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Teilstationär, Dialysebehandlung in der Dialyse eines Krankenhaus 08 Apr 2026 15:15 #529318

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www.spektrum-dialyse.de/kolumnen/systemb...v_WUVCj4W-twmi0aIr5w


Ich bin davon betroffen und zwar seit einigen Jahren. Diese Situation ist äußerst schwierig, da der Hausarzt verschreiben muss, was andere Ärzte verordnet haben. Oft fehlt jegliches Verständnis.

Ich habe mit der Hausarztpraxis, die aus Mangel von Hausärzten in meiner Sradt in der Nachbarstadt liegt und nicht meine Wahl gewesen wäre, ständig Stress und habe ständig Probleme und unnötige Rennerei deswegen. Da kostet Zeit, Geld und Kraft. Es ist eigentlich nur zu schaffen, weil mein Mann mir viele Alltagsdinge abnimmt.

Viele Grüße
MaWa
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Teilstationär, Dialysebehandlung in der Dialyse eines Krankenhaus 08 Apr 2026 18:38 #529321

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Hallo MaWa , kenne das Problem mein HA will auch nix Verschreieben wenn es um Medikamente der Nierenerkrankung geht (Immunsuppression / Vitamnin D usw) ,
ich nehme an da die ein Buget habten machen sie das nichr da das dann verbruacht wird .....
zur Zeit mache ich das so, das ich die Medis vom Neph bekomme der schreibt die auch ohne Fragen auf.
Ein zusätzlicher Aufwand ist es trozdem der Neph ist 30 km von mir Weg in der nächsten grösseren Stadt.


Gruss ,

YauLOng

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Teilstationär, Dialysebehandlung in der Dialyse eines Krankenhaus 08 Apr 2026 19:35 #529322

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Bei mir laufen alle Verordnungen über meine nephrologische Praxis, inclusive meine Asthmasprays.
Ich kann auch Rezepte über den Hausarzt bekommen, aber ich gehe nicht so gerne zu ihm, nachdem er versucht hat, mir für meine Post Covidschlafstörungen ein Psychopharmakon aufzuschwatzen, dass ich eher nicht nehmen darf, da ich schon eine stark verlängerte QT-Zeit im EKG habe. Ich nehme nichts, von dem mein Neph keine Kenntnis hat. Ist sicher auch richtig bei bis zu 17 verordneten Medikamenten, teils täglich zu nehmen, teils in größeren Abständen (wöchentlich, monatlich, bei Bedarf, etc.)... Bisher bekomme ich alle Rezepte dort.... Ich hoffe, dass bleibt so, mir ist es beim Lesen des Artikels eiskalt den Rücken runtergelaufen.
Ich nehme mal an, dass dieses Dilemma auf die Klage der Apotheken gegen Verordnungen von Kliniken, und von Ärzten, die Patienten weniger sehen, zurückgeht, bzw. der Praxis, die benötigten Medikamente über die Klinikapotheke gleich mitzugeben? Ihnen gingen dadurch Einnahmen durch die Lappen, so wurde es mir erzählt. Jetzt entläßt man Patienten aus dem Krankenhaus, gerne auch mal Freitag Mittag mit dem Spruch: die Medikamente verschreibt Ihnen dann der Hausarzt (den man frühestens Montag morgen sieht, und dann muss das Medikament ja auch noch besorgt, vllt. bestellt werden).... So habe ich es selber bei meinen Patientinnen erlebt, als ich noch arbeiten konnte... Teils wurden nicht einmal die notwendigen Medikamente fürs Wochenende mitgegeben.
Das jetzt auf Nierenkranke hochgerechnet, eigentlich ein Skandal.
Man kann im deutschen Gesundheitswesen mittlerweile froh sein über jedes Problem, das einen nicht betrifft. Mit Grauen denke ich an die mögliche Wiederbelebung der Praxisgebühr und der Hausarztpflicht vor jedem Facharztbesuch. das bedeutet pro Besuch einen weiteren Post Covidcrash mit 3 bis 5 Tagen, die ich ohne Hilfe nicht mehr aus dem Bett komme..... plus vllt. dauerhafte Verschlechterung meines Zustandes.

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Teilstationär, Dialysebehandlung in der Dialyse eines Krankenhaus 08 Apr 2026 20:03 #529323

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@YaulOng@Skjaldbaka

Hier geht es nicht um eine normale Dialyse und auch nicht um eine Dialyse, die von einer Praxis im Krankenhaus betrieben wird. Es geht um die Dialyse, die das Krankenhaus selbst betreibt. Hier gelten andere Regeln, nämlich dass die Ärzte, Nephrologen, nicht verordnen dürfen.
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Teilstationär, Dialysebehandlung in der Dialyse eines Krankenhaus 08 Apr 2026 22:44 #529324

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Die notwendige Dia im Kramkenhaus machen die auch die verschreiben halt nur keine Medis mehr :

" An diesem Tag bekamen wir einen Zettel in die Hand. Fünf Sätze. Mehr nicht. Sinngemäß stand dort, dass „ab sofort“ keine Rezepte mehr durch die Dialyseabteilung ausgestellt werden dürfen und wir uns künftig, bei Bedarf, an unsere Hausärzte wenden sollen. Gleichzeitig der Hinweis, wir seien auf unsere Medikamente angewiesen und eine fehlende Einnahme könne schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben."

Das muss dan der Neph machen wenn de HA das nicht kann.

Edit:
Das die Situation in D manchmal nicht gerade schön für den Patenten ist ist leider so es gibt aber auch Länder wo mann wenn man kein Geld hat keine möglichkeit hat Versorgt zu werdem
weil es keine allgemeine Krankenversorgung gibt.

Gruss

YauLOmg

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Teilstationär, Dialysebehandlung in der Dialyse eines Krankenhaus 09 Apr 2026 01:31 #529325

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Genau so haben wirs seit "schon immer" in Österreich.
Krankenhaus schreibt Arztbriefe, Hausarzt schreibt Rezepte.

Ich kenne meinen Hausarzt garnicht, als letztes Jahr mein Hausarzt in Pension ging hab ich es nicht wert gefunden seinen Nachfolger persönlich zu treffen, ich schick immer meinen Stiefvater wie einen Boten. Weil ich mich nicht freiwillig in einem Wartezimmer voller kranker Menschen aufhalte, ich hab kein bock mich anzustecken und dann die Omas und Opas auf meiner Dialyse in Gefahr zu bringen.

@MaWa
Ich würd an deiner Stelle nurnoch den Gatten schicken mit der selben Begründung.

lg
Chris

EDIT:
Ab Juni will die Ösi-Politik die Leute davon abbringen so oft zum Hausarzt zu gehen, künftig sind 10% von jeglicher Arztrechnung selbst zu bezahlen und bis zu 700€ im Jahr.

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Teilstationär, Dialysebehandlung in der Dialyse eines Krankenhaus 09 Apr 2026 10:26 #529326

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@YaulOng

Das muss dan der Neph machen wenn de HA das nicht kann.


Genau das ist das Problem bei teilstationärer Dialyse:

Der behandelnde Nephrologe ist Krankenhausarzt und darf nicht verschreiben. Einen niedergelassenen Nephrologen gibt es nicht.

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Teilstationär, Dialysebehandlung in der Dialyse eines Krankenhaus 09 Apr 2026 11:56 #529327

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Ich habe zu diesem wohl typisch deutschen "Schnittstellenproblem" noch ein wenig im Netz gesucht:

Wenn Patienten zwischen den Stühlen sitzen, sollte die Krankenkasse schriftlich zur Sicherstellung der Versorgung aufgefordert werden.
-Argument: Die "Wirtschaftlichkeit" (Budget des Hausarztes) darf nicht über der "Notwendigkeit und Sicherheit" der Versorgung stehen.
-Hinweis auf "Praxisbesonderheiten": Hausärzte können spezielle nephrologisch verordnete Medikamente oft als Praxisbesonderheit kennzeichnen, womit diese bei einer Wirtschaftlichkeitsprüfung (Regress) herausgerechnet werden. Viele Hausärzte wissen das nicht oder scheuen den Dokumentationsaufwand. Dafür muss der Kliniknephrologe ein Schreiben aufsetzen (ein schriftlicher Therapieplan für den Hausarzt, in dem explizit steht, dass diese Medikamente aufgrund der CKD/Dialyse zwingend notwendig sind. Dann kann der Hausarzt diese Kosten bei seiner Abrechnung als "Praxisbesonderheit" kennzeichnen, womit sie sein Budget nicht mehr belasten). Er muss natürlich auch wollen....

Und dann gibt es wohl noch die "ambulante Ermächtigung durch die Kassenärztliche Vereinigung", wenn die in der Klinik vorhanden ist, muss sie die Rezepte für nephrologisch notwendige Medikamente ausstellen, und weiter gibt es vllt. die "ASV (Ambulanten Spezialfachärztlichen Versorgung)", wenn die Klinik daran teilnimmt, dürfen die für die CKD relevanten Medikamente verordnet werden. Wird aber wohl von Kliniken gerne "vergessen".

Und seit 2017 ist das "Entlassmanagement" fest verankert und es gilt wohl im Prinzip auf für teilstaionäre Behandlungen, danach muss die Klinik sich aktiv mit der weiteren Versorgung auseinandersetzen: besonders für vulnerable Patientengruppen ist die Klinik verpflichtet, den Übergang zum Hausarzt aktiv zu moderieren, statt den Patienten nur mit einem Zettel nach Hause zu schicken.

Damit ist natürlich die rechtliche Seite der Verantwortlichkeit des Hausarztes für die Behandlung in keiner Weise geregelt.:(

Naja, Papier ist geduldig, wie gut (oder eher schlecht) das Entlassmanagement funktioniert, habe ich gerade bei meiner Schwester nach einer Operation nach einer komplizierten Unterschenkelfraktur erlebt, nämlich praktisch gar nicht....

Ich wünsche auf jeden Fall allen hiervon Betroffenen gutes Gelingen!
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Teilstationär, Dialysebehandlung in der Dialyse eines Krankenhaus 09 Apr 2026 14:10 #529329

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@ MaWa , dann muss man sich einen Nephrologen suchen bei mir ist das auch getrennt , Dialysezugang macht ne Klinik dann dort Stationsdia und danach Dia im Zenrum hat aber alles nix mit meinen Neoh zu tun der bekommt nur den Bericht alles andere machen andere Stellen bzw Zentren.

Der Neph ist nur zur Kontolle der TX Niere und der Werte da und um mir die Meds zu verschreiben.
Wenns Probleme gibt kann der nix machen dann gehts in die Klinik.

Gruss ,

YauLOng

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Hi :)