Tacrolimus / Haarausfall
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- Ulineu
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Re: Tacrolimus / Haarausfall
11 Juli 2018 07:54Mir sind in meiner ersten Diaphase ordentlich die Haare ausgegangen und haben Löcher auf dem Hinterkopf hinterlassen. In den letzten 20 Jahren hatte ich einige OPs mit anschließendem Haarausfall. Mein Friseur schneidet mir die Haare seit 20 Jahren so, dass es nicht auffällt. Vielleicht ist das auch eine Option bei Dir?
LG, Ulrike
Liebe Grüße, Ulrike
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- Christian
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Re: Tacrolimus / Haarausfall
11 Juli 2018 10:18 - 11 Juli 2018 10:29Frage zu deinem Job, hast du dir eigentlich eine staatliche Förderung zum Ausgleich des Wettbewerb-Nachteils gegenüber Gesunden geholt.
Bin zwar Österreicher, aber in Deutschland müsste es doch ähnlich sein.
Bei uns hat man zuerst als Dialysepatient rein rechtlich einen 100% Behinderungsgrad, der erst nach 2 Jahren NTX auf 50% gesenkt wird.
Somit kann man sich beim Behinderten-Dachverband einen Behindertenausweis ausstellen lassen, sowie eine Förderung beantragen.
Falls man sich entschließt mit so einer Förderung arbeiten zu gehen, zahlt der Staat 50% vom Brutto-Lohn und die eigene Firma übernimmt nur 50% der Kosten. (Damit der Arbeitgeber geneigt ist Rücksicht zu nehmen, er zahlt ja weniger.)
Außerdem kriegt man sehr leicht einen ruhigen Job bei der Gemeinde, z.B. direkt auf der Krankenkasse, da kriegt man nur mit Behinderten-Status eine Anstellung.
Denke das letzte, worum sich ein Transplantierter Sorgen machen sollte, ist die berufliche Zukunft, darum gibt es ja eigentlich staatliche Förderungen.
Soweit ich weiß, hat Deutschland auch 1:1 das selbe System. Und du wirkst wie eine sehr gewissenhafte Arbeitnehmerin, mit der Einstellung solltest du leicht was Besseres finden.
lg
Chris
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- kohana
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Re: Tacrolimus / Haarausfall
11 Juli 2018 12:31Für die Psyche: es ist „nur“ Haarausdünnung. Das Haar fällt nicht in Büscheln aus, wie bei Chemotherapie. Schwacher Trost, wenn man, wie ich, schon immer dünne und nur wenig Haare hatte.
Bei mir fing es auch ziemlich pünktlich 3 Monate nach der Tx an. Von einem Tag auf den anderen. Ich war … schockiert und schluckte ab dann jedes Mal leer, wenn ich nach dem Bürsten meine Haarbürste anschaute.
Ich habe zuerst ausführlich gegoogelt v.a. in Foren die von Transplantierten besucht werden. Viele haben beschrieben, was sie alles versucht hätten (Mittelchen, Wässerchen, Medikamente zum Einnehmen), und wie sich der Erfolg dann nach 3-7 Monaten eingestellt habe. Einige haben geschrieben, dass sie mehr oder weniger nichts gemacht hätten, und sich der Haarverlust nach 3-7 Monaten gebessert habe. Es hatte auch ein paar, bei denen es nicht aufhörte (wahrscheinlich mehrere Auslöser?).
Dann habe ich mit „meiner“ Apothekerin gesprochen. Sie vermutete eine Kombination von Operationsstress inkl. Narkose, Wechseljahre und vor allem Medikamenten.
Sie bestätigte, dass keines der Mittelchen (sei es zum Einnehmen, Einmassieren oder Haarpflegemittel), für die euphorisch geworben wird, Wirkung zeigen wird. Sie kennt EIN Mittel, das eine gewisse Wirkung zeige, aber nur solange man es anwende (1). Bedenken müsse man dabei aber:
- es gibt auch bei diesem Mittel keine 100%-Garantie, dass es wirkt
- Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen, Kopfhaut ist empfindlich
- ich habe gar nicht erst nach den Kosten gefragt…
- eine Wirkung wird sich erst nach ca. 3 Monaten zeigen.
Neu war für mich, dass alle Ereignisse oder Massnahmen, die den Haarboden betreffen (Haarwurzeln, Haarwuchs, Haarausfall usw.) betreffen, immer mit ca. 3 Monaten Verspätung eintreffen. Also Beginn der Haarausdünnung – 3 Monate nach Operation. Besserung – 3 Monate nach Abschwächung oder Beseitigung der Ursache oder nach Beginn einer Behandlung.
Ihr Rat war, Geduld zu haben, zuzuwarten, ob die Haarausdünnung nach 3-4 Monaten nach der Operation und der damaligen höchsten Dosierung von Medikamenten zurückgeht. Wenn es dann nicht aufhöre, könne man immer noch schauen. Ich fand das eine starke Antwort von einer Apothekerin, die mir alles Mögliche hätte verkaufen können…
6-7 Monate nach der Tx hatte ich den Eindruck, dass weniger Haare ausfallen. Einen Monat später war es offensichtlich – nur noch eine normale Menge Haare blieben in der Haarbürste hängen. 4 Monate später hat mir meine Coiffeuse meine 4cm langen „jungen“ Haare gezeigt. Aus ihrer Erfahrung waren sie während der letzten Monate ca. 1cm pro Monat gewachsen.
Nach Beginn des Haarausfalls hat mir eine Nephrologin des Transplantationszentrums gesagt, dass Patienten verstärkten Haarwuchs meist als schlimmer empfinden als Haarausfall/ausdünnung. Vor allem bei Sandimmun trete das auf.
Später hat mir mein „Stamm-Nephrologe“ gesagt, dass nach seiner Erfahrung nicht Tacrolimus sondern eher Kortison an der Haarausdünnung schuld sei. Auch davon nimmt man natürlich nach der Tx am Anfang sehr hohe Dosen.
Ich habe mich während der Haarausfall-Phase umgesehen, was ich machen könnte, wenn es gar nicht mehr aufhört:
- eine Frisur für sehr dünnes Haar machen lassen, meist Kurzhaar, eher helle Haare (färben). Braucht sehr gute Beratung!
- mit mehr oder weniger breiten Stirnbändern arbeiten zB www.gutbehuetet.info/accessoires/stirnba...ner-haarausfall.html
- wenns ganz schlimm wird: Kopftücher zB www.haircoaching.de/
Lieber Gruss und ääähm Kopf hoch
Kohana
(1) Mein Dermatologe hat mir kürzlich bei meiner ersten Jahreskontrolle gesagt, dass er auch nur einen Spray kenne, der wirke, aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man den Spray dann ein Leben lang verwenden müsse, weil der Haarausfall wieder beginne, sobald man damit aufhöre.
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- kid
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Re: Tacrolimus / Haarausfall
18 Juli 2018 12:26ich kann dich super gut verstehen. Bei mir (42 Jahre, weiblich) war es genau gleich. Drei/vier Monate nach der NTX (vor mittlerweile drei Jahren) fielen mir unglaublich viel Haare aus. Ich hab nur noch geheult und habe mich damit abgefunden, dass ich wohl eine Glatze bekomme. Meiner Meinung nach sind es vor allem Tacrolimus, Kortison und die vielen anderen Medis, die den Haarausfall verursachen. Aber: die Haare wachsen nach einem halben Jahr wieder nach. Ich hab ganz viele Mini-Haare bekommen, wie ein Fell unter den langen. Ich möchte dir Mut machen, verzweifle nicht, meine Haare sind jetzt wieder völlig ok! Alles Gute für dich!!
Herzliche Grüße, kid
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- kohana
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Re: Tacrolimus / Haarausfall
19 Juli 2018 14:12Dieser Artikel scheint mir ganz interessant flexikon.doccheck.com/de/Telogenes_Effluvium
Auch dieser Artikel geht recht ins Detail: www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=2603
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- kohana
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Re: Tacrolimus / Haarausfall
03 Aug. 2018 21:07Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Tacrolimus / Haarausfall
03 Aug. 2018 23:38Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Tacrolimus / Haarausfall
05 Aug. 2018 22:11Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Tacrolimus / Haarausfall
06 Aug. 2018 13:13Autokorekktur. Natürlich ist es Zink. Hilft aber sehr gut.
LG Elke
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Re: Tacrolimus / Haarausfall
03 Nov. 2020 19:52 - 13 Nov. 2020 12:06Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
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Re: Tacrolimus / Haarausfall
12 Nov. 2020 23:25Anja schrieb: Hallo zusammen,
ich bin Anja, 46 Jahre alt, seit 03.03.2018 Niere/Pankreas transplantiert - ein Frischling.
Pünktlich 4 Monate nach der Transplantation beginnen meine Haare auszufallen wie... mir fällt kein passendes Wort ein; es sind Unmengen. Mir ist bekannt, dass Tacrolimus diese Nebenwirkung hat, mir ist auch bekannt, dass sie dosisabhängig ist und dass bei den meisten die Haare in voller Stärke nachwachsen. Man liest auch viel darüber, dass Zink + Biotin bei vielen geholfen hat.
Alles schon und gut, ich halte mich auch für soweit seelisch gefestigt, dass ich nach einer kurzen schlimmen Phase mit allem klar kommme
ABER: Ich bin in einem Job mit Kundenkontakt tätig und kann mir in dem Kontext nicht alles leisten, wonach mir gerade der Sinn ist - oder den Medikamenten, die ich gerade nehme.
Meine Frage in die Runde: Wie sind denn bei denen, die vom Haarausfall betroffen waren die Erfahrungen: bei welchem Tacrolimus-Spiegel wurde es besser / hat es aufgehört?
Mein Zentrum hat einen Rhythmus von 3 / 6 / 12 Monaten, in denen der Ziel-Tac-Spiegel gesenkt wird. Ich hoffe, dass die nächste Phase die helfende ist.
vG
Anja
Ich suchte nach Antworten auf die Frage , wie man mit 22 Jahren aufhören kann, kahl zu werden, schließlich stolperte ich über den posten einer Frau, die sich in dieses Thema vertiefte. Sie riet den Menschen, Probleme mit den harmonen zu lösen, die die Nebennieren absondern , und B5 zu trinken, nachdem diese Behandlungen aufgehört haben, kahl zu werden , genau wie ich
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- kohana
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Re: Tacrolimus / Haarausfall
13 Nov. 2020 10:54dem Moderator gemeldet :boing:
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Re: Tacrolimus / Haarausfall
13 Nov. 2020 12:38Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- NTX_2003
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Re: Tacrolimus / Haarausfall
10 Dez. 2020 11:08ich weiß nicht ob Frau Anja immer noch Probleme hat mit den Haaren.
Zb. im März 2020 war mein Spiegel also vom Vitamin D nur bei 10 was sehr sehr wenig ist, also ein untermangel.
Daher hatte ich mir auch Vitamin D3+K2 (Kalzium weitertransport dafür ist K2 ideal) 1000 IE!
Erst hatte mir der Arzt Derkistol aufgeschrieben: 20.000 IE ohne K2, alle 14 sollte ich 1x nehmen.
Für mich ergibt das kein Sinn, weil die Zellen dadurch nicht genügt angeregt werden.
Nachdem ich mich sehr informiert hatte, selbst welche dann gekauft.
Aber vielleicht sollte du mal auch mit Absprache deines Arztes Haarvitamine kaufen?
Zumindest bei mir hat u.a. es geholfe.
LG LUKE
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