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Starker Geruch 18 Apr 2026 09:59 #529376

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Mir ist aufgefallen, dass meine Bettwäsche nach ca 4 bis 5 Tagen einen unangenehmen Geruch hat. So wie alte Menschen? Ich bin 58 Jahre alt und es riecht wirklich streng. Mein Problem ist, dass ich das gar nicht mehr richtig kann. Das Bettwäsche wechseln. Ich benötige da Hilfe. Meine Schlafanzüge wechsel ich alle 2 Tage.

Kennt das jemand? Was kann ich dagegen tun?

Dankeschön für Antworten.

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Starker Geruch 18 Apr 2026 12:52 #529379

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Hallo Peddi,

Gerüche kann man auch mit Wärme entfernen.
Ich hab unter meinem Leintuch eine Heizdecke, weil ich mich gerne im Schlaf ausschwitze, ich krieg das schwitzen im Schlaf kaum noch mit und verlier 1-3kg pro Nacht.
Nach dem aufstehen lass ich die Heizdecke angeschaltet bis das Bett wieder trocken is, muss dabei Kopfpolster und Decke einmal wenden weil die platschnass-geschwitzt sind und um die andere Seite zu trocknen.

Das leere Beet ein paar Stunden mit der Heizdecke brüten lassen, dann verdunsten die Geruchsmoleküle.
Meine Heizdecke der Marke beurer hat so eine Sicherheitsabschaltung nach 90 Minuten, darum häng ich sie an einer Zeitschaltuhr die nach 89 Minuten für eine Minute Strom aus macht.
Und so heiß, dass Brandgefahr bestünde wird die Decke zum Glück nicht, ich vergess oft zum Ausschalten.

Wirkt ebenfalls Wunder bei Allergie gegen Hausstaubmilben, die überleben die Wärme nicht.

lg
Chris

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Starker Geruch 19 Apr 2026 16:15 #529382

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Hallo Peddi,

zwei Aspekte davon kenne ich, wenn auch nicht in dieser Kombination.

Etliche Jahre lang hatte ich ein Bett mit der Matratzengröße 140 x 200 cm. Den Wechsel des Bettlakens empfand ich bei dieser "Liegewiese" auch in meinen 30ern schon als enormen Kraftakt. Als der Wechsel in eine neue Wohnung anstand, kaufte ich ein Bett mit der Matratzengröße 90 x 200 cm. Das Bettlaken lässt sich mit viel geringerem Krafteinsatz wechseln, inklusive Wenden der Matratze.
Aus diesem Forum hier habe ich im gleichen Zuge die Idee aufgegriffen, einen wertigen elektronischen Lattenrost anzuschaffen. Bei dem damaligen Schreiber war die Intention, dass er Heimhämodialyse machte. Ich selbst wollte mir diese Option perspektivisch ebenfalls offen halten, und vermute, die Funktionen würden schon bei Ödemen gute Dienste leisten.
Tatsächlich erwies sich dieser Lattenrost dann als eine der besten Investitionen in meine Wohnung, als mit Beginn der Dialyse weniger die Erfordernisse der Bauchfelldialyse, sondern die Symptome des Chronischen Erschöpfungssyndroms meinen Alltag atomisierten.

Schon einige Jahre vor Dialyse-Beginn (seither nicht mehr) gab es manchmal einzelne Tage, an denen ich meinen eigenen Körpergeruch als extrem unangenehm wahrnahm. Ich las, dass bei Niereninsuffizienz vermerhrt Harnstoff über den Schweiß abgegeben werden kann. Vielleicht schwächelten die Nieren an solchen Tagen ganz besonders oder hatten besonders viel Eiweiß zu verstoffwechseln. Ob das Dritte auch wahrnahmen, weiß ich nicht.

Viel Lösung war da jetzt nicht dabei: Normale Körper-, Kleidungs- Haushaltswäsche-Hygiene, soweit kräftemäßig machbar und gucken, wo man Kräfte sparen kann (zum Bleispiel nicht bügeln). Und in speziell Deinem Fall: weiter nach fachlicher Beratung und Unterstützung zum Erwirken von Buchstaben auf dem Schwerbehindertenausweis und Pflegegrad suchen.

Freundliche Grüße,
fabienne
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Starker Geruch 19 Apr 2026 16:31 #529383

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Wenn mans wissenschaftlich betrachten will....

Urämische Toxine (Urämie): Bei Dialysepatienten reichern sich Giftstoffe (Toxine) im Blut an. Diese werden oft über die Haut ausgeschieden, was zu einem säuerlichen oder urinartigen Geruch führen kann.
Ammoniak: Überschüssiger Harnstoff wird im Körper zersetzt, wodurch Ammoniak entsteht. Dies kann zu Schweiß führen, der intensiv nach Ammoniak oder Urin riecht.


Bei dem was wir alles über die Haut ausschwitzen braucht man sich über Geruch nicht wundern.

Darum sollte man als Dialysepatient brav duschen gehen bevor man sich unter Menschen begibt....

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Starker Geruch 20 Apr 2026 19:32 #529390

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Hallo Peddi,

wie hoch ist denn Dein aktueller Harnstoffwert?
Beim Schwitzen wird auch Harnstoff über die Haut abgegeben. Riecht denn auch Deine Kleidung stärker, wenn Du mehr geschwitzt hast? Hast Du noch andere Symptome, die zu einem erhöhten Harnstoff passen könnten?

Dann wäre das nicht einfach nur ein Hygienethema. Du könntest aber trotzdem einmal ausprobieren, ob ein schweißhemmendes Spray das nächtliche Schwitzen etwas reduzieren kann.
Eine andere Idee wäre, zusätzlich ein einfaches Bettlaken auf das eigentliche Bettlaken zu legen. Das lässt sich oft leichter und schneller wechseln.

Und wie Fabienne schon geschrieben hat: Wenn Du solche Dinge aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr allein in dem nötigen Maß schaffst, kannst Du dafür Unterstützung bekommen.

Unabhängig von den praktischen Dingen ist der veränderte Körpergeruch aber ein Symptom, das Dir aufgefallen ist und von dem Du Deinem Arzt erzählen solltest.

vG
Anja
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Starker Geruch 21 Apr 2026 02:16 #529395

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Hallo Peddi

Ich hatte in der Prädialysezeit (ca. 1 Jahr vor Dialysepflicht) auch den Eindruck, dass ich unangenehm rieche, vor allem wenn ich schwitze. Ich habe dann mit meinem Nephrologen gesprochen.

Er meinte, mein Harnstoffwert sei erhöht. Das rieche aber nicht. Es sei die Zersetzung von Bakterien. Davon habe es mehr auf der Haut, da mehr Harnsäure ausgeschieden werde bei schlechter Nierenfunktion. Er verschrieb mir dann eine Waschlotion, zwei Mal in der Woche damit Duschen. Diese Waschlotion enthielt Triclosan und war später dafür nicht mehr erhältlich, Wirkstoff könne problematisch sein oder so. Die Dermatologie hat mir dann eine andere Waschlotion verschrieben, enthält unter anderem "Chlorhexidini digluconas". Zweck gemäss Beschriftung "Lösung zur Anwendung auf der Haut. Zur desinfizierenden Haut- und Händewaschung." Ich habe so etwas auch mal zum Duschen direkt vor einer grösseren Operation bekommen ("antiseptische Ganzkörperwaschung").

Ziel des Duschens mit der Waschlotion: die Bakterienmenge auf der Haut etwas zu reduzieren.

Es funktioniert. Ich hatte nie mehr Probleme. Mehr als 2x pro Woche ist (bei mir) nicht nötig. Ich benutze zudem nach dem Duschen jeweils eine Bodylotion mit 5% Urea, damit die Haut nicht zu stark austrocknet.

LG Kohana

PS: ich war damals auch absolut total in der Menopause mit Wallungen und entsprechend "heissgeschwitzten Nächten". Inzwischen, mit der Zeit, jetzt in der Post-Post-Post-Menopause, hat sich das fast normalisiert...
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Hi :)