zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
- Tanuscha
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zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
18 Juli 2012 15:15ich muss mir hier mal was von der Seele schreiben.
also ich bin jetzt seid fast fünf jahren an der HD und so langsam verlassen mich die kräfte.
habe mich jahrelang fit gefühlt und kam auch gut mit der dialyse zurecht, aber jetzt merke ich wie es monat für monat bergab geht. habe keinen hunger mehr. merke erst abends das ich den ganzen tag noch nichts gegessen habe.
Mit freunden was unternehmen ist mir mittlerweile auch zu anstrengend geworden.Sogar die Hausarbeit überfordert mich maßlos weil ich mich andauernd hin setzen muss. Achja und schlafen könnte ich wenn es nach mir ginge bis mittags und bin dann aber trotzdem noch müde. Das ist doch nicht normal oder??? Ich erkenne mich gar nicht mehr wieder und ich bin erst 27jahre. fühle mich aber wie 70!!
Vorallem wenn ich dran denke das ich noch paar jahre dialyse machen muss dann könnte ich einfach nur weinen. Hätte ich nicht so eine tolle familie hätte ich schon aufgegeben, weil ich einfach sooo müde vom leben bin.aber ich kann es meiner familie einfach nicht antun. ich habe auch so angst das wenn es mir weiterhin so schlecht geht das ich irgendwann nicht mehr transplantabel bin.
Gehts euch auch so? kann man was dagegen tun? oder muss man es einfach so hin nehmen wie es ist?
lg Tanuscha
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- Geierlein
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
18 Juli 2012 17:19Ich habe immer wieder das Ziel TX vor Augen gesehen und mich aufgerappelt!
Leider nicht immr mit der gewünschten Unterstützung von hier, wo oft meine Hoffnungen oder Wünsche niedergemacht wurden oder als unrealistisch abgetan wurden! Tja manchmal war es sogar am Rande der, ich nenne es mal, Unmenschlichkeit, wenn man mir riet doch in die Psychatrie zu gehen!
Tja meine Blutwerte sind gut, es muss ja nicht immer alles daran liegen!
Dir wünsche ich auf jeden Fall Kraft und irgend eine Hilfe oder ein greifbares Ziel!
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- Anonym
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
18 Juli 2012 17:24warum empfindest du es als UNMENSCHLICH in eine Psychiatrie zu gehen?
LG Michaela
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
18 Juli 2012 18:56Warum wird eigentlich immer auf Geierlein rumgehackt? Bin noch nicht so lange im Forum - fällt mir aber wirklich auf! Geierlein hat doch auch ein Recht darauf, über seine Sorgen und Nöte zu schreiben. Unser Empfinden gegenüber der Krankheit und dem drumherum ist halt subjektiv, und was den einen verzweifeln läßt, läßt den anderen nur den Kopf schütteln. Dafür haben wir doch das Forum, um uns mal alles von der Seele schreiben zu können und von den anderen unterstützt zu werden!
Und zum Thema: ich stimme mit Sabine überein und würde mal Eisen und HB kontrollieren lassen! Und vom Dialyse-BurnOut habe ich auch schon gehört, wurde beim letzten Thema ja auch angesprochen.
LG Safien
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
18 Juli 2012 19:08Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- mel
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
18 Juli 2012 22:11Als ich mittags zusammen mit anderen von der Dialyse kam, meinten diese, sie wären total k.o. und müßten sich erstmal hinlegen...
Damals dachte ich: was haben die denn ? Waren doch nur bei der Dia... Heute weiß ich, warum sie k.o. waren... jedes Jahr Dia zerrt am Körper. Ich mache das jetzt fast 9 Jahre und ab und zu fällt man einfach in ein tiefes Loch. Ich bemühe mich, arbeiten zu gehen, meinen Haushalt halbwegs auf die Reihe zu bekommen, Freunde zu treffen, etwas Sport zu machen,.....
Aber manchmal geht es einfach nicht anders und ich kann mich einfach zu nichts aufraffen und bleibe dann auch schon mal fast das ganze Wochenende im Bett.
Bei mir macht sich auch schnell ein niedriger HB bemerkbar.
Kopf hoch, am Ende des Tunnels ist immer ein Licht !!!
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- Tanuscha
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 00:04meine Blutwerte sind alle ganz gut HB ist 12,4 also im Normbereich, Eisenwert ist auch ganz gut. Meine Ärzte sind auch Ratlos und wollen es jetzt erstmal weiter beobachten.
ich muss aber auch sagen ich nehme sehr viele blutdrucktabletten, weil mein Blutdruck so schwer einstellbar ist. Insgesamt 4 sorten mit hoher dosis jeweils 2 mal am Tag. habe schon gedacht das die tabletten schuld sind also eher die nebenwirkungen aber mein Arzt meinte es könnte eigentlich nicht sein. ja eigentlich..
lg tanuscha
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 00:35wenn man so will, has Du die Gnade des späten Erscheinens hier bei DO.
Folglich kannst Du die ganzen Diskussionen nicht verfolgt haben. Da ich vermute, dass Geierlein es nicht schreiben wird, tue ich es.
Geierlein hat seit Jahren teils immer wiederkehrende bzw. auch neue Nebenbaustellen was ihn sehr mitgenommen hat.
Jeder Mensch geht anders mit seinen Erkrankungen, seiner Arbeit, .......... seinem ganzen Leben um und das ist ja auch vollkommen logisch. Jeder Mensch ist nun mal so wie er ist. Dazu kommt, dass Geierlein dieses Forum und auch den Erfahungsschatz hier bei DO sehr intensiv nutzt und uns auch an einigen Ausschnitten seines Lebens teilhaben lässt.
Alles zusammen führte dazu, dass ihm gelegentlich nahe gelegt wurde sich z. B. an einen Psychater zu wenden.
Damit fühlte er sich ungerecht behandelt und sah seine tatsächlichen Gesundheitsprobleme vermutlich gelegentlich durch die Do Gemeinde als nicht ausreichend gewürdigt (gewürdig ist wohl das falsche Wort an dieser Stelle, mir fällt aber gerade kein anderes passenderes ein) an.
Ich denke das er diese RatSCHLÄGE zumindest teilweise als Schläge und damit als unmenschlich empfunden hat.
Wenn Du jetzt noch einmal Geierleins Beirag liest, findest Du Deine Frage sicherlich ausreichend beantwortet.
Alles Gute wünscht
Limo
PS: @ Geierlein
Ich hoffe, es in etwa richtig beschrieben zu haben.
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- Geierlein
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 06:55> PS: @ Geierlein
> Ich hoffe, es in etwa richtig
> beschrieben zu haben.
Och ja, ich hatte Heftigeres erwartet
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- spaiky
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 07:07Also bei mir schlagen die Blutdrucktabletten auch richtig zu. Obwohl ich gar nicht so viele nehme (mo/ab 1) aber ich kenne das auch, zu nichts Lust am liebsten liegen bleiben und schlafen. Mir geht’s auch teilweise so wie mel. Bin aber transplantiert. War aber sehr lange an der dia und dadurch sind meine Knochen kaputt und kann nur kurze Strecken laufen. Manchmal würde ich gern alles hinschmeißen und sagen nach mir die Sinnflut oder ich denke es hat ja doch keinen Sinn mehr, wozu das alles, raffe mich dann doch wieder auf und versuche das Beste daraus zu machen. Ich weiß, es ist schwer. Ich setze mir immer verschiedene Höhepunkte im Jahr worauf ich mich dann immer freue. Einer war das Usertreffen dieses Jahr, das nächste wird jetzt am Samstag sein 13 Jahre Transplantation. Ich weiß, Ratschläge geben kann jeder. Ich mache sowas nicht so gern,da ich es auch nicht immer mochte, trotzdem Versuch das Beste daraus zu machen. Meine Mutter sagte in diesen Zeiten immer zu mir: Nach dieser kommt auch wieder eine andere
lg spaiky
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 08:29ich verstehe Geierleins Beitrag, aber was ist bitte so menschenunwuerdig in eine Psychiatrie zu gehen?
Jeder von uns hat sein Paeckchen zu tragen, der eine mehr, der andere weniger.
Ich war letztes Jahr 8 Wochen in der Psychiatrie. 2 Wochen auf der geschlossenen, 6 Wochen auf der offenen Station.
Ich bin froh, dass ich erkannt habe, dass ich es nicht mehr alleine schaffe und professionelle Hilfe benoetigte. Ansonsten waere ich morgen seit einem Jahr tot.
Weil ich es selbst durchgemacht habe, verstehe ich nicht, was so menschenunwuerdig daran ist.
Schoenen Tag
Michaela
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- Gerd
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 08:59___________
Hallo Mizzi,
wenn du Werners Werdegang hier verfolgt hättest (ging ja wohl nicht so recht, denn Geierlein ist, im Unterschied zu dir, schon seit vielen Jahren hier aktiv), dann wüsstest du, dass sein Fall kein Fall für die Psychiatrie ist.
Werner tut sich mit seiner Erkrankung oft schwer (das tun viele andere auch) und er teilt eben so manche Unbill den Forenmitgliedern mit.
Aus meiner Sicht ist das auch vollkommen in Ordnung; nur haben sich eben auch oft andere Forenmitglieder darüber beschwert, weil sie seine Art der Mitteilungen nicht recht mochten (und das war aus meiner Sicht oft genug ein Indiz mangelnder Toleranz).
Insofern ist Werner mitnichten ein Fall für die Psychiatrie (ich denke soviel darf ich behaupten, auch ohne ein ausgewiesener Fachmann zu sein) und diese Ausage steht überhaupt nicht in Widerspruch mit der Überlegung, ob Psychiatrie menschenwürdig ist oder nicht.
Gruß Gerd
___________
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 09:38Ich wollte weder vor meiner Dialyse noch vor meiner NTx irgendein Forum besuchen. Und ich bin froh darueber, mich so entschieden zu haben.
Die Krankheit darf uns nicht beherrschen, sondern wir sollten unsere Krankheit beherrschen.
So habe ich es bisher gehandhabt. Ich habe es verdraengt, dass ich krank bin. Ich sage mir immer, es gibt schlimmeres.
Ja, ich bin ein Verdraengungskuenstler. Andonsten waere es nie so weit gekommen, dass ich mich in die Psychiatrie haette einweisen lassen muessen.
Und das Werner einen Psychiater aufsuchen sollte, dass war vestimmt von den Usern nicht boese gemeint.
Ich denke, er macht sich das Leben auch selbst ein wenig schwer. Er meckert ueber alles und man hat das Gefuehl, dass keiner es ihm recht machen kann.
Michaela
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 10:01Aber die Vorwürfe die ich hier manchmal abbekommen habe waren mehr als happig! Wenn ich dieses Forum schon immer als sehr wichtig und informativ empfunden habe, wäre ich längst gegangen!
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- Anonym
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 10:30Ja, Du hast recht.
Aber unser Geierlein ist eigentlich sehr umgänglich. Ihm tun ein paar freundliche Worte gut und dass man ihn so sein lässt, wie er ist. Ich bewundere seine Stärke, trotz aller Kämpfe und aller Angriffe immer im Forum geblieben zu sein.
Es ist eben seine Art sich den Frust von der Seele zu schreiben und trotzdem nicht aufzugeben.
Nun ja und die Themen triften häufig ab, auch ohne Werner.
Liebes Geierlein!
Du bist ein ungewöhnlicher Mensch. Nimm es Dir nicht so sehr zu Herzen, wenn es einige Zeit dauert, Dich verstehen zu können.
Mir gelingt das auch nicht immer.
Aber ich drücke Dir ganz doll die Daumen, dass Du ab und an etwas Gutes erlebst und es immermal einen Moment gibt, wo Du glücklich sein kannst.
(auch fernab vom Thema) LG von beri
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 10:45Erstmal VORSICHT brauchst du mir nicht mit zu kommen.
Ich versuche lediglich dahinter zu kommen, warum du so gegen Psychiatrie bist. Nich mehr und nicht weniger.
Sorry, du hattest unmenschlich geschrieben.
Auch ich habe genug Mist hinter mir. Das ist eben unser Schicksal. Seit meiner NTx kommt immer mehr Mist hinzu. Ich nehme es an und versuche es in den Griff zu bekommen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.
Michaela
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 13:28U.a. darum reagiere ich hier manchmal übersensibel!
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 13:29Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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- balou
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 15:36genauso ist es!
warst du schon im urlaub, oder fällt er wegen deiner möbiltät aus?
gruß balou
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 19:20> Unmenschlich ist nicht die Psychiatrie ansich,
> sondern Werner empfand den Ratschlag für sich
> unangebracht. Vielleicht trifft es das Wort
> besser.
Absolut!
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- Geierlein
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
19 Juli 2012 19:21Bis dahin kommt aber das gleiche Prozedere auf der linken Seite!
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- Geierlein
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- Limo
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Re: Re: ..... und wieso ist Geierein plötzlich das Thema?
20 Juli 2012 01:34ist es nicht erstaunlich wie das manchmal so geht?
Ein User beschreibt seinen Zustand und stellt eine Frage.
Andere User beschreiben ihre eigene Situation und erklären was sie getan haben.
So weit so gut. Geierlein macht ganz genau das gleiche und schon wird nicht mehr über den ersten User diskutiert der die Ausgangsfrage gestellt hat sondern nur noch über Geierlein, der sich in senem ersten Post am Anfang genauso verhalten hat wie die anderen.
Warum passiert sowas?
fragt sich ein grübelnder
Limo
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- Willi
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
20 Juli 2012 06:59Bin nun 7 Jahre an der Dialyse ,müdigkeit trift mich auch zu.Ich bekomme alle zwei Wochen Aranesp gespritzt
und danach könnte ich Bäume rausreißen.Vor kurzen war ich zur Kur in Bad Bentheim was mir sehr gut tat.
Beantrage auch mal eine Kur,der Luftwechsel tut dir bestimmt auch Not.Ich habe bei der Kur zwei Kilo
zu genommen,davon habe ich noch ein Kilo.Als Dialysepatient kann man glaube alle zwei Jahre eine Kur beanntragen.
Weinen entlastet die Seele, mache es einfach.Der Anfang wahr für mich auch sehr schwer ,darum kann ich
mitfühlen.Manchmal könnte ich alles hinschmeißen ,aber es geht weiter und anderen geht es vieleicht sogar
schlechter als uns.Kopf hoch.
Viele Grüße Willi aus den Spreewald!
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- Roland
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Re: Re: ..... und wieso ist Geierein plötzlich das Thema?
20 Juli 2012 09:56Pawlowscher ReflexB)
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- Tanuscha
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
20 Juli 2012 13:28am Gewicht kann es eigentlich auch nicht liegen. da ich am Ende oft krämpfe bekomme oder der Blutdruck abfällt so um 90/60
es ist echt frustrierend naja vielleicht wird es ja irgendwann besser. Mittlerweile warte ich auch schon sehnsüchtig auf den Anruf aller Anrufe, aber bin ja erst 5 jahre an der dia.
wird bestimmt noch etwas dauern. Liebe Grüße tanuscha
Hallo Willi
also eine Kur würde ich auch sehr gerne mal machen aber da ich schon dreimal ne Absage gekommen habe ich es aufgegeben
und das obwohl ich seid 18 jahre an Niereninsuffizienz leide. War zwar zwischendurch transplantiert aber ich habe nie eine kur genehmigt bekommen. Verrückt oder?
Da ich ja Rente kriege und ich den Antrag bei der Rentenversicherung beantragen musste kam dann die Antwort Es würde keine Besserung eintreten und nichts bringen
ist klar die wollen nur nicht zahlen!. Manche kriegen eine Kur wenn man ein zwicken im Rücken hat aber als chronisch kranker Mensch meinerseits keine Chance.
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- Krischan
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
21 Juli 2012 12:33das mit der Kur ist halt so, daß Du als austherapiert gilts. Es gibt dennoch Möglichkeiten zu einer Kur. Da müssten dann aber Deine Ärzte mitspielen und was von allgemeinen Erschöpfungen (Burn Out) oder Nebenerkrankungen schreiben, die eben doch noch verbessert werden können. Notfalls geht das auch über die Psychoschiene.
Insgesamt denke ich, fast jeder Dialysepatient erlebt das mit den Leistungseinbußen. Als ich mit 30 Jahren an die Dialyse gekommen bin, habe ich auch gemerkt, wie doch die Leistungsfähigkeit von Jahr zu Jahr nachlässt. Die Psyche spielt eine weitere Rolle und man ist schnell am Verzweifeln.
Hast Du schon mal ausprobiert, ob es Dir besser geht, wenn Du die Dialysezeit verlängerst, oder in eine andere Schicht wechselst.
Mir ging es besser, wenn ich die Dialyse Nachmittags, möglichst spät gemacht habe . Dann konnte ich danach gleich ins Bett. Wenn ich früh dialysierte, war ich den ganzen Tag fertig.
Einmal, als es mir körperlich sehr schlecht ging, hat auch der Wechsel auf eine andere Kapillare geholfen.
Bei manchen verbessert sich das Befinden auch durch Wechsel auf HDF.
Eine wesentliche Verbesserung meiner Leistungsfähigkeit habe ich, seitdem ich 7,5 Std Nachtdialyse mache. Vielleicht solltest Du mal überlegen ob das für Dich in Frage kommt. Mir geht es dadurch teilweise so gut, daß ich manchmal überlege, ob ich mich überhaupt nochmal transplantieren lasse. Allerdings habe auch ich meine körperlichen Tiefs. Man ist halt doch sehr schwer krank.
Alles Gute, ich hoffe es geht bald besser......... Krischan
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Re: Re: ..... und wieso ist Geierein plötzlich das Thema?
23 Juli 2012 01:34kannst Du mir eine Mail schicken? Die Adresse findest Du auf meiner Homepage.
Danke
Limo
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
24 Juli 2012 13:10also ich kann nur sagen, ich war immer nachmittags an der Dialyse u. für mich war es die beste Lösung, obwohl ich am Anfang lieber früh dialysieren wollte. Da aber alles Plätze in der Frühschicht besetzt waren, blieb mir nichts anderes übrig...
Ich konnte zumindest vormittag den Haushalt u. alles andere erledigen, dann mittags zur Dialyse
u. abends nach der Dia. (war ca. 18:30 Uhr) zu Hause, war nur noch Abendessen u. chillen bzw. ausruhen auf der Couch angesagt. War auch immer ziemlich fertig (geschwächt, müde, kraftlos, sehr niedriger Blutdruck) danach, aber so konnte ich dann wieder Kraft tanken bis nächsten Tag (den habe ich mein freier Tag genannt *g). Eine Freundin lachte nur als sie das hörte, aber gesunde Menschen wissen nicht, was das für uns Dialysepatienten wirklich bedeutet, einen dialysefreien Tag zu haben...
Die Leistungsfähigkeit lies von Jahr zu Jahr auch immer mehr nach. Am Anfang steckte ich bis 3,5L/Dia. ohne Schwierigkeiten weg u. im letzten Jahr hatte ich selbst mit 2L meine Schwierigkeiten.
Mein Tipp also: probier es einfach mal aus u. tausche die Schicht. Ich denke es geht dir dann kreislaufmäßig besser u. du hast mehr vom Tag (auch v. Dialysetag!).
lg
Renate
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- Tanuscha
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
24 Juli 2012 19:18Ich mache immer Abends Dialyse das heißt von 17h bis 21.30h und damit komme ich am meisten mit klar habe auch schon Morgens und Nachmittags probiert aber damit bin ich überhaupt nicht klar gekommen weil ich mich danach entschuldigung für den Ausdruck aber wie ausgekotzt gefühlt habe und dann so fertig war das ich grundlos erstmal ne runde geheult habe und abens habe ich halt die möglichkeit gleich ins Bett zu gehen um zu regenerieren. Mein Mann will ja gerne mir eine Niere spenden aber ich bin sehr skeptisch und habe goße Angst davor. Vorallem wo ich jetzt schon 5 jahre Dialyse mache, denke das es sich vielleicht gar nicht mehr lohnt.
Lg Tanuscha
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
02 Aug. 2012 21:10bin selbst kein dialyse Patient, habe es aber bei meinem Vater über ein Jahr miterlebt, wie er immer mehr an Lebenskraft-mut verloren hat.Dies hat sich grundlegend geändert, als er eine neue Niere erhalten hat.Das wird auch bei Dir so sein.Mit einer neuen Niere wirst du wieder eine normale fröhliche junge Frau sein.Leider kann das in Deutschland lange dauern.Mein Vater ist Iraner, u. das war sein Glück, da der Iran das einzige Land weltweit ist, indem es absolut legal ist eine Lebendspende eines Nicht Verwandten zu erhalten.Die Ärzte sind top, u. das Krankenhaus auf höchsten medizinischen Standard.Ich hoffe, das es dir trotzdem bald besser geht.Gib nicht auf.wenn du noch FRagen hast, dann kannst du mir schreiben:.....
lg markus
<i><b>Wir möchten verhindern, dass auch nur der Anschein möglichen Organhandels geweckt wird. Auch das Bewerben in Deutschland illegaler Praktiken können wir bei DO nicht gestatten. Darum wurde die Emailadresse gelöscht. Admin </b></i>
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- Limo
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
03 Aug. 2012 01:03eine kleine Ergänzung:
Der Iran ist der einzige Staat weltweit in dem es Oranhandel gibt. Der Iranische Staat hat dafür die Regeln festgelegt.
Trotzdem gibt es aber auch immer wieder Probleme zwischen Empfängern und Spendern u. a. weil man sich nicht über den tatsächlichen Preis einig wird bzw. auch weil es manchmal von Spendern finanzielle Nachforderungen gibt.
Theoretisch haben alle die gleichen Chanvcen / Möglichkeiten. Tatsächlich sind aber manche Menschen etwas gleicher als die anderen wie wohl überall auf derWelt (nicht nur bei der Organspende).
Limo
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
03 Aug. 2012 08:03__________
Hallo Markus,
Wie läuft das ab im Iran? Gibt es Organhandel dort? Oder melden sich Freiwillige einfach so zur Organ-Lebendspende?
Wäre interessant, Näheres darüber zu erfahren!
Gruß, Gerd
____________
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Re: Organhandel-eine tolle Sache???
03 Aug. 2012 08:23Glaub kaum, dass Leute einfach mal so Lust haben, sich eine Niere entfernen zu lassen und danach eine äußerst spärliche Nachbehandlung oder auch keine erhalten.
Ich vermute, dass sich in Deutschland auch einige verarmte Menschen finden würden, die für eine gewisse Summe eine Niere oder Teil der Leber spenden würden. Ich bin froh, dass es das in Deutschland nicht legal gibt!
LG von beri
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Re: @Markus
03 Aug. 2012 08:432. So schnell waere dein Vater sicher nicht gestorben, denn hier in Deutschland gibt es ja die Dialyse.
3. Warum hast du deinem Vater keine Niere gespendet?
Michaela
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- Tanuscha
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Re: Re: @Markus
03 Aug. 2012 09:58ich habe mal ein bericht über Organhandel in iran gesehn und weiß das man sich da für 8000 euro eine Niere kaufen kann aber auch nur weil Familien es aus größter Not heraus machen um ihre Familien zu ernähren etc.
Aber ich würde mir nie eine Niere im Iran kaufen wollen. da ich nicht weiß wie die bedingungen da sind und ich nicht direkt am OP tisch sterben will oder kurz danach.
Ich war auch shon mal transplantiert aber ich muss sagen es ist nicht alles schön. Hatte mindestens einmal im Monat ein Harnwegsinfekt und demzufolge oft Abstoßungen.
Es ist also ein langer weg den man gehen muss und manchmal muss man wieder von vorn anfangen . lg Tanucha
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- Jazzman
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
03 Aug. 2012 12:20Um den Rest werden sich dann sicherlich unsere Hausmeister kümmern......., dazu muss man dann auch nichts mehr schreiben............!
Liebe Tanuscha,
solche Phasen hat bestimmt schon jeder hier mit gemacht, leider....!
Alles läuft prima, man kommt zurecht, die Familie ist da, usw. usw.!
Und irgendwann kommen dann diese Durchhänger, trotz dem alles super läuft, wenn man das so nennen will.......!
Was kann man nun dagegen tun? Das ist `ne gute Frage und das muss jeder individuell angreifen
Ich bin in diesem Kreislauf seit 1984, Dia-TX-Dia-TX-Dia-TX-Dia..........!
Habe so manches schwarzes Loch durchquert, aber ich habe immer gewusst, dass es auch wieder besser wird! Natürlich braucht alles seine Zeit!
Hast Du mal daran gedacht Dir profesionelle Hilfe zu suchen, jemanden mit Erfahrung, speziell für Dia-Patienten?
Oder wenn Du das nicht möchtest, einfach mal (ist einfach geagt, weiß ich) in den Urlaub fahren, einen schönen WE-Ausflug machen?
Oder mal einen Antrag auf eine REHA stellen, wo Du mal ganz für Dich sein kannst?
Weil, so wie Du Deine Problematik beschreibst, kommt das ja nicht vom Körper sondern ganz bestimmt von der Seele!
Ich will natürlich keine Diagnose stellen, aber so sieht das jedenfalls aus!
Ich habe mich immer an meinem eigenen Schopf aus diesem Sumpf wieder raus gezogen! Bin einfach mal wieder raus gegangen,
hab mir `nen Konzert angeschaut, oder bin mit Freunden (die auch sehr wichtig sind) einfach in eine Kneipe gegangen und habe geklönt!
Mehr kann ich Dir jetzt auch nicht dazu raten, ausser das ich mir sicher bin, dass es mit Sicherheit wieder besser wird!
VLG und den Kopf immer hoch halten (wenn`s geht......(tu))
MICHI!!!
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- Tanuscha
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Re: Re: zu gesund um zu sterben aber zu krank um normal zu leben
06 Aug. 2012 23:01An Reha habe ich auch schon gedacht aber bisher schon 2 Absagen bekommen. Deshalb habe ich es nicht mehr versucht obwohl ich schon ungefähr 18 jahren an Niereninsuffizienz leide und noch nie eine Reha in Anspruch genmmen habe.
Ich versuche auch jeden morgen vor dem Frühstück 20 walken damit ich nicht komplett einroste aber es ist extrem Anstrengend für mich erstrmal überhaupt aus dem bett zu kommen.
Ich habe eigentlich keine Probleme mit der Dialyse im direkten Sinne zumindest denke ich das. Denn ich habe es akzeptiert das es mich getroffen hat und nicht ein anderer. Ich sage mir immer das Schicksal hat gerade mich ausgesucht weil ich die besten Eltern habe, die von Kindheit auf immer für mich da waren und mich stark gemacht haben für den langen weg den ich noch vor mir habe.
Manche haben solche Unterstützung nicht und für die ist es bestimmt doppelt so schwer alles alleine durchzustehen
lg Tanuscha
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