Dann ist es ja noch ganz frisch und bestimmt war es ein Schock.
Ich koche nur gewässerte Kartoffeln. Und die auch nur in den kurzen Intervallen. Ich esse die dann mit Quark und Ei und Leinöl. Dazu ein kleiner Eisbergsalat mit Radieschen. Dann habe ich nach der Dialyse viel Eiweiß. Manchmal gibt es Fisch. Selten Fleisch. Da ich kein Problem mit dem Phosphat habe, esse ich viele Eier. Die haben alle Proteine, die der Körperbraucht. Am Wochenende gibt es Nudeln oder Reis. Im Moesse ich immer Nudeln mit Zucchini und Kräuterfrischkäse. Dazu noch 100 Gramm Garnelen. Dann habe ich ausreichend Eiweiß für 2 Tage. Ich esse aber auch gerne Möhren. Die haben viele Ballaststoffe. Denn wenn der Darm funktioniert, verlieren Nierenkranke darüber mehr Kalium als Gesunde. Ich versuche, nicht so viel Brot und Brötchen zu essen, da diese viel Salz enthalten.
Das ist aber eine Ernährung, die viel Eiweiß enthält. In der Phase vor der Dialyse muss man sich anders ernähren. Eher weniger Eiweiß, um die Nieren zu schonen. Aber ich habe gerade gelesen, dass das schon wieder anders ist. Ihr müsst da auf Euren Nephrologen hören. Ich habe meine Dialysephasen durch strenge Eiweiß Restriktionen hinausgezögert, aber so viel Muskelmasse verloren, dass ich beinha draufgegangen wäre. Aber das ist 31 Jahre her.
Meine transplantierte Niere musste entfernt werden, weil sie abgestoßen wurde. Die letzten 7 Jahre hat sie nur noch mit 7,5 mg Kortison durchgehalten. Das sollte ich nach 2 Jahren Dialyse absetzen. Kein Arzt, i h auch nicht, hat dran gedacht, dass dann die Niere abgestoßen wird. Mir hat auch keiner geglaubt. Ich habe es früh gemerkt. Im letzten Moment ist sie rausgenommen worden. Deswegen habe ich jetzt sie ganzen Antikörper im Blut und das erschwert eine weitere Transplantation. Aber ich wünsche sie mir sehr.
Mit der Bauchfelldialyse bin ich gut klar gekommen. Ich hatte allerdings sehr oft Exitenrzündungen, also dort, wo der Schlauch aus dem Bauch kam. Trotzdem hat sie mir ermöglicht, meinen Beruf erst zu ergreifen. Ich bin Pfarrerin. Zwar nur Teilzeit, aber ich halte nun schon lange durch. Mit der HD komme ich eigentlichauch gut klar. Aber ich habe einfach Pech mit dem Shunt gehabt. Ich hoffe, er hält noch ein bisschen, denn die Haut ist schon so dünn, dass wir jwtzt seitlichpunktierenmüssen. Ich bin immer total kaputt nach der Dialyse, dass ich manchmalvom Mittagsschlaf nicht aufstehe bis zum nächstenMoegen. Dann habe ich abwr auch wieder fitte Tage. Gesternbin ich arbeiten gefahren (ich bin jetzt Seelsorgrin in Altenheimen und teile mir die Arbeit selbst ein, der Arbeitsplatz ist auf mich zugeschnitten). ). . .
Entschuldige bitte die Tippfehler.
Liebe Grüße, Ulrike