Beutelwechsel auf der Arbeit- Fragen

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Beutelwechsel auf der Arbeit- Fragen

01 Aug. 2026 10:54 - 01 Aug. 2026 10:56
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Hallo Ihr Lieben,
ich hoffe jemand hier mit Erfahrung kann mir Tipps geben? Seit 3 Monaten mach ich CAPD, sollte Ende Juli cycler bekommen. Jetzt rief meine PD- Schwester mich an, ich würde doch keinen cycler bekommen, brauche erstmal nur zwei Beurelwechsel, nach dem Aufstehen und gegen 11. Das ist mitten in meiner Arbeitszeit! Und niemand hat bisher mit mir drüber gesprochen ( und das, obwohl ich jetzt eigentlich wieder mit der Arbeit beginnen wollte) Erstmal muss jetzt alles bestellt werden und bis zur Lieferung wird es dauern. Aber v.a. muss ich ja sofort mit meiner Chefin sprechen! Kann mir jemand Tipps fürs Gespräch geben, aber v.a.: was brauche ich alles auf der Arbeit? Was muss ich organisieren? Was für einen Raum brauche ich? Waschbecken und WC sind über einen von vielen Menschen einsehbaren Gang über zweihundert Meter zu erreichen, in meinem Beratungsraum kann auch nichts gelagert werden und keine Wärmplatte stehen. Und wie gehen eure Arbeitgeber damit um? Muss die Zeit nachgearbeitet werden, gibt es weniger Gehalt oder ...?

Ich bin gerade etwas verzweifelt, auch dass meine Nephropraxis und Dialyseschwester sich ausschließlich mit Medizinischem beschäftigen und kein bisschen Praktisches und Alltag bedenken oder mir Infos zu sowas geben!

Ganz herzlichen Dank schonmal im Voraus für eure Antworten! 
Teisumi

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Re: Beutelwechsel auf der Arbeit- Fragen

01 Aug. 2026 15:24 - 01 Aug. 2026 15:26
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Solange du den notwendigen Beutelwechsel nicht auf der Arbeit machen kannst, bist du halt während dieser Zeit nicht arbeitsfähig. Evtl. wäre eine Teilkrankschreibung bzw. Wiedereingliederungsvereinbarung eine Möglichkeit. Aber bevor die existiert, bist du eben vollständig arbeitsunfähig.

Ansonsten brauchst du einen abschließbaren (oder anderweitig gegen das Öffnen der Tür bei der Konnektion gesicherten, notfalls halt mit einem Schild an der Tür) Raum, möglichst ohne Teppichboden, wo du zumindest die (Dis-)konnektion machen kannst. Ein- und Auslauf kannst du dann auch irgendwo anders machen und währenddessen sogar arbeiten. Ich hatte mir für die Arbeit eine 2. Wärmeplatte und Infusionsständer vom Dialysezentrum besorgen lassen. Das Verbrauchsmaterial (1-2 Beutel, Klemmen, Maske, Desinfektionsmittel) habe ich in meinem Fall immer im großen Rucksack mitgebracht, war aber auch größtenteils im Homeoffice, da wäre eine Lagerung vor Ort übertrieben gewesen. Bei dir wäre eine Lagerung am und Lieferung an den Arbeitsplatz wohl eher angezeigt.

Bei nur einem Beutel am Tag ist Mitbringen vielleicht noch eine Option. Selbst bei 4 Beuteln täglich kann es bei einem bleiben, wenn man die anderen vor und nach der Arbeit und vorm Schlafengehen macht. Notfalls kannst du die Wärmeplatte von zuhause mitnehmen, und anstatt den Einlaufbeutel anstatt an einen Infusionsständer zu hängen auf einen Tisch legen und dich auf den Boden setzen. Oder einen S-Haken kaufen, und den Beutel damit irgendwo hinhängen (Traglast beachten). Ich würde das alles aber nicht direkt anbieten, sondern erstmal gucken, wie das Gespräch läuft. Wenn Arbeitgeber und Krankenkasse wollen, dass du wieder arbeitest, müssen sie halt auch mitspielen.

Und wieso sollte in deinem Büro keine Wärmeplatte stehen können? Ansonsten muss man dir eben einen halbwegs geschützten Alternativplatz anbieten.

Habt ihr einen Erste-Hilfe-Raum? Der wäre sowohl für die Wärmeplatte als auch für den Beutelwechsel vermutlich ideal.

Für medizinisches Personal bist du i.d.R. ein Vollzeitpatient, am besten noch mit Vollzeitangehörigen, die sich selbstverständlich um alles kümmern, was du selbst nicht schaffst. Ziemlich frustrierend manchmal.

 

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