Wer sagt die Unwahrheit?
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- Anonym
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Re: Re: Wer sagt die Unwahrheit?
06 Okt. 2009 22:34dazu gibt es doch 2 Fragen:
1. die Kosten einer Transplantationseinrichtung mit allen Folgen sind sehr hoch und können heute von vielen Krankenhäusern nur schwer geleistet werden (zB. Charite-Berlin). Hier muß an wirklich allen Ecken gespart werden. Wie kann da mehr verlangt werden ?
2.Wieweit hat die Pharmaindustrie ein grosses Interesse an der Transplantation und der Nachsorge ???? Und macht Druck ???
Ich bin nicht gegen TX.
vG Peter
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- ludwigw
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Re: Re: Wer sagt die Unwahrheit?
07 Okt. 2009 08:37Zum Thema Vergütung: Klar wäre es besser wenn die Entnahmekrankenhäuser besser vergütet würden, aber ich fürchte auch bei 2-3 facher Entlohnung hätten wir kurzfristig keine signifikante Steigerung der Zahlen zu erwarten.
Ich denke es ist an Mangel an Sensibiliserung für das Thema gerade in den nachgeordneten Krankenhäusern in Kombination mit Organisationsmägeln.
Am TPG können wir als Betroffenen wenig ändern, auch die DSO nicht. Und meiner Meinung nach ist das Gesetz auch ausreichend. Es müsste aber mit Leben gefüllt werden.
Wir als Betroffene können doch nur insofern dazubeitragen, daß wir den Nutzen von Organspende und Transplantation der Öffentlichkeit näherbringen und unsere Anliegen mit einer möglichst großen Menge im Rücken weitertragen. Das geht sicherlich nicht mit über
Wolfgang
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Re: Re: Wer sagt die Unwahrheit?
07 Okt. 2009 08:57Du schreibst:
Also die TX nur an den TX-Zentren und der Pharmaindustrie fest zu machen wird der Sache nicht ganz gerecht
Wollte ich auch nicht.
und natürlich hast Du recht, wenn Du schreibst:
das sind die Patienten, die teilweise ohne eine TX sterben würden
vG Peter.
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- ludwigw
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Re: Re: Wer sagt die Unwahrheit?
07 Okt. 2009 09:46die Vergütung wurde zwischen Krankenhausgesellschaft, Krankenkassen und der DSO ausgehandelt, von daher kann sich jetzt eigentlich keine Seite beschweren, wobei sicherlich die 3 Parteien auch nachverhandeln könne, aber ich fürchte das alleine bringt uns nicht weiter.
Transplantationsbeauftragte in jedem Krankenhaus sind erstrebenswert, aber die müssen dafür auch die benannten Ärzte genügend Freiraum (Zeit, Kompetenzen) bekommen, um diese Aufgabe im Sinne der Wartepatienten durchzuführen. Es reicht nicht irgendeinen Arzt zum TXB zu machen. Die Ausführungsbestimmungen zum TPG sind Ländersache, dort sollten die TXB festgeschrieben werden und deren Aufgabengebiet und Kompetenzen fest umrissen sein. Im Krankenhaus sollten die TXB namentlich bekannt sein und nicht wie ich erlebt habe, ja TXB haben wir, irgendein Arzt auf unserer Intensivstation, weiß aber nicht genau wer .
Aufklärung muss sein, da sehe ich auch die BzGA in der Pflicht. Die kann aber nur, wenn ihr Mittel aus Berlin zur Verfügung gestellt werden. Zur Zeit ist die TK da aktiv. Die Kampagne Fürs Leben der DSO ist ok. Steht aber auf wackeligen FÜßen, da es eigentlich nicht ihr Job ist Öffentlichkeitsarbeit zu machen - ist jetzt eine eigene Stiftung geworden.
Wolfgang
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Re: Re: Wer sagt die Unwahrheit?
07 Okt. 2009 13:57Ich sehe auch so dass die einzelnen Vereine und Gruppen nicht an einem Strang ziehen. Aber dafür gibt es Bundesverbände. Von dort müsste eine Kampagne gestartet werden. Und zwar muss die Bevölkerung korrekt informiert werden. Was wird entnommen , wie ist das mit der Hirntodfeststellung und so weiter. Erst am Montag war wieder ein Artkel inder Rheipfalz. Da ging es wieder nur um den Organspendeausweis und es wurde richtig auf die Tränendrüse gedrückt. Im übrigen würde ich mal bei dem Organspendeausweis anfangen und diesen überarbeiten und nur in Verbindung mit einer Ausführlichen Erläuterung ausgeben.
Selbstverständlich können wir als Intereesengemeinschaft etwas bewegen!!!!
Man muss mal zurückdenken. Dass es heute Leistungen wie ambulante Reha und die Bezuschussung von Gesundheitskursen gibt ist letztendlich auf die Aktivität der Rheumaliga zurückzuführen die in den 80er Jahren den Rheumasport eingeführt hat.
Meines Erachtens fehlt es da an den Organisationsstrukturen. Pluri
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Re: Re: Wer sagt die Unwahrheit?
07 Okt. 2009 14:40Man muss mal zurückdenken. Dass es heute Leistungen wie ambulante Reha und die Bezuschussung von Gesundheitskursen gibt ist letztendlich auf die Aktivität der Rheumaliga zurückzuführen die in den 80er Jahren den Rheumasport eingeführt hat.
Ich habe auch nicht bestritten, das wir was bewegen können - aber nicht mit den jetzigen Organisationsformen. Du schreibst ja selber von der Rheumaliga. Diese Schlagkraft sehe ich bei unserem Thema aber noch lange nicht. Ich sehe auch nicht daß die 3-5 größten Verbände zu diesem Thema zusammenarbeiten (außer vielleicht dem Tag der Organspende).
Zur Entlohnung: Aber es geht glaube ich auch nicht nur um die monetäre Anerkennung. Sich als Krankenhaus mit der Organentnahme zu befassen ist sicherlich der emotonal schwerste Teil im ganzen Organspendeprozess. Die sollte sicherlich mehr Anerkennung bei uns finden. Auch der Stellenwert des Organspenders wir m. E. nicht ausreichend gewürdigt. Ich möchte zwar keine amerikanischen Verhältnisse, aber zwischen dem was bei uns praktiziert wird und dem was in Amerika praktiziert wird, gibt es ja auch noch eine ganze Menge dazwischen.
Die Pauschale ist zwischen alle Beteiligten ausgehandelt worden und sollte auch nachverhandelbar sein.
Wolfgang
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Re: Re: Wer sagt die Unwahrheit?
07 Okt. 2009 16:21Jeder Verein ist selbsständig, oft steckt viel Herzblut drin, das weiß ich und das ist mir klar. Die allermeisten Vereine sind lokal/regional aufgestellt, anderen haben einen thematischen Schwerpunkt. Niemand will das den Vereinen abnehmen, sich da einmischen oder was weiß ich.
Aber beim Werben für Organspende, der Verbesserung der bestehenden Strukturen, müsste sich eigentlich ein gemeinsamer Nenner finden lassen - so man denn für Organspende ist. Und mit dem Zurückstecken: Das geht ja nur, wenn man in einer Diskussionsphase ist. Und da bereits hapert es, wie der 4. Oktober in Berlin wiedereinmal gezeigt hat. Es war eine tolle Veranstaltung, pro Organspende und wer da wieder in Schienen von einzelnen Organen denkt oder versucht Claims abzustecken, hat, und das ist meine ganz persönliche Meinung, das Übergeordnete des Werbens für Organspende nicht begriffen.

Wolfgang
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- chrisi
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Re: Re: Wer sagt die Unwahrheit?
07 Okt. 2009 20:07ja und das ist auch die Crux in der Politik. Da geht es genauso zu.
Ich erinnere mich übrigens gerade an ein kritisches Posting einer anderen Nieren-Fraktion bezüglich der Rundfahrt von Transdia. Vielleicht kann sich der eine oder andere hier noch erinnern. Die verschiedenen Sport-Organisationen dieser Art scheinen sich ja schon nicht grün zu sein.
Liebe Grüße nach Münster
Chrisi
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Re: Re: Wer sagt die Unwahrheit?
07 Okt. 2009 20:54aber man könnte ja mal vernünftiger sein als die Politiker....
Denn im Gegensatz zu den Politikern wolen wir ja etwas erreichen.
Am 29.10.2009 wird in Berlin ein neuer Versuch unternommen etwas Gemeinsames auf die Beine zu stellen. Und dann muss man mal schauen was daraus wird.
Ich erinnere mich noch an die Diskussion, ich habe das damals ausgedruckt und den Radlern gezeigt - alle haben ziemlich viel Unverständnis ob solcher Diskussion gezeigt.
Hier:
www.radtour-pro-organspende.de/joomla/in...hten-um-eine-radtour
meine Glosse dazu, insbesondere zum Thema Hochleistungssport.
Nächstes Jahr wird wieder geradelt, die Schweiz und Frankreich machen auch mit, sowohl mit Fahrern, als auch Etappen. Und schon jetzt haben wir zwei Highlights, die wirklich einzigartig sind.
Vielleicht hast Du ja auch Lust mitzuradeln? Geht auch immer nur den halben Tag.
Den Spaß - und das hat der 4. Oktober gezeigt - lassen wir uns nicht nehmen und ich glaube mit einer heiteren und nicht übermütigen Art kann man schon etwas bei diesem Thema erreichen.
Um beim Thema zu bleiben: Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen (und in die gleiche Richtung) können wir was erreichen, Kompromisse und Zurückstecken sind dann für die Einzelnen nötig, aber dafür muss man auch miteinander reden, streiten und diskutieren, aber schon das passiert nicht.
Wenn man etwas Neues sehen will, darf man nicht nur vor der eigenen Küste paddeln
lg aus dem gewittrigen Münsterland
Wolfgang
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Re: Re: Wer sagt die Unwahrheit?
08 Okt. 2009 09:23Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Wer sagt die Unwahrheit?
08 Okt. 2009 14:08Beim Thema Organspende hört man nix. Da wird sogar ein Transplantationsgesetz beschlossen und die Bevölkerung bekommt nichts mit. Ich finde das unglaublich und bin auch mit einigen Regeln gar nicht einverstanden.
Ich denke man müsste mal die Bundesverbände an einen Tisch setzen und zusammen erarbeiten lassen was den gemeinsame Ziele sind. Man könnte siich doch dafür einsetzen, dass z.B. ein Referent zum Thema Organspende durch das Land tingelt und in Absprache mit der VHS und den Regionalverbänden einen Workshop zum Thema anbietet. Und zwar wertneutral ohne Werbung für die Organspende. Wenn alle Organisationen gemeinsam mit so einem Anliegen an die Zentrale für g.Aufklärung herantreten hat das sicher Erfolg.
Aber leider hast Du recht, manche Leute wollen sich mit ihrem Verein profilieren und vergessen dabei was eigentlich wichtig ist. pluri
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Re: Re: Wer sagt die Unwahrheit?
08 Okt. 2009 14:14Wer nichts weiss kann sich keine Meinung bilden. Viele Dinge sind ethisch fragwürdig. Abtreibung etwa. Studien wo ein Teil der Patienten Placebo erhalten um nur mal etwas zu nennen.
Wenn wir uns nicht kümmern und Äussern machen ein paar Politiker im Hintergrund was sie wollen. Das geht mir gegen den Strich.
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Re: Re: Wer sagt die Unwahrheit?
08 Okt. 2009 14:19Die Betroffenen, allen voran die Wartepatienten, die den größten Leidensdruck haben, werden sicherlich in die Werbung auch viel Subjektives einfließen lassen. Das darf man denen aber nicht verübeln.
Ob sich große Verbände irgendwann mal an einen Tisch setzen? Da werde ich mich überraschen lassen.
Das Vereine sich versuchen zu profilieren, solange es kein gemeinsames Dach gibt, ist glaube ich legitim und liegt in der Natur der Sache. Da habe ich oben schon etwas geschrieben.
Wolfgang
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