänkern". Erst hat sie beim MDK ein Kurz-Gutachten nur auf Grundlage der Pflichtangaben eingeholt, die die Hausärztin zur AU mitteilen muss und einer hauseigenen Übersicht der AU-Anlässe der vorangegangenen 5 (?) Jahre.
Dann bekam ich den üblichen REHA-Antrag zugeschickt (Abgabefrist 10 Wochen), mit dem sich die Krankenversicherung aus den übrigen Monaten des Krankengeldanspruchs stehlen will. Die Hausärztin fand REHA Blödsinn, weil erst eine erfolgreiche Nierentransplantation das Fatigue-Syndrom bessern könne. Ich schrieb der Krankenversicherung wahrheitsgemäß, dass ich mehrere Monate auf einen OP-Termin für die Nebenschilddrüsen-OP gewartet habe und dies doch wohl Vorrang haben sollte, um meine gesundheitliche Situation zu bessern. Die Krankenversicherung wies mir daraufhin einen Termin für eine persönliche Befunderhebung beim MDK zu, um die fortdauernde Arbeitsunfähigkeit abzuklären.
Den Gutachter dort schmiss ich mit zahllosen Befunden zu, die ich für den Antrag auf Schwerbehinderung zwei Jahre zuvor zusammengescannt hatte (zuzüglich aktuellerer Befunde und Laborwerte) und drängte ihm auch mein Widerspruchsschreiben gegen einen zu geringen GdB auf, weil da ausführlich drinstand, was ich schon Jahre vor der Dialyse nicht mehr gemacht habe, um körperlich gar nicht anspruchsvolle 20 Stunden Büroarbeit pro Woche überhaupt noch bewältigen zu können. Das alles fand dann auch in seinem Gutachten Erwähnung. Es sei alles stimmig und die Nebenschilddrüsen-OP habe Vorrang vor einer REHA. Danach würde ich mich mit einem Antrag auf Erwerbsminderungsrente auseinandersetzen. (Der OP-Termin hat sich am Aufnahmetag zerschlagen, weil sie in dem Krankenhaus nicht vorhatten, die Hygiene-Spielregeln für Bauchfelldialyse einzuhalten.)
Gegen Ende der 10-Wochen-Frist hatte ich einen Termin bei einem Versicherungsältesten der zuständigen Rentenversicherung. Er füllte online den Antrag auf Erwerbsminderungsrente aus (womit ich etwaige Fallstricke der Freitextfelder umschiffte), nahm von mir allerdings nur ganz wenige der medizinischen Unterlagen an (u.a. das MDK-Gutachten) und hat auch sonst leider gar nicht beraten oder aufgeklärt.
Vier Monate später wurde mir ohne REHA oder sonstige weitere Begutachtung eine unbefristete volle Erwerbsminderungsrente zuerkannt (mit 44 Jahren bei Antragstellung). Ein Antragsformular für Grundsicherung bei Erwerbsminderung haben sie realistischerweise auch gleich mitgeschickt.
Freundliche Grüße,
fabienne
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