Dialysestart
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Dialysestart
21 Okt. 2013 20:18nach 2 Jahren immer schlechter werdenden Werten ist nun das Ende der Fahnenstange erreicht und ich muss mit der Dialyse beginnen.
Mein Krea ist > 9, Gfr über Cystatin ist bei 15 und mir ist dauernd leicht übel, bin total schlapp, habe häufig so einen unangenehmen Amoniakgeschmack im Mund und hänge jeden 2. Tag durch, entweder körperlich oder psychisch.
Einen Shunt habe ich schon seit Januar, da hieß es schon mal ich müsste nun so langsam starten. Vorsichtshalber hatte ich noch eine 2. Meinung eingeholt und da sagte man mir, dass ich durchaus noch einige Zeit ohne Dialyse leben kann.
Der jetzige Arzt sagt, ich soll selber entscheiden wann ich starte, soll aber nicht zu lange warten. Eigentlich finde ich es ja gut, dass er mir keine Vorschriften macht sondern auf meine Eigenverantwortlichkeit setzt, damit fühle ich mich ernstgenommen. Andererseits fühlt es sich an als wenn ich mein eigenes Todesurteil sprechen muss. Ich muss selbst sagen wann mein selbstbestimmtes bisheriges Leben zu Ende ist und ich mich voll und ganz in die Hände der Technik begebe.
3x die Woche für Stunden liegen und ans Bett gefesselt sein. Ich bin ein Bewegungsmensch. Was macht man eigentlich wenn man während der Dialyse mal aufs Kloh muss?
Im Moment denke ich, ich werde am frühen Abend hingehen und hinterher in Ruhe in meinem eigenen Bett schlafen. Ich hoffe, dass ich die Dialyse gut vertrage, wirklich wieder fitter bin und meiner Berufstätigkeit weiter nachgehen kann.
Wie viel Zeit muss man eigentlich neben der reinen Dialysezeit für an- und abschließen einkalkulieren?
Was mich auch interessiert, wie sieht es mit der Azidose und Bluthochdruck, werden die an der Dialyse besser? Die Medikament vertrage ich nicht so gut und wäre nicht böse drum sie zu reduzieren.
Wenn ich mit der Dialyse gut klar komme und ich mich an die Pikserei gewöhnt habe, möchte ich auf lange Sicht gerne Heimdialyse machen.
Ich lebe alleine und habe bisher sehr unterschiedliche Aussagen dazu bekommen ob das geht oder nicht. Hängt das vom Arzt ab?
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Re: Re: Dialysestart
21 Okt. 2013 20:31> Hallo,
> nach 2 Jahren immer schlechter werdenden Werten
> ist nun das Ende der Fahnenstange erreicht und ich
> muss mit der Dialyse beginnen.
> Mein Krea ist > 9, Gfr über Cystatin ist bei 15
> und mir ist dauernd leicht übel, bin total
> schlapp, habe häufig so einen unangenehmen
> Amoniakgeschmack im Mund und hänge jeden 2. Tag
> durch, entweder körperlich oder psychisch.
>
> Einen Shunt habe ich schon seit Januar, da hieß
> es schon mal ich müsste nun so langsam starten.
> Vorsichtshalber hatte ich noch eine 2. Meinung
> eingeholt und da sagte man mir, dass ich durchaus
> noch einige Zeit ohne Dialyse leben kann.
Das klingt doch gut.
> Der jetzige Arzt sagt, ich soll selber entscheiden
> wann ich starte, soll aber nicht zu lange warten.
> Eigentlich finde ich es ja gut, dass er mir keine
> Vorschriften macht sondern auf meine
> Eigenverantwortlichkeit setzt, damit fühle ich
> mich ernstgenommen. Andererseits fühlt es sich an
> als wenn ich mein eigenes Todesurteil sprechen
> muss. Ich muss selbst sagen wann mein
> selbstbestimmtes bisheriges Leben zu Ende ist und
> ich mich voll und ganz in die Hände der Technik
> begebe.
Das Leben geht weiter mach dir da keine Angst. Es hängt nur davon ab wann du den Zustand Akzeptiert hast und damit leben kannst.
Dank einer Vorlaufzeit sollte das doch schnell (6Monate?) machbar sein. Wobei hier ist jeder anders gestrickt.
> 3x die Woche für Stunden liegen und ans Bett
> gefesselt sein. Ich bin ein Bewegungsmensch. Was
> macht man eigentlich wenn man während der Dialyse
> mal aufs Kloh muss?
Abklemmen und aufs Kloh gehen. Die fehlende Zeit halt nachholen.
> Im Moment denke ich, ich werde am frühen Abend
> hingehen und hinterher in Ruhe in meinem eigenen
> Bett schlafen. Ich hoffe, dass ich die Dialyse gut
> vertrage, wirklich wieder fitter bin und meiner
> Berufstätigkeit weiter nachgehen kann.
Das wird schon.
> Wie viel Zeit muss man eigentlich neben der reinen
> Dialysezeit für an- und abschließen
> einkalkulieren?
15min aus sicht der PKs fürs anschließen und 15min für abschließen und dazu ca. 20min für Abdrücken (was ich Persönlich als richtwert bescheuert finde.)
Wobei das alles definitiv schneller geht und auch viel länger dauern kann.
> Was mich auch interessiert, wie sieht es mit der
> Azidose und Bluthochdruck, werden die an der
> Dialyse besser? Die Medikament vertrage ich nicht
> so gut und wäre nicht böse drum sie zu
> reduzieren.
Das hängt leider von der jeweiligen Person ab.
> Wenn ich mit der Dialyse gut klar komme und ich
> mich an die Pikserei gewöhnt habe, möchte ich
> auf lange Sicht gerne Heimdialyse machen.
> Ich lebe alleine und habe bisher sehr
> unterschiedliche Aussagen dazu bekommen ob das
> geht oder nicht. Hängt das vom Arzt ab?
Ja das hängt vom Arzt ab b.z.w wo du Heimisch bist. Bei mir gibt es kein Arzt der das Supportet. Das wäre dann wohl auch eine Tägliche Dialyse zur normalen Zentrums Zeit. Es gibt aber wohl genug die sich nicht dran halten. Die sind alle aber auch Alt genug.
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Re: Re: Dialysestart
22 Okt. 2013 12:19> Hallo,
> nach 2 Jahren immer schlechter werdenden Werten
> ist nun das Ende der Fahnenstange erreicht und ich
> muss mit der Dialyse beginnen.
> Mein Krea ist > 9, Gfr über Cystatin ist bei 15
> und mir ist dauernd leicht übel, bin total
> schlapp, habe häufig so einen unangenehmen
> Amoniakgeschmack im Mund und hänge jeden 2. Tag
> durch, entweder körperlich oder psychisch.
>
> Einen Shunt habe ich schon seit Januar, da hieß
> es schon mal ich müsste nun so langsam starten.
> Vorsichtshalber hatte ich noch eine 2. Meinung
> eingeholt und da sagte man mir, dass ich durchaus
> noch einige Zeit ohne Dialyse leben kann.
>
> Der jetzige Arzt sagt, ich soll selber entscheiden
> wann ich starte, soll aber nicht zu lange warten.
> Eigentlich finde ich es ja gut, dass er mir keine
> Vorschriften macht sondern auf meine
> Eigenverantwortlichkeit setzt, damit fühle ich
> mich ernstgenommen. Andererseits fühlt es sich an
> als wenn ich mein eigenes Todesurteil sprechen
> muss. Ich muss selbst sagen wann mein
> selbstbestimmtes bisheriges Leben zu Ende ist und
> ich mich voll und ganz in die Hände der Technik
> begebe.
Die inneren Kämpfe bezügl. Beginn der Dialyse sind mir sehr
bekannt, die Aussage Deines Arztes finde ich gut und die
Entscheidung für einen Dialyse-Beginn ist ja eine Entscheidung
weiterzuleben. Es verändert erneut die Lebenssituation, ist
aber machbar.
>
> 3x die Woche für Stunden liegen und ans Bett
> gefesselt sein. Ich bin ein Bewegungsmensch. Was
> macht man eigentlich wenn man während der Dialyse
> mal aufs Kloh muss?
Als jemand der auch nicht stillsitzen kann, noch nie konnte,
ist das für mich auch die größte Probe. Man muß versuchen
(sorry, Floskel) das Beste draus zu machen. Ich habe das Lesen
endlich wiederentdeckt, wofür mir die Zeit fehlte und
zapple von Bettkantesitzen und Hinliegen hin und her.
> Im Moment denke ich, ich werde am frühen Abend
> hingehen und hinterher in Ruhe in meinem eigenen
> Bett schlafen. Ich hoffe, dass ich die Dialyse gut
> vertrage, wirklich wieder fitter bin und meiner
> Berufstätigkeit weiter nachgehen kann.
>
> Wie viel Zeit muss man eigentlich neben der reinen
> Dialysezeit für an- und abschließen
> einkalkulieren?
Im Normalfall wird man nach dem Ankommen und Bett herrichten,
Arm desinfizieren, wiegen, gleich angeschloßen, d. h. vielleicht 10 Min.
und nach Erreichen der Dia-Zeit, Reinfusion, ca. 2 Min. und das Abdrücken
ist individuell, bei mir reichen 10 Min., kann aber auch länger dauern.
Zu den anderen Fragen kann ich nichts sagen.
Vieles ist individuell, am besten die Ärzte und das Pflegepersonal fragen, fragen, fragen.
... oder DO!
Alles Gute für Dich und Grüße,
Martina
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Re: Re: Dialysestart
22 Okt. 2013 17:41Heute ging mir noch durch den Kopf wie die Haut das ständige stechen verarbeitet, man hat ja nur einen sehr kleinen Bereich am Arm, der immer wieder ´gelocht´ wird.
Gruß
Brigitte
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Re: Re: Dialysestart
22 Okt. 2013 21:22Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Re: Dialysestart
22 Okt. 2013 21:53Brigitte
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Re: Re: Dialysestart
22 Okt. 2013 23:04Beim Punktiern habe ich zu Beginn die Zähne zusammengebissen und mir wurde vor Schmerz oft richtig übel.
Das war nach einer halben Stunde ausgestanden. Nach einiger Zeit hat mich jemand auf eine Salbe hingewiesen die Emla heißt.
Man trägt sie dünn auf und macht Frischaltefolie drauf und fixiert diese ca. 1 Stunde vor der Dia auf den Punktionsstellen.
So sind die Einstiche gut zu verkraften.
Ich wäre froh gewesen wenn ich dies früher gewusst hätte. Allerdings kostet 1 Tube ca. 20 € übers Internet ( hält bei mir ca. 5 Monate)
Viele Grüße und lass die Ohren nicht hängen.
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Re: Re: Dialysestart
22 Okt. 2013 23:50betreffend Haut: ich bin auch in der Abendschicht, d.h. morgens beim Duschen werden die Pflaster entfernt und
danach sollte eine pflegende (besser nichts arg parfümiertes, eher hautfreundliches) Lotion oder Creme verwendet
werden. Vielleicht ist Deine Punktionsstrecke gar nicht so kurz? Je nachdem wird evtl. die sog. Hühnerleiter punktiert und dann heilt die Punktionsstelle zwischen den Behandlungen gut ab, die Haut hält soo viel aus!
Anfangs hat war das Punktieren unangenehm, doch bald gab es Stellen, da habe ich es gar nicht
mehr gespürt.
Grüße,
Martina
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Re: Re: Dialysestart
23 Okt. 2013 09:58Zur Pflege der Haut hatte ich mir überlegt, dass es bestimmt im naturheilkundlichen Bereich was passendes gibt.
Bei einer Zahnoperation habe ich mal homöopathische Globuli bekommen, nach deren Einnahme die Blutung direkt aufgehört hat, das wäre ja vielleicht auch für den Abschluss der Dialyse geeignet.
Ja, Fragen über Fragen wie das wohl alles so geht. Vor allem wie es mir geht. Verkrafte ich die Dia gut oder gehöre ich zu denen, deren Körper das nicht schafft.
Bei den Zystennieren ist es ja wohl auch immer die Frage, wie die sich weiter entwickeln. Bis jetzt werden Sie immer noch größer und der Druck im Bauch ist schon recht hoch. Auf dem Rücken kann ich nur kurzfristig mit sehr dicker weicher Matratze liegen und manchmal ist es inzwischen auch in Seitenlage schon unangenehm.
Naja, ich versuche immer nur bis zum nächsten Baum zu schauen.
Gruß
Brigitte
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Re: Re: Dialysestart
23 Okt. 2013 11:12es ist klar, daß dir das Unbekannte Angst macht. Weil du ja nicht weißt, was da genau auf dich zukommt. Sicher hast du hier in DO schon gestöbert und viele Aussagen gefunden, die dir ein bißchen weiterhelfen können.
Nichtsdestotrotz (was für ein schönes Wort!!!) mußt du D e i n e Erfahrungen selbst machen. Wir alle hier sind diesen Schritt gegangen. Mit Dialyse kann man auf jeden Fall leben, deshalb ist dein Leben nicht vorbei. Es wird nur anders...
Ich wünsche dir von ganzem Herzen, daß du die Dialyse ( wenn´s denn sein muß ) gut verträgst und die Aussage, daß du versuchst immer nur bis zum nächsten Baum zu schauen, finde ich sehr gut.
Was kommen muß, kommt sowieso und dann kannst du dich entscheiden, wie´s weiter geht.
liebe Grüße und viel Kraft, Littlesmile
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Re: Re: Dialysestart
23 Okt. 2013 12:35bezogen hab ich mich nur auf die Partnerlosen Heimdialyse.
ich wollte selber ja zuhause Heimdialyse machen.
Nach dem Kontakt mit mehreren (sehr vielen) Zentren gab es sehr viele Vorschläge aber Partnerlose Heimdialyse gab es nur eine gemeinsame Aussage wenn überhaupt.
Es geben hier ja auch genug offen zu das sie Offiziell mit Partner Trainiert wurden aber es dann doch selber alleine machen was nicht vorgesehen war.
Es gibt gegenden da wird sowas öfters Angeboten oder auch garnicht.
Das Einzige was mir damals Angeboten wurde war:
Partnerlose HHD wäre nur Täglich wärend des normalen Zentrum Betriebs möglich.
Hierfür sollte ich mein Job kündigen und umziehen.
Nix mehr sehr viele Zentren.
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Re: Re: Dialysestart
23 Okt. 2013 16:41Ich freue mich sehr über euer Mitgefühl und Verständnis.
Ich bin schon fast soweit kurzfristig bei meinem Doc um Dialysestart zu bitten. Spätestens wird es wohl übernächste Woche, ich habe Freitag in einer Woche meinen nächsten Arzttermin.
Was hat es eigentlich mit den 1 bzw. 2 Nadeln auf sich und wie unterscheiden sich die Maschinen voneinander?
Mein jetziger Doc hält von Heimdialyse auch nicht viel, es gibt aber ein anderes Zentrum hier (Lübeck), die würden das unterstützen.
Gibt es jemand im Lübecker Raum, der Heimdialyse macht? Ich wäre an einem Austausch interessiert.
Gruß
Brigitte
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Re: Re: Dialysestart
23 Okt. 2013 18:35so sieht es aus. Gleiche aussage bekam ich in der nahmen Umgebung (ca. 40km).
Beim Partner ging es teilweise sogar nur drum das dieser im gleichen Haus anwesend ist.
Für den Notfall.
Daher die die Partner los machen dürfen seit glücklich das gibt es definitv nicht überall.
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Re: Re: Dialysestart
24 Okt. 2013 07:08Es wird dir bald besser gehen und ganz schnell wird alles Normalität.
LG, Terry
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Re: Re: Dialysestart
24 Okt. 2013 10:57seitens PHV kam die aussage eine Entfernung von 120km ist zu weit.
Oranienburg wäre über 500km.
Ich sollte mein Job Kündigen und in die nähe umsiedeln.
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Re: Re: Dialysestart
25 Okt. 2013 19:22Man macht sich halt jede Menge Sorgen wenn was neues unbekanntes ansteht. Eigentlich bin ich ja eine recht robuste und pragmatische Frau und werde wohl auch dieses Schiff geschaukelt kriegen, ... aber der Anfang ist echt schwer.
Heute habe ich mit dem Doc telefoniert und er meinte ich soll man erstmal bis nächsten Freitag, da steht ein Termin, abwarten, was die Werte sagen. Solange ich noch bei GFR um 15 bin ist noch nicht Not am Mann.
Brigitte
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Re: Re: Dialysestart
25 Okt. 2013 20:35Solange ich noch bei GFR um 15 bin ist noch
> nicht Not am Mann.
>
> Brigitte
Also ich würde nicht warten bis Not am Mann ist... Je länger du wartest desto länger braucht dein Körper um die ganzen Defizite die du jetzt schon hast wieder aufzuholen.
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Re: Re: Dialysestart
25 Okt. 2013 21:44Es kostet Überwindung. Aber es wird dir dadurch besser gehen.
Ich hatte auch grosse Angst vor meiner ersten Dia. Habe geweint als ich die Station betreten habe.
Aber...es ging mir von Mal zu Mal besser. Später dachte ich, dass ich früher hätte beginnen sollen. Meine Angst war eben gross.
Aber alles halb so wild.
Alles Gute für dich.
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Re: Re: Dialysestart
26 Okt. 2013 02:11als mein Doktor im Zuge der Schuluntersuchung, meine Nierenerkrankung festgestellt hat, da hieß es sofort ins Krankenhaus dann Shuntanlage und kurze Zeit ( als der Shunt ausgereift war ) an die Dialyse.
Ich hatte gar keine Zeit mir darüber Gedanken zu machen, was jetzt wohl auf mich zukommen wird. Bin also ins kalte Wasser geschmissen worden.
Naja mit 15 Jahren, hatte ich andere Interessen...als die Maschine.
Aber ich würde auch nicht solange damit warten, bis Not am Mann ist, wie meine Vorredner dir schon geschrieben haben.
Kopf hoch und alles Gute weiterhin...
viele Grüße Littlesmile
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Re: Re: Dialysestart
26 Okt. 2013 09:47Und Ja es ist gut, geplant und frühzeitig mit der Dialyse anzufangen.
Besser, solange man noch entspannt sebst entscheiden kann, als eine Notsituation abzuwarten.
Man kann damit leben, man ist damit nicht allein und es geht einem besser!
LD, Terry
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Re: Re: Dialysestart
26 Okt. 2013 16:02Wie gesagt, ich habe am nächsten Freitag einen Arzttermin und mich mit meinen Geschäftsterminen (selbsständig) darauf eingestellt, dass ich dann ab Montag eingeschleust werde.
Den letzten Abfall meiner Werte hatte ich einer starken Erkältung zu verdank und so wollte ich und auch der Arzt erstmal abwarten ob sich mit dem Abklingen die Werte noch wieder bessern.
an Littesmile:
Ich habe schon manchmal gedacht, dass es einfacher wäre vor vollendeten Tatsachen zu stehen als dieses ewige Bibbern, wann es denn nun soweit ist.
Ich klappere jetzt schon 2 Jahre an den Grenzen zur Dialyse rum und habe in dieser Zeit so viele verschiedene Aussagen dazu bekommen, dass ich einfach sehr verunsichert bin.
Brigitte
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Re: Re: Dialysestart
27 Okt. 2013 02:26die habe ich schon als Kind immer sehr gerne gegessen (ich meine die Blaubeeren *grins*) Im Sommer im Ferienlager und dann in den Wald . . . Abends gab es dann Baubeersuppe mit Klössen. Beim sammeln war der Bauch aber schon das erste mal voll. *grins*
OK. das ist Geschichte.
Vor 2 Jahren war eine gute Bekannte und ehemalige Kollegin wegen ener anderen Sache bei ihrem Hausarzt. Dem sind ihre eigenartigen Nierenwerte aufgefallen und sie zum Nephrologen geschickt. Als war sie bei meinem Lieblingsnephrologen und von dort aus ging es nicht mehr nach Hause sondern direkt in die Charite (Uniklinik in Berlin).
Gegen mittag kam sie dort an, bekam einen Shaldon Katheter (am Hals) und bekam gleich anschliessend ihre erste Dialyse die sie körperlich sehr gut vertrug. Am nächsten Tag verbrachte sie 8 Stunden an der Dialyse, am nächsten Tag auch wieder usw. So ging das über fast 3 Wochen.
Man hatte die Hoffnung, dass die Nieren sich dermassen erschrecken, dass sie wieder ihre volle Geschäftstätigkit aufnehmen.
Leider hat das nicht so funktioniert wie erhofft und sie ist seitdem eine ganz normale und durchschnittliche (älter als 70 Jahre) Dialysepatientin. Sie hat ganz grosses Glück, denn ihre Ausscheidungen sind bei 100% nur die Entgiftung ist weiterhin langsam rückläufig.
Die Doc sind sich aber auch sicher, dass die Entgiftung ohne den sehr rechtzeitigen Dialysebeginn wesentlich schneller abgefallen wäre und sie sehr wahrscheinlich körpeliche und weitere gesundheitliche Nachteile mitgenommen hätte. Und ich denke, dass das der entscheidende Punkt ist. (Vielleicht vergleichbar mit Dir?)
Natürlich hat sie das psychisch nicht so verkraftet wie körperlich und sie hat jetzt nach gut 2 Jahren immer noch daran zu knabbern.
Bei mir ging es auch holterdipolter und ich war beide Nieren los (Krebs).
Das war für mich nicht so problematisch wie die körperlichen und anderen Aus- bzw. Nebenwirkungen und den daraus entstandenden Folgen.
Die körperlichen Auswirkungen waren bei mir enorm. Ich war nie ein Kraftmensch, aber anfangs konnte ich mich nicht eimal alleine anziehen, was zum essen machen, mit dem Hund gehen, sauber machen usw. geschweige denn arbeiten. Ich war freiberuflicher Stadtführer. Und das mit diesen Einschränkungen? Absolut unmöglich. Weder hätte ich es gekonnt, noch hätte das auch nur ein Kunde akzeptiert.
Und die Gedanken die ständig in meinem Kopf umher gingen waren Fragen nach meiner Existenz. Kein Auftrag bedeutet automatisch keine Arbeit und natürlich dann auch kein Geld.
Krankengeld, Urlaubsgeld und was auch sonst immer gibt es nicht. Man wird genau dann bezahlt, wenn man entsprechende Aufträge erledig hat. Ausserdem lebe ich allein. D. h. niemand kann für meine Kosten (Miete, Strom, Telefon, Lebensmittel usw.) aufkommen.
Ich hatte absolute Existenzängste. Sicherlich hatte ich Rücklagen, aber die waren gering und wie lange ich kein Einkommen haben werde, war absolut unklar.
Das u. a. können die Nachteile einer Selbstständigkeit sein.
So gesehen kann ich Dich wohl sehr gut verstehen. Sozusagen gerettet hat mich eine Sozialarbeiterin des Krankenhauses in dem meine Nieren rausoperiert wurden. Sie hatte für mich einen Rentenantrag gestellt. Ich hatte ihn zwar unterschrieben, konnte mich aber nicht mehr daran erinnern. (Aber selbst wenn ich mich eher daran enrinnert hätte, wäre doch die Unsicherheit, ob der Antrag bewilligt wird.) Dadurch brauchte ich nur ca. 5½ Monate durchalten.
Wie Ihr wisst bin ich nicht verhungert etc. Die Rente kam gerade noch rechtzeitig bevor ich zum Amt hätte gehen müssen um dort zu betteln.
Also kann ich Dir aus meiner eigenen Erfahrung nur raten: Kläre das absolut Wichtigste und fange so schnell es geht mit der Dialyse an, zumindest so rechtzeitig bevor es irgendwelche körperliche Auswirkungen gibt. Welche das sein können ist natürlich bei jedem Menschen anders. Und so krass wie bei mir und einigen anderen wird es bei Dir wohl nicht werden. Wenn ich es richtig im Kopf habe, hast Du keine Nephrektomie (OP zur Nierenentnahme) vor Dir.
Ich drücke Dir alle verfügbare Daumen und denke, dass Du Dich sicherlich für Dich richtig entscheiden wirst.
Alles Gute wünscht
Limo
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Re: Re: Dialysestart
27 Okt. 2013 20:12blaubeeren schrieb:
> Ja, ihr habt sicher recht, da ihr die Erfahrung
> schon gemacht habt und es tut mir auch gut so
> klare Ansagen zu bekommen.
>
> Wie gesagt, ich habe am nächsten Freitag einen
> Arzttermin und mich mit meinen Geschäftsterminen
> (selbsständig) darauf eingestellt, dass ich dann
> ab Montag eingeschleust werde.
> Den letzten Abfall meiner Werte hatte ich einer
> starken Erkältung zu verdank und so wollte ich
> und auch der Arzt erstmal abwarten ob sich mit dem
> Abklingen die Werte noch wieder bessern.
Ja so eine Erkältung kann da schon mal richtig in den Werten pfuschen.
> an Littesmile:
> Ich habe schon manchmal gedacht, dass es einfacher
> wäre vor vollendeten Tatsachen zu stehen als
> dieses ewige Bibbern, wann es denn nun soweit
> ist.
Es gibt leider nie die Perfekte möglichkeit. Die von jetzt auf gleich vor den Tatsachen standen haben sich bestimmt etwas vorlaufzeit gewünscht.
>
> Ich klappere jetzt schon 2 Jahre an den Grenzen
> zur Dialyse rum und habe in dieser Zeit so viele
> verschiedene Aussagen dazu bekommen, dass ich
> einfach sehr verunsichert bin.
Das wird sich auch nicht ändern. Allein das viele Ärzte verschiedene Philosophien haben macht es nicht einfacher.
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Re: Re: Dialysestart
28 Okt. 2013 16:49Laphroaig schrieb:
> Es gibt leider nie die Perfekte möglichkeit. Die von jetzt auf gleich vor den Tatsachen standen haben sich bestimmt etwas mehr vorlaufzeit
gewünscht.
In der Tat, war halt nicht möglich. Ich war schon zu vergiftet. Aber wenn ich mir was wünschen könnte, dann das ich nicht mehr an die Dialyse müßte und ein stinknormales Leben führen könnte.
Naja Leute...man kann ja auch mal träumen, ne?
viele Grüße Littlesmile
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