Dialyse in der DDR

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Dialyse in der DDR

16 Apr. 2012 21:27
#
Hallo, vielleicht gibt es noch User die sich daran erinnern können. Wie war die Dialyse zu DDR Zeiten? Ich habe das Gerücht gehört, das eine Auswahl von Patienten die an die Maschinen durften, stattfand. Stimmt das? Ohne das bewerten zu wollen, wie sahen die Kriterien aus und wer war an solchen Entscheidungen beteiligt. Vielen Dank für Eure Antworten

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Re: Re: Dialyse in der DDR

16 Apr. 2012 22:29
#
Hi,

das kann ich so alles nicht bestätigen. Mein Dad war mit nichten ein Funktionären, vielmehr war er ein potentieller Gegner als Pfarrer, und hat auch eine Dialyseplatz erhalten. Er hat nach 9 Monaten Dialyse dann auch eine Niere bekommen. Die Wartedauer war einfach so kurz, da jeder in der DDR ein möglicher Spender war, ob er wollte oder nicht. Daher gab es auch viele Nieren.

Richtig ist das nicht jeder an der Dialyse behandelt wurde. Aber oftmals wusste man auch garnicht das es ein Nierenproblem war. Insgesamt war das medizinische Versogungsniveau im Osten wesentlich schlecht als wie im Westen. Die Maschinen waren natürlich auch nicht die neusten wie im Westen und die Dialyse dauert auch einen ganzen Tag und hatte erhebliche Nebenwirkungen.

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Re: Re: Dialyse in der DDR

17 Apr. 2012 00:39
#
Hallo,
Ich habe zu Beginn meiner Nierenerkrankung in mehrere Dialysepatienten kennen gelernt, die in der DDR keinen Dialyseplatz bekommen haben.. Sie durften dann, obwohl noch keine Rentner, die DDR verlassen und in Berlin (West) dialysieren.( Eine der wenigen Möglichkeiten schnell aus der DDR rauszukommen.) Man stand ja auch für den Aufbau einer sozialistischen Gesellschaft als Kostenverursacher nicht mehr zur Verfügung und konnte ungehindert ausreisen
Es gab eben nicht genug Dialyseplätze. Die wurden dann wohl eher an gesellschaftlich angepasstere Genossen vergeben.
Die Dialysen in der DDR waren von Improvisationen geprägt. So wurden zur Wasseraufbereitung auch schon mal Waschmaschinenpumpen umgebaut. Dann hat man sich aber gewundert, daß etliche Patienten an Aluminiumvergiftungen verstarben.
Auch war es üblich die Dialysatoren mehrmals zu verwenden. Die wurden dann mit Formaldehyd gespüllt und zum trocknen aufgehangen. Eine Ärztin aus der ehem. DDR hat mir mal erzählt, daß es schon mal vorkam das die dann auch verwechselt wurden. Blutlecks aufgrund schlechter Materialqualität kamen häufiger vor.
Die Maschinen waren meist aus Russland und vor allem die Ersatzteile und die Wartung waren ein Problem. Technisch waren die wohl auch 10 Jahre hinterher.
Teilweise wurden wohl auch Japanische Maschinen eingesetzt die aufgrund von Kompensationsgeschäften angeschafft werden konnten.
Dennoch haben sich die Ärzte bemüht, möglichst viele Patienten im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut zu behandeln.
Auch die Fahrten zur Dialyse waren ein Abenteuer für sich. Gerade in der Provinz wurden die Patienten mit nem Transporter(Barkas)aus einem Umkreis von 100km nacheinander abgeholt und zur Dialyse gebracht. Nach der Dialyse wurden dann alle wieder nacheinander zurückgebracht. So bestand ein Dialysetag neben der eigentlichen Behandlungszeit noch aus 5 Stunden Warte- und Fahrzeit. Mir hat mal ein Patient erzählt er war an Dialysetagen von 5 Uhr früh bis 20 Uhr unterwegs.
Wer schlau war hat seinen Wohnsitz lieber westwärts verlagert und die DDR hatte ein finanziellen Problemfall weniger.

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Re: Re: Dialyse in der DDR

17 Apr. 2012 00:46
#
Übrigens gab es auch in der BRD bis in die 70er hinein nicht genug Dialyseplätze. In Berlin (West) entschied eine Ethikkommision aus Medizinern und auch Geistlichen darüber, bei welchen Patienten sich eine Behandlung noch lohnen würde. Der Rest musste halt sterben. Das war ja auch ein Grund warum das Kuratorium für Heimdialyse (KFH) gegründet wurde um jeden der eine Dialyse brauchte eine Maschine zuhause hinzustellen. Vom KFH wurden dann auch in den 70er die ersten Dialysezentren gegründet

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Re: Re: Dialyse in der DDR

17 Apr. 2012 09:22
#
Hi,

ich hab ja nicht behauptet das alle behandelt wurden. Wie gesagt oftmals wurde ja nicht mal entdeckt das jemand Nierenkrank ist...

Ich habe mich vielmehr gegen die Behauptung gewendet das nur Funktionäre schnell eine Niere erhalten haben und Dialysiert wurden...

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Re: Re: Dialyse in der DDR

17 Apr. 2012 17:46
#
Was ist bitte Bulettenhausen Ost?

Übrigens nur am Rande:

Ich bitte darum, hier keine Ost-West-Feindschaften zu schüren. Wir sollten alle objektiv und sachlich bleiben. Es wäre nett, wenn Du Deine Meinungsäußerungen etwas gewählter zum Ausdruck bringen könntest.

Meine persönliche Meinung zur DDR:

Ich bin in diesem Staat aufgewachsen, hatte ein normales Leben. Ich kann nichts Negatives sagen, wurde normal behandelt nicht nur medizinisch, sondern auch als Mensch.

Wenn ich so eingenommen wäre von meiner Meinung wie Du, dann könnte ich Deinen Kommentar als proletenhaft abtun.

Es macht aus meiner Sicht wenig Sinn sich hier in politischen Meinungen zu vertiefen und darüber zu diskutieren. Denn das würde kein Ende nehmen...

Nicht zuletzt fallen mir da 100000 Dinge ein, die besser waren als in diesem Staat Bundesrepublik Deutschland. Hier ist auch nicht alles Gold was glänzt. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich die DDR zuück haben möchte.

Du kannst gern Deine Meinung behalten, es ist ja schließlich gut und richtig, dass unser Grundgesetz die Meinungsfreiheit garantiert. Aber bitte versuche in Zukunft, Deinen verbalen Ausdruck dem Niveau des Forums anzupassen. Danke!



Herzlichst grüßt

Björn, alias beuteltier.

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Re: Re: Dialyse in der DDR

17 Apr. 2012 20:24
#
> @Krischan; Ich weis ja nicht wo ihr in der Ostzone
> gewohnt habt,aber glaube mir es konnte nicht mal
> die Hälfte der dialysepflichtigen Patienten
> behandelt werden.

Ich habe nicht in der DDR gewohnt (zum Glück), sondern in West- Berlin. Habe 1987 mehrere Dialysepatienten kennen gelernt, die von der DDR entsorgt wurden und dann nach Übersiedlung nach West- Berlin dort natürlich behandelt wurden.
Habe mein Wissen aus Berichten ehem. DDR Bürger im Rahmen der Selbsthilfegruppe.

Hab auch nie gesagt, daß es in der DDR für jeden einen Platz gab. Wer schlau war ist eben ausgereist in den Westen.

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Re: Re: Dialyse in der DDR

17 Apr. 2012 20:25
#
ich verstehe deine reaktion nicht, oder habe ich was überlesen

lg

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Re: Re: Dialyse in der DDR

17 Apr. 2012 22:34
#
DDR - Mythos und Wirklichkeit › Mythen › Gesundheitssystem
Mythos: „Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem“
Auch im immer wieder gelobten Gesundheitssystem der DDR herrschte Mangel. Das einheitliche Sozialversicherungssystem des Arbeiter- und Bauernstaates hat zwar zu einer flächendeckend garantierten, aber insgesamt qualitativ leistungsschwachen Versorgung geführt. So mussten bei spezialisierter und hochspezialisierter stationärer Behandlung, z. B. in der Herz- und Gefäßchirurgie und bei der Implantation künstlicher Gelenke, Wartezeiten von zwei und mehr Jahren in Kauf genommen werden. Für nicht einmal 40 Prozent der schwer Nierenkranken stand ein lebenswichtiger Dialyseplatz zur Verfügung. Erst Mitte der 1970er Jahre gelang es, ein einigermaßen vertretbares Verhältnis zwischen ambulanter und stationärer Versorgung zu erreichen, wobei einige Bezirke weiterhin unterversorgt blieben. Da über 60 Prozent der Krankenhäuser um 1900 erbaut worden waren und in der Folgezeit wenig saniert wurden, genügten sie vielfach nicht mehr den Anforderungen. Ebenso war die Technik in Einrichtungen der Grundversorgung vielfach veraltet. Darüber hinaus gab es bei der Versorgung mit Medikamenten und Verbrauchsmaterial häufig Engpässe. So konnten der übergroßen Mehrheit der Patienten Import-Präparate nicht dauerhaft verschrieben werden. Besonders in den 1980er Jahren wurde empfohlen, diese privat über „Westbeziehungen“ zu erwerben. Demgegenüber wurde Patienten in kirchlichen Krankenhäusern eine bessere Behandlung zuteil.
Trotz aller Defizite im DDR-Gesundheitssystem hat es auch positive Elemente gegeben. So existierten ein zentrales Tumorregister und ein nahezu lückenloser Infektionsschutz der Bevölkerung durch staatliche Impfprogramme sowie eine Vielzahl an Vorsorgeprogrammen für Kinder, Jugendliche, Schwangere und Mütter. Eine weitere Errungenschaft stellten die Polikliniken zur ambulanten ärztlichen Betreuung dar. Im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten erlaubten die genannten Einrichtungen eine sehr rationelle Behandlung.

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Re: Re: Dialyse in der DDR

17 Apr. 2012 23:14
#
Da gebe ich Björn recht, auch ich bin ein Kind der DDR und hatte ein fast normales Leben.
Der kleine Unterschied...ich musste mit 14 Jahren an die Dialyse. Ich wurde da gut behandelt, Dialyse war gut und brauchte auch nur 4 Std. zu machen...nicht so wie kleinerelch es geschildert hatte, lange Dialysezeit, und mit Nebenwirkungen hat man an den heutigen Dialysen auch zu kämpfen.
Achja...ich hatte das Glück, nach nur einem halben Jahr transplantiert zu werden!

Noch was zum Schluss.....ich war weder Kind eines Funktionärs oder sonstwas....nur ganz normaler Eltern....:)

LG Ingo

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Re: Re: Dialyse in der DDR

18 Apr. 2012 09:07
#
Hi,

das mag ja sein das dies in Berlin so war. In Berlin war ja das Leben in der Regel nicht mit dem leben im Rest des Osten zu vergleichen. Mein Dad hat selber in Berlin studiert und ist auf dem platten Land aufgewachsen. Und am Rande mein Dad hat auch Epo bekommen. Zwar nicht täglich oder wöchentlich wie heute, aber doch genug das er fast keine Infusionen brauchte. Und wie gesagt er war in keinst Weise Funktionär.

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Re: Re: Dialyse in der DDR

18 Apr. 2012 09:08
#
Hi,

mein Dad hatte zu kämpfen. Er musst dreimal in der Woche 3 Stunden nach Rostock fahren und dann drei Stunden wieder zurück und hatte ständig starke Kopfschmerzen. Aber an den freien Tagen ging es ihm so gut das er unser altes Haus bauen konnte...

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Re: Re: Dialyse in der DDR

18 Apr. 2012 16:24
#
Hallo!

Zitate gehören als solche kenntlich gemacht:
Mythos: „Die DDR hatte das bessere Gesundheitssystem“, Konrad Adenauer Stiftung

Auch wenn dort auch kein adäquater Quellennachweis steht ...

Freundliche Grüße,
fabienne

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Re: Re: Dialyse in der DDR

18 Apr. 2012 19:08
#
Hallo Fabienne,

war doch klar zu erkennen, dass es aus dem Netz war und Du es wohl auch gefunden hast. Mit der Überschrift läßt sich sofort die Quelle finden und habe es auch nicht als meine Weisheit verkauft.


ME

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Re: Re: Dialyse in der DDR

18 Apr. 2012 19:54
#
Hallo, ME,
trotzdem wär es nett für den Rest der Welt, auch üblich, eine Quellenangabe zu machen. Das macht es für andere einfacher, auf die Quelle zuzugreifen, ohne erst nochmal googlen zu müssen.

LG Antonio

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Re: Re: Dialyse in der DDR

18 Apr. 2012 22:37
#
Den Patienten, von denen ich sprach blieb gar nichts anderes übrig.
Die Ärzte haben offen gesagt, sie hätten keinen Dialyseplatz für ihn er könne ja ausreisen oder ins Gras beißen.
Seine Familie könne er ja als Westbürger besuchen. War ja nur 2,5km weiter, kostete aber DM 25,- Eintritt pro Tag mit kostenloser Durchsuchung jedesmal.
Nun ja, der hatte auch keine engere Familie (nur ne verheiratete Tochter) und vor allem keinen Funktionär in der Familie der ihm einen Dialyseplatz besorgen konnte.
Hab das Thema mal gestern mit ex DDR- Dialyseschwestern besprochen. Die sagten, daß die Lebenserwartung von Dialysepatienten in der DDR aufgrund der Mängel (kein EPO usw) doch ausgesprochen gering war. Ein Glück ist dieser Treppenwitz der Geschichte vor über 20 Jahren untergegangen.

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Re: Re: Dialyse in der DDR

19 Apr. 2012 02:22
#
@ all

Hallo Atonio, das hat jetzt alles nichts mit Dir zu tun. Nur irgendwo musste ich diesen Beitrag ja anhängen.

Vor nunmehr 34 Jahren habe ich meine erste Stadtführung gemacht. Seit dem hatte ich es mit sehr vielen Reisegruppen zu tun gehabt und wohl einige Tausend Menschen, sei es bei Reiseleitungen oder auch bei Stadtführungen, getroffen.

Vor meiner ersten Tour haben mich erfahrene Kollegen darauf hingewiesen, Diskussionen mit ganzen Gruppen zu bestimmten Themen nach Möglichkeit zu vermeiden, da es sehr schnell zum Streit kommen könnte bei dem dann auch Worte fallen können, die eigentlich niemand will, aber nicht zurück genommen werden können. Sie sind in der Welt.

Ich habe das nicht geglaubt, aber sehr schnell lernen müssen, dass die Warnung vollkommen gerechtfertigt war.
Es gibt eben Themen die sehr emotional diskutiert werden. Das kann selbst dann schwierig sein, wenn sich die Diskutanten gegenüber sitzen. Noh schwieriger ist es, wenn so eine Diskussion in einem Internetforum stattfindet, wo sich die Diskutanten nicht kennen, nicht sehen und nicht hören können.
Da kommt es dann manchmal auf das einzelne Wort oder die einzelne Formulierung an, was in einem geschriebeen Zusammenhang falsch verstanden werden kann.

Daher habe ich nur eine Bitte. Geht trotz sehr kontroverser Meinungen, in solch einer hoch emotionalen Diskussion, respektvoll miteinander um. Schnell kann sich jemand allein schon durch eine missverständliche Formulierung angegriffen fühlen, was mit Sichergeit nicht so gewollt war.

Das Diskussionsthema finde ich sehr interesant und trotzdem.....


Danke für Euer Verständnis sagt
Limo

PS: @Antonio, wie gesagt hat nichts mit Dir zu tun.

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Re: Re: Dialyse in der DDR

19 Apr. 2012 17:03
#
Krischan schrieb:
>Ein Glück ist dieser
>Treppenwitz der Geschichte vor über 20 Jahren
> untergegangen.

Hallo Krischan,
das ist das Problem nach über 20 Jahren Wiedervereinigung.
Die Heimat, das bisherige Leben der beide Wiedervereinigten ist für den einen und den anderen nur ein Witz.
Und das, lieber Krischan, wir mit einigem zeitlichen Abstand aber auch mit großer Sicherheit jemand auch über deine Heimat sagen.
Ich habe keine 30 Jahre in einem Witz gelebt. Es war nicht immer einfach, aber das war es für die Menschen im Westteil auch nicht.
Meine Jugend, die erste Liebe und auch die Zweite und alle die vielen dazwischen, aber auch die letzte habe ich dort gefunden. Ich habe Freundschaften fürs Leben kommen und jetzt auch leider die ersten für immer verloren. Riesen Arschl..... und selbstlose Helfer sind mir über den Weg gelaufen. Kleinliche Kleingeister haben ihre Veräter und Zuträger in mein Leben schnüffeln lassen und einige Türen sind auch von ihnen zugetreten worden.
Trotzdem habe ich beruflich und privat ales gegeben. Habe 2 Facharbeiterbriefe und ein halbes Studium. Ein Haus gebaut und 2 Kinder erzogen, meine Eltern beerdigt => alles vergleichbar mit meinem fiktiven West Pedant.
Und ich war glücklich und bin es bis heute geblieben.

gerdgerd

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Re: Re: Dialyse in der DDR

19 Apr. 2012 21:25
#
Wusste, daß das zur Provokation führt. Es geht nicht um die Lebensleistung einzelner. (Als Berliner habe ich selbst die Hälfte meiner Verwandschaft dort gehabt), sondern ums System. Wenn ein Staat auf seine eigenen Bürger schießt nur weil sie das Land verlassen wollen... ????? wie soll man das nennen. Habe immer alle DDR Bürger bewundert, die trotz widrigster Umstände das beste draus gemacht haben. Wir haben übrigens immer für unsere Verwandten Medikamente mitgebracht, die in der DDR nicht zu bekommen waren. Mehrer Verwandte von mir saßen dort auch wegen Systemkritik im Knast.

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Re: Re: Dialyse in der DDR

20 Apr. 2012 13:09
#
Es geht doch eigentlich um die Dialyse in der DDR, und die war eben quantitativ und qualitativ nicht auf Westniveau. Hatte ja auch geschrieben, daß ich vor allem die Ärzte und Schwestern bewundert habe, die meist bis an ihre Grenzen gegangen sind um die bestmöglichste Behandlung zu gewähren. Hatte übrigens neben Verwandtenbesuchen viel mit DDR-Bürgern privat zu tun und auch später geschäftlich. Habe auch viele Freunde dort gehabt und immer noch. Die hatten da auch seinerzeit viel Spaß, haben das beste daraus gemacht und es ging auch nicht immer nur ums Geld wie im Kapitalismus. Finde es nur immer komisch, daß sich Leute persönlich angegriffen fühlen, wenn man das Staatsystem kritisiert oder Mißstände anspricht, für die die meisten ja nichts konnten. Ich habe dort Sachen mitbekommen und erlebt, die glaubt kaum jemand. Aber wenn wir das weiter diskutieren möchten, dann wohl lieber in der Boxbude und Trollwiese
Gruß an alle in West und Ost, Nord und Süd........Krischan

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Re: Re: Dialyse in der DDR

20 Apr. 2012 15:37
#
Krischan schrieb:
>Aber wenn wir das weiter diskutieren
> möchten, dann wohl lieber in der Boxbude und
> Trollwiese
> Gruß an alle in West und Ost, Nord und
> Süd........Krischan

Recht hat er, der Krischan.
Falsches Forum und am Thema vorbei.
Habe gedankenlos auf Gedankenloses reagiert.
Und eigendlich auch völlig sinnfrei. Mein Sohn hat in Hessen Studiert, in Rostock gearbeitet, nach Oslo versetzt und von dort mit einer Oberbayerin wieder nach Thüringen gekommen. Mein Vater hat im 2. Weltkrieg Orginalton Papa .....in einer mit Schwaben verseuchten Kompanie ..gekämpft. Und ist nach der Wende zu jeden Kameradentreffen und leider auch Beerdigungen auf die Alb gefahren.
Und mir ist von der Mentalität her jeder Hesse oder Niedersachse näher als ein Bayer. Wertfrei. Die ware Grenze läuft nicht mehr durch ost und west sondern wie es immer war, zwischen Nord und Süd. Und das ist Gesund so.

gruß

gerdgerd

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