unsere mitbetroffenen Mitmenschen
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unsere mitbetroffenen Mitmenschen
13 Nov. 2013 21:27Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 07:33Wie kannst Du behaupten wir sind hier alle schwer krank,gesunde menschen könnten Wrackzu jedem von uns sagen ?
Ganz klar NEIN!!! Es gibt hier mehrere, die trotz Dialyse ganz normale junge Menschen sind, arbeiten, Familie haben und keiner sowas sagen würde!
Und ganz ehrlich: mit 30 freut sich nicht jeder auf jeden zweiten Tag 5 Stunden mit Menschen im Alter seiner Großeltern und dann sucht man nach Alterntiven!
So ging es mir. Ich liebe trotzdem meine Großeltern!
Was Ärzte betrifft ist es schon ein Unterschied, ob man glaubt ein Arzt soll ein schwerkrankes Wrack behandeln oder einem helfen trotz Dialyse ein weitgehend normales Leben zu führen.
Terry
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 08:58Meine Tante war mit 80 Jahren immer noch jünger im Kopf als so mancher der nur halb so alt war.
Aber ich durfte zwei Wochen lang jeden zweiten Tag auf der Dialysestation hier im Krankenhaus jeweils 8 Stunden am Cycler verbringen und die Mitpatienten waren alles wesentlich ältere als ich und schliefen fast die ganze Zeit.
Ich weiß nicht ,ob das hier auf dem Land so extrem ist, jedenfalls hat mich das in meiner Entscheidung bestärkt.
Man kann sie sich ja auch nicht aussuchen und dann muß man jeden zweiten Tag dort verbringen , ne das war nichts für mich.
Soziale Kontakte hab ich auch so genug gehabt, selbst als es mir schlechter ging, kamen immer Leute mich besuchen und nach mir gucken.
Es muß halt jeder für sich selbst entscheiden womit er am besten leben kann und womit nicht, das ist nunmal nicht auf andere übertragbar.
Nun nochmal zu den älteren Mitpatienten, ich hatte Zimmernachbarinnen mit 80 , die hatten Humor und man konnte sich prima mit ihnen unterhalten, aber auf der Dialysestation habe ich solche nicht angetroffen.
liebe Grüße
Bina
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 09:10
Ist sicher auch ein Unterschied, ob man die nächsten 5 Jahre oder 50 Jahre plant und organisiert, sich um Kinder im Schulalter kümmern muss oder ab und zu mal die Enkelkinder kriegt.
LG, Terry
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 09:15carpe diem!
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 11:12Auf der Station im Krankenhaus , auf der ich schon öfters lag, ist der Altersdurchschnitt der Patienten 75 Jahre, und dabei waren eine 20 jährige und eine knapp 30 jährige und ich mit damals 50 Jahren schon mit drin. Das waren jetzt nur die Jüngeren ,von denen ich das Alter wußte.
In Düsseldorf in der Uniklinik jetzt war das wieder ganz anders, dort gab es alle Altersklassen.
lg Bina
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 12:52Terry schrieb:
Hallo?! > Wie kannst Du behaupten wir sind hier alle schwer krank,gesunde menschen könnten Wrackzu jedem von uns sagen ? Ganz klar NEIN!!!
Was Ärzte betrifft ist es schon ein Unterschied, > ob man glaubt ein Arzt soll ein schwerkrankes Wrack behandeln oder einem helfen trotz Dialyse ein weitgehend normales Leben zu führen.
Terry
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 13:21Hallo taffi,
Vorever Young das wäre für uns alle schön.
ich finde deinen Beitrag richtig und kann Dich gut verstehen.
Gruß
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 15:29Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 16:44sehr weit hergeholt, weil wer hat geschrieben das die Gesellschaft älterer Mitpatienten unerträglich ist?
Krankheitsbewältigung heißt, Akzeptanz der Krankheit aber Blick auf die gesunden Anteile, dass was es uns ermöglicht am normalen Lauf des Lebens teilzunehmen und insofern lehne ich für jeden Dialysepatienten die Bezeichnung Wrack ab. Ältere Dialysepatienten bilden das gros der Patienten und an ihnen ist natürlich dann auch der Ablauf, Hilfeleistungen und das ganze Drumherum auf der Station ausgerichtet. Das ist aber eben meist nicht das, was ein jüngerer Patient braucht, auch um seine Inklusion in die Gesellschaft zu meistern. Dafür können die älteren nichts, es ist aber trotzdem ein Problem, von (oft)unterschiedlichen Interessen mal abgesehen.
Es gibt ein Machtgefälle im Dialysezentrum. Das Gesundheitssystem ist sehr hierarchisch gegliedert: Zentrumsleitung dann die Ärzte dann die PKs dann die Hilfskräfte und mancher hat in Gedanken darunter den Patienten. De facto steht der aber daneben und zwar gleichberichtigt, ja sogar noch mehr weil der Körper des Patienten gehört den Patienten. Das scheint aber so manchem Arzt nicht bewußt zu sein, der meint er habe jetzt die Verantwortung über den Körper seines Patienten zu übernehmen und auch mal ohne Absprache was ändert...
Meine Lieblings-PK ist deshalb mir die liebste, weil sie von sich aus ständig alles mit mir abspricht, nachfragt usw. Das geht aber vielen verloren und da fängt das Ungleichgewicht an. Nicht jede PK und auch nicht jedem Arzt ist das bewußt und viele werden dafür auch nicht geschult oder sensibilisiert. Das heißt aber noch lange nicht, dass es machtpotente monster sind, was aber Du da wieder reininterpretiert hast und keiner hier so geschrieben hat.
Manchmal taffi denke ich so, da ist die taffi jetzt schon so lange an der Dialyse, also auch schon sehr jung rangekommen, dass sie manches im Zentrum nicht mehr mit Außenblick sehen kann.
Leider ist es mit Blick in meinem Zentrum in die Tagdialyseschichten so, dass wirklich viele Patienten (verschiedenen Alters) wie willenlose Hüllen wirken. Im KH wurde ich mal von den PKs angesprochen, warum sich soviele Dialysepatienten nicht für ihre Behandlung interessieren und alles mit Blick zur Decke über sich ergehen lassen...Aber es sind nicht alle Patienten so und ein bischen tragen die PKs auch dazu bei...
Ich mag nicht so plakative verallgemeinernde Beiträge wie deinen, weil das Leben ist komplex und nie plakativ und verallgemeinernd und einfache Lösungen sind meist die problematischsten.
Viele liebe Grüße
Hati
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 16:57Plakativ und provozierend ist fast alles, was hier im Forum gepostet wird, das haben Foren generell so an sich. Wenn man nicht im persönlichen Gespräch ist, dann benutzt man das wohl oft als Stilmittel um seine Meinung klarzumachen.
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 17:53Und oft auch die Erkenntniss, dass auch andere ihr Leben mit Dialyse packen.
Niemand muss Alleinkämpfer sein!
Es gab hier eine alte Frau mit Heimdialyse, vielen schweren Erkrankungen, Krebs weit über das Endstadium. Sie hatte einen unerschütterlichen Lebenswillen, kochte, reiste, lebte und lebte und lebte... Ich bin im Vergleich zu ihr kerngesund, aber das wurde mir erst richtig bewusst, als ich ihre Berichte las.
Das gibt mir persönlich dieses Forum.
LG, Terry
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 18:04Klar gibts coole und inspirierende Leute hier, das will ich ja gar nicht abwerten. Aber halt auch echt viel Stress. Und da man halt schon irgendwo im glechen Boot sitzt wäre ein versöhnlicherer Ton manchmal angenehm finde ich.
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 18:05Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 18:19hier ein paar Aussagen, die ich von anderen Leuten gehört habe:
> Ja die Schiffsreise ans Nordcap war atemberaubend, wenn da nicht nur lauter Rentner und Pensionisten an Bord gewesen wären....
> Die Busreise nach Rom würde ich schon gerne machen, aber ich habe null Bock auf die Stützstrumpfhosengeneration, die da mitfahren.....
> Mist, da könnte man als schwer Arbeitender vielleicht mal etwas günstiger Reisen, wenn man Vorsaison oder Nachsaison bucht, aber nein, da sind dann die Liegestühle am Pool belegt mit lauter Rentnern und Pensionisten, nee, nee, nee kein Bedarf.......
> Das war ja mal sowas von klar, ich komme gestreßt um 19.00 Uhr von der Arbeit und warte an der Supermarktkasse und wer steht vor mir? Ein Opi, der muß seine Einkäufe natürlich auch um die Zeit machen. Der hat ja den ganzen Tag über keine Zeit dafür......
Ja, wir werden alle älter oder alt....sofern es Gott und das Gesundheitswesen zuläßt.
nachdenkliche Grüße Littlesmile
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 18:26Mit der Frau meintest du bestimmt Albertine....ja leider ist sie verstorben, aber hinterläßt auch jetzt nach Ihrem Tod noch Hoffnung und einige User nehmen sich ein positives Beispiel an ihrem Mut und Lebenswillen. Das ist schön....
viele Grüße Littlesmile
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 18:46Abgesehen davon hat Hati garantiert nicht Dich persönlich gemeint, und wenn Du es nicht bist, brauchst Du Dich auch nicht angesprochen fühlen .
Diese Forum muß es doch auch vertragen, daß man seine negativen Erfahrungen erzählt, es ist doch nicht alles suuuper und alle die uns betreuen sind klasse und machen immer das Richtige,
wir sind doch mündige selbständig denkende Menschen und keine Objekte !
Natürlich ,wenn es jemand nicht mehr schafft und froh ist versorgt zu werden ,aber nichts hinterfragen möchte, das ist sein gutes Recht, nur das müssen dann doch nicht alle anderen dann auch für sich akzeptieren.
Ich kann zB nichts , noch nicht mal eine Tablette nehmen, wenn ich nicht genau weiß warum wofür und wie sie wirkt, ich muß immer alles genau erklärt haben, weil sonst sträubt sich alles in mir und ich kann es einfach nicht tun.
Zum Glück hab ich nach einer langen Odyssee einen Arzt gefunden ,der mir alles erklärt und der auch meine ganz individuellen Probleme kreativ löst.
Aber in der Uniklinik wächst eine ganz neue Arztgeneration heran, das läßt mich hoffen, die behandeln einen wie einen mitdenkenden Menschen und erklären und gehen auf spezielle Probleme ein.
Wenn ich allein an die PD Schwester im KFH denke, die als einzige den Überblick über die PD hat,
wie oft ich zumindest über den Cycler mehr wußte ( allein durch Erfahrung und rumprobieren) , und sie aber immer darauf bestand, daß ich ja nur die Patientin sei und sie schließlich es besser weiß.
Wie oft ich sie dabei erwischte, daß sie völlig unlogisch mir Sachen aufdiktieren wollte .
Oder die eine Ärztin, die mir einreden wollte, daß mein Kalzium zu hoch sei, und ich sah bei ihr auf dem Bildschirm ,daß sie nur in der Zeile verrutscht war , das war auch die Ärztin ,die mir das Antibiotikum verschrieb, und als meine Ausscheidung dann ausblieb nur meinte, daß das bei dem Mittel schon mal passiert. Hätte sie mir das vorher gesagt, dann hätte ich die Wahl gehabt, das Mittel wegzulassen, aber man ist ja als Patient dumm.
Warum soll man solche Erlebnisse gerade hier im Forum der Betroffenen verschweigen ?
Klar die Zufriedenen werden jetzt wieder aufschreien und behaupten man übertreibt oder das alles wäre garnicht so, aber sie waren ja nicht dabei, sollen sie doch froh sein, daß bei ihnen alles läuft, aber bei anderen geht halt nicht alles so glatt.
Das ist meine persönliche Meinung und meine persönliche Erfahrung .
lg Bina
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 19:28>
> Plakativ und provozierend ist fast alles, was hier
> im Forum gepostet wird, das haben Foren generell
> so an sich. Wenn man nicht im persönlichen
> Gespräch ist, dann benutzt man das wohl oft als
> Stilmittel um seine Meinung klarzumachen.
Dafür gab es ein persönliches NEIN!
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
14 Nov. 2013 22:53bambina schrieb:
Klar die Zufriedenen werden jetzt wieder aufschreien und behaupten man übertreibt oder das alles wäre garnicht so, aber sie waren ja nicht dabei, sollen sie doch froh sein, daß bei ihnen alles läuft, aber bei anderen geht halt nicht alles so glatt.
Hi Bina,
es ist ja in einem Forum wie DO, wo es um gesundheitliche Probleme geht auch eher der Fall, dass man über Probleme schreibt und nicht drei Mal die Woche: Die PKs haben mir heute wieder alles super erklärt und sind auf mich eingegangen und der Doc hat mir zugehört und auf mich zugeschnittene Vorschläge und Maßnahmen unterbreitet.
Und wie du selbst schreibst, wieso sollte man dann nicht von schlechten Erfahrungen berichten? Ich empfinde es dann aber als nicht so toll, wenn ein Beitrag geschrieben wird, in dem die Aussage so rüberkommt: Warum meckert ihr ständig über das Personal?, Wieso sind bei euch die PKs alle Monster? usw. Nun, wenn man es gut erwischt hat und die Chemie im Zentrum zwischen PKs, Docs und Patienten stimmt und auch die Stimmung im Zimmer, in dem man liegt gut ist (egal welches Alter die Mitpatienten im Zimmer haben), dann kann man es auch nicht beurteilen, wie es jemand anderem gehen mag, bei dem im Zimmer 3 Mitpatienten liegen, die nun zufälligerweise alle 3 über 80 sind (wobei das auch bei jungen Patienten schon mal zu beobachten ist) und 5 Stunden vor sich hin stöhnen und nörgeln oder wie es ist einen Arzt zu haben, der einen nur als Akte sieht usw.
Mit solchen Äußerungen wie oben getätigt schmeißt man hier alle in einen Topf - da ja scheinbar alle sich über alte Menschen, Pflegekräfte und Ärzte aufregen.
Bevor man diese Aussage aber trifft macht man selbst schon den gleichen Fehler und schmeißt alle Dialysepatienten in den Topf „Wrack“ (und ja, ich hänge mich jetzt an diesem Wort auf). Mit welchem Recht muss ich mich so bezeichnen lassen? Von der Unverschämtheit „die Dialysepatienten“ als ungerecht zu bezeichnen rede ich da schon gar nicht mehr.
Ich denke, deswegen werden sich hier durchaus dazu melden, die den Eingangspost so nicht stehen lassen wollen.
Liebe Grüße, Elena.
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
15 Nov. 2013 00:24Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
15 Nov. 2013 01:23Ilona war eine wirkich tolle Frau und mit ihrer Ausstrahlung und ihrer Art insgesamt hätte sie ganz sicher sehr schnell auch mit jungen Leuten in einem Zentrum Kontakte geknüpft.
Und dir ist schon bewusst, dass hier nicht jeder jeden kennt und wenn man vielleicht nur kurz Kontakt mit Ilona hatte auch den Namen und den Nick nicht mehr zusammen kriegt?
Und wieso ist für dich das Wort alt sofort als Abwertung gemeint?
Gute Nacht, Elena.
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
15 Nov. 2013 07:54das sind doch alles Standardsprüche, die man überall hört. Aber genauso oft regen sich doch die Alten auch über die Jungen auf.
die Jungen lungern blos rum und schaffen nix
die mit ihrer lauten Musik, wie die schon aussehen
kommt ihr blos mal in mein Alter
jede Generation hält sich selbst vermutlich für die Beste, das war schon immer so und wird vermutlich auch so bleiben.
LG
Sabine
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
15 Nov. 2013 10:12Aber ich kann verstehen , daß man im Ärger schon mal darauf nicht achtet.
Aber das Verständnis für anders empfindende ist sowieso hier oft etwas gestört, da gibt es Leute, denen es anscheinend sehr gut mit der Dialyse geht, und es gibt Leute, die erhebliche Probleme haben ,ob mit der Gesundheit oder mit dem Pflegepersonal oder mit den Mitpatienten, ist ja jetzt egal.
Da fehlt einfach oft das Verständnis füreinander.
Das zu den Wracks
Zu den älteren Patienten :
Auch wenn es bei den älteren genauso nette und mündige gibt ,wie bei allen anderen Altersgruppen, sind doch oft die Themen über die man sich unterhält ganz andere, und auch die Probleme mit denen man sich rumschlägt, da kann ich gut nachvollziehen wenn sich 20 oder 30 jährige darunter nicht wohlfühlen. Das hat nichts damit zu tun, daß man sie herabwürdigt oder als senil erachtet, es sind einfach kaum Gemeinsamkeiten über die man sich austauschen kann, und wenn man drei mal die Woche in einem Zimmer liegt mit ihnen, kann ich mir schon vorstellen, daß das langweilig werden kann.
Apropos, ich hatte in der Uniklinik dauernd andere Bettnachbarn, die waren nicht so alt, aber teilweise sehr nervig, drei davon haben den ganzen Tag nur geknatscht, die eine auf türkisch, die andere auf russisch und die dritte auf vietnamesisch, ich bin bald die Wände hochgegangen X(
Schon lustig ,wenn man am Tonfall hören kann, ohne die Sprache zu verstehen, daß da jemand rumjammert.
Alle drei hatten nichts Schlimmes, die Türkin war eine Woche vor mir transplantiert worden nach nur 2,5 Jahren Dialyse, die Russin hatte Nasenbluten und die Vietnamesin war transplantiert vor acht Jahren und hatte einen Harnwegsinfekt.
Dann war da ein junges Mädel, die war mit 7 an die Dia gekommen, dann 11 Jahre transplantiert , hatte die Niere verloren und war wieder an der Dia. Ihre Mutter will ihr eine Niere spenden, aber das Mädel hat dauernd irgendwas ,weshalb es nicht geht, jetzt war sie wegen Magenbluten da, die hab ich aber nie jammern hören.
Vielleicht sollte man nicht alles zu persönlich nehmen,
wenn Hati von Wracks spricht, dann meint sie doch die ,die sie bei sich an der Dialyse erlebt hat, die anderen kennt sie doch garnicht und kann die ja dann eigentlich auch nicht meinen.
Und wenn von älteren Mitpatienten die Rede ist, dann sind es auch ganz bestimmte Leute,
auch bei denen gibt es Nervensägen, ich hätte zB nie mit meiner Mutter auf einem Zimmer liegen können, mit ihrer Schwester aber jederzeit.
Also alles etwas differenzierter sehen und sich nicht den Schuh anziehen ,wenn er nicht paßt,
ich versuche es auch zu lernen
<lg Bina
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
15 Nov. 2013 17:13eben....alles Verallgemeinerungen. An der Sache muß schon viel dran sein. Denn es wurde ja eigens ein Wort dazu erfunden:
Generationskonflikt
viele Grüße Littlesmile
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
15 Nov. 2013 20:35Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
16 Nov. 2013 07:57Ich besuche sie gern, aber die Gesprächsthemen sind andere als mit Kollegen.
Für mich sind meine Eltern alt, für meine Großeltern sind sie jung. Für meine Kinder und deren Schulkameraden bin ich auch alt. Völlig normal. Mein Alter ist unter den Kindern eine Bezeichnung, die früher mein Vater war.
Ich liebe mein altes Fahrrad, meine alten Schuhe, alte Freundschaften und vieles mehr.
Wenn es dir besser geht, wenn ich junges Mädel zu dir sage, mach ich das gern. Mein Großvater nennt meine Großmutter auch mein Mädel. Ist einfach schön!
Zum Gesund oder Kranksein muss ich sagen, ich kenne fast keinen dauerhaft Gesunden. Ob das Heuschnupfen ist oder Migräne oder sogar ein Bandscheibenvorfall oder regelmäßige Dinge bei den Damen.
Es gibt nicht die zwei Arten von Menschen Kranke oder Gesunde.
Meine Oma sitzt im Rollstuhl hatte mehrere Herzinfarkte und zwei Schlaganfälle. Sie muss gefüttert und gewindelt werden. Aber wenn sie eine Erkältung hinter sich hat, freuen wir uns, dass sie wieder gesund ist.
An deinen Beiträgen veranlasst mich das häufige wir zum Protest. Es klingt so, als sprichst du für alle Dialysepatienten oder eine Altersgruppe.
Dein Alter weiß ich gar nicht.
LG, Terry
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
16 Nov. 2013 15:37ich BIN ein schwer kranker alternder Mensch, werde zunehmend ein Wrack und es stört mich kaum, wenn andere mich so sehen oder bezeichnen.
Aber Du hast recht, wir Menschen sind unterschiedlich gestrickt, jeder verdient Respekt. Eine der wichtigsten Eigenschaften, die uns als Menschen auszeichnet, ist das Mitgefühl, das wir anderen entgegenbringen können. Es ist wichtig, berührbar zu bleiben und Verständnis zu zeigen, auch, wenn man selbst krank ist und ein schweres Leben führt.
Eine andere wichtige Eigenschaft ist auch der Humor, wie ich finde. Auch der hilft, tolerant zu bleiben. Die Dinge von der heiteren Seite zu betrachen macht gelassener. Sich selbst nicht ganz so ernst zu nehmen und auch mal auf den Arm zu nehmen tut gut. Niemand kann seine Krankheit davonlachen, und manchmal hilft nur Galgenhumor, aber er hilft definitiv. Und darum kann mich altes Wrack oder Weib nennen wer will.
Liebe Grüße
Anja
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
16 Nov. 2013 16:00Oh Mann, wieso ist mir das Wort RESPEKT nicht eingefallen!
Genau darauf kommt es an.
Humor ist was Besonderes, Seltenes. Aber ganz großartig!
Anja Silber, ich wünsche dir, dass du deine Einstellung behälst! Großes Vorbild für mich!
LG und Mut und Kraft, Terry
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
16 Nov. 2013 18:50Ich denke, Humor steckt in jedem von uns, manchmal ist er nur tief vergraben. Aber es lohnt sich, danach zu buddeln. Ich gebe zu, manchmal kann er einem vergehen und er äußert sich dann gern in Ironie oder Sarkasmus, gar Zynismus. Letzerer ist in meinen Augen schon wieder unmenschlich. Aber Sarkasmus hilft manchmal, schlechte Zeiten zu überbrücken.
Im übrigen glaube ich, wieder mal übern Berg zu sein mit meiner Traurigkeit. Einer meiner Taxifahrer tut mir gut. Wir scherzen manchmal und lachen. Und wenn er von seinen Haustieren, zwei Ratten, erzählt, die sich des nachts unter seiner Bettdecke jagen, kommen mir ganz andere Gedanken.
Ich sage nur: rattenscharf!Liebe Grüße
SilberAnja
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
17 Nov. 2013 04:01Ich finde es schon sehr beeindruckend wie sich diese Diskussion so entwickelt -hat-. Ich habe mir die ganzen Beiträge eben mal alle durchgelesen. Ich habe an den verschiedenen Beiträgen nur noch mein greises Haupt geschüttelt und auch öfter mal gegrinst.
Zum Ende hin wurde die Diskussion dann etwas inhaltsreicher. (nur meine Meinung) bis dann endlich eine Userin deren Nickname mit Little anfängt und mit smile aufhört alles auf den entschedenden Punkt gebracht hat. Ich meine den GenerationskonfliktPunkt; hab Dank dafür.
Wenn albertine gehört hätte, dass sie eine alte Frau sei. . . . . *grins* Sie hätte es demjenigen aber sehr heftig und auf gut Bayerisch und seehr humorvoll entsprechnd gegeben.(
Sie konnte sehr gut kontern.
- Von sich selber hat sie manchmal als alte Frau gesprchen, aber ausschlieslich im Vergleich mit anderen Menschen und immer selbstironisch gemeint. Mit Menschen mit etwas weniger Lebenserfahrung. Jedenfalls ist das eine Umschreibung die ich gelegentlich (situationsbedingt) ganz gerne mal benutze.Ich habe keinerlei Interesse jetzt alles geschriebene mit meinen Ansichten zu belegen.
Nur kurz was mir gerade einfällt. Ein Wrack bin ich definitiv auch nicht. Im Spass und nur mit engsten Freunden/Bekannten bezeichne ich mich selber schon mal als Wrack oder auch als Krüppel (den Krüppel gibts aber nur mit Hinweis auf meine Füsse / Beine). Und es gibt auch nur seeehr wenige Menschen von denen ich im Spass je nach Situation diese Bezeichnungen akzeptiere.
Schwer krank sind wir allerdings meiner Meinung nach tatsächlich. Da beisst die Maus keinen Faden ab.
Hätten wir alle nicht unsere Medis und/oder die Maschienen, würden wir uns alle auch schwer krank fühlen und manch einem von uns würde man es auch ansehen, oder wir wären schon mehr oder weniger lange ganz einfach mal TOT.
So gesehen trifft die Bezeichnung schwer krank auf uns DialysePatienten bzw. Transplantierte vollkommen zu.
Und im Vergleich mit den sogenannten Gesunden sowieso. Obwohl es laut manchem Arzt etc. gar keine gesunden Menschen gibt, sondern nur Menschen die noch nicht ausreichend untersucht sind.
Und wie schon geschrieben, sind Transplantierte weiterhin schwer krank. Nur eben auf eine andere Art als vorher. hne die entsprechenden Medis wäre bei den meisten TXlern nix mit alles ist super oder so. Und auch mit den Medis ist ncht immer alles nur super (siehe Nebenwirkungen).
Also wünsche ich weiterhin Allen Alles Gute
Limo
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
17 Nov. 2013 07:11Ich hätte kluge, lebenserfahrene und unglaublich lebenshungrige Frau schreiben sollen! Aber genau das alles hab ich gemeint. Ist doch wichtig Vorbilder zu haben und Menschen von denen man lernen kann.
Von hätten wir und würden und wären halte ich nicht viel.
LG und sorry für das alt, ich machs nie wieder
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
17 Nov. 2013 07:44und ich habe gedacht, dass es so offensichtlich ist, dass meine Bemerkung dazu lustig gemeint ist . . . . . So unterschiedlich verstehen wir uns manchmal. *grins**grins*
bis denne
Limo
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
17 Nov. 2013 10:41lt. Duden ist ein Wrack: mit deutlich sichtbaren Zeichen des Verfalls, der Beschädigung unbrauchbar gewordenes (nur noch als Rest vorhandenes) Schiff, Flugzeug, Auto oder ähnliches.
>in übertragener Bedeutung: ein menschliches Wrack (jemand, dessen körperliche Kräfte völlig verbraucht sind)
klugscheißerliche Grüße Littlesmile
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
17 Nov. 2013 14:09Kopfkino
<Ja der Humor kann so Einiges abfangen, aber manchmal kommt zuviel zusammen, daß man keine Luft mehr bekommt und erst recht keinen Humor mehr.
Außerdem hab ich festgestellt ,daß nicht alle den gleichen Humor haben,
ich selbst kann über mich und meine Missgeschicke mich lustig machen und liebe Situationskomik,
meine Mutter hingegen konnte weder mit dem einen noch dem anderen was anfangen.
Und zum Humor braucht man Leute ,die mit einem lachen können

lg Bina
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
18 Nov. 2013 11:20Terry schrieb:
> Hallo?!
> Wie kannst Du behaupten wir sind hier alle schwer
> krank,gesunde menschen könnten Wrackzu jedem
> von uns sagen ?
> Ganz klar NEIN!!! Es gibt hier mehrere, die trotz
So ist es, ich bin seit zwanzig Jahren niereninsuffizient,
davon 9 Jahre insgesamt Dialyse, die Tage an denen ich
mich als schwer krank gesehen habe, sind an zwei Händen
abzuzählen, einschliesslich 2 x Norovirusinfektion.
> Dialyse ganz normale junge Menschen sind,
> arbeiten, Familie haben und keiner sowas sagen
> würde!
Naja, als jung würde ich mich vermutlich nicht mehr bezeichnen,
bin trotz Dialyse mittlerweile 40 geworden, aber als alt sehe ich
mich auch noch nicht an. Ein ganz normales Leben führe ich auch.
Ich fühle mich nicht durch das Alter der Mitpatienten im Zentrum
gestört, sondern durch die (Ausnahmen gibt es natürlich) langeweile
in einem Zimmer mit schnarchenden und fernsehenden Menschen zu
liegen die großenteils keine Ahnung haben, was mit ihnen passiert.
> Was Ärzte betrifft ist es schon ein Unterschied,
> ob man glaubt ein Arzt soll ein schwerkrankes
> Wrack behandeln oder einem helfen trotz Dialyse
> ein weitgehend normales Leben zu führen.
> Terry
Da habe ich mit meinen grosses Glück gehabt, die sehen
mich nicht als schwerkrankes Wrack sondern als jemanden
der aufgrund einer chronischen Funktionsstörung maschinelle
Unterstützung benötigt, wie zb. ein Amputierter eine Prothese.
Den Vergleich bringe ich aber auch oft an, wenn jemand meint,
ach Dialyse, dann hast Du ja nicht mehr lange zu leben und das
merkt man Dir ja gar nicht, an ... das ist ja schrecklich. Ich habe
eine Nierenprothese!
Schöne Grüße,
Boris
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
21 Nov. 2013 18:32Nicht ganz, einmal gab es eine Mißstimmung wegen des Fernsehprogramms, weil die alten Damen lieber ihre Gerichtshows sehen wollten und ich ein Fußballländerspiel! Wurde gelöst in dem ich danach die Schicht und den Raum wechselte!
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Re: Re: unsere mitbetroffenen Mitmenschen
22 Nov. 2013 07:56mein Humor ist eher tief vergraben.
Deshalb bin ich sowas von froh, dass es Menschen wie dich gibt!
LG, Terry
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