Epo nach NTX ?
- Mucky
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Epo nach NTX ?
24 Feb. 2021 22:59 - 24 Feb. 2021 23:33
An die NTXler,
hat von euch jemand nach der NTX noch Epo spritzen müssen weil der HB zu niedrig war?
Eine ehemalige Dia . Bekannte hatte einen HB nach der NTX ( ca. vor 1 Jahr NTX) um die sieben und muss laut Doc. auf unbestimmte Zeit Epo spritzen, obwohl der HB jetzt wieder auf 11,7 ist.
Ich hatte auch einen HB von 7,4 nach der NTX ( NTX 01.07.19) und habe heute einen HB von 12 (rot Blutkörperchenbildung sehr gut / Hämatokrit 35 wahrscheinlich für ein Hobit zu hoch!? :lach: ) obwohl ich wenig bis kein Fleisch esse.
Ich frage mich, wie man im Fall meiner Bekannten heute schon sagen kann, dass man Epo eventuell für immer spritzen muss, obwohl die NTX noch kein Jahr her ist; und der Körper sich noch auf die neue Situation einstellen muss.
Es spielt doch jetzt mit unter auch die Ernährung eine große Rolle , dass die Bildung von roten Blutkörperchen stattfinden kann , aber das dauert doch , oder !?
Interessiert mich einfach nur :hm:
hat von euch jemand nach der NTX noch Epo spritzen müssen weil der HB zu niedrig war?
Eine ehemalige Dia . Bekannte hatte einen HB nach der NTX ( ca. vor 1 Jahr NTX) um die sieben und muss laut Doc. auf unbestimmte Zeit Epo spritzen, obwohl der HB jetzt wieder auf 11,7 ist.
Ich hatte auch einen HB von 7,4 nach der NTX ( NTX 01.07.19) und habe heute einen HB von 12 (rot Blutkörperchenbildung sehr gut / Hämatokrit 35 wahrscheinlich für ein Hobit zu hoch!? :lach: ) obwohl ich wenig bis kein Fleisch esse.
Ich frage mich, wie man im Fall meiner Bekannten heute schon sagen kann, dass man Epo eventuell für immer spritzen muss, obwohl die NTX noch kein Jahr her ist; und der Körper sich noch auf die neue Situation einstellen muss.
Es spielt doch jetzt mit unter auch die Ernährung eine große Rolle , dass die Bildung von roten Blutkörperchen stattfinden kann , aber das dauert doch , oder !?
Interessiert mich einfach nur :hm:
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- Ulineu
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Re: Epo nach NTX ?
24 Feb. 2021 23:20
Liebe Mucky, ich weiß nicht mehr, ob ich es die ganze Zeit gebraucht habe, aber ich habe jedenfalls in vielen Jahren bis zum Schluss Epo gespritzt. Obwohl ich - leider - oft Fleisch gegessen habe. Ich habe auch Eiseninfusionen bekommen. Anscheinend hat meine Niere diese Funktion nicht hinbekommen. Aber wann das anfing, weiß ich nicht mehr.
Hier melden sich vielleicht noch andere, denn ich glaube, Epo ist bei TX nicht so selten.
Liebe Grüße von Ulrike
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- Papaya
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Re: Epo nach NTX ?
25 Feb. 2021 05:34
Ich bin jetzt 28 Monate NTX und mein Nierchen muss immer noch mit Epo unterstützt werden. Mein Eisenwert ist ok.
Liebe Grüße
Sabine
Liebe Grüße
Sabine
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- kohana
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Re: Epo nach NTX ?
25 Feb. 2021 20:42 - 03 März 2021 17:28
Ich wollte etwas testen und habe den Test wieder gelöscht und dabei irrümlicherweise den nächsten Beitrag auch noch gelöscht. :schäm:
SORRY... ich weiss nicht mehr, von wem er war. Bitte nochmals reinschreiben....
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- fabienne
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Re: Epo nach NTX ?
27 Feb. 2021 13:18
Hallo,
unmittelbar nach einem operativen Eingriff nutzt EPO nichts - weder das körpereigene noch die Zufuhr als Medikament. Der Körper ist dann (auch bei regelhaftem Heilungsverlauf ohne Wundinfektion) mit Entzündungsreaktionen befasst. Sowohl die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) mit dem Hämoglobin (das man als Hb-Wert misst) als auch die weißen Blutkörperchen (die man als Leukozyten u.a. misst) werden an demselben Ort (rotes Knochenmark) gebildet. Wegen der Entzündungsreaktion hat die Neubildung weißer Blutkörperchen vorerst höhere Priorität; die Neubildung roter Blutkörper erfolgt nachrangig. Darum wird die Botschaft, für die das EPO zuständig ist ("Knochenmark, bilde mehr rote Blutkörperchen!"), nicht bedarfsgerecht umgesetzt.
Bei mir sind im April 2006 die Gaumenmandeln entfernt worden. Der Hb-Wert betrug vorher mit Eisentabletten immer mehr als 10,5 g/dl. Ab der OP sank er trotz weiterer Eiseneinnahme stetig ab. Dennoch wartete der Nephrologe ab, bis der Hb-Wert im Juni von dem Tiefpunkt von 9,2 g/dl auf 9,6 g/dl anstieg. Erst dann verordnete EPO, das ich seither nutze. (Das Kreatinin betrug Ende Juni 1,88 mg/dl; es war wegen der "Störung" durch die OP vorübergehend auf 2,7 mg/dl gestiegen.)
Verlauf 2006
KW12 10,9 g/dl
KW16 Mandel-OP
KW17 10,0 g/dl
KW18 9,6 /dl
KW19 9,6 g/dl
KW20
KW21
KW22 9,2 g/dl
KW23
KW24 9,2 g/dl
KW25
KW26 9,6 g/dl, EPO-Start
KW27
KW28
KW29
KW30
KW31 13,6 g/dl
(KW = Kalenderwoche)
Freundliche Grüße,
fabienne
PS: Die Blutabnahmen erfolgten wegen des Hb und des gestiegenen Kreatinin so engmaschig. Regulär finden damals wie heute die Blutabnahmen etwa alle zwei Monate statt. Inzwischen ist 2,7 mg/dl leider ein normaler Kreatininwert bei mir und Werte um 1,8 sind längst Geschichte.
unmittelbar nach einem operativen Eingriff nutzt EPO nichts - weder das körpereigene noch die Zufuhr als Medikament. Der Körper ist dann (auch bei regelhaftem Heilungsverlauf ohne Wundinfektion) mit Entzündungsreaktionen befasst. Sowohl die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) mit dem Hämoglobin (das man als Hb-Wert misst) als auch die weißen Blutkörperchen (die man als Leukozyten u.a. misst) werden an demselben Ort (rotes Knochenmark) gebildet. Wegen der Entzündungsreaktion hat die Neubildung weißer Blutkörperchen vorerst höhere Priorität; die Neubildung roter Blutkörper erfolgt nachrangig. Darum wird die Botschaft, für die das EPO zuständig ist ("Knochenmark, bilde mehr rote Blutkörperchen!"), nicht bedarfsgerecht umgesetzt.
Bei mir sind im April 2006 die Gaumenmandeln entfernt worden. Der Hb-Wert betrug vorher mit Eisentabletten immer mehr als 10,5 g/dl. Ab der OP sank er trotz weiterer Eiseneinnahme stetig ab. Dennoch wartete der Nephrologe ab, bis der Hb-Wert im Juni von dem Tiefpunkt von 9,2 g/dl auf 9,6 g/dl anstieg. Erst dann verordnete EPO, das ich seither nutze. (Das Kreatinin betrug Ende Juni 1,88 mg/dl; es war wegen der "Störung" durch die OP vorübergehend auf 2,7 mg/dl gestiegen.)
Verlauf 2006
KW12 10,9 g/dl
KW16 Mandel-OP
KW17 10,0 g/dl
KW18 9,6 /dl
KW19 9,6 g/dl
KW20
KW21
KW22 9,2 g/dl
KW23
KW24 9,2 g/dl
KW25
KW26 9,6 g/dl, EPO-Start
KW27
KW28
KW29
KW30
KW31 13,6 g/dl
(KW = Kalenderwoche)
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fabienne
PS: Die Blutabnahmen erfolgten wegen des Hb und des gestiegenen Kreatinin so engmaschig. Regulär finden damals wie heute die Blutabnahmen etwa alle zwei Monate statt. Inzwischen ist 2,7 mg/dl leider ein normaler Kreatininwert bei mir und Werte um 1,8 sind längst Geschichte.
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- Christian
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Re: Epo nach NTX ?
27 Feb. 2021 13:34 - 27 Feb. 2021 13:50
Die Entfernung der Mandeln ist sogar ein eigener Störfaktor für die Blutbildung.
Weil es gibt noch die Lymphozyten, ebenfalls weiße Blutkörperchen die in den Lymphknoten gebildet werden. Die Mandeln sind auch nur hervorstehende Lymphknoten und wenn die anschwellen, dann sorgt das für Über-Aktivität die dann durch die Operation unterbrochen wird. (Dass die Mandeln garkeine Funktion haben ist ein weit verbreiteter Aberglaube, man braucht sie nur nicht weil man eh genug andere Lymphknoten besitzt.)
Lustige Trivialinfo, meiner Schwester sind die Mandeln über 10 Jahre nach der Entfernung wieder nachgewachsen.
lg
Chris
Weil es gibt noch die Lymphozyten, ebenfalls weiße Blutkörperchen die in den Lymphknoten gebildet werden. Die Mandeln sind auch nur hervorstehende Lymphknoten und wenn die anschwellen, dann sorgt das für Über-Aktivität die dann durch die Operation unterbrochen wird. (Dass die Mandeln garkeine Funktion haben ist ein weit verbreiteter Aberglaube, man braucht sie nur nicht weil man eh genug andere Lymphknoten besitzt.)
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Re: Epo nach NTX ?
28 Feb. 2021 20:01 - 28 Feb. 2021 23:02
Hallo in die Runde,
Vielen Dank für eure Antworten; es sind ja noch viele die nach einer NTX auf Epo angewiesen sind, woran das liegt :hm:
Ich habe wie erwähnt ; noch nie eine Konserve oder Epo nach der NTX benötigt.
Epo regt die Blutbildung an , und ohne Epo keine Blutbildung , oder gibt man dem Körper nach einer NTX nur zu wenig Zeit den Prozess selber in den Gang zu bringen :hm: ?
Ich war froh, dass ich von den Ärzten einige Zeit bekommen habe ( war abhängig von den Laborwerten) , dass mein HB sich innerhalb kurzer Zeit erhöhte und bis heute Epo frei bin.
LG
Vielen Dank für eure Antworten; es sind ja noch viele die nach einer NTX auf Epo angewiesen sind, woran das liegt :hm:
Ich habe wie erwähnt ; noch nie eine Konserve oder Epo nach der NTX benötigt.
Epo regt die Blutbildung an , und ohne Epo keine Blutbildung , oder gibt man dem Körper nach einer NTX nur zu wenig Zeit den Prozess selber in den Gang zu bringen :hm: ?
Ich war froh, dass ich von den Ärzten einige Zeit bekommen habe ( war abhängig von den Laborwerten) , dass mein HB sich innerhalb kurzer Zeit erhöhte und bis heute Epo frei bin.
LG
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- Christian
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Re: Epo nach NTX ?
28 Feb. 2021 20:34 - 28 Feb. 2021 20:49
Der Logik nach müsste jeder Niere darauf ausgelegt sein, die Hälfte des nötigen EPO selbst zu produzieren. Vielleicht reicht eine alleine zu selten. Vielleicht ist Produktionsleistung nicht mit der Filterleistung zu vergleichen und kann sich stark unterscheiden.
Muss das überhaupt beim Spender im Gleichgewicht sein, dass beide Nieren gleich gut EPO produzieren, oder gibt es da auch unterschiede?
-> Vielleicht hat man die faulere Niere erwischt was die EPO-Produktion angeht?^^
Vielleicht war der Spender aber auch ein fleißiger Blutspender und die Nieren wurden schon seit Jahren auf EPO-Produktion gedrillt? Wirkt sich vielleicht auch aus.
Fragen über Fragen, interessantes Thema....würde auch gerne mehr wissen!
Ich hätte da eine Theorie: Der Teil der Niere der EPO produziert müsste sich wie eine Drüse verhalten. Damit eine Drüse mehr produzieren kann, muss sie anschwellen, was durch permanente Kortison-Therapie blockiert wird, also kann die Spenderniere die EPO-Produktion garnicht über das Normalniveau von 50% erhöhen.
Andere Drüsen im Körper verhalten sich auf Kortison ja genauso, was bei der Bauchspeicheldrüse zu Diabetis führen kann, kann bei der Spenderniere die EPO-Produktion dämpfen und vermutlich über Jahre sogar weiter reduzieren. (Prednisolon = Bruder vom Kortison, falls jemand glaubt er würde keines nehmen....)
Muss das überhaupt beim Spender im Gleichgewicht sein, dass beide Nieren gleich gut EPO produzieren, oder gibt es da auch unterschiede?

-> Vielleicht hat man die faulere Niere erwischt was die EPO-Produktion angeht?^^
Vielleicht war der Spender aber auch ein fleißiger Blutspender und die Nieren wurden schon seit Jahren auf EPO-Produktion gedrillt? Wirkt sich vielleicht auch aus.
Fragen über Fragen, interessantes Thema....würde auch gerne mehr wissen!

Ich hätte da eine Theorie: Der Teil der Niere der EPO produziert müsste sich wie eine Drüse verhalten. Damit eine Drüse mehr produzieren kann, muss sie anschwellen, was durch permanente Kortison-Therapie blockiert wird, also kann die Spenderniere die EPO-Produktion garnicht über das Normalniveau von 50% erhöhen.
Andere Drüsen im Körper verhalten sich auf Kortison ja genauso, was bei der Bauchspeicheldrüse zu Diabetis führen kann, kann bei der Spenderniere die EPO-Produktion dämpfen und vermutlich über Jahre sogar weiter reduzieren. (Prednisolon = Bruder vom Kortison, falls jemand glaubt er würde keines nehmen....)
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- Christian
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Re: Epo nach NTX ?
01 März 2021 22:54 - 01 März 2021 23:11
Naja....
Wenn das EPO wegen Entzündungsreaktionen schlechter wirkt, dann verabreicht man eben Entzündungshemmer, dann greift auch das EPO theoretisch wieder. Für jedes Symptom die richtige Pille.
Mit den richtigen Pillen weiß der Körper nicht einmal mehr, ob er männlein oder weiblein ist.....jede Regel lässt sich biegen und brechen wenn man die Rahmenbedingungen stark genug verändert. -_-
Was der Körper nicht weiß, das macht ihn nicht heiß. Werden alle Hinweise auf eine Entzündung unterdrückt, woher weiß er dann, dass eine da ist? :nänä:
Wenn das EPO wegen Entzündungsreaktionen schlechter wirkt, dann verabreicht man eben Entzündungshemmer, dann greift auch das EPO theoretisch wieder. Für jedes Symptom die richtige Pille.
Mit den richtigen Pillen weiß der Körper nicht einmal mehr, ob er männlein oder weiblein ist.....jede Regel lässt sich biegen und brechen wenn man die Rahmenbedingungen stark genug verändert. -_-
Was der Körper nicht weiß, das macht ihn nicht heiß. Werden alle Hinweise auf eine Entzündung unterdrückt, woher weiß er dann, dass eine da ist? :nänä:
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