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Starke Blutdruckentgleisungen nach Nierenversagen und Beginn der Dialyse 02 Apr 2026 22:13 #529287

  • Max
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Hallo liebe Forum-Community,

kann mir jemand aus Erfahrung vielleicht sagen, ob es normal ist, dass der Blutdruck mit Nierenversagen und Beginn der Dialyse oft akzeptabel ist, aber manchmal trotz Medikamenten vollkommen entgleist?

Aktuell gibt es einen Blutdruck trotz Medikamenten von über 216 / 96 (normal ist ca. 140 / 60).
Der diastolische Wert war bisher eigentlich so gut wie nie über 90.
Heute Nachmittag war der Blutdruck noch einigermaßen akzeptabel.
Eigentlich müsste jetzt wahrscheinlich schon wieder der Notarzt gerufen werden.

Mir ist natürlich bekannt, dass der Blutdruck zu einem großen Teil von den Nieren gesteuert wird.
Durch deren Ausfall bzw. der Reduktion von größten Teilen der Nierenfunktion können die Nieren hier wahrscheinlich nicht mehr eingreifen.

Die Medikamente wurden zum Teil schon angepasst, aber es kommt immer wieder zu diesen Entgleisungen.

Kann mir jemand sagen, ob das am Anfang normal ist und ob es überhaupt in den Griff bekommen werden kann?

Was jetzt auch wieder aufgetreten ist sind Geräusche beim Ausatmen sowie vor einigen Wochen als ein Lungenödem aufgetreten ist.

Ich habe noch zwei andere akute Themen, für die ich dann jeweils einen eigenen Beitrag eröffnen würde, falls das in Ordnung ist.

Danke und viele Grüße
Max

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Starke Blutdruckentgleisungen nach Nierenversagen und Beginn der Dialyse 02 Apr 2026 23:09 #529288

  • Max
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Hi,

das Mittel Clonidin in Dosis 0,15 mg hat jetzt geholfen.
5 min nach Einnahme ist der Wert nur noch 164/74 gewesen und
20 min nach Einnahme bei 152 / 71.

Die eigentliche Frage zu den Blutdruckentgleisungen und euren Erfahrungen damit habe ich natürlich immer noch.

VG
Max

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Starke Blutdruckentgleisungen nach Nierenversagen und Beginn der Dialyse 03 Apr 2026 12:14 #529289

  • Christian
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Ich hab sehr therapieresistenten Bluthochdruck seit 8 Jahren der sich nicht erfolgreich einstellen lässt.

Keine Vorerkrankungen in der Hinsicht außer der IgA Nephritis, ich bin 1,75 groß und wiege 60kg mit Straßenkleidung und Schuhen.
Also leichtes untergewicht. Ich bin 35 Jahre alt.

Meine Blutdruck zum Aufstehen ist etwa 230/130.
Ich nehme Carvedilol 25mg, Clonidin 0,15mg Minoxidil 5mg, Amlodipin 10mg und 160mg Valsartan. (Alles bis zu 3x am Tag)
Danach sinkt er auf 160/80.

Zusätzlich hab ich einen Nitrospray falls ich mal Probleme mit der Atmung bekommen sollte.

Sei froh, solang sich der Blutdruck einstellen läss, bei mir ist der Normalzustand dass der Blutdruck verflucht hoch ist.

Aber interessante Trivialinfo die meine Ärzte nicht wissen: Wenn ich Gras rauche sinkt mein Blutdruck noch weiter auf 130/60. Gras verstärkt die Wirkung von Blutdrucksenkern und hat eine eigene Gefäßerweiternde Wirkung. Wobei ich einen sehr niedrigen Konsum habe, das Equivalent von einer Zigarette rauch ich über den ganzen Tag verteilt in der Wasserpfeife.

lg
Chris

P.S.
Schonmal ein Ultraschall der Nieren gemacht wo die Durchblutung angezeigt wird?
Bei mir sieht man, dass die Nieren kaum noch durchblutet werden, nurnoch so eine kleine Einblutung im Zentrum.
Um die Ursache richtig zu bekämpfen, müssten wohl die Nieren bei mir raus. Das traut sich aber niemand anzusprechen.

Es wirkt ja wie ein Reflex des Körpers, dass die Nieren den Druck in den Blutgefäßen erhöhen wenn zuwenig Blut ankommt. Ein Teufelskreis der da ensteht wenn das garnicht mehr richtig funktioniert.

Ist etwa so als würde man beim Autofahren das Gaspedal ganz durchdrücken weil kein Sprit mehr im Tank ankommt.

Und ich will keine Werbung fürs Kiffen machen....kann es aber nicht unerwähnt lassen bei der deutlichen Wirkung, wäre ja Faktenverleumdung.

EDIT:

Aus der Krankengeschichte von einigen anderen Patienten weiß ich, dass ein von den Nieren provozierter Bluthochdruck sofort durch eine Transplantation wieder in Ordnung wäre. Man muss also nicht bei jedem die Nieren entfernen damit das wieder aufhört.
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Starke Blutdruckentgleisungen nach Nierenversagen und Beginn der Dialyse 03 Apr 2026 13:52 #529290

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Hallo Max,
nein, so ein Blutdruck ist mit Medikation nicht normal und nicht tolerabel. Da du ja zusätzlich Probleme mit der Atmung hast, sollte untersucht werden, ob du noch ausreichend Wasser ausscheidest. Ist schon mal die Vena cava mit Ultraschall untersucht worden? Das kann deutliche Hinweise geben, ob du überwässert bist. Hast du mal Flüssigkeitseinfuhr und -ausfuhr gemessen? Kommt das meiste (es muss nicht alles sein) wieder raus? Dabei auch Suppe und andere flüssigkeitsreiche Lebensmittel mitrechnen. Werden Medikamente wie Furosemid oder Torasemid eingesetzt, die die Entwässerung unterstützen und dadurch auch den Blutdruck senken?
Es gibt ein starkes Blutdruckmedikament, das vorübergehend eingesetzt werden könnte, falls es bei dir möglich ist, Lonolox.

Auf jeden Fall muss der Blutdruck unbedingt gesenkt werden.

Viele Grüße
MaWa
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Starke Blutdruckentgleisungen nach Nierenversagen und Beginn der Dialyse 03 Apr 2026 23:19 #529291

  • Max
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Hallo zusammen,

danke für eure Beiträge!

Christian:
Von der IgA Nephritis habe ich bisher noch nichts gehört, obwohl die Erkrankung gar nicht so selten zu sein scheint.
So wie du es schreibst, dass die Nieren, um deren Durchblutung zu erhöhen, den Blutdruck erhöhen, klingt es für mich logisch. Womöglich ist das auch medizinisch bereits nachgewiesen.
Mir ist nicht bekannt, ob bereits ein Ultraschall der Nieren gemacht wurde wo die Durchblutung angezeigt wird, aber ein normaler Ultraschall der Nieren wurde schon öfter gemacht.

MaWa:
Es geht um meine Mutter. Bei mir sieht es allerdings so aus, als ob ich ihren Weg auch gehen werde, was die Nieren betrifft.

Heute bin ich bei einem langen Arztgespräch dabei gewesen.
Ich hatte das eingefordert und heute hat es dann doch kurzfristig stattfinden können.
Zuvor wurde mir noch gesagt, dass es erst irgendwann im Mai möglich wäre.

Mir ging es zunächst um die Klärung des neuen Medikamentenplans, der meiner Meinung einen gravierenden Fehler enthielt, was auch bestätigt wurde (verursacht durch das Krankenhaus).

Von dem eigentlichen Medikamentenplan von Dezember ist kaum noch etwas übrig.
Bei zwei Krankenhausaufenthalten wurde der Medikamentenplan jedes Mal etwas geändert und nun von den Nephrologen auch noch mal etwas angepasst.
Da hatte ich ziemlich viele Fragen, was die weggefallenen Medikamente betrifft.
Zum Teil werden Medikamente wohl auch direkt bei der Dialyse verabreicht. Deshalb wurden sie aus dem Medikamentenplan entfernt.

Ob die Vena cava mit Ultraschall untersucht worden ist, kann ich nicht sagen, aber es wurde schon mehrfach der Wasserstand vor dem Herz gemessen.
Ist das vielleicht damit gemeint?

Ich beschäftige mich erst seit 3-4 Wochen mit dem Thema Dialyse. Da ist vieles neu für mich.
Die Flüssigkeitseinfuhr und –ausfuhr hat meine Mutter nicht gemessen. Sie ist auch schon relativ alt. Ich weiß nicht, ob sie das hinbekommen würde und wie man das genau macht. Wahrscheinlich muss man messen, wiegen und die Werte summieren.
Wie man die Ausfuhr misst ist mir natürlich bekannt.
Daran hat der Arzt heute auch gedacht und ein Gefäß mitgegeben, um die 24 Stunden Ausfuhr festzuhalten. Ich weiß nicht, ob Frauen das so gut hinbekommen.
Das kann ich mir eigentlich gar nicht vorstellen.
Jedenfalls kann ich sagen, dass immer noch einiges wieder rauskommt.
Im Krankenhaus nach einer Nierenbiopsie ging ca. 1,5 Wochen fast gar nichts mehr aber inzwischen ist es wieder einigermaßen gut geworden, was die Ausfuhr betrifft.
(Bei der Biopsie wurde die eine noch wenig intakte Niere leider massiv geschädigt und eine sog. A-V-Fistel erzeugt die möglicherweise operiert werden müsste. Das hat man meiner Mutter im Krankenhaus aber nicht mitgeteilt, also das hier womöglich Operationsbedarf besteht. Das hat mir vor zwei Wochen erst der Nephrologe am Telefon, als ich das Thema angesprochen habe, mitgeteilt.)

Nach einem Lungenödem wurde Furosemid im Krankenhaus eingesetzt.
Auf dem aktuellen Medikamentenplan ist Torasemid in Dosis 50 mg (1 x pro Tag) angegeben, doch hat meine Mutter die Rezepte noch nicht erhalten.
Die Medikamente besorge ich immer für Sie über einen Lieferdienst und die oft disfunktionale Staats-App.

Danke für den Hinweis auf Lonolox!
Von diesen Mittel hatte ich noch nichts gehört.
Clonidin ist momentan, laut Auskunft des Arztes, leider sehr schwer verfügbar.
Es gäbe wohl auch ein Ersatzpräparat.

Bei einem Ultraschall der Lunge wurde heute ein Pleuraerguss festgestellt.
Es wurde mitgeteilt, dass dadurch der Blutdruck auch erhöht sein kann.
Ein Pleuraerguss kann wohl über die Dialyse kaum entfernt werden.
Es ist mir nicht klar geworden, ob der Pleuraerguss überhaupt entfernt werden kann.
Könnte das Torasemid da auch helfen?

Weiterhin wurde mitgeteilt, dass die Ausatemgeräusche auch durch den Pleuraerguss ihre Ursache haben könnten.

Viele Grüße
Max

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Starke Blutdruckentgleisungen nach Nierenversagen und Beginn der Dialyse 04 Apr 2026 01:26 #529292

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Ein Pleuraerguss ist auch nur ein Ödem außerhalb der Lunge, das der Lunge den Freiraum nimmt und die Beweglichkeit einschränkt.
Bei einem Ödem hilft es immer die Beine niedriger zu lagern als das Ödem. Ödeme sacken sehr langsam durch die Schwerkraft nach unten ab.

Einfach beim Schlafen den Kopfteil vom Bett mit Büchern aufbocken, dann wandert der Pleuraerguss in die Beine.
Ich schlaf überhaupt nur mit aufgebockten Kopfteil. Einfach einmal links und rechts ein fettes Buch unterm Bett, damit es schräg steht.

Am Besten ist ein Krankenhaus-Bett, da kann man Kopfteil und Fußteil gleichzeitig hochstellen, damit der Unterkörper am niedrigsten ist und alle überschüssigen Flüssigkeiten sich in Nieren-Nähe sammeln.
So ein Bett gibts für den Privatbereich auch in unauffälligem Design.

Oh und ganz wichtig, weil Ödeme mit der Schwerkraft wandern darf man die Beine nicht höher lagern als den Oberkörper, sonst wandert die Flüssigkeit aus den Beinen in die Lunge.
Genau den Scheiß machen aber viele Patienten, weil ihnen Abends die Ödeme in den Füßen weh tun.

Wenn man Oberkörper und Beine hochlagert, liegt der Po am niedrigsten. :)

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Starke Blutdruckentgleisungen nach Nierenversagen und Beginn der Dialyse 04 Apr 2026 09:53 #529296

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@Max

Schreib doch mal ein paar Worte zu der Krankheitsgeschichte deiner Mutter.

Ein Pleuraerguss kann schon über die Dialyse entfernt werden, aber es klappt wohl nicht immer. Es sind Flüssigkeitseinlagerungen im Körper, die evtl. durch unbemerkte Gewichtsabnahme bei Dialysepatienten oder nachlassende Ausscheidung entstehen. Es muss konsequent mehr Flüssigkeit entzogen werden und regelmäßig kontrolliert werden. Ich habe bei einem Pleuraerguss eine zusätzliche Dialyse eingeschoben, um die Flüssigkeit zu entfernen. Dazu gehört angepasstes Trinkverhalten, damit sich nicht neue Flüssigkeit einlagert. Mit zunehmender Entwässerung sollte dann auch der Blutdruck sinken. Offensichtlich haben die Ärzte die Problematik im Griff.

Was die Einfuhr betrifft, einfach aufschreiben, wieviel man trinkt. Die Ausfuhr wird dadurch gemessen, dass man den entstehenden Urin sammelt und die Menge am Gefäß abliest. In der Regel wird der erste Urin verworfen und dann genau 24 Std. gesammelt. Das sollte aber von den Ärzten erklärt werden.

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Starke Blutdruckentgleisungen nach Nierenversagen und Beginn der Dialyse 04 Apr 2026 17:30 #529301

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Ich kann von mir sprechen, wichtig ist, nicht sofort mit Medikamenten sagen was tun. Es braucht eine Zeit bis sich der BD wieder einpendelt, bei mir ist es immer wieder unterschiedlich, dann gibt es monate wo er sehr hoch ist, dann wieder jähre wo er sehr niedrig ist, meistens können die es Erze mir nicht genau erklären, einer hat mal gesagt das es einfach länger geht, da die Nierenfunktion nicht mehr geht. Viel Geduld .... das braucht es ...

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Starke Blutdruckentgleisungen nach Nierenversagen und Beginn der Dialyse 04 Apr 2026 19:22 #529303

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Bei so hohen Blutdrücken muss gehandelt werden. Die Ursache scheint ja auch in einer Überwässerung zu liegen.

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Hi :)