Mit Erfahrung kann ich nicht dienen, aber ich war Hebamme, bin leider zu krank zum arbeiten und mußte vor 2,5 Jahren die Arbeit aufgeben. Ich habe mal vorsichtig in "alte" Unterlagen geschaut...
Eine Sc hwangerschaft ist wohl grundsätzlich möglich, muss aber sehr gut und in Absprache von Nephrologen und möglichst gut informiertem Geburtsmediziner geplant werden. Es kommt wohl auch auf weitere Medikamente an, die Du vielleicht nehmen mußt? Wahrscheinlich versucht man, mit einer Kombitherapie aus Prednisolon und Tacrolimus, die vor Eintritt der Schwangerschaft begonnen wird, einen Schub in der Schwangerschaft zu vermeiden. Rituximab allerdings sollte vor Eintritt der Schwangerschaft so weit abgebaut sein, dass Du selber wieder ausreichend B-Zellen gebildet hast. Man sagt so etwa 6 Monate. Tacrolimus und Predisolon sind nicht so problematisch, es kann nur sein, dass das Kind ein etwas niedrigeres Geburtsgewicht hat und auch, dass es etwas früher zur Welt kommt. Natürlich ist es ein eine Risikoschwangerschaft und sie wird sehr engmaschig von den Fachärzten betreut werden.
Aber ich möchte Dir gerne Mut machen. Suche die entsprechenden Ärzte auf, sprich über Deinen Kinderwunsch, lass Dich beraten. Gute Planung und eine gute medikamentöse Einstellung, das scheint elementar wichtig in Deinem Fall zu sein. Und such Dir sofort nach Eintrill der Schwangerschaft eine Hebamme, sie sollte Dir zur Seite stehen und gesprächsbereit für Dich da sein, wenn Dich Ängste und Sorgen im Schwangerschaftsverlauf plagen sollten. Du hast Anspruch auf Hebammenhilfe während (und natürlich auch nach der Schwangerschaft), unabhängig von der ärztlichen Versorgung.

Ganz viel Glück!