Organspende - Sterben zuhause
- hemago
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Organspende - Sterben zuhause
25 Nov. 2013 11:58Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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- baerli
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
25 Nov. 2013 17:54ja, das ist wirklich schwierig, beides geht einfach nicht. Ich denke für die Angehörigen war das auch nicht einfach, beide Wünsche erfüllen zu wollen, aber nicht zu können.
Ich habe mich im Zuge meiner Patientenverfügung damit beschäftigt, weil ich einerseits ohne Maschinen und in Würde in einem Hospiz sterben möchte, andererseits aber natürlich für Organspende bin. Ich habe das jetzt in einem Satz in die Patientenverfügung geschrieben, dass bei einer Möglichkeit der Organspende, diese immer Vorrang hat.
Grüße aus dem Norden
Bärbel
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- Krischan
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
26 Nov. 2013 17:55eine interessante Frage. Beides geht wohl nicht.
Aber sicher wohl kaum in der Praxis mal relevant.
Jemand der zu Hause stirbt, stirbt ja meist an einer Krankheit. Z.B. Krebs.
Aber niemand würde die Organe eines Krebskranken oder Leukämie oder AIDS oder.. transplantieren.
Mit schwarzem Humor ausgedrückt: Tödlich Erkrankte werden als Organspender nicht genommen
Gruß Krischan
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- fabienne
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
26 Nov. 2013 18:54Auch ich vermute, dass Organspende ohne durchgängige Betreuung im Sinne einer Intensivstation/Notarztwagen in Deutschland nicht praktiziert wird, aber auch nicht wünschenswert ist (non-heart-beating-donation).
Doch wenn man auf dem Spenderausweis die Gewebespende nicht ausschließt - das funktioniert in verschiedenen Abstufungen (z.B. Knochen länger als Hornhäute) sicher Stunden bis Tage nach dem Versterben.
Wikipedia sagt dazu:
Gewebe können gewebeabhängig bis zu drei Tage nach Herz-Kreislaufstillstand gespendet werden. Rund 80 Prozent aller im Krankenhaus Verstorbenen kommen aus medizinischer Sicht für eine Gewebespende in Frage..
Als Quelle der Passage ist folgende Webside angebeben: Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation, abgerufen am 28. Oktober 2011. [Diese Webside wird aktuell (26.11.13) überarbeitet.]
Freundliche Grüße,
fabienne
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- Birki
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
26 Nov. 2013 19:24Organspender mit Patientenverfügung ist z.Zt. Thema grosser Diskussionen in den Ethikkommissionen. Und wenn man mal darüber nachdenkt, ist das doch tatsächlich ein Problem.
Schönen Abend
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- Limo
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
27 Nov. 2013 01:25transplaniert werden nur Organe nach entsprechender Hirntotdiagnostik die bis zur Entnahme beatmet werden.
Krischan hat geschrieben:
[size=large]> Aber niemand würde die Organe eines Krebskranken oder Leukämie oder AIDS oder.. transplantieren.[/size]
[size=x-large]Das ist ein offensichtlich weit verbreiteter Irrtum. Es werden auch in Deutschland Organe von verstorbenen Krebspatienten, HIV-Patienten, Hepatitispatienten usw. zur Transplantation angeboten.[/size]
Ergo ist leider inzwischen auch der nachfolgende Satz nicht mehr zutreffend:
Tödlich Erkrankte werden als Organspender nicht genommen.
Unter anderem deshalb ist es so wichtig, das sich jeder der transplantiert werden möchte rechtzeitig vorher auch mit solchen Dingen beschäftigt.
Ich wurde nach 7 Jahren Wartezeit transplantiert. Ich kann nicht sagen ob es eventuell vorer ein Organangebot hätte geben können.
Beim Vorgespräch für die Aufnahme auf die Warteliste habe ich auch dieses Thema ausführlich mit dem zuständigen Oberarzt besprochen und habe ganz eindeutig festgelegt, dass ich solche Organe für mich ausschliesse und das man mir solche Organe gar nicht erst anbieten bräuchte. Ausserdem habe ich festgelegt, dass man mir nur solch ein Organ anbieten braucht, was er (der Oberarzt) sich selbst auch einsetzen lassen würde. Bei mir angekommen ist übrigen eine sog. Full-House-Niere. Ich hatte ein riesiges Glück, welches ich genauso jedem anderen wünsche.
Meine Festlegungen zum Spenderorgan wurden übrigens auch exakt ganz genauso in meine Unterlagen eingetragen.
Allen weiterin Alles Gute wünscht
Limo
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- Roland
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
27 Nov. 2013 10:36ich weiss, dass bei bestimmten Tumorerkrankungen auch eine Organspende möglich ist und auch gemacht wird.
Aber ncht bei allen Tumoren geht das. Von Spenderorganen von HIV Erkrankten ist mir nichts bekannt, gibt es dafür eine Quelle?
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- Krischan
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
27 Nov. 2013 11:14Aber wenn bekannt ist, das der potentielle Spender Streukrebs hat, wird er garantiert nicht genommen als Spender.
HIV und Hepatitis wird in Deutschland vorher getestet und schließt eine Transplantation definitiv aus.
Kannte auch mal jemanden dem man eine Aids- Niere eingesetzt hat, woran der dann gestorben ist mit 19 Jahren. Das war allerdings in den 80ern als man noch nicht viel über Aids wusste.
Krischan
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
28 Nov. 2013 01:32Es tut mir leid Dir erneut widersprechen zu müssen.
Es ist so wie von mir dargestellt.(auch HIV und Hepatitis)
Googelt mal z. B. nach erweiterten Spenderkriterien für die NTX bzw. nach den sog. marginalen Spenderorganen (frühere Bezeichnung für die erweiterten Spenderkriterien).
Seit Ende der 90ger Jahre wird auch diese Problematk genauso in der entsprechenden Ärzteschaft diskutiert, wie auch die Frage wie man die Zahlen der Lebendspenden erhöhen kann.
Das ist alles nachzulesen in Dissertationen, Habilitationsscriften, Veröffentlicungen entsprechender Fachkongresse, auf den Internetseiten der DSO, der Bundesärztekammer etc.
Alles frei zugnglich, nur nicht immer auf eite 1 in Grossbuchstaben Nur etwas Zeit, Geduld und etwas Phantasie sind erforderlich. Aber eigentlich ist es total easy was zu finden wenn Ihr die Zauberwörter, siehe oben in , eingebt.
Viel Erfolg wünscht
Limo
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- Roland
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
28 Nov. 2013 17:07www.bundesaerztekammer.de/downloads/RiLi_AK.pdf
Und zuletzt muss der Arzt im Sinne des Empfängers entscheiden ob das Transplantat für diesen Empfänger von Vorteil ist.
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- Limo
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
29 Nov. 2013 00:24vermutlich ein Schusselfehler, aber so wie Du es geschrieben hast ist es falsch.
>>> Aber eben nicht, weil die Lebendspende so extrem gute Ergebnisse erziehlt, sondern weil die postmortale Spende so schlechte Ergebniss erzielt <<<
Vermutlich hast Du das Richtige gemeint. Denn die postmortale Organspende erzielt nicht generell schlechte Ergebnisse, sondern durch die Zunahme der Verwendung bereits vogeschädigter Organe werden natürlich die Gesammtzahlen in der Statistik runter gezogen. Würden die entsprechenden Statistiken anders gestaltet werden, würde auch deutlichr, wie die reale Situation ist.
Wenn die Anzahl der postmortal gespendeten Organe rückläufig ist und gleichzeitig die Anzahl bereits vorgeschädigter Organe zunimmt ist es vollkommen logisch das die schlechten Gesammtzahlen zunehmen. oder Das Gute wird weniger und gleichzeitig nimmt das Schlechte zu. Das Ergebnis: insgesammt wird es immer schlechter. Würde man beigehen und das Schlechte hier nicht mitrechnet bekommen wir ein anderes Ergebnis. Ganz logisch.
Aus diesen oder solchen Überlegungen mag jeder seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen.
Limo
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- Roland
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
29 Nov. 2013 08:46Die Statistik wird aber auch dadurch runtergezogen, dass immer mehr Patienten im hohen alter mit vielen Nebenerkrankungen transplantiert werden, dass kann man gut oder schlecht finden. Ich würde mir nicht erlauben mir darüber ein Urteil zu bilden.
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- Roland
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
29 Nov. 2013 10:17Ich finde es nicht richtig wenn hier behauptet wird, wenn man nicht aufpasst dann könnte man die Niere von einem HIV Patienten eingesetzt bekommen und das mit voller Absicht der transplantierenden Ärzten.
Es werden Fehler gemacht das ist klar also Tumore werden übersehen, man traut sich zu bei bestimmten Tumoren trotzdem zu transplantieren, das möchte ich nicht beurteilen, aber ich glaube hier handelt es sich um kann entscheidungen, die nicht bei Patienten getroffen werden, die in einem guten Allgemeinzustand sind sondern bei Patienten bei denen man zwischen zwei Übeln abwägen muss.
Ich bin nicht sehr erfreut über die Tendenz die sich hier bildet, die ständig die Transplantationsmedizin als raffgierige, unmoralische und gewissenlose Institution hinstellt. Das kann nicht richtig sein, zumal wir es ja auch anders kennen, wenn man die Threads liest in denen von gelungenen Transplantationen berichtet wird.
Kritik muss sein das ist klar, aber mit respekt und vor allem nicht mit halbwahrheiten, wie ich es hier immer öfters lese.
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- Gerd
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
29 Nov. 2013 10:31..Ich bin nicht sehr erfreut über die Tendenz die sich hier bildet, die ständig die Transplantationsmedizin als raffgierige, unmoralische und gewissenlose Institution hinstellt. Das kann nicht richtig sein, zumal wir es ja auch anders kennen, wenn man die Threads liest in denen von gelungenen Transplantationen berichtet wird.
Kritik muss sein das ist klar, aber mit respekt und vor allem nicht mit halbwahrheiten, wie ich es hier immer öfters lese.
[size=large]Volle Zustimmung, Roland.[/size]
Grüße, Gerd
_____________
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- Roland
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
29 Nov. 2013 11:48Das halte ich für nicht gut.
Und der Beweis für eine beabsichtigte Transplantation eines Organs von einem HIV infizierten Patienten habe ich immer noch nicht.
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- Anonym
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
30 Nov. 2013 07:52LG, Terry
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- Limo
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Re: Re: Organspende - Sterben zuhause
30 Nov. 2013 21:39nachfolgend mein Beitrag, auf den Du Dich vermutlich beziehst:
[size=x-small]transplaniert werden nur Organe nach entsprechender Hirntotdiagnostik die bis zur Entnahme beatmet werden.
Krischan hat geschrieben:
> Aber niemand würde die Organe eines Krebskranken oder Leukämie oder AIDS oder.. transplantieren.
Das ist ein offensichtlich weit verbreiteter Irrtum. Es werden auch in Deutschland Organe von verstorbenen Krebspatienten, HIV-Patienten, Hepatitispatienten usw. zur Transplantation angeboten.
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Limo[/size]
sorry, aber ich habe nicht behauptet, dass alle kranken Organe verpflanzt werden. Ich habe geschrieben, dass viel geschädigte Organe zur Verpflanzung angeboten werden.
Zwischen dem Anbieten zur - und dem Durchühren der NTX besteht ein riesiger Unterschied.
Und ich habe auch mit keinem Wort behauptet, dass ich mich vor einem sog. marginalen Organ nur schützen konnte, weil ich sie vorher abgelehnt habe.
Richtig jedoch ist, dass ich bestimmt habe, dass man mir solche Organe nicht anbieten braucht.
Das ist ein ganz wesentlicher Unterschied.
Zur Erklärung:
Angenommen der Charite wäre ein vorgeschädigtes Organ für mich angeboten worden und diese Absprache hätte es nicht gegeben, hätte es passieren können, dass man versucht mich zu erreichen, ich fahre hin zur Charite und erst dort kommt raus, dass dieses Organ vorgeschädigt ist. Ich habe keine Ahnung wieviel, aber es äre viel Zeit verschwendet worden für etwas was man vorher hat klären können und deshalb dieses Organ gleich jemand anderen anbieten können der es aus seiner Situation heraus annimmt. Diese Zeit die das alles braucht . . . . Diese kalte Ischämiezeit wirkt sich auch zusätzlich ungünstig auf dieses Organ aus. Und warum soll man dieses Risiko für jemand anderen eingehen, wenn man es vorher ausschliessen kann.
Na klar hätte ich mich vorher nicht damit beschääftigen brauchen. Aber 1. wäre ich dann vielleicht in so eine psychisch sehr unangenehme Situation gekommen (was ichnatürlich nicht möchte) 2. durch die unnötige Verlängerung dieser Ischämiezeit wäre das Organ zusätzlich geschädigt worden und das auch noch völlig unnötig.
Natürlich hätte e auch so kaum dazu kommen können, dass man mir solch ein Organ anbietet, (schliesslich ist jedes NTX Zentrum über den Gesundheitszustand seiner emeldeten Organe informiert (?)) aber wie wir ja auch alle wissen, passieren dort wo Menschen arbeiten auch Fehler.
Vieleicht hätte ich meine Erklärung an meinen 1. Beitrag ranhängen sollen. Jedenfalls habe ich jetzt hoffentlich alle restlichen Unklarheiten beseitigen können.
Alles Gute wünscht weiterhin
Limo
PS: Es gibt nicht nur die BÄK, es gibt nicht nur Leitlinien und überall agieren unterschiedliche Menschen und dazu noch das www . . . .
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- Roland
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