Prädiabetes

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Prädiabetes

04 Sep. 2026 16:40
#
Gerade kommt der Brief von der Endokrinologie aus dem Uke.

Der Hb1Ac ist 5,7. Das war der Tx-Ambulanz und meinem Zentrum zu Hause nicht aufgefallen. Mir auch nicht. 

Diäteische Maßnahmen, regelmäßige körperliche Aktivität empfohlen. 

Muss ich mir Sorgen machen? Mit Sport habe ich gestern wieder angefangen (wegen Wunde, Antibiose, Infekt pausiert). 

Zucker nicht zwischendurch.
Obst manchmal ja und abends mit Haferkleie. Fertigprodukte. Drehe alles  um im Supermarkt, weil ich abnehmen möchte. 

Für Tipps bin ich dankbar. 

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Re: Prädiabetes

04 Sep. 2026 18:18
#
Hallo liebe Ulrike,

nein, du machst dir jetzt bitte keine Sorgen, du hast schon genug. Das Diabetesrisiko soll sich gefälligst ganz weit hinten anstellen.
Der Wert von 5,7 ist etwas erhöht, aber noch kein Drama. Wenn du jetzt wieder Sport machst, kommst du höchstwahrscheinlich in den normalen Bereich zurück.
Ein Freund von mir hatte auch erhöhte Werte, musste Metformin nehmen. Er hat seinen Zuckerkonsum reduziert, keine süssen Getränke mehr, Kuchen nur ab und zu und dann nur ein Stück. Dazu wandert er gerne. Er ist jetzt wieder im Normalbereich ohne dass er sich gross kasteien musste.
Die Pfunde, die du abnehmen möchtest, her damit. Ich bin viel zu dünn geworden, hätte gerne ein paar Kilos mehr. Wiege nur noch 48kg bei 159cm. Nur der dicke PD Bauch, der ist mir auch nach der TX geblieben. Sei froh, dass du eine Reserve hast für schlechte Zeiten.

Ganz liebe Grüsse
Sabine
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Re: Prädiabetes

04 Sep. 2026 20:19
#
Danke, liebe Sabine,  dss macht Mut.

Hab vorhin gelesen, dass der Wert nach einer Tx erst nach mehreren Monaten aussagekräftig ist, erst, wenn die Niere stabil ist. 

Das weiß eine Endokrinologin nicht, muss sie jedenfalls nicht. Freundlich aber, dass sie darauf aufmerksam gemacht hat. 

Ich trinke ausser Wasser und  Tee pur seit der Tx nichts, kaufe keine gesüßten Milchprodukte etc. Aber in den ersten Monaten sollte ich wegen des Gewichtsverlustes mehr essen, habe dann auch viel zu Bananen gegriffen, und öfter mal zu Naschereien. Den richtigen Zeitpunkt für das, was Anja meint, habe ich verpasst. 

Liebe Grüße, Ulrike 

 

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Re: Prädiabetes

05 Sep. 2026 09:24
#
Liebe Ulrike,
mir fiel spontan Certican als Auslöser ein. 
Mach dich bitte nicht verrückt. 

Viele liebe Grüße 
MaWa
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  • Ulineu
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Re: Prädiabetes

05 Sep. 2026 11:44 - 05 Sep. 2026 12:07
#
Danke, liebe MaWa. Ich glaube, alle Immunsuppressiva machen das, aber an Certican habe ich nicht gedacht. 

Wir werden ja schon bei der Tx vor dem Posttransplantdiabetes gewarnt und sollen uns bewegen und zusehen, dass wir nicht zunehmen. Bei mir haben sich die Immunsuppressiva auch noch gar nicht eingespielt. 

Bin heute morgen zum hausärztlichen Notdienst gefahren, weil die Wunde aufgegangen und vereitert ist. Es war eine tolle Ärztin aus einem Ort ganz in meiner Nähe da. Von Haus aus Nephrologin, die hat mich nach Diabetes gefragt und auch gesagt, der Wert sei überhaupt nicht beunruhigend. 

Morgen soll ich wiederkommen. Und ich darf, wenn mein Hausarzt wahrscheinlich bald die Praxis schließt, zu ihr kommen. Besser geht's nicht! 

Oh, jetzt habe ich viel zu viel geschrieben. Egal, mir geht es heute richtig gut. Ich kann auch noch anderes als klagen  .

Dir und allen hier einen schönen Sonntag und liebe Grüße, Ulrike 

 
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Re: Prädiabetes

05 Sep. 2026 13:28
#
Liebe Ulrike,

meine Tochter ist ja seit 12 Jahren herztransplantiert. Mit 15 Jahren, ein Jahr nach HTX, bekam sie Diabetes. D. H. es wurde festgestellt, dass die TX Ambulanz (damals Kiel, weil sie dort ins Internat ging) nicht gesehen hatte, dass ihr HB1C Wert kontinuierlich angestiegen war und gleichtzeitig die Immunsuppresiva viel zu hoch waren. Sie haben die Betazellen der Bauchspeicheldrüse regelrecht gekillt. Leider war es zu spät und meine Tochter muss seitdem spritzen. Und das mit Nadelphobie.

Also, Du bist noch nicht so lange transplantiert, die Immunsuppris sind nocht nicht wirklich gut eingestellt. Das kann sich alles einpendeln.

Liebe Grüße

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Re: Prädiabetes

05 Sep. 2026 14:22
#
Hallo Peddie,

ja, die CNI können Diabetes auslösen. Oder wie bei mir, für eine Weile verhindern (PNTx).

Das mit Deiner Tochter tut mir leid. Habt ihr schon Mal überlegt, ob eine Insulinpumpe eine Option wäre?
Eine ausgeprägte Spritzenphobie kann bei der Krankengeschichte und der Tatsache, dass Diabetes auch über eine nicht optimale Einstellung das Herz schädigen und zusätzlich die Infektanfälligkeit erhöhen kann, Sinn machen.

Ich hatte 40 Jahre Diabetes, 12 davon mit Pumpe. Die Einstiche sind weniger, die Einstellung ist besser. Die Lebensqualität ist höher.

VG
Anja

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Re: Prädiabetes

05 Sep. 2026 18:21
#
Hallo liebe Anja,

meine Tochter ist mittlerweile eine junge Frau. Eine Pumpe wurde ihr mehrfach angeboten. Ich bin ja schon froh, dass sie seit ungefähr 2 Jahren das Sensorpflaster akzeptiert. Vielleicht kommt sie irgendwann ja doch noch mal drauf, eine Pumpe zumindest zu probieren.

Eine Frage: hast Du auch eine Bauchspeicheldrüse bekommen? Wie sind da die Voraussetzungen? Meine Tochter wünscht sich, auch eine Bauchspeicheldrüse zu bekommen.

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  • Anja
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Re: Prädiabetes

06 Sep. 2026 14:25
#
Hallo Peddi,

ja, ich habe eine kombinierte Nieren Pankreas Transplantation bekommen. Ohne sie würde ich hier vermutlich nicht mehr schreiben.

Ob eine Pankreastransplantation für deine Tochter grundsätzlich infrage käme und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssten, können wirklich nur die behandelnden Ärzte beurteilen. Bei ihr wird vermutlich besonders im Vordergrund stehen, das transplantierte Herz langfristig zu schützen und diabetische Spätschäden zu verhindern. Beides sind schon für sich gewichtige Punkte, zusammen aber noch einmal eine besondere Herausforderung.

Ich vermute, dass zuvor die anderen Möglichkeiten der Diabetestherapie ausgeschöpft werden müssten. Gerade die Kombination aus Sensor und Pumpe ist heute sehr gut, auch Closed Loop Systeme sind inzwischen im Einsatz. Eine Pumpe muss man weder sichtbar am Gürtel noch um den Hals tragen, andere müssen sie nicht sehen.

Wenn es ihr vor allem um die Stiche geht, wäre das ein großer Unterschied: Ein Sensor wird nur alle zehn Tage gesetzt. Das ist ein Stich in zehn Tagen statt etwa fünfzig blutiger Messungen bei fünf Messungen täglich, also rund 98 Prozent weniger.
Auch die Pumpenkanüle wird nur alle drei Tage gesetzt. Das ist deutlich weniger als mehrmals täglich mit dem Pen zu spritzen, zusätzlich zum Basalinsulin.

Ich persönlich habe die Pumpe damals als große Befreiung empfunden.

vG
Anja

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Re: Prädiabetes

06 Sep. 2026 16:53
#
Hallo Anja, das Pflaster mit Sensor toleriert meine Tochter. Aber eine Pumpe möchte sie nicht.

Vielen Dank für die Infos.

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