Einfach zum Heulen
- Steff
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Einfach zum Heulen
26 Nov. 2014 19:41diesmal unter Seelen-Spiegel da mir das einfach am passendsten erschien. Sitz mal wieder hier und heule, nach einem Super-Dia -Tag...;_(
Habe ja eigentlich Bauchfelldialyse gemacht, schön allein und selbstbestimmt zu hause, dann Wasser an der Lunge und aus, Demers und nun alle zwei Tage Hämo. Ein Graus! Bin mit Abstand die Jüngste die ich im ganzen Zentrum je gesehen habe, Pfleger können gar nicht damit, wenn man am liebsten selber was machen will, wie Verband abnehmen, und mal was erklärt haben will, ie fühlen sich dann angegriffen, in Frage gestellt, ich fühle mich total bevormundet, werde rumgereicht wie ein Wanderpokal, hatte jetzt schon zwei Mal das gleiche Zimmer und das gleiche Bett, super! Und dann schieben sie heute einen Herren rein, der gar nicht mehr kann und nur schreit, nur von einem Verwandten am Bett festgehalten wird.Will hier keinen diskreditieren, jeder hat ein Recht auf Dialyse und auf Leben, aber ich komm mit den ganzen Problemen im Moment nicht klar. Und nicht mit einem dauerschreienden Bettnachbar, wenn ich selber festgebunden bin. Sitz im Bett und heule. Blutdruck 200, egal, muss man aushalten, so der Pfleger. Muss man? Ich hab mich schließlich vor der Zeit abnehmen lassen, eine andere Dame auch noch, und bin nix wie raus! Ich kann nicht mehr. Weiss nicht wies weitergehen soll.
Hab jetzt ne andere Dialyse angefragt, die auch kleinere Zimmer haben... Montag einen Termin mit dem Prof der der Dia vorsteht und mal mein behandelnder Arzt war.
Bin ich denn so komplett alleine auf der Welt mit meinem Wunsch, dass die Pfleger mich wenn möglich die Dinge selber machen lassen oder mir genau erklären was sie warum tun? Und das sie in meine momentan psychisch sehr desolaten Zustand ein bisschen darauf schauen, was sie mir zumuten können und was nicht? Komplett verzweifelt und mit Riesenhorror vor der nächsten Dialyse am Freitag...
Steff
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- Laphroaig
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Re: Re: Einfach zum Heulen
26 Nov. 2014 20:00ich kann es dir voll und ganz nachempfinden.
Ich hatte damals dafür gekämpf das sie mich in ruhe lassen, hat am ende sogar geklappt. Dauerte über alle Pflegern aber auch leider Monate.
Sag den Pflegern dann auch vielleicht mal leicht unter der Gürtellinie die Meinung. Scheinbar brauchen das leider einige.
In Fachbüchern stehen doch sachen wie: Hilfe zur Selbsthilfe/der Patient soll selber soviel machen wie möglich.
Durchhalten und drauf bestehen!!
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- bluestar
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Re: Re: Einfach zum Heulen
26 Nov. 2014 22:44Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- rewendi
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Re: Re: Einfach zum Heulen
27 Nov. 2014 10:51ich kann das gut nachempfinden!
das ist leider tatsächlich so: alle anderen Pat sind wie man selbst schwer krank, einer mehr der andere noch mehr..
in meinen 4 Jahren Zentrumsdialyse hab ich oft nicht schlafen können weil ich einfach die Bilder nicht aus dem Kopf bekam!
Und das ist kein Vorwurf an das Zentrum oder die Pfleger, das ist schlicht die Situation.
Nach so langer Zeit weiss ich: die Abendschichten sind meist jünger, gesunder, fitter und interessierter an dem was da passiert.
da kann man dann auch besser fragen und drum bitten, Etliches selbst machen zu dürfen.
Für mich war der erste Schritt aus dem hühnerkz, selbst zu punktieren, danach habe ich langsam gelernt, die Maschine selbst zu bedienen, seit 3,5 Jahren hab ich die Maschine zu Haus.
.. das geht nicht für jeden Patienten, das ist auch nicht die Lösung für jeden, .. aber es war für mich der richtige Weg.
wichtig für Dich ist, ganz in Ruhe die richtige Dialyse zu suchen, Pfleger/ Medizinmänner, die dich ernst nehmen und nicht nur verwalten.
und: als diapatient sollte man gaanz viel wissen!
nur so kann man auch vernünftig fragen!
Dir Alles Gute und : Kopf hoch! Du hast ( leider) keine Eile, Dialyse braucht langen Atem.
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- Steff
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Re: Re: Einfach zum Heulen
27 Nov. 2014 17:52Das hilft doch sehr, zu sehen, dass man mit seinen Gedanken und seinem Empfinden nicht alleine ist.
Hab jetzt in der kleineren Dialyse einen Platz ab morgen, in einem Zweibettzimmer. Das ist doch schon mal ein erster Schritt.
Bitte Daumen drücken, dass die auch sonst (vor allem im Puncto Erklären und Selbermachen) ein bisschen mehr Verständnis für mich aufbringen;-).
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- baerli
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Re: Re: Einfach zum Heulen
28 Nov. 2014 05:53ich drück dir die Daumen, dass es besser wird. Ein Tipp noch für dich: Manche Dialysen bieten LC-Schichten (LC=Limited Care) in diesen Schichten ist es die Regel bzw. sogar Voraussetzung, dass der Patient alles selber macht und natürlich auch dementsprechend geschult wird. Der Vorteil ist, dass in diesen Schichten nur fitte, gesunde Patienten sind.Ich habe mich damit immer selbstbestimmt und so weit wie möglich unabhängig gefühlt.
Lass den Kopf nicht hängen, ich denk an dich.
Gruß Bärbel
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- Mittelalter
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Re: Nachtdialyse?
28 Nov. 2014 16:16wenn es auch in der neuen Dia nicht so ist, wie du dir das vorstellst......hast du schonmal über Nachtdialyse nachgedacht? In Essen kann ich dir eine empfehlen, das ist ja nicht sooooo weit von Bochum weg. Und das Personal ist mit Sicherheit so nett und erklärt dir alles.
Falls du Interesse hast, sag Bescheid.
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- olegna
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Re: Re: Nachtdialyse?
28 Nov. 2014 16:40Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- Rosenrot
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Re: Re: Einfach zum Heulen
28 Nov. 2014 19:43erstmal zum Thema Nachtdialyse, falls es wirklich was für dich wäre: es gibt auf jeden Fall eine in Witten, was ja nicht weit ist.
Mit dem Kathter kannst du natürlich nichts selber machen und da würde ich auch immer die Finger von lassen. Diese Abhängigkeit in der du dich fühlst, kann ich gut nachempfinden, gerade als junger Mensch möchte man so autonom wie möglich agieren und da wird einem in der Dialyse ein Strich durch gemacht. Sicherlich kommt bei dir im mom noch hinzu, dass die PD erstmal nicht geht und deshlb eh die Nerven blankliegen.
Ich war in der gleichen Situation, der PD-Katheter musste wegen einer Perionitis raus und der Demer kam rein...der bekannte Geruch der Dialyse hat mir direkt die Tränenn die Augen getrieben und erstmal habe ich mich auch nicht mehr einbekommen. Es hat eine gewisse Zeit gedauert und letztlich fällt es damit wie dann mit einem umgegangen wird, da man einfach super empfindlich ist. In der ersten Zeit war immer jemand einen Teil der Dialyse bei mir und wir aben was gespielt oder gemeinsamen einen Film geguckt, vllt hast du auch die Möglichkeit Partner, Freundin oder Eltern einzubeziehen bis du dich gewöhnt hast.
Eine große Erleichterung war der Wechsel in die Abendschicht. Der Tag wird nicht gefressenes, es sind nur fitte, hauptsächlich Berufstätige da und man kommt sich als junger Mensch nicht mehr wie ein Exot und Kranker vor.
Die Schwestern sind in diesen Schichten auch daran gewöhnt, dass viele sebstständig handeln wollen und fördern das sogar...z.B. das man selber Sticht. (wobei da jetzt nicht dein Thema ist)
Ich habe auf deiner Seite gesehen, dass du von deinen Studienabschlüssen berichtest, vllt fühlen sich manche auch von dir eingeschüchtert, wenn du dein angelesenes Wissen auspackt und reagieren deshalb kratzbüstig...mir wurde das jedenfalls mal so durch die Blume gesagt.
Ich wünsche dir, dass du dich in der neuen Dialyse wohlerfühlst.
Du bist nicht alleine wie du hier schon erfahren hast, auch nicht mit deinem Alter (ich bin sogar jünger)
LG
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- Steff
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Re: Re: Nachtdialyse?
23 Dez. 2014 17:00irgendwie komme ich nicht so recht weiter...
Da wo ich jetzt bin fühle ich mich auch nicht richtig. Das Zimmer ist zwar ein recht ruhiges Zweierzimmer, aber der anatolische Patriarch, der als Arzt-Gott in meiner Schicht herrscht, ist leider keine besonders gute Adresse für meine Fragen.
Bin hier wohl wirklich ein totaler Exot.
Daher, auf Dauer ist das auch keine Lösung, und nun meine Frage an Euch: Nachtschicht ist bestimmt eine gute Idee oder Limited Care, wo man in seinem Drang nach Wissen und Erklärung und so gut es geht auch Eigenständigkeit vielleicht (hoffentlich) ein bischen ernster genommen wird. Wer kann mir da Empfehlungen geben? Wie läuft es da bei Euch? Wohne in Bochum, also gerne auch örtliche Tipps.
Werde im Januar/ Februar wohl noch mal einen Versuch mit der Bauchfelldialyse starten, aber wenn das dann nicht klappt brauch ich ne gute Lösung. Heimhämo ist in der derzeitigen Wohnung aus Platzgründen schwierig, da müsst ich erst mal umziehen...
Hab auch meine E-Mail-Adresse auf meiner Seite angegeben, könnt mich auch gerne darüber kontaktieren.
Nun wünsche ich Euch erst mal schöne Weihnachtsfeiertage. Alles Liebe.
Steff
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- bluestar
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Re: Re: Nachtdialyse?
23 Dez. 2014 18:45wie gross ist denn deine Wohnung ? Platz für Heimhämo ist in der kleinsten Hütte. Wir hatten mal einen Patienten der seine Maschine im Wohnzimmer stehen hatte.
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- Littlesmile
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Re: Re: Nachtdialyse?
23 Dez. 2014 22:57ja, da gibt´s die abenteuerlichsten Stellmöglichkeiten für das Dialysegerät. Als mein Mann und ich vor Jahren unsere erste, gemeinsame Wohnung hatten und auch nicht gleich wieder umziehen wollten, da hatten wir die Maschine 2 Jahre in der Küche stehen. Hinten gab es eine Nische und da standen dann Bett und Maschine. Mein Mann hat dann jede Dialysenacht eine Matratze und Bettzeug geholt und hat bei mir im Dialysezimmer.. geschlafen. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Sicher, das war eine Notlösung....jetzt habe ich mein eigenes Dialysezimmer und alles ist paletti.
viele Grüße Littlesmile
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- Anonym
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Re: Re: Nachtdialyse?
24 Dez. 2014 20:54zu meiner Dia Zeit (2010), habe ich auch nachts dialysiert.
Maschine mussten wir selbst aufbauen und, wer sich selbst punktieren wollte, konnte das tun.
Allerdings war ich in Köln zur Dia.
Alles Gute und das du für dich das Richtige findest.
Schöne Weihnachten
Michaela
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