Wär wichtig eine Biopsie zu machen um festzustellen, welche Art von Schädigung vorliegt. Wenn alles verödet ist, wirds nichtmehr. Kann aber auch genauso gut ein akuter Schaden sein der wieder abheilen kann.
Nur eine Biopsie kann das feststellen, die Berichte zu studieren hilft nicht viel.
Übrigens, durch Blutkonserven kann man auch Antikörper gegen eigene Organe erhalten, auch gegen mögliche Spenderorgane die man dann nicht erhalten kann. Blutkonserven sind umbedingt zu vermeiden.
Gegen solche Antikörper kann eine Plasmapherese helfen, das ist ein Verfahren der Hämodialyse um das Blutplasma zu reinigen. Ist oft einen Versuch wert, wenn die Ärzte nicht weiter wissen oder sich uneinig sind.
Und das mim wieder werden können ist relativ. Bei mir hat die Biopsie gezeigt, dass 80% stark vernarbt sind, die werden niewieder. Hatte vor meinem Dialysestart 8% Restleistung der Nieren, wegen schlechter Behandlung(zuviel Wasserentzug) dann nurnoch <1% über Monate, jetzt wieder 8% Restfunktion. (hab IgA Nephritis unklarer Genese)
Der Tom wiederrum hatte kürzlich noch 70% Restleistung der Nieren und weniger als 5 Jahre bis zur Dialyse. Jetzt hat er Ramipril(Blutdrucksenker) ausprobiert, schaut gut auf sich und hat wieder 90% Nierenfunktion und >10 Jahre bis zur Dialyse.
Und überlebt zu haben is schonmal gut, das wichtigste is danach, sich das Leben wieder gut und stabil herzurichten.
Als Dialysepatient hat man ja viele soziale Zuckerl, die man mühsam beantragen muss. Behindertenausweis, Förderungen für die Jobsuche (z.B. bei mir in Österreich zahlt der Staat 50% vom Bruttolohn, falls man wieder arbeiten gehen will) (und bei fast alle angenehmen und stressfreien Bürojobs vom Staat werden nur Menschen mit Behindertenausweis genommen)
Hab diesen Monat ne geförderte Wohnung für Pensionisten und Invalide angeboten bekommen, aber is mir gerade zu stressig. Alle jungen und gesunden Menschen(oft mit Kind) die gerne die Wohnung hätten, wurden abgelehnt. Die Miete für solche Wohnungen is niedriger als für eine Gemeindewohnung.
Man kann sich also staatliche Entlastungen holen, die den Gesunden verwehrt bleiben. Nur die Anträge auf zig verschiedenen Behörden sind mühsam.
Kopf hoch, es gibt viele Wege damit umzugehen und sich das Leben wieder schön und gut zu machen

Vielleicht findest du ja durch die Krankheit auch einen Weg, mehr Zeit für deine Tochter zu haben, als es andere Mütter könnten.