Kohlehydrate
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- Roland
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Re: Re: Kohlehydrate
26 Feb. 2004 20:47
Hallo,
ich hab hier mal zwei Pyramiden gefunden die folgende ist von der DEG
www.sellpage.de/adipositas/pyramide.htm
und die ist aus der Schweiz
www.actiond.ch/de/ernaehrungspyramide.html
Da kann man sehen das die Abteilung Kohlenhydrate den Platz wechselt mit der Abteilung Obst und Gemüse. Also etwas weniger Kohlenhydrate und dafür mehr Obst und Gemüse.
Inwiefern sich das für den Einzelnen umsetzen lässt ist eine andere Frage. Und über die Hintergründe möchte ich auch gerne etwas mehr erfahren.
Roland
ich hab hier mal zwei Pyramiden gefunden die folgende ist von der DEG
www.sellpage.de/adipositas/pyramide.htm
und die ist aus der Schweiz
www.actiond.ch/de/ernaehrungspyramide.html
Da kann man sehen das die Abteilung Kohlenhydrate den Platz wechselt mit der Abteilung Obst und Gemüse. Also etwas weniger Kohlenhydrate und dafür mehr Obst und Gemüse.
Inwiefern sich das für den Einzelnen umsetzen lässt ist eine andere Frage. Und über die Hintergründe möchte ich auch gerne etwas mehr erfahren.
Roland
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- drschwiegelshohn
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Re: Re: Kohlehydrate
27 Feb. 2004 22:37
Hallo Uli,
die neue Ernährungspyramide, die sich unter www.sciam.com/article.cfm?articleID=0007...588EEDF&chanID=sa009 findet und dort auch diskutiert wird, wurde für gesunde Menschen entwickelt und nicht für Nierenkranke oder Dialysepatienten. Gerade im Hinblick auf Kalium und Phosphat ergeben sich ja zum Beispiel erhebliche Unterschiede im Bedarf der genannten Gruppen. So sind unter Verwendung von Sauerteig hergestellte Vollkornprodukte für Dialysepatienten wegen der hohen Verfügbarkeit von Phosphat zu meiden. Außerdem sollten keine großen Vitamin C-Mengen oder Fruchtsäuren zusammen mit den Vollkornprodukten verzehrt werden, da diese das enthaltene Phosphat vermehrt resorbierbar machen. Ohne Zweifel liegen die Empfehlungen der neuen Pyramide bezüglich Gemüse, Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte für Dialysepatienten zu hoch.
Die Aussage „Reis poliert, Weißbrot, Kartoffeln, Pasta und Süßigkeiten sollten sparsam verwendet werdenâ€? ist für jeden Dialysepatienten individuell zu entscheiden, denn es kommt auf die persönliche körperliche Verfassung an. Dominiert eher die Tendenz zum Gewichtsverlust, ist der zuletzt genannten Lebensmittelgruppe, unter der Voraussetzung, dass sie kaliumarm zubereitet wurden, ein hoher Stellenwert einzuräumen, bei Übergewicht dagegen nicht. Innerhalb der neuen Ernährungspyramide erfuhr insbesondere die Kartoffel eine Abwertung, da die Kohlenhydrate der Kartoffel je nach Zubereitungsart relativ schnell ins Blut übergehen und die Kartoffel, im Gegensatz zu den meisten Gemüsesorten, als eine Energiequelle einzustufen ist.
Viele Grüße B.Schwiegelshohn
die neue Ernährungspyramide, die sich unter www.sciam.com/article.cfm?articleID=0007...588EEDF&chanID=sa009 findet und dort auch diskutiert wird, wurde für gesunde Menschen entwickelt und nicht für Nierenkranke oder Dialysepatienten. Gerade im Hinblick auf Kalium und Phosphat ergeben sich ja zum Beispiel erhebliche Unterschiede im Bedarf der genannten Gruppen. So sind unter Verwendung von Sauerteig hergestellte Vollkornprodukte für Dialysepatienten wegen der hohen Verfügbarkeit von Phosphat zu meiden. Außerdem sollten keine großen Vitamin C-Mengen oder Fruchtsäuren zusammen mit den Vollkornprodukten verzehrt werden, da diese das enthaltene Phosphat vermehrt resorbierbar machen. Ohne Zweifel liegen die Empfehlungen der neuen Pyramide bezüglich Gemüse, Obst, Nüsse und Hülsenfrüchte für Dialysepatienten zu hoch.
Die Aussage „Reis poliert, Weißbrot, Kartoffeln, Pasta und Süßigkeiten sollten sparsam verwendet werdenâ€? ist für jeden Dialysepatienten individuell zu entscheiden, denn es kommt auf die persönliche körperliche Verfassung an. Dominiert eher die Tendenz zum Gewichtsverlust, ist der zuletzt genannten Lebensmittelgruppe, unter der Voraussetzung, dass sie kaliumarm zubereitet wurden, ein hoher Stellenwert einzuräumen, bei Übergewicht dagegen nicht. Innerhalb der neuen Ernährungspyramide erfuhr insbesondere die Kartoffel eine Abwertung, da die Kohlenhydrate der Kartoffel je nach Zubereitungsart relativ schnell ins Blut übergehen und die Kartoffel, im Gegensatz zu den meisten Gemüsesorten, als eine Energiequelle einzustufen ist.
Viele Grüße B.Schwiegelshohn
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- drschwiegelshohn
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Re: Re: Kohlehydrate
28 Feb. 2004 17:24
Hallo Uli,
für Menschen mit guter Transplantationsfunktion und guten Blutwerten ist die von Ihnen umrissene Ernährungsweise, soweit ich dies aus Ihren Angaben beurteilen kann, richtig.
Jedes Lebensmitteln hat Vorzüge und Nachteile, so auch die Kartoffel. Sie ist vielseitig verwendbar, weist z.B. eine für pflanzliche Lebensmittel hervorzuhebende Zusammensetzung an Protein auf und enthält relativ viel Vitamin B1, B6, C und Kalium. Andererseits wurde in Studien festgestellt, dass der sogenannte glykämische Index der Kartoffel mit circa 60 für gekochte und 72 für Kartoffelbrei sehr hoch liegt . Zum Vergleich wurde der Glukose als Reverenznahrungsmittel ein Wert von 100 zugeordnet. Weißbrot liegt bei 72, Vollkornspaghetti (15 Min Kochzeit) bei 44. Wie aus den Daten zur Kartoffel ersichtlich ist, spielt die Zubereitungsart eine Rolle. Eine zunächst gekochte und anschließend erkaltete als Kartoffelsalat mit Öl zubereitete Knolle liegt im Wert mit Sicherheit unter 60. Leider stehen mir genauere Daten hierzu nicht zur Verfügung, da die Studien zum glykämischen Index in den USA durchgeführt wurden und Kartoffelsalat kein weit verbreitetes und damit in einer Studie auszutestendes Lebensmittel ist.
Generell werden Lebensmittel mit glykämischen Indexwerten höher als 50 als schnell ins Blut gehend, und damit eine hohe Insulinausschüttung verursachend eingestuft. In der Folge dieses Stoffwechselgeschehens kommt es dann vermehrt zu Glukoseintoleranz und Übergewicht.
Viele Grüße B.Schwiegelshohn
für Menschen mit guter Transplantationsfunktion und guten Blutwerten ist die von Ihnen umrissene Ernährungsweise, soweit ich dies aus Ihren Angaben beurteilen kann, richtig.
Jedes Lebensmitteln hat Vorzüge und Nachteile, so auch die Kartoffel. Sie ist vielseitig verwendbar, weist z.B. eine für pflanzliche Lebensmittel hervorzuhebende Zusammensetzung an Protein auf und enthält relativ viel Vitamin B1, B6, C und Kalium. Andererseits wurde in Studien festgestellt, dass der sogenannte glykämische Index der Kartoffel mit circa 60 für gekochte und 72 für Kartoffelbrei sehr hoch liegt . Zum Vergleich wurde der Glukose als Reverenznahrungsmittel ein Wert von 100 zugeordnet. Weißbrot liegt bei 72, Vollkornspaghetti (15 Min Kochzeit) bei 44. Wie aus den Daten zur Kartoffel ersichtlich ist, spielt die Zubereitungsart eine Rolle. Eine zunächst gekochte und anschließend erkaltete als Kartoffelsalat mit Öl zubereitete Knolle liegt im Wert mit Sicherheit unter 60. Leider stehen mir genauere Daten hierzu nicht zur Verfügung, da die Studien zum glykämischen Index in den USA durchgeführt wurden und Kartoffelsalat kein weit verbreitetes und damit in einer Studie auszutestendes Lebensmittel ist.
Generell werden Lebensmittel mit glykämischen Indexwerten höher als 50 als schnell ins Blut gehend, und damit eine hohe Insulinausschüttung verursachend eingestuft. In der Folge dieses Stoffwechselgeschehens kommt es dann vermehrt zu Glukoseintoleranz und Übergewicht.
Viele Grüße B.Schwiegelshohn
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