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Schwere Zeit nach Transplantation 01 Mai 2020 08:44 #513445

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Hallo ihr lieben, ich habe heute den Mut gefunden Hier mal zu schreiben vielleicht habt ihr ja ein paar tipps für mich.

Es ist Jetzt 3 Jahre her als meine Mama damals 10 Jahr an der Dialyse eine old to old Transplantation bekommen hat.
1. jahr lief echt gut, bis Sie wegen einer kleinen Harnleiter OP ins KH musste. Seit dem hat sie immer wieder
Blutvergiftungen, Harnwegsinfektionen E.Coli oder Klebsiella keime im Blut.

es läuft dann immer gleich innerhalb weniger tage wird sie sehr müde bekommt Fieber aber leider sieht sie es selber nicht ein und am ende muss entweder ich oder der Pflegedienst den RTW rufen dann wieder ins KH und wieder Antibiotika. dann geht es wieder besser Sie kommt nach hause und es geht von vorne los.

die Ärzte behalten Sie maximal 4 tage im KH ich habe das Gefühl das da nur noch das nötigste gemacht wird.

es wird auch immer gesagt die Niere Arbeitet gut und sie kann nach hause.

Hat jemand von euch Erfahrung oder Tipps für mich. ich muss dazu sagen, das ich selber körperbehindert bin und alleine mit Mama wir leben aber in getrennten Wohnungen und ich bin 2x die Woche bei ihr und kümmer mich so gut ich kann.
danke fürs lesen

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Schwere Zeit nach Transplantation 01 Mai 2020 15:05 #513447

  • Christian
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Hallo Chrssi,

Ärzte behalten immunsuppremierte Patienten nur ungern im Krankenhaus.
Weil im Krankenhaus soviel Desinfektionsmittel eingesetzt wird und Patienten mit Antibiotika behandelt werden, gibt es dort soviele "multi-resistente Keime"
Wenn die Putzfrau eine Fläche nicht komplett desinfiziert, können sich Keime vom verschmutzten Bereich in den desinfizierten Bereich vermehren, werden dadurch immun.
Wenn ein Patient der Antibiotika einnimmt Körperflüssigkeiten verteilt, z.B. aufs Klo geht, sind die verbreiteten Keime bereits an die Antibiotika gewöhnt und können im Falle einer Infektion nurnoch mit einer wesentlich höheren Antibiotika-Dosis abgetötet werden. Immer wenn ein Patient auf Antibiotika einen anderen ansteckt, wird die Resistenz höher, irgendwann wirken Antibiotika garnicht mehr. Im Krankenhaus tritt dieser Effekt am Schnellsten auf.

Einen Patienten, der sich dauernt Keime einfängt im Spital zu behalten.....das ist durchaus gefährlicher als die Infektionen die deine Mutter mitbringt.
Ein niedergelassener Facharzt wäre da besser, vorzugsweise mit wenig Patientenverkehr, weil Transplantierte sollte nicht auf ansteckende Menschen treffen dürfen.

Und zu den ganzen Infektionen sei gesagt, die meisten Transplantierten haben immer Desinfektionsmittel bei sich und waschen sich sehr sehr häufig, weil sie eben so große Panik vor Infektionen haben.
Wer sich nicht peinlich genau an seine Hygiene hält, der fängt sich schnell Keime ein und wird krank.
Wobei da nicht nur die Körperpflege dazuzählt, der Wohnraum muss auch schön sauber sein. (Wer mit jedem kleinen Kratzer in Staub greift, der hat auch schnell eine Blutvergiftung...)
Je Älter man wird, umso schwieriger wird es eine hygienische Wohnung zu haben, in der Regel findet man in jeder Ecke etwas Staub....wenn ein Transplantierter das nicht mehr selbst hinbekommt, braucht er eine Heimhilfe die das ordentlich macht. Klingt als bräuchtet ihr einen Sozialarbeiter der euch über eure Möglichkeiten aufklärt und euch helfen kann an eine Heimhilfe oder zumindest eine gute Putzfrau zu kommen.

lg
Chris

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Schwere Zeit nach Transplantation 01 Mai 2020 15:37 #513448

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Wir haben einen Pflegedienst der auch bei der Reinigung behilflich ist. Wie gesagt es sind immer die Selben keime seit sie das erste mal nach der Transplantation im KH war.

Neben bei ist ihr betreuender Nephrologe auch in einer kleinen Praxis vor Ort. Also daran liegt es sicher nicht.

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Schwere Zeit nach Transplantation 01 Mai 2020 16:23 #513449

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Hallo Chrssi

Harnwegsinfektionen können viele Ursachen haben, und ich glaube, dass die Ärzte oft selber nicht wissen was das Problem ist. Meistens betrifft es Frauen ( auch gesunde Frauen ),da die Harnwege kürzer sind als bei einem Mann ( Keime haben leichteres spiel um Ärger zu machen)


Hier einige Beispiele:

-sehr oft e Coli Bakterien mangels falscher Hygiene oder Unwissenheit der richtigen Hygiene.
-Zuviel oder zu wenig Intimpflege
-Rest Urin in den Harnwegen die sich entzünden
- einen Reflux rest Urin läuft zurück in die Harnwege oder Niere
- Vorlagen bei zB bei Inkontinenz ( müssten häufiger gewechselt werden)
- zu enge Harnwege
- oder wie Oma schon sagte“ lauf kein Barfuß, oder halt deine Nieren warm) usw.

Aber bei uns NTX ist es oft, ein anatomisches Problem , oder so war es bei mir oft, ich bin zu früh vom Klo aufgestanden und habe den verzögerten Resturin nicht abgelassen „ = Blasenenzündung)
Oft müssen die Docs mit dem arbeiten was nach langer Dia zu Verführung steht, dass ist oft nicht viel bei einer verkümmerten Blase ( das Material muss stimmen).

Ich selber hatte erst vor ca. 10 Wochen eine Nierenbeckenenzündung ( Entzündungwert 305 ) mit KH und Antibiotika.

Meine Bekannte die ein Jahr vor mir NTX kämpft einmal ca im Monat damit.

Ich habe seitdem nichts mehr bekommen, da ich für mich einen neuen Weg gefunden habe , und bisher geht es gut, ohne Blasenendzündung und Antibiotika.

Meine Schwiegermutter hatte oft Blasenenzündung ( 4 Kinder senk Blase) und die war kerngesund und ist 93 Jahre geworden ( oft ein Frauenproblem):hm:


LG
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Schwere Zeit nach Transplantation 01 Mai 2020 16:43 #513450

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Lieber Mucky,
das klingt doch gut und freut mich sehr für dich, Wir werden sehen.
Montag kommt Sie erstmal wieder nachhause.

Vor kurzem hat Sie auch ein Netz in den unterleib eingesetzt bekommen es sollte eigentlich den Urin Abfluss wieder Optimieren...

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Schwere Zeit nach Transplantation 01 Mai 2020 17:19 #513452

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...die meisten Transplantierten haben immer Desinfektionsmittel bei sich und waschen sich sehr sehr häufig, weil sie eben so große Panik vor Infektionen haben.
Wer sich nicht peinlich genau an seine Hygiene hält, der fängt sich schnell Keime ein und wird krank.
Wobei da nicht nur die Körperpflege dazuzählt, der Wohnraum muss auch schön sauber sein. (Wer mit jedem kleinen Kratzer in Staub greift, der hat auch schnell eine Blutvergiftung...)


Hallo Christian,

meiner Erfahrung nach (25 Jahre NTx) ist es nicht ganz so heftig, wie du es beschreibst. Nehmen wir mal die Zeit vor Corona. Da hat es ausgereicht, die ganz normale Körperpflege zu betreiben. Desinfektionsmittel hatte ich nie bei mir. Panik vor Infektionen hatte ich auch nicht. Eine Blutvergiftung (Sepsis) zu bekommen, ist schon sehr selten, insgesamt gesehen.

Heute, mit Corona trifft o.g. Passage von dir da schon viel mehr zu.

Grüße, Gerd
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Schwere Zeit nach Transplantation 01 Mai 2020 17:21 #513453

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Vielleicht klappt es ja mit dem Netz und es wird besser.

Wünsche euch alles Gute!

LG
Mucky

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Schwere Zeit nach Transplantation 02 Mai 2020 16:17 #513459

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noch ein bisschen "Senf dazu" von mir...

- äusserst wichtig ist die Suche nach der Ursache, zB Ausschliessen von Reflux oder Rest-Urin in der Blase, wie Mucki schreibt.

- Ich nehme an, dass die Keime, die bei deiner Mama gefunden wurden, auf Multiresistenzien getestet wurden bzw. wenn solche vorhanden waren, dass sie dann die in solchen Fällen noch wirksamen Antibiotika erhalten hat ? Wichtig ist auch, wie lange die Infektionen jeweils mit Antibiotika behandelt wurden. Bei wiederholten Infekten würde ich erwarten, dass die Behandlung mehrere Tage dauert (zB 10 Tage). Alternativ mit heutzutage auch häufig angewandtem "Monuril 3g-Einmaldosis" (oder Generika), in einem heiklen Fall mehrere Dosen, zB 2. Dosis nach 4 Tagen, evtl. 3 Dosis nach weiteren 4 Tagen.

- zum Vorbeugen vor Harnweginfekten und zum Unterstützen während eines Harnweginfekts nehme ich Mannose. In Deutschland kann man das, so viel ich weiss, lose kaufen (100g / 500g...), was dann auch nicht sooo teuer ist (in der Schweiz gibts nur die Portionenbeutel-Variante, geht ins Geld...). Ich habe den Eindruck, dass mir Mannose hilft. Es gibt verschiedene Methoden, wann und wie lange man es jeweils einnimmt. Wichtig für mich: Ich fühle mich nicht so hilflos, weil ich es nehmen kann, sobald ich auch nur ein ungutes Gefühl im Bauch oder in der Blase habe ...

Ich schreibe aus eigener Erfahrung, Blasenentzündungen vor der Transplantation, Infektion mit Klebsiella ESBL (=multiresistent) unmittelbar nach der Transplantation.

Liebe Grüsse Kohana

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Schwere Zeit nach Transplantation 17 Mai 2020 21:19 #513546

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Und zu den ganzen Infektionen sei gesagt, die meisten Transplantierten haben immer Desinfektionsmittel bei sich und waschen sich sehr sehr häufig, weil sie eben so große Panik vor Infektionen haben.
Wer sich nicht peinlich genau an seine Hygiene hält, der fängt sich schnell Keime ein und wird krank.
Wobei da nicht nur die Körperpflege dazuzählt, der Wohnraum muss auch schön sauber sein. (Wer mit jedem kleinen Kratzer in Staub greift, der hat auch schnell eine Blutvergiftung...)


Das halte ich auch für etwas sehr übertrieben. In bisher 18 Jahren NTX habe ich bei bspw. Camping, Jugendherberge, Hotels im Ausland, … noch nie Desinfektionsmittel mitgenommen und nie Probleme durch Keime gehabt. Blutvergiftung hatte ich auch trotz Gartenarbeit und entsprechend diversen Kratzern noch nie.
Dass man nicht gerade mit ungewaschenen Händen nach der U-Bahn einen Döner essen sollte, dürfte auch ohne NTX zur normalen Hygiene gehören. Auch kenne ich keinen NTXler, der ständig Desinfektionsmittel bei sich trägt (gilt natürlich alles für VOr-Corona-Zeiten.
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Schwere Zeit nach Transplantation 17 Mai 2020 22:29 #513550

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In Covid Zeiten desinfiziere ich meine Hände auch öfters, als in der ganzen NTX Zeit, da hat gründliches Händewaschen es auch getan.
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Schwere Zeit nach Transplantation 18 Mai 2020 12:56 #513552

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Seit der Transplantation trage ich normalerweise ein Fläschchen Desinfektionsmittel mit mir herum, weil ich zur Arbeit mit ÖV unterwegs bin. Eigentlich vor allem wegen Grippezeit. Dann versuche ich, im ÖV möglichst nichts zu berühren, was andere berühren. Wenn ich mich unterwegs unsicher fühle, weil ich gerade etwas berührt habe oder auch jemandem die Hand geschüttelt habe, der mir gesundheitlich nicht geheuer vorkam, benutze ich das Desinfektionsmittel. An der Arbeit oder zu Hause angekommen, Hände waschen. Inzwischen mache ich das das ganze Jahr durch so, während Grippesaison einfach noch aufmerksamer.

Mit COVID-19 bin ich jetzt natürlich erst recht aufmerksam. Möglichst nichts berühren, wenn angebracht Hände waschen, wenn keine Möglichkeit Hände desinfizieren.
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Schwere Zeit nach Transplantation 18 Mai 2020 20:42 #513567

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Chrssi, kommt deine Mutter immer ins gleiche KH? Vielleicht wäre es sinnvoll, deine Mutter woanders gründlich untersuchen zu lassen.
Wenn wir wissen, wo du wohnst, kann dir evtl. jemand hier eine Empfehlung geben.

Nach einer Antibiotikagabe sind wir Frauen anfällig für Neuinfektionen. Das Antibiotika killt ja nicht nur die bösen Bakterien, sondern auch die guten, die uns schützen.
Ich habe gute Erfahrungen mit Milchsäurezäpfchen gemacht. Nach Beendigung der A.Therapie führe ich mir abends ein Zäpfchen in die Scheide ein (Vorlage wie eine Binde nicht vergessen). Dadurch wird das natürliche, leicht saure Scheidenklima schnell wiederhergestellt, eindringende Bakterien haben es schwer. Das Ganze eine Woche lang wiederholen. Bei mir hat es immer gut gewirkt.
Und natürlich beim Waschen verstärkt darauf achten, dass keine Keime vom Anus zur Vagina übertragen werden können.

Alles Gute für euch Beide.
LG Sabine

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Schwere Zeit nach Transplantation 20 Mai 2020 10:07 #513576

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Danke für die guten Tips Sabine
Sie kommt entweder Nach Eisenhüttenstadt ins Krankenhaus oder Nach Frankfurt Oder oder in die Charite wo Sie ja auch Transplantiert worden ist.

Aber im Moment sieht es gut aus. Sie ist jetz die 3 Woche aus dem Krankenhaus ohne neuinfektion.
Ich freue mich sehr

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Hi :)

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