Terminales Nierenversagen im Endstadium
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Terminales Nierenversagen im Endstadium
27 Feb. 2023 16:34es geht um meinen Vater, 80 Jahre. Seine Nierengeschichte geht schon Jahre. Vor paar Jahren dann eine OP, nach dieser wurden ihm zu dolle Antibiotika verschrieben und die Niere war dann ganz geschädigt. Nun aktuell geht es ihm gar nicht gut. Im November hatte ich ihn mit einem kardogenen Schock ins Krankenhaus liefern lassen. Ihm wurde Wasser aus der Lunge genommen und die Nieren durchgecheckt. Ich hatte daraufhin das Gespräch mit der Nephrologie gesucht, da mir mein Vater nicht wirklich erzählen wollte wie es ihm geht. Ich denke, er will nicht, dass ich mir Sorgen mache. Sie meint, Nierenleistung bei 10%. Entweder sofortige Dialyse oder Transplantation. Er möchte aber nicht, das akzeptiere ich auch. Sie sagte ganz klar, dass es nicht so aussieht, dass er Weihnachten noch da ist, sofern er keine Therapie macht. Ich aktzeptiere die Entscheidung, dass mein Vater auf den Tod "wartet", aber trotzdem ist seither echt die Sorge gross. Jeden Tag frage ich mich, ob was ist. Nun ist er heute aktuell wieder einfach so in der Wohnung umgekippt und hat mir das am Telefon erzählt, dass er dann Stunden später wieder aufwachte. Ich weiss nicht, wie ich auf Dauer damit umgehen soll. Ständig ist man auf der Hut und ich weiss, der Tag wird kommen, da steht er nicht mehr auf. Leidet er? Was kann ich für ihn tun? Wie unterstütze ich ihn? Ich rede auch nicht darüber mit ihm weil ich gemerkt habe, dass er nicht will. Er sagte, er möchte sterben und nicht darüber reden. Das ist ok, aber als Angehörige (einzige Angehörige) ist es echt schwer. Wie handhabt ihr das? Danke für ein paar Worte dazu.
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- blanja
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Re: Terminales Nierenversagen im Endstadium
28 Feb. 2023 08:49ich bin gerade in einer ähnlichen Situation, meine Eltern betreffend (86/85). Die Krankheiten sind andere, aber ich bin ebenfalls die einzige Angehörige und muss die Entscheidungen treffen (ich bin diejenige mit der Nierenerkrankung).
Hat dein Vater einen Pflegegrad? Kommt ein Pflegedienst? Hat er einen Hausnotruf? Hast du Vorsorgevollmacht?
Das wäre alles zu klären.
Vielleicht magst du nochmal was dazu schreiben.
Liebe Grüße
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- blueberry
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Re: Terminales Nierenversagen im Endstadium
28 Feb. 2023 09:25Es tut schon gut, einfach mal alles rauszulassen. Das kann hier keiner nachvollziehen wie belastend sowas ist. Danke fürs lesen.
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- blanja
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Re: Terminales Nierenversagen im Endstadium
28 Feb. 2023 10:37Wenn du keine Vorsorgevollmacht hast (oder wie auch immer das in der Schweiz heißt), ist es wirklich schwierig für dich.
Allerdings hat dein Vater ja klar gesagt, was er möchte und was nicht.
An deiner Stelle würde ich nochmal ein ruhiges Gespräch mit ihm führen, auch darüber, wie du dich fühlst. Danach kannst du vielleicht deine Verantwortung einfach ein Stück weit an ihn zurückgeben.
Ich weiß, es ist schwer. Es gelingt mir ja selbst schlecht, ist immer leichter, anderen Ratschläge zu geben.
Aber wenn du dich selbst auch noch völlig fertig machst, ist doch keinem geholfen. Denk mal, dein Vater will das sicher nicht, dass du seinetwegen so fertig bist, oder?
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- blueberry
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Re: Terminales Nierenversagen im Endstadium
28 Feb. 2023 11:23Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- kohana
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Re: Terminales Nierenversagen im Endstadium
28 Feb. 2023 12:27Wie du schon berichtet hast, gibt es zwei Themen, die dich beschäftigen: Einerseits dein Vater, der keine Behandlung mehr wünscht und anderseits die Belastung, unter der du stehst bzw. die du schon seit einiger Zeit auf dich nimmst, weil du ihn liebst, weil es dein Vater ist - obwohl er das nicht von dir verlangt und weil du die Belastung nicht mit jemandem anderem teilen kannst.
Ich möchte etwas mehr auf die Situation deines Vaters eingehen. Wir hatten hier schon ähnliche Diskussionen, wobei es bei diesen darum ging, die Dialyse abzubrechen, was aber schliesslich dasselbe bedeutet.
Marion Dezember 2021 und Britta August 2022
Ich kann nicht beurteilen, wie es deinem Vater jetzt geht bzw. wie es mit ihm weitergehen wird. Das wäre Sache des Hausarztes, des Nephrologen oder eines anderen Facharztes oder einer Fachperson. Wichtig wäre, deinem Vater bewusst zu machen, was alles passieren kann / wie der Verlauf sein könnte und dass er das zu Hause nicht einfach alleine abwarten und durchstehen kann:
- Das Umkippen kann eine Folge der fortschreitenden Vergiftung sein. Wie auch immer: beim Umkippen ist das schlimmste der Fall, weil er sich ernsthaft verletzen kann. Dann landet er im Krankenhaus (wenn er dann gefunden wird), was er ja nicht will.
- Wenn die Nieren komplett versagen (was möglicherweise noch einige Zeit dauern kann), füllt sich sein Körper mit Flüssigkeit. Er wird schliesslich daran ersticken. Oder das Herz versagt. Die anderen Folgen des endgültigen Nierenversagens sind genau so "unerfreulich".
- Wenn er den Tod einfach so hinnehmen will: er will doch nicht erst nach Tagen/Wochen gefunden werden... entschuldige bitte die klaren Worte.
- andere Stituationen, die ich mir als Laie nicht vorstellen kann
Er sollte sich zumindest mit einer palliativen Pflege, zu Hause, einverstanden erklären. Jemand, der regelmässig (je nach Bedarf) vorbeikommt und nach ihm sieht und ihm die palliative Behandlung angedeiht, die er nötig hat. Es gibt solche Möglichkeiten. Anja hat zB im einen der beiden obigen Links "SAPV Spezialisierte ambulante Palliativversorgung" erwähnt.
Heutzutage muss man das endgültige Nierenversagen nicht mehr durchmachen. Meine Grossmutter ist in den 1950er Jahren so gestorben, weil es damals noch keine Behandlungsmöglichkeiten gab. Das war kein schöner Tod. Heutzutage hat man eine Reihe von palliativen Möglichkeiten, um die Zeit, bis es vorbei ist, einigermassen in Würde, ohne Schmerzen und anderen Leiden zu verbringen.
Entschuldige bitte nochmals die vielleicht schmerzenden Formulierungen.
Liebe Grüsse Kohana
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- blueberry
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Re: Terminales Nierenversagen im Endstadium
28 Feb. 2023 13:19Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- blanja
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Re: Terminales Nierenversagen im Endstadium
28 Feb. 2023 13:25Das musst du aber tun!!! Jetzt nimmst du die ganze Verantwortung an dich. Ich lerne das auch gerade mühsam, dass man unangenehme Dinge ansprechen muss und für sich selbst Hilfe holen muss. Ich bin selbst chronisch krank, ich KANN gar nicht rund um die Uhr zur Verfügung stehen und will es auch nicht. Ich kann gut organisieren, das mache ich, aber ich kenne meine Grenzen.Aber als Angehörige ist das schwer, man will ja nicht auf den letzten Metern noch unangenehme Gedanken zu der Krankheit hinzu entfachen.
Bitte tu dir selbst den Gefallen und versuche es noch mal in Ruhe mit deinem Vater zu klären.
Gibt es einen Hausarzt, den du ansprechen könntest?
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- blueberry
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Re: Terminales Nierenversagen im Endstadium
28 Feb. 2023 15:55Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Terminales Nierenversagen im Endstadium
28 Feb. 2023 16:26Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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- kohana
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Re: Terminales Nierenversagen im Endstadium
28 Feb. 2023 16:57In Deutschland wird Kreatinin normalerweise in mg/dl angegeben (zB 2mg/dl). In der Schweiz zB in µmol/l (zB 200µmol/l
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- FarmerFiver
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Re: Terminales Nierenversagen im Endstadium
01 März 2023 01:48Hat er sich rechtlich abgesichert, dass er sterben wird? Er kann sich bei einem Sturz auch so schwere Schäden zuziehen, dass er danach seinen Willen nicht mehr äußern und durchsetzen kann. Dann entscheiden andere, was mit ihm passiert. Dieses Risiko sollte ihm bewusst sein.Jeden Tag frage ich mich, ob was ist. Nun ist er heute aktuell wieder einfach so in der Wohnung umgekippt und hat mir das am Telefon erzählt, dass er dann Stunden später wieder aufwachte.
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- blueberry
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Re: Terminales Nierenversagen im Endstadium
01 März 2023 06:51Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- blueberry
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Re: Terminales Nierenversagen im Endstadium
02 März 2023 07:39Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- FarmerFiver
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Re: Terminales Nierenversagen im Endstadium
19 März 2023 21:10Das kann gut sein. Dann sollte das zumindest schnell besser werden.Das Umkippen war wohl von dem Blutdruck senkenden Medikament welches er täglich nahm. Dass müsse er jetzt absetzen.
Resonium bindet Kalium.Das Kreatinin wurde etwas gesenkt, durch das bindende Medikament Resonium A welches er auch täglich nimmt, dadurch zwar extrem Durchfall hat den ganzen Tag über.
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