Fernsehsendung
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Fernsehsendung
17 Okt. 2008 19:59Ich habe seit 2 J. eine transplantierte Niere und bin für TX. Während der Sendung habe ich dann aber doch geschluckt. Ein Arzt beschrieb, dass Verstorbene denen Organe entnommen wurden im Gegensatz zu den meisten anderen Toten schlechter aussehen, näml. so, als ob sie zuletzt mit dem Sterben gerungen hätten. Ich hoffe meine Wiedergabe ist richtig.
Wer hat die Sendung auch gesehen?
Viola
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Re: Re: Fernsehsendung
17 Okt. 2008 20:32Also irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen.
Wird nicht im Körper irgendein Prozeß freigesetzt wenn ein Mensch verstirbt.
Deswegen werden doch viele künstlich am leben erhalten,bis die Organe entnommen wurden.
Also ich werd mal nachfragen!!!!!!!
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- deejay
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Re: Re: Fernsehsendung
17 Okt. 2008 21:24Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Fernsehsendung
17 Okt. 2008 23:35Ich hab das von marie so verstanden,das die Patienten verstorben sind und dann wurden schnell noch die Organe entnommen.
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Re: Re: Fernsehsendung
18 Okt. 2008 00:31Ich habe ein Bild meiner Spenderin. Dieses ist wahrscheinl. falsch, aber ich kann ihr in Gedanken mitteilen wie es Ihrer Niere geht. Während der Sendung habe ich mir vorstellen müssen, dass Sie bei der Entnahme, nun meiner Niere, gelitten hat. Das fand ich im Moment ganz schlimm.
Viola
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- deejay
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Re: Re: Fernsehsendung
18 Okt. 2008 10:33Es kam früher zu gewissen körperlichen Reizungen wie Zuckungen, Bewegungen der Gleidmaßen (Muskelinduziert). Das so ein Neurologe zu mir, sind für die Anwesenden erschreckend waren. Heute gibt man muskelentspannende Mittel, die auch für das OP Team sicherstellen, das die Entnahme ordentlich passieren kann.
Sicherlich gehört zum normalen Sterbeprozess auch das Sterben aller Organe dazu. Dieser wird sicherlich verlangsamt, aber nicht durch die Apparatemedizin unterbrochen.
Nicht böse sein, aber solche Ängste wie du sie schilderst sind das Hauptproblem, warum viele gegen die Organspende sind. Ich lebe ja vielleicht noch!, Ich bin ja noch nicht tot!. Das das natürlich vollkommener Unsinn ist, wird dir jeder Neurologe der auch Hirntotdiagnostik macht, bestätigen.
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Re: Re: Fernsehsendung
20 Okt. 2008 13:02super erklärt ! Ich erlebe auch immer wieder in Gesprächen die Angst der Menschen vor einer Organentnahme nach Hirntod-- trotz aller Aufklärung .
Liebe Grüße ,
Solea
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- Roland
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Re: Re: Fernsehsendung
21 Okt. 2008 00:10das ist ein Satz der mich manchmal zum grübeln bringt.
Die ganze Hirntoddiskussion ist ja im Grunde eindeutig, wenn ein Mensch Hirntod ist merkt er rein physisch gar nix mehr.
Aber was ist mit dem Sterbeprozess? Wird dieser durch die Organentnahme irgendwie unterbrochen?
Hat der Sterbeprozess in irgend einer Form einen Wert oder eine Bedeutung?
Und wenn er es hat, wird dieser durch die Organentnahme, irgendwie verändert?
Diese Fragen kann ich nicht beantworten, die kann keiner beantworten.
Das ist ein metaphysischer Bereich den wir wahrscheinlich nie entgültig beantworten können.
Gruss Roland
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- deejay
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Re: Re: Fernsehsendung
25 Okt. 2008 17:57Einen sonnigen Fruß aus dem Aldiana Tunesien
Deejay
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Re: Re: Fernsehsendung
25 Okt. 2008 18:34Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Fernsehsendung
28 Okt. 2008 16:21Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Fernsehsendung
28 Okt. 2008 18:41Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Fernsehsendung
28 Okt. 2008 19:35Nur weil Du aus wissenschaftlicher Sicht in der hier diskutierten Frage auf der richtigen Seite bist, heißt das nicht, dass man die Angelgenheit nicht anders betrachten kann. Davon abgesehen, dass selbst bei streng empirisch arbeitenden Wissenschaften, also den Naturwissenschaften die Empirie immer nur die Aussage zulässt, dass eine Hypothese bisher nicht widerlegt ist und nicht dass sie wahr ist, werden die Methoden der Medizin auch noch naturwissenschaftlichen Kriterien meist nicht gerecht. Das ist nicht nur ein Fehler der Medizin, sondern hat oft ethische Gründe, aber es ist ein Fakt.
Ich teile ja Deine Ansicht, dass die wissenschaftliche Erkenntnismethode noch die zuverlässigste ist und dass daher der Hirntod bis zum Beweis des Gegenteils ein vernünftiges (das einzige) Kriterium ist, um Organentnahmen zu erlauben, aber man kann das berechtigt anders sehen.
Im Übrigen kann ich nur immer wieder betonen, was ich hier schon öfter geschrieben habe: Es gibt kein Recht auf ein Organ und schon gar kein Recht schnell ein Organ zu bekommen. Nur weil unsere Mediziner die Grenzen immer weiter verschieben, sollten wir das nicht unkritisch hinnehmen. Wenn ich das nächste Mal auf die Liste komme (hoffentlich nicht so bald), werde ich in meine Akte aufnehmen lassen, dass ich kein Organ von einem Herztoten haben will, falls bis dahin die Grenzen in Deutschland auch so aufgeweicht sind wie woanders.
Gruß
joe
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Re: Re: Fernsehsendung
21 Dez. 2008 01:03Wir wissen heute immer noch nicht viel über den Tod und ein Transplantationsmediziner meinte einmal: Er würde beim Explantieren gerne Schmerzmittel geben.....Natürlich ist das ein schwieriges Thema, ich habe aber manchmal den Eindruck, dass Menschen, die auf eine Spende warten, verdrängen bis der Arzt kommt....Verständlich ist natürlich auch das...
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Re: Re: abgeschlossener Sterbeprozess
14 März 2009 19:33zuerst mal: Ich akzeptiere das TX-Gesetz wie es ist!
danach: mir ist wichtig, dass Spender(innen) zu Lebzeiten ihr ja zur Organentnahme gegeben haben, d.h. sich Gedanken darüber gemacht haben, wie sie ggf. einmal sterben werden (unter Maschinenbehandlung auf Intensivstation).
Zum abgeschlossenen Sterbeprozess möchte ich einfach ein eigenes Erlebnis erzählen (wohl wissend, dass es manche verwirren kann und andere mich u.U. für meschugge erklären werden[lol]):
Meine Mutter starb im Oktober 1993 mit 64 Jahren. Ich war dabei. Es war in einem 3-Bett-Zimmer eines Krankenhauses (nach Herzinfarkt und Schlaganfall). Sie starb nachts gegen halb 4. Am Abend zuvor sah sie steinalt aus (ohne dass ich festmachen könnte, woran das lag). Am folgenden Mittag sah ich sie mir noch einmal in der Kühlabteilung des Krankenhauses an: so jung, wie sie da aussah, habe ich meine Mutter NIE in meinem ganzen Leben gesehen. Am nächsten oder übernächsten Tag war sie beim Bestatter aufgebahrt, als ich sie zusammen mit anderen Verwandten noch einmal sah: da wirkte sie auf mich wie im realen Leben - altersgerecht, nur schlafend.
Ich schließe daraus - bei allem Vertrauen in wissenschaftliche Arbeitsweisen - dass Leben mehr ist/sein muss, als wir (bislang?) begreifen können und dass der Sterbeprozess eben nicht mit totalem Hirn- oder gar Herzversagen abgeschlossen ist.
LG Debi
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- albertine
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Re: Re: abgeschlossener Sterbeprozess
14 März 2009 20:38Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: abgeschlossener Sterbeprozess
15 März 2009 17:07auch wenn Du keine Diskussion entfachen möchtest: allein das Zellwachstum (Haare und Nägel) geht ja noch etwa 14 Tage weiter (weshalb Männer, wenn sie wieder ausgegraben werden müssen, dann auch meist vollbärtig sind...).
Und selbstverständlich gibt es (oftmals) Vorboten des Todes. Sie werden nur nicht immer erkannt...(seht Euch doch mal in historischen Romanen und v.a. in Märchen um: hier besonders Gevatter Tod!) Natürlich ist das (noch?) nicht wissenschaftlich belegt (wie sollten da auch Doppelblindstudien laufen [lol]!), sprich wir bewegen uns im Raum der Philosophie und Theologie. Aber auch erfahrene Mitarbeiter(innen) des Pflegepersonals können oftmals erkennen, was sich abzeichnet. ABER (advocata diaboli): auch wenn es sich abzeichnet, kann es noch mal anders kommen, weshalb die ganz erfahrenen Pflegekräfte dann sagen: Ich habe gelernt, keine Prognosen mehr abzugeben.
LG Debi
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- pluri
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Re: Re: abgeschlossener Sterbeprozess
15 März 2009 17:18Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Antonio
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Re: Re: abgeschlossener Sterbeprozess
15 März 2009 18:13die Geschichte mit dem Zellwachstum nach dem Tod ist ein Ammenmärchen.
LG Antonio
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Re: Re: abgeschlossener Sterbeprozess
15 März 2009 22:14das hat mir mal eine TX-beauftragte erzählt - und ich habs (natürlich?) geglaubt. LG Debi
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Re: Re: abgeschlossener Sterbeprozess
15 März 2009 22:18ok, Du hast mich bei ungenauer Ausdrucksweise erwischt
: ich habe Wissenschaft mit Naturwissenschaft gleichgesetzt, wohingegen Philosophie und Theologie zu den Geisteswissenschaften zählen. (Eine verantwortungsvolle) Medizin würde ich zumindest in beiden Bereichen verorten.Danke: durch Deinen Einwurf bin ich selbst klarer geworden. LG Debi
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- quetsch
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Re: Re: abgeschlossener Sterbeprozess
15 März 2009 22:34quetsch
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