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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 12 Nov 2020 16:34 #514741

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Hallo Leute,

ich wollte mich mal erkundigen, in wie weit ihr die Wohnung oder das Haus so vorbereitet habt, dass das Infektionsrisiko des Transplantierten in den eigenen 4 Wänden minimiert wird. Mein Freund erhält vrsl. im Jan./Feb. eine Niere von seinem Papa und ich würde natürlich gerne auch alles vorbereiten, damit er sich zuhause auch wohl fühlt. In den ganzen Broschüren liest man ja doch recht viel und ich weiß auch, dass vieles natürlich auch jeder selbst handhaben und abwägen muss. Hier hilft wahrscheinlich ein gesundes Mittelmaß, trotzdem (nicht falsch verstehen) möchte ich natürlich die neue Niere auf keinen Fall gefährden. Dann mache ich lieber alles, was dort empfohlen wird. Dennoch fände ich es spannend zu erfahren, ob z.B. die Gardinen vorher gewaschen wurden, alle Pflanzen auf Hydrokultur umgestellt wurden, Holzbrettchen aus der Küche entsorgt wurden, Teppiche in den Keller gestellt wurden, das Bad nur noch mit Desinfektionsreiniger putzen, wöchentlich Bettwäsche wechseln und und und. Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps geben wie damit umgegangen werden muss und ob ihr, als ggf. schon Transplantierte, zuhause ein hohes Risiko seht.

Vielen lieben Dank im Voraus und liebe Grüße,
Melicious

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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 12 Nov 2020 17:07 #514744

  • Gerd
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...ob z.B. die Gardinen vorher gewaschen wurden, alle Pflanzen auf Hydrokultur umgestellt wurden, Holzbrettchen aus der Küche entsorgt wurden, Teppiche in den Keller gestellt wurden, das Bad nur noch mit Desinfektionsreiniger putzen, wöchentlich Bettwäsche wechseln und und und...

Bei mir (25 Jahre NTx, 1995-2020) NICHTS von alledem.

Gerd
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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 12 Nov 2020 19:29 #514746

  • Christian
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Ein reales Problem wäre noch am ehesten eine feuchte Wohnung mit Schimmel an den Wänden oder starkem Ungeziefer-Befall.

Alles andere ist das Immunsystem noch gewöhnt und wird daher keine Probleme haben.

Du musst also nicht die Haustiere in den Mixer stecken um gut auf den NTX vorbereitet zu sein.

Es schadet natürlich nicht, wenn man sich gute Vorsätze macht und z.B. sein Auto nicht mehr so zumüllt und auch ab und zu das Lenkrad desinfiziert? ;) (dort sollten die Deutschen mal lieber Desinfektionsmittel benutzen....)

lg
Chris
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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 13 Nov 2020 08:16 #514758

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Hallo,
früher war es wirklich so, dass es solche Vorgaben gab (keine Teppiche, Pflanzen usw.) kenne ich von meiner 1. TX 1984 auch noch.
Mittlerweile muss man vor einer TX eigentlich gar nichts ändern im Haushalt. Eine ganz normale Hygiene in der Küche und Sauberkeit im Haushalt ist natürlich sinnvoll, aber ständige Desinfektion ist nicht nötig. Und wenn die Erde im Blumentopf schon schimmelt würde ich ihn rausschmeißen, aber ansonsten ist das kein Problem.
Ich drück die Daumen für die TX.
Liebe Grüße
Bärbel
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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 13 Nov 2020 09:32 #514760

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Ich habe auch nichts gemacht, nur meine Topfpflanze rausgeworfen. Die hätte ich aber eh entfernt. Sie gehen bei mir immer ein, weil die mich nicht mögen, irgendwie. Die Bettwäsche habe ich nur alle 2 Wochen gewechselt. Und meine Niere hat das alles überstanden. Alles Gute und viel Glück!
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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 13 Nov 2020 10:45 #514763

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Eine ganz normale Hygiene in der Küche und Sauberkeit im Haushalt ist natürlich sinnvoll, aber ständige Desinfektion ist nicht nötig.

Ich habe es ähnlich gehalten wie Baerli und Ulineu. Zudem habe ich eine Katze. Und einen grossen Garten. Und ich bin ein Putzmuffel. Mein Rat:

- praktisch ist, wenn mit den üblichen Massnahmen eher schwierig zu reinigende Orte und Sachen entfernt oder "angepasst" werden, damit die Reinigung einfacher wird
- Empfehlungen/Vorschriften bezüglich Lebensmitteln vor allem in den ersten Monaten sehr ernst nehmen (Verzicht auf gewisse Lebensmittel, strengere Kontrolle, ob etwas verdorben ist) und gute Küchenhygiene
- Besuchsregelung ernst nehmen: es kommt niemand zu Besuch, der krank ist / man geht zB an keine Familienfeier, wenn dort jemand krank ist. Mit ein bisschen gutem Willen kann man das alles auf ein späteres Datum verschieben, auch Geburtstags-, Weihnachtsfeiern usw. Unverständnis und moralische Druckversuche (!) ignorieren, hart bleiben. Das ist vielleicht heutzutage nicht mehr so schwierig, weil wir wegen Corona darin etwas mehr Übung haben.
- bei gesundheitlichen "Unregelmässigkeiten" sich nicht scheuen, zumindest beim Arzt nachzufragen, ob man etwas machen muss oder ob warten ok ist.
- auch kleine Verletzungen ernst nehmen, beobachten (zB Kratzer nach der Gartenarbeit... Handschuhe tragen! musste ich lernen), wenn nötig behandeln
- compliant sein - Medikamente so einnehmen, wie es mit dem Arzt abgesprochen wurde, die Zeiten beachten - das ist vor allem am Anfang enorm wichtig, damit man sich Disziplin angewöhnt.

Es gibt Momente, in denen ich Desinfektionsmittel benutze (Hände, Türfallen, WC), vor allem, wenn ich nach einem Besuch oder auch unterwegs im ÖV und im Büro ein schlechtes Bauchgefühl habe. Ich habe zuerst Desinfektionssprays probiert - unpraktisch und teuer. Jetzt habe ich eine 350 mL-Flasche mit Ethanol 77% V/V, Isopropanol 10.5% V/V. Kann man auf Flächen spritzen dann mit einem Lappen nachreinigen. Ist auch ein Handreiniger. Es ist mehr oder weniger dasselbe wie die (alkoholhaltigen)Handdesinfektionsmittel, die jetzt "überall" herumstehen, ohne händeschonenden Gel-Zuatz. Die Apotheken verkaufen gernen kleine Fläschchen oder solche mit speziellen Aufsätzen - das wird aber mit der Zeit teuer. Meines ist eine Apotheken-Eigenproduktion, einfach verpackt und deshalb günstig. Steht nicht in den Verkaufsregalen, ich muss immer nachfragen. Wegen Corona ist das jetzt wahrscheinlich einfacher.

Liebe Grüsse und alles Gute
Kohana
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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 13 Nov 2020 15:44 #514776

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Ulineu schrieb: Ich habe auch nichts gemacht, nur meine Topfpflanze rausgeworfen. Die hätte ich aber eh entfernt. Sie gehen bei mir immer ein, weil die mich nicht mögen, irgendwie. Die Bettwäsche habe ich nur alle 2 Wochen gewechselt. Und meine Niere hat das alles überstanden. Alles Gute und viel Glück!


Meine Topfpflanzen mögen mich auch nicht besonders :schäm:

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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 13 Nov 2020 16:54 #514780

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Also meine Topfpflanzen haben mich immer sehr geliebt.
Aber naja ihr wisst ja, mein Turm-Ventilator der den Pflanzen Wind geschenkt hatte, hat diesen Juni Feuer gefangen, seither hab ich keine Pflanzen mehr....

Eine Topfpflanze ist ja letztendlich auch nur ein Versuch die Natur nachzuahmen. Mal abgesehen davon, Pflanzen haben keine sich bewegende Lunge, sie benötigen Luftzirkulation zum Atmen.
Künstlicher Wind ist wichtig für einen stabilen Stamm. Verbessert außerdem die Luftzirkulation und verhindert schimmel.
Starkes Licht ist wichtig, damit die Pflanze viele Seitentriebe entwickelt. Ohne gesunden Stoffwechsel wird das Wasser ja auch garnicht richtig verarbeitet.
Der Topf sollte außerdem immer zum Wurzelballen passen, sonst entsteht zwangsläufig staunässe. Beim Umtopfen niemals zu großzügig sein.
Staunässe kann man riechen. Ein modriger Geruch wie ein alter Putzfetzen.

Der Zeitpunkt des richtigen Gießens ist wichtig. Bei den meisten Pflanzen reduziert sich die Spannung in den Blättern und sie werden schlaffer. Außerdem bildet sich beim Topf ein Spalt zwischen Erde und Topfrand, trockene Erde zieht sich zusammen und hat weniger Volumen als nasse Erde.

Und die Idiotensichere Methode: Heb doch einfach den Topf hoch. Merk dir wie schwer er in trockenem Zustand ist. Vergleich es mit dem Gewicht in nassem Zustand. Mit erfahrung weißt du allein vom Gewicht beim Hochheben, wieviel Wasser drinnen ist. So kann der Profi den Wassergehalt tief im inneren erfühlen.
Die meisten Pflanzen sollte man erst umtopfen, wenn sie ihren nassen, frisch gegossenen Topf innerhalb von 48 Stunden leersaufen(trocken) und schonwieder die Blätter absenken und durstig wirken.
Eine Topfpflanze darf nicht öfter als alle 72 Stunden gegossen werden, sonst entsteht Wurzelfäule. (Ausnahme sind schwüle Sommertage, aber auch dann vorsicht!)

Bei der Wahl der richtigen Erde kommt es vorallem auf die Grundnährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium an. NPK. Jede Pflanze braucht ein bestimmtes Verhältnis dieser 3 Nährstoffe zueinander. Stimmt das Verhältnis nicht, dann können Mangel und Überdüngung gleichzeitig auftreten. (Pflanzen in der Wachstumsphase benötigen viel N, wenig P und K. Pflanzen in der Blüte wenig N, viel P und K. Der Bedarf an P erhöht sich außerdem ab der Hälfte der Blüte nochmal stark.)
Beim Düngen des Gießwassers sollte man ebenfalls das empfohlene Nährstoffverhältnis beibehalten und erst mit dem Düngen beginnen, wenn erste Mangelerscheinungen auftreten.

Meine Lieblings-Topfpflanzen sind Stecklinge. Also junge Triebe die von einer Mutterpflanze abgeschnitten wurden, in Bewurzelungshormon getaucht wurden und zu einer neuen Pflanze herangezüchtet werden.
In so kleinen Gewächshäusern, die man 2x am Tag gut durchlüftet und mit einer Sprühflasche mit Wasser neu anfeuchtet. Ziemlich hohes Schimmelrisiko und ein eher filigranes Hobby wo man aus Erfahrung lernt.


Soviel zum Thema Topfpflanzen..... ^_^
Also schimmelige Erde ist eher ein Anfängerfehler, jemand mit grünem Daumen passiert sowas nicht.
Und Hydrokultur ist was für Fortgeschrittene, auch solche Systeme können Schimmel und Wurzelfäule verursachen wenn man zuviel gießt. (Sowohl Blähton, Cocos, etc. Alles kann schimmeln wenn es feucht bleibt.)
Außerdem muss bei Hydrokultur der PH-Wert des Gießwassers auf etwa 6,5 reguliert werden, weil das Leitungswasser zu kalkhaltig ist. Erde hat eine Pufferwirkung auf den PH-Wert, Hydrokultur nicht.
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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 13 Nov 2020 19:32 #514781

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Danke für den Exkurs in die Welt des Heimgärtnerns :blume:

Der Zeitpunkt des richtigen Gießens ist wichtig. Bei den meisten Pflanzen reduziert sich die Spannung in den Blättern und sie werden schlaffer. Außerdem bildet sich beim Topf ein Spalt zwischen Erde und Topfrand, trockene Erde zieht sich zusammen und hat weniger Volumen als nasse Erde.

Perfekt zusammengefasst! Aber um das zu Erkennen muss man sich er Pflanze in regelmässigen Abständen nähern. Bzw. man muss DARAN DENKEN, sich der Pflanze regelmässig zu nähern und dann auch noch Massnahmen zu ergreifen ..... wenn ich entdecke, dass eine Pflanze etwas von mir braucht, bin ich meistens total in Eile, um den Bus zu erreichen oder so. Und wenn ich dann wieder zu Hause bin, habe ich's vergessen und die Pflanze sagt ja nichts... leidet nur stumm vor sich hin.

PS: Orchideen halten waaaahnsinnig viel Vernachlässigung aus. Ich bin jedes Mal erstaunt, dass da noch was lebt. :schäm: :doppelschäm

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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 13 Nov 2020 23:02 #514783

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Echt? Meine Orchideen sind alle irgendwann eingegangen, meistens ziemlich rasch. Meine Nachbarin fand, ich hätte denen zu viel Wasser gegeben, das ginge ja gar nicht. Dann habe ich weniger gegossen, aber das war auch nicht richtig. Ich habe noch nie einen grünen Daumen gehabt. Macht nichts, dafür kann ich Blockflöte spielen :wow:
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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 14 Nov 2020 09:58 #514786

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Sorry Melicious, wenn wir da so vom Thema abgewandert sind..... ::

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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 14 Nov 2020 20:55 #514788

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Hallo Melicious,

Die Broschüren , Bücher , und sonstige Quellen , die sich mit dem Verhalten nach einer NTX befassen , sind medizinische Richtlinien; die gerade am Anfang einer Transplantation wichtig sind; aber nach der Zeit findet ihr heraus ; was man davon nicht benötigt.

Halte eine gesunde Hygiene in Euer Wohnung ein und macht euch nicht verrückt, ich bin das dritte Mal NTX und hatte immer Tiere , ich habe sehr viel Wert auf Handhygine gelegt und habe mir nie irgendwelche Krankheiten eingefangen.

Ich finde es eher wicht!!! Immer an die Medis zu denken und die Einnahmen nicht irgendwann als lästig zu empfinden, denn das könnte schlimme Folgen haben.

Ich würde die Wohnung bevor dein Freund aus dem Krankenhaus kommt, einmal komplett reinigen und dann wie immer im gewohntem Rhythmus säubern.

Küchenhandtücher, Badetücher ,Waschlappen und Unterwäsche würde ich täglich wechseln, aber das sollte man auch ohne NTX machen.

Teppich, Gardine und Bad ganz normal reinigen und Holzbretter würde ich auch nicht verwenden Spülmaschine regelmäßig reinigen, da sich dort viele Bakterien wohl fühlen besonders in der Türdichtung . Ich würde auch den Kühlschrank regelmäßig kontrollieren , ob sich abgelaufene Lebensmittel darin befinden und den Kühlschrank regelmäßig auswischen, aber das sind nur ein paar Info die ich am Anfang der NTX befolgt habe.

Ich wünsche euch für die Zukunft das Beste.:blume:

LG

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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 14 Nov 2020 21:06 #514789

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Oh und zum Thema Raumklima wäre da noch die Luftfeuchtigkeit im Winter, die auch für gesunde Menschen nicht zu verachten ist.

Die trockene Raumluft im Winter kann ja Krankheiten fördern, insbesondere wenn einem die Nase austrocknet.
Da helfen Luftbefeuchter bzw. eine Schale mit Wasser auf der Heizung.
Beides aber auch sehr problematisch, weil sich im abgestandenen Wasser ebenfalls Keime, insbesondere Legionellen, vermehren können.

Da würd ich empfehlen ein Hygienemittel für Luftbefeuchter zu besorgen, gibts billig auf amazon. Tut man regelmäßig ins Wasser dazu und es tötet die Keime zuverlässig ab.

Eine gute Luftfeuchtigkeit im Winter liegt bei 40-50%, keinesfalls höher, sonst bildet sich viel Kondenswasser an kalten Fenstern und Wänden und es könnte Schimmel enstehen.

Aktuell sind Luftbefeuchter mit Ultraschall-Zerstäuber modern(weil energiesparend), die sollte man aber nicht mit Leitungswasser verwenden sondern lieber Osmosewasser oder destiliertes, weil sonst hat man Kalk-Staub im ganzen Zimmer......

Ich hatte auch mal einen "Luftwäscher", der die Raumluft in Wasser reinigt um Pollen, Staub, Aerosole etc. aus der Luft zu filtern. Aber trotz Hygienemittel, wenn man da das Wasser nicht alle 2 Tage wechselt und das Ding häufig reinigt, fängt das Wasser zu stinken an und es wird eine Keimschleuder......300€ teurer Scheiß und viel Arbeit.
Mein etwa 30€ teurer Ultraschall-Zerstäuber den ich mit Osmose-Wasser befülle ist viel hygienischer und macht keine Arbeit. (billiges Osmosefilter-Set für Aquariumbesitzer gibts um 40€ und hält einige Jahre)

Womit wir also wieder erfolgreich die Kurve zum Thema Wohnen und Hygiene gemacht haben. :hähä:

lg
Chris

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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 15 Nov 2020 08:13 #514790

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Guten Morgen,
danke danke danke für die vielen Rückmeldungen! Dann kann ich ja etwas beruhigter da rangehen und mit solch wertvollen Tipps (auch zum Thema Pflanzen - da hab ich wieder viel gelernt) bin ich gut gerüstet. Ich denke auch, dass eine gesunde Hygiene und in einigen Bereichen eine etwas gründlichere Reinigung mit mehr Aufmerksamkeit (Bad, Küche) da schon viel hilft. Ich habe relativ viele Pflanzen (8 stk) im Wohnzimmer. Da sehe ich teilweise schon etwas weißen Belag auf der Erde. Bin mir unsicher, ob ich sie dann nicht verschenke in neuer Erde, weil die Umstellung ja auch echt aufwendig ist auf Hydrokultur. Wer weiß, ob ich da die Wurzelfäule nicht ganz schnell bekomme und dann hat es mir auch nix gebracht.
Da überlege ich noch...

Passt auf euch auf!

Ganz liebe Grüße und vielen Dank n nochmal,
Melicious

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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 15 Nov 2020 09:03 #514791

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Liebe Melicious, wenn der weiße Belag Schimmel ist, würde ich die Pflanzen eher aus der Wohnung tun.

Ich war im ersten Jahr sehr kleinlich, später aber nicht mehr, da habe ich ganz normal geputzt. Händewaschen ist viel wichtiger. Und bei Mülltonnen aufpassen, weil in denen auch viel schimmelt.

Freu Dich auf Dein neues Leben, liebe Grüße, Ulli

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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 15 Nov 2020 12:06 #514793

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Eine weiße Schicht auf der Erde kann Schimmel sein, muss aber nicht.
Ist die Erde alt und der Topf häufig mit Leitungswasser gegossen worden, können es auch Kalk und Mineral-Ablagerungen sein. (Alles was nicht perfekt im Wasser aufgelöst ist, wird an der Oberfläche aufgefangen.)
Beim Umtopfen sieht es im Topf oft genauso aus, am Topf bildet sich ein riesiger Kalk/Mineral-Ring auf Höhe der Erde.

Ein bisschen oberflächlicher Schimmel ist kein Grund zum Verzweifeln. Ich hab immer eine kleine Flasche mit "Stachelhalm"-Extrakt zuhause.
Wenige Mililiter davon mit Wasser verdünnen und auf den Schimmel sprühen. Der Saft des Stachelhalm wirkt Wunder gegen Schimmel, findest du in JEDEM Gartengeschäft.
Dann einen Tag stehen lassen und am nächsten Tag 1cm frische Erde auffüllen, damit du den toten Schimmel nicht mehr sehen musst.

Wobei ich es eher für Kalk+Mineralien halten würde. Schimmel kann sich sehr schnell auf fauliger Erde bilden, weil Erde ein eigenes Gleichgewicht ähnlich eines Immunsystems besitzt, dann wäre aber die Pflanze krank.
Ansonst wäre Oberflächen-Schimmel nur durch permanente Bildung von Kondenzwasser möglich. d.h. der Topf müsste spürbar kälter als der Raum sein und der Raum eine hohe Luftfeuchtigkeit haben. In Badezimmer, Abstellkammern oder Garagen durchaus möglich, in einem beheizten Zimmer eher selten.

Bevor ich eine gesunde Topfpflanze wegwerfe würde ich die Erde mit einem Finger ankratzen und riechen, ob die Erde pilzig, modrig, faulig oder sonstwie eklig riecht, Schimmel kann man riechen, das sollte man mit Immunsuppression aber nicht mehr selber machen.
Wie bei den Lebensmitteln kann dir der Geruchssinn sehr zuverlässig sagen, ob etwas "frisch" oder "schimmlig" ist.

lg
Chris

P.S.
Eine gute Frau erkennst du daran, ob sie die Geruchsprobe für dich übernimmt, wenn du ihr etwas Stinkendes vor die Nase hältst. (z.B. Milch überprüfen, ob diese schon sauer ist :lach: )
Wenns aus dem Kühlschrank müffelt, sollte ja auch nicht der Immunsuppremierte alle Lebensmittel durchschnuppern und schauen wo es herkommt, sondern lieber der gesunde Partner^^

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Wohnungsvorbereitung für Transplantation 15 Nov 2020 16:04 #514796

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Ja, das stimmt Christian ^^ mit schnüffeln kann man vieles entdecken!
Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass es bei meinen Pflanzen Kalk ist...zumindest sind die Pflanzen, die ich aus meinem vorherigen Wohnort mit sehr kalkhaltigem Wasser mitgenommen habe am meisten betroffen. Neuere Pflanzen, die ich nur mit dem aktuell glaub ich sehr weichen Wasser gegossen habe, haben das noch nicht.
Ich habe jetzt jedenfalls meine Efeutute und meine Pilea von der Erde befreit und schaue mal, ob ich sie in den nächsten Wochen auf Hydrokultur umgestellt bekomme.
Ein paar Ableger werde ich bei negativem Ergebnis sonst noch ausbilden und diese dann direkt vom Wasser in Hydro umsiedeln.
Ein bisschen Zeit habe ich ja noch...

Danke aber für die ganzen Tipps :)
Lieben Gruß!

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