Probleme mit Fahrdienst (unnötig lange Fahrzeit)

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Probleme mit Fahrdienst (unnötig lange Fahrzeit)

11 Aug. 2026 14:31
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Es ist schwierig hier einen Fahrdienst zu bekommen. Während ich auf der Suche war hat die Krankenkasse eingereichte Taxiquittungen gezahlt.

Nun habe ich ein Problem mit dem aktuellen Fahrdienst. Die normale Fahrzeit beträgt 30 Minuten. Anfangs wurde ich 40 Minuten vorher abgeholt, was ja sinnvoll ist. Inzwischen werde ich 60 Minuten früher abgeholt, weil ein anderer Patient mit abgeholt wird (mit Umweg). Ich kann die (finanziellen) Nöte des Fahrdienstes ja verstehen, aber dennoch: muss ich das bei regelmässig geplanten Fahrten hinnehmen? Kann ich erwarten, dass die KK als Alternative Taxifahrten zahlt?

Wie gehen Krankenkassen mit derartigen Verzögerungen um? Gelten sie als zumutbar? Es gibt zu dem Thema doch sicher auch Urteile.

 

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Re: Probleme mit Fahrdienst (unnötig lange Fahrzeit)

16 Aug. 2026 18:11
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Hab mal die KI befragt.
2. Sammeltransporte und WartezeitenZumutbar (in Grenzen): Die Krankenkasse darf verlangen, dass Sie im Rahmen eines Sammeltransports zusammen mit anderen Patienten gefahren werden, um Kosten zu sparen. Geringfügige Umwege und marktübliche Wartezeiten bei der Abholung (ca. 15 bis 30 Minuten) müssen akzeptiert werden.
Nicht zumutbar: Extrem lange Umwege, die zu massiven Verzögerungen führen, oder stundenlanges Warten nach der anstrengenden Behandlung sind unzumutbar. Nach der Dialyse ist der Kreislauf oft stark geschwächt. Der Transporteur muss die gesundheitliche Belastung berücksichtigen.

Zumutbare WartezeitenWartezeiten vor und nach der Behandlung sind die häufigste Konfliktquelle. Es gibt keine starre gesetzliche Minutengrenze, jedoch Richtwerte aus der Rechtsprechung der Sozialgerichte:Nach der Dialyse: Wartezeiten von 30 bis maximal 60 Minuten auf den Rücktransport werden in der Regel als zumutbar eingestuft, sofern der Patient in einem klimatisierten/beheizten Warteraum des Dialysezentrums sitzen kann.Vor der Dialyse: Der Transport muss so rechtzeitig erfolgen, dass der Behandlungstermin pünktlich beginnt. Extrem verfrühte Ankunftszeiten (z. B. mehr als 45 Minuten vor Termin), nur weil es in die Tour des Fahrdienstes passt, sind grenzwertig und müssen nicht klaglos hingenommen werden.Was ist UNzumutbar? Wartezeiten von deutlich über einer Stunde nach einer anstrengenden Blutwäsche sind medizinisch oft nicht vertretbar.
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Re: Probleme mit Fahrdienst (unnötig lange Fahrzeit)

16 Aug. 2026 18:47
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Mein Unternehmen hat mal mehrere Patienten mit Rollator gefahren nach der Dialyse und mir gesagt, als ich noch am Abdrücken war, er hole mich gleich danach ab. War länger als eine Stunde, kurzer Tag. Alle waren gegangen, aber die Ärztin durfte erst gehen, wenn der letzte Patient das Grundstück verlassen hätte. So hat die Ärztin ihren Bus verpasst und den Nachhilfetermin mit ihrer Nichte. Ich war so sauer. Mir wurde gesagt, 45 Minuten dürften es sein. S. Papayas Antwort. 

Später ist ein Fahrer einen Riesenumweg gefahren, um eine Patientin vor mir abzusetzen. Er wollte mir nicht glauben, dass er auf der Autobahn, nachdem er mich zuerst abgesetzt hätte, viel früher mit ihr zu Hause wäre. Also musste ich durch die Stadt und 40 statt 10 Minuten über die Dörfer mit ihr gurken. Zwischendurch musste sie noch beim Obstbauern anhalten und Kirschen kaufen. Darauf hat der Gahrer sich eingelassen.  Bei der nächsten Fahrt hat der Fahrer sich bei mit entschuldigt. Ich hätte Recht gehabt. Andersrum wäre es schlauer gewesen. 

Bin in den 9,5 Jahren auch mindestens 3x morgens ohne Nachricht an der Straße stehen gelassen worden. Einmal hat die Fahrerin die Adresse nicht gefunden (Navi!), einmal hat sie verschlafen und einmal hat die Disponentin mich schlicht vergessen. Ich habe dann angerufen und gesagt, ich führe jetzt selbst- "aber abholen sollen wir Sie?". 

Einmal habe ich zusammen mit einem gehbehinderten alten Herrn nach der Dialyse auf dem Hof gestanden und angerufen, was los sei. "Ich habe heute keinen Fahrer für Sie." Der bog aber in dem Moment um die Ecke. Sie kann auf dem Display sehen, wo sich ihre Fahrer befinden. 

Das hilft dem Fragesteller jetzt auch nicht weiter, aber von daher ist es gut, dass Du, Papaya, das mal zusammengefasst hast. Weil ich dermaßen sauer gewesen bin, hat mich einmal der Chef selbst gefahren und mir 2x einen Riesengutschein für die hiesige Eisdiele geschenkt. Wollte wohl schlechte Publicity vermeiden. 

Horst Tappert, Du könntest auch mal bei Deiner Krankenkasse nachfragen, wie die Regeln sind. Schließlich genehmigt sie die Fahrten und bezahlt sie auch zum größten Teil. 

Liebe Grüße, Ulrike 

 
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