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Kreislauf 14 Jan 2003 11:26 #200949

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Hallo, habe mal wieder ein Problem!
Meine Mama ist ja jetzt seit Juli 2002 an der Dia. Eine zeitlang lief alles ganz gut. Jetzt geht es wieder los, jedesmal noch während der Dia Kreislaufzusammenbruch, egal welche Wassermenge entzogen wird. Am Anfang hat sie ja einfach zuviel Wasser eingelagert. Aber gestern waren es übers Wochenende nur 3 Liter, der Kreislauf ist wieder so abgefallen, daß sie sogar Sauerstoff benötigte. Sie sagt es geht ihr dann so schlecht, daß sie am liebsten sterben würde. Es wird ihr schlecht, Schweißausbrüche, keine Luft usw. Sie liegt dann über Stunden mit dem Kopf nach unten und den Beinen hoch, dann bekommt sie natürlich Rückenschmerzen. Woran kann es liegen, daß der Blutdruck so in den Keller geht. Sie nahm vor Dia-Beginn ca. 7 Bluthochdrucktabletten, dann nahm sie an den Dia-Tagen keine mehr, jetzt nimmt sie auch an den restlichen Tagen keine Blutdrucktabletten mehr ein und trotzdem passiert das immer wieder. Habt ihr Erfahrung damit?
Gruß Susanne

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Re: Kreislauf 18 Jan 2003 10:53 #201007

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Hallo Susanne.

Der Entzug von 3 Litern Flüssigkeit an der Dialyse ist schon groß und bei Menschen mit einem Körpergewicht unter 60 kg (5% des Körpergewichts) nicht unproblematisch. Ihre Mutter
sollte am Besten den behandelnden Arzt darauf ansprechen:

-ist ihr Sollgewicht zur Dialyse richtig?
-hat sie wegen Diabetes oder Kochsalz zu großen Durst?

Ziel ist sicherlich ein optimaler Blutdruck mit möglichst wenigen oder keinen Blutdruckmedikamenten. Häufige Blutdruckabfälle sollten aber hinterfragt werden.

Mit besten Grüßen.

Dr. Manfred Grieger

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Re: Kreislauf 20 Jan 2003 08:21 #201025

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Hallo Dr. Grieger,
meine Mama wiegt leider etwas mehr als 60 kg (89 kg bei einer Körpergröße von ca. 1,57m).
Kochsalz benutzt sie kaum, aber ich denke sie hat durch den Diabetes schon mehr Durst als normal ist, obwohl der zucker ganz gut eingestellt ist.
Könnte eine Gewichtsreduzierung helfen? Wir haben jetzt erstmal einen Kurantrag gestellt und hoffen, daß er genehmigt wird, vielleicht hilft ihr das ein bisschen.
Bezgl. des Trockengewichts eine Frage: Wie stellt man das denn fest, sie kam ja schon mit Wassereinlagerungen zur ersten Dialyse, wie soll der Arzt dann ein vernünftiges Trockengewicht feststellen ?
Susanne

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Re: Kreislauf 26 Jan 2003 12:14 #201130

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Hallo Susanne!

Auch wenn es sich vielleicht etwas hart und unangenehm anhört aber spätenstens wenn Deine Mutter Muskelkrämpfe in z.B. den Waden oder Händen bekommt hat sie ihr Trockengewicht überschritten. Mit dieser Methode finde ich mein Trockengewicht seid 17 Jahren raus. Wenn ich Krämpfe bekomme, bleibe ich mit dem Gewicht 500 g über dem ursprünglich angetrebten Gewicht.
Mit Blutdruckabfällen kann ich mein Gewicht nicht bestimmen, da ich die auch nach dem Wochenende mit z.B. 3 Kilo Einlagerungen habe.
Ihr solltet aber den Ärzten auch etwas bei der Gewichtsfindung vertrauen...die haben schon Ahnung davon.

Ich hoffe Dir weiter geholfen zu haben
Liebe Grüße
Tanja

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Re: Kreislauf 03 Feb 2003 11:23 #201354

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Mein Freund hat genau diese Probleme, wenn er vor oder während der Dialyse ißt. Es gibt ja während der Dialyse bei ihm Abendbrot - wenn er auch nur 1 Brotscheibe ißt, geht sein Blutdruck auch so in den Keller und der Puls rast. Daher ißt er vorher sehr wenig, während der Dialyse überhaupt nichts und nach der Dialyse ganz viel. So sinkt sein Blutdruck nicht mehr so rapide. Er wiegt ca. 65 kg bei 1,80m Körpergröße. Er überwässert sich am Wochenende auch nur bis max. 2 bis 2,5 kg. Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.

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Re: Kreislauf 15 Feb 2003 08:39 #201618

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Hallo Susanne.

Eine Gewichtsreduktion ist eine sehr problematische Angelegenheit. Ein großes Problem von Dialysepatienten ist nämlich die Mangelernährung. Viele verstehen trotz ausführlicher Erklärungen nur, dass ihnen Gewicht während der Dialyse entzogen wird. Es handelt sich aber nur um überflüssiges W A S S E R!!! Daher macht es keinen Sinn, weniger zu essen und die Trinkmenge unverändert zu lassen. Jede Überwässerung muss konsequent behandelt werden (Diuretika = Harn treibende Medikamente, Flüssigkeitsentzug während der Dialyse, Besserung der Herzleistung). Dies muss individuell durch den behandelnden Arzt erfolgen.

Zum Flüssigkeitsentzug unter der Dialyse möchte ich Ihnen noch folgende Info geben:

Flüssigkeitsentzug ist für die Dialyse nur aus dem Blut möglich. Ein Mensch von etwa 175cm Größe und 70 kg Gewicht hat etwa 4 - 4,5 Liter Blut. Davon ist etwa die Hälfte fester Bestandteil (Blutkörperchen), die nicht entfernt werden können. Wenn dem Blut Flüssigkeit während der Dialyse abgepresst wird strömt Flüssigkeit aus den Zellen und dem Zwischenzellraum in den Blutkreislauf nach. Dieser Vorgang verläuft aber ungleich langsamer als die Ultrafiltration durch die Dialyse. Daher sind größere Flüssigkeitsentzüge während der Dialyse immer problematisch und Beschwerden (z.B. Krämpfe) können noch mehrer Stunden nach Dialyse anhalten.

Daher meine Empfehlung: Ausreichend ESSEN (Erhalt der Körpersubstanz), nur das wirklich notwendige TRINKEN (Vermeiden von Überwässerung)!!!

Mit besten Grüßen.

Dr. Manfred Grieger

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