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Keinen Durst 05 Nov 2004 23:09 #21830

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Bin noch nicht an der Dialyse und soll viel trinken, aber ich schaffe es einfach nicht.
Wer weiß einen Rat?

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Re: Keinen Durst 06 Nov 2004 11:37 #21836

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Ich würde einfach immer ein Glas zu trinken vor mich hinstellen und wenn Du das ausgetrunken hast, gleich wieder eingießen... Ich beneide Dich... Habe gestern bei der Dialyse wieder einen Anschiß bekommen, weil ich leider eine kleine Saufziege bin und wieder mal zuviel Gewicht mitgebracht habe....

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Re: Keinen Durst 06 Nov 2004 15:28 #21837

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Ja meistens ist das genau so. Das was man darf will man nicht und das was man nicht sollte, danach gelüstet es einem.
Das Glas hinstellen kann ich schon, leider übersehe ich es trotzdem. Ist es eigentlich schlimm, wenn man dann ein Gals auf einmal trinkt, wenn man drandenkt oder sollte man lieber Schlückchenweise trinken? - Was aber bei mir eher nicht geht :-)

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Re: Keinen Durst 07 Nov 2004 19:40 #21851

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Geht mir ähnlich... Ich kann es absolut nicht verstehen, wie man Probleme haben kann, genug zu trinken. Ich könnte Unmengen trinken, darf aber nicht. Ich freue mich jetzt schon auf den Tag, wo ich wieder darf (auch wenns wohl noch lange dauert)! Die dann geforderten 3 Liter (oder sind es sogar 5?) werden für mich überhaupt kein Problem sein, da bin ich ganz sicher...

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Re: Keinen Durst 07 Nov 2004 21:50 #21859

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Es ist immer so: der nicht trinken darf, der will und der, der soll, schafft es nicht die notwendigen 3 Liter zu trinken. Ich denke, man sollte die Trinkmenge sukzessive steigern, bis man die erforderliche Menge erreicht hat und dann hat man sich auch daran gewöhnt. So hat es zumindestens bei mir nach der Transplantation funktioniert. Und man soll die Menge auch notieren, dass man die Sache in den Griff bekommt.

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Re: Keinen Durst 08 Nov 2004 12:38 #21865

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Hallo drea,

ich bin zwar schon an der Dia, darf aber noch trinken, so viel ich will.
Ich würde Dir raten, auf jeden Fall Mineralwasser mit möglichst wenig Kohlensäure zu trinken (das bläht noch zusätzlich) oder was auch ganz gut geht sind Saftschorlen (aber da muß man evtl. aufs Kalium achten!).
Im Winter habe ich auch immer eher Probleme, genügend zu trinken.

LG und viel Erfolg
Sabine

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Re: Keinen Durst 15 Nov 2004 09:17 #21986

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Hallo Drea

Mir ging es anfangs genauso, ich konnte und konnte nicht die erforderliche Menge trinken.
Inzwischen trinke ich sogar schon 3,5 Liter pro Tag und kann mir garnicht mehr vorstellen weniger zu trinken.
Ich habe anfangs mir notiert ,damit ich genug trinke, jetzt habe ich aber das im Gefühl und brauche nicht mehr nachzurechnen.
Steigere langsam Dein Trinkvermögen und Du wirst sehen, das ist garnicht so schwierig.
Im Sommer habe ich stilles Wasser getrunken und im Moment trinke ich mit Begeisterung Sprudel mit etwas Grapesaft gemischt.
Du kannst auch Kräutertee ,wenn es kalt ist ,trinken.
Du schaffst das schon :ö)

viele Grüße
Bina

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Re: Keinen Durst 19 Nov 2004 20:24 #22068

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Hallo drea!

>> Das Glas hinstellen kann ich schon, leider übersehe ich es trotzdem. Ist es eigentlich schlimm, wenn man dann ein Gals auf einmal trinkt, wenn man drandenkt oder sollte man lieber Schlückchenweise trinken? - Was aber bei mir eher nicht geht :-)

Nee, schlückchenweise schafft ja erst recht nicht ;-)
Ein Glas auf einmal ist ganz sicher völlig in Ordnung. Potentiell problematisch _könnte_ es ab etwa einem halben Liter auf ex werden; zumindest ist mir bei dem Versuch dann für die nächste halbe Stunde etwas flau (= nahezu übel). Es kommt auch ein bißchen darauf an, ob Du Probleme mit Ödemen hast bzw. was Du für einen Job machst (viel Stehen oder einen mit so viel Freiheit, daß Du beim Arbeiten auch ungestraft die Füße hochlegen kannst - _nicht_ im übertragenen Sinne ;-)

Es gibt Tipps für Dialysepatienten, wie sie auf geringe Trinkmengen hinwirken können. Wenn Du sinngemäß genau das Gegenteil tust, findest Du für Dich vielleicht noch ein paar Ansatzpunkte.

Ich trinke z.B. zu Hause immer aus großen (Kaffee-)Bechern (da gehen 1/4 l und mehr rein) und habe in unmittelbarer Nähe eine Kanne zum Nachfüllen. Außerdem habe ich mich zur Zeit auf Leitungswasser eingeschossen; da brauche ich nichts schleppen und man schafft tatsächlich mehr als bei Wasser mit Kohlensäure. Anfangs mochte ich kein Wasser und habe stattdessen sehr _dünnen_ grünen Tee getrunken (Das machen die Chinesen auch so ähnlich und gut für die Zähne ist es außerdem ;-). A propos Zähne: Nachts neben dem Bett habe ich auch immer was zu stehen (allein schon wegen der Blutdrucktabletten, mit denen ich besser zurechtkomme, wenn ich sie ein Stück weit vor dem Aufstehen nehme). Da finde ich wichtig, daß in dem Getränk kein Zucker ist.

Dann gibt es noch zeitliche Tricks: Z.B. bin ich als Langschläfer und Morgenmuffel voll stolz, wenn der erste Liter bis 15.00 Uhr weg ist - spätestens bis 18.00 Uhr möchte ich den allerdings geschafft wissen. Den zweiten Liter finde ich dann noch wichtig; aber alles darüber hinaus sehe ich als Kür (siehe unten).
Studienbedingt spielen Bücher in meinem Tagesablauf eine große Rolle. Falls ich mit dem Trinken so gar nicht in Gang komme (morgens), helfen mir so Krücken wie: eine Seite lesen, dann drei Schlucke oder ein Kapitel, dann ein Glas. Dies ist aber schon seeehr speziell und taugt bestimmt nicht für eine dauerhafte Tagesstrukturierung.

Unterwegs nehme ich handelsübliche Mineralwasserflaschen oder Colaflaschen (jeweils 1l; größere finde ich unhandlich zum direkt-daraus-Trinken). Plastikflaschen sollen nicht wirklich gesund sein und auch geschmacklich nicht der Hit, aber die Gewichtsersparnis gegenüber Glas ist erheblich, wenn man seine Habseligkeiten häufig auf dem Rücken trägt (Student). Wenn es ein langer Tag wird, nehme ich oft auch zwei Liter mit. Will ich nur kurz was Einkaufen, nehme ich einen halben Liter mit - Hauptsache immer etwas dabei.

Mit dem Aufschreiben der Trinkmenge komme ich persönlich glasweise nicht klar (außerdem weckt das unschöne Erinnerungen an(s) Krankenhaus). Im Gefühl habe ich die Mengen allerdings ebensowenig. Darum versuche ich mir halbwegs zu merken, wie oft ich die Kanne nachfülle usw.

Übrigens:
Nachdem das Krankenhaus mich auf 3l getrimmt hatte und die Neprologin danach auf 2-3l relativierte, sagt der jetzige Nephrologe, daß es auf die absolute Trinkmenge nicht ankommt. Entscheidend sei, daß man auf jedes Durstgefühl, weches durch die Nierenerkrankung nicht beeinträchtigt ist, reagiert - unabhängig davon, wieviel oder wenig man an dem Tag schon vertilgt hat. Seitdem ist bei mir der Streß mit dem Trinken relativ raus und das Diuretikum habe ich zuletzt im Februar gebraucht (davor an jedem zweiten Tag und anfangs {1998} täglich).

Vielleicht war für Dich hier etwas dabei ;-)

Freundliche Grüße,
fabienne

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Re: Keinen Durst 19 Nov 2004 21:39 #22076

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wobei der Grapefruitsaft für Transplantierte leider ausfällt (wegen Einfluss auf die Immunsupressivadosis).
Grüsse

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Re: Keinen Durst 19 Nov 2004 22:08 #22080

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Hallo!

>> wobei der Grapefruitsaft für Transplantierte leider ausfällt

Auch bei Calciumantagonisten (Blutdrucksenker) - zumindest bei Nitrendipin - ist Pampelmusensaft nicht so prall.
Exakt steht drin: Die gleichzeitige Einnahme von Pampelmusensaft (Grapefruit) kann die blutdrucksenkende Wirkung verstärken.

Freundliche Grüße,
fabienne

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Re: Keinen Durst 20 Nov 2004 17:52 #22105

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Bei Transplantierten hab ich das schon gelesen, das wird mir dann sehr schwer fallen, da die Grape meine absolute Lieblingsfrucht ist.
Da ich darauf noch nicht achten muß, nutze ich das noch aus.

Aber man kann den Sprudel ja auch mit anderen Säften mixen,
das sollte nur mein Beispiel sein.

Bei blutdrucksenkenden Mitteln habe ich es noch nicht gehört,
aber käme das nicht dem entgegen? Oder läßt sich das schwer dosieren dann. Ich habe keine Ahnung !

schönes Wochenende
ciao Bina

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Re: Grapefruit 20 Nov 2004 18:34 #22108

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Hallo Bina!

>> Bei blutdrucksenkenden Mitteln habe ich es noch nicht gehört, aber käme das nicht dem entgegen? Oder läßt sich das schwer dosieren dann. Ich habe keine Ahnung !

Hier wirds ganz gut erklärt:
www.sfb.de/fernsehen/ratgebergesundheit/thema_011013_2.html

_Grapefruits - die gesunde Frucht mit Nebenwirkungen_

--Gefährliche Wechselwirkungen zwischen Grapefruit und Medikamenten--
Wer regelmäßig bestimmte Medikamente einnimmt, sollte auf Grapefruitverzehr verzichten. Generell sollte zur Einnahme von Medikamenten nur Wasser getrunken werden. Bei Grapefruit reicht auch ein zeitlicher Abstand zur Einnahme der Tabletten nicht aus, da der Grapefruit-Effekt nach einem Glas Grapefruitsaft bis zu 24 Stunden anhält.

--Was bewirkt die Grapefruit?--
In der Grapefruit (d.h. im Fruchtfleisch, in der Schale, im Saft und in den Kernen) befinden sich bestimmte Substanzen, die ein Enzymsystem im menschlichen Körper blockieren. Welche Substanzen das genau sind, ist noch unbekannt. Die Enzymsysteme befinden sich im Darm und in der Leber und bauen Fremd- und Schadstoffe ab, vor allem bestimmte Medikamente. Sind die Enzymsysteme nach Grapefruitgenuss blockiert, werden die Medikamente nicht mehr abgebaut, der Wirkstoff-Spiegel steigt.
Im schlimmsten Fall kann dies tödlich sein. Vor einigen Jahren starb eine junger Mann, der täglich Grapefruitsaft getrunken hatte und regelmäßig ein Medikament gegen Allergien einnahm. In seinem Blut fand sich ein um das 20fache erhöhte Wirkspiegel seines Medikaments.
Bei jedem Menschen sind diese Enzymsysteme unterschiedlich ausgeprägt. Es ist möglich, dass in Einzelfällen der regelmäßige Genuss von Grapefruit keinen wesentlichen Einfluss auf den Wirkspiegel von Medikamenten hat!

--Welche Medikamente betrifft diese Wechselwirkung?--
Bestimmte Medikamente werden über das o.g. Enzymsystem abgebaut. Vom Grapefruitverzehr wird bei folgenden Medikamenten abgeraten (genannt sind die Wirkstoffe):

1.
Blutdrucksenker aus der Gruppe der Calcium-Antagonisten
Wirkstoffe:
° Amlodipin
° Felodipin
° Nifedipin
° Nimodipin
° Nitrendipin
° Nisoldipin
° Verapamil

2.
Cholesterinsenker aus der Gruppe der HMG-CoA-Reduktasehemmer
Wirkstoffe:
° Atorvastatin
° Lovastatin
° Simvastatin

3.
Antiallergika
Wirkstoff:
° Terfenadin

4.
Schlafmedikament aus der Gruppe der Benzodiazepine
Wirkstoff
° Midazolam

5.
Immunsuppresivum
° Cyclosporin

Bei diesen Medikamenten ist bislang die Erhöhung der Wirkspiegel in Studien untersucht. Theoretisch könnten auch weitere Medikamente über das spezielle Enzymsystem abgebaut werden. Regelmäßig sollte man somit aktuelle Informationen über die eigene Medikation verfolgen.

Die blockierenden Substanzen sind außer in der Grapefruit (Kreuzung aus Orange und Pampelmuse) möglicherweise auch in der Pampelmuse und in der Pomelo (Kreuzung aus Grapefruit und Pampelmuse) enthalten. Gesicherte Untersuchungen gibt es darüber bislang nicht. Orangen und andere Zitrusfrüchte enthalten die blockierenden Substanzen nicht.
Für Menschen, die nicht regelmäßig eines der oben genannten Medikamente einnehmen müssen, ist der Verzehr von Grapefruit völlig unbedenklich. Der Grapefruit wird sogar nachgesagt, sie vermindere Arterienverkalkung und hemme das Wachstum von Krebszellen.

Freundliche Grüße,
fabienne

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Re: Grapefruit 20 Nov 2004 22:37 #22123

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Wow
Danke für die ausführliche Information,

schönes Wochenende
ciao Bina

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Re: Keinen Durst 24 Nov 2004 22:23 #22188

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> Auch bei Calciumantagonisten (Blutdrucksenker) - zumindest bei Nitrendipin - ist
> Pampelmusensaft nicht so prall.
> Exakt steht drin: Die gleichzeitige Einnahme von Pampelmusensaft (Grapefruit) kann die
> blutdrucksenkende Wirkung verstärken.

.....na das wär ja mal ne Alternative zu noch mehr Tabletten, wenn der Bluthochdruck durch Grapefruitsaft runter ging...;-)

Tobi

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Hi :)