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Nahrungseinflüsse auf Gerinnung 03 Dez 2004 23:48 #22391

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Sehr geehrte Fr. Dr. Schwiegelshohn,

verfügen Sie über Erkenntnisse von Nahrungseinflüssen auf die Blutgerinnung? Meine Shuntchirurgen sehen da eher keine Zusammenhänge. Aber: Wenn keine physikalischen Ursachen einer Thrombosierung zu finden sind, kommt mir die Idee, mal nach chemischen Zusammenhängen zu schauen. Und die erste Chemie, die wir in der Hand haben, ist ja nun einmal die Ernährung... Vielen dank im Voraus für Ihre Antwort. MfG Debi

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Re: Nahrungseinflüsse auf Gerinnung 07 Dez 2004 13:06 #22449

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Hallo Debi,
es gibt durchaus Einflüsse der Ernährung auf die Gerinnbarkeit des Blutes. Beispielsweise vermindert ein forcierter Konsum an omega-3 Fettsäuren die Gerinnungszeit. Andererseits kommt es bei Vitamin K-Mangel zu erhöhter Blutungsneigung. Bei einem erhöhten Homocysteinspiegel ist die Gefahr der Thrombosebildung erhöht. Homocystein wird wiederum durch die wasserlöslichen Vitamine Folsäure Vitamin B6 und Vitamin B12 beeinflusst. Auch der Mineralstoff Magnesium kann das Thromboserisiko beeinflussen.
Viele Grüße B.Schwiegelshohn

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Re: Nahrungseinflüsse auf Gerinnung 08 Dez 2004 10:43 #22463

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Magnesium beeinflusst das Thromboserisiko? Wann? Wenn man zuviel oder zuwenig Magnesium im Blut hat?
Danke im voraus!!
Gruß, Klex

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Re: Nahrungseinflüsse auf Gerinnung 08 Dez 2004 21:49 #22477

  • debi
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Sehr geehrte Frau Dr. Schwiegelshohn,

vielen Dank für die mannigfaltigen Tipps!

Das mit dem Magnesium war mir auch völlig neu, da schließe ich mich Klex Frage an.

Auf das hohe Homocystein bin ich inzwischen gekommen. Zur Minderung dessen bedarf es ja der Folsäure, die, wenn ich es recht verstanden habe, besonders in grünen Sachen steckt. Aber: enthalten nicht auch genau diese Vitamin K, das ja dann wieder die Thrombosierung fördert (ich habe dunkel so etwas aus der Marcumarzeit in Erinnerung)?

Das mit den Omega3Fettsäuren ist mir auch noch hilfreich: wenn ich so überlege, habe ich tatsächlich um die Verschlüsse herum wenig Fisch gegessen. Herzliche Grüße von Debi

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Re: Nahrungseinflüsse auf Gerinnung 08 Dez 2004 22:16 #22479

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Hallo Klex und Debi,
zunächst zum Magnesium. Magnesium hemmt die so genannte Thrombozytenaggregation. Bei erniedrigten Mg-Werten ist daher das Thrombose- und Embolierisiko erhöht.
Da der Verzehr von Gemüse wegen des relativ hohen Kaliumgehaltes beim Dialysepatienten ohnehin limitiert ist, ist sicherlich die Substitution der Vitamine B6, B12 und Folsäure im Hinblick auf die Senkung des Homocysteinspiegels die beste Lösung.
Viele Grüße B. Schwiegelshohn

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Re: Nahrungseinflüsse auf Gerinnung 09 Dez 2004 16:52 #22490

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Da ich einen zu hohen Homocystein-Spiegel habe (über 20), bekomme ich jetzt Medyn-Tabletten. Die enthalten Folsäure sowie B-Vitamine.
Die positive Wirkung der Omega-Fettsäuren ist ja auch bei anderen Krankheiten bekannt! Die gibts als Kapseln in der Apotheke. Ich denke, wenn man damit seinen Shunt etwas unterstützen kann, tut man sich selbst damit nur was Gutes an...
Liebe Grüße,
Klex

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Re: Nahrungseinflüsse auf Gerinnung 09 Dez 2004 22:02 #22495

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Sehr geehrte Fr. Dr. Schwiegelshohn,
ich möchte noch einmal auf die Eigenschaften der Omega-3-Fettsäuren zu sprechen kommen. Bekanntlich wirken sie sich ja positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Inwieweit sind Fischölkapseln aus der Apotheke für Dialysepatienten mit erhöhtem Cholesterin empfehlenswert. Müssen diese einen bestimmten Mindestanteil an o.g. Fettsäuren enthalten, um eine ausreichende Wirkung zu erzielen.
Wegen der Überfischung der Meere ist das Lachsöl ökologisch wohl eher problematisch. Gibt es pflanzliche Alternativen?
Viele Grüße. Anja

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Re: Nahrungseinflüsse auf Gerinnung 13 Dez 2004 11:59 #22555

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Hallo Anja,
Fischöl wirkt senkend auf die Blutfette. Dabei wirkt es insbesondere auf die Triglyceride aber auch auf das Cholesterin.
Um eine Wirkung mit Fischölkapseln zu erzielen, würde ich empfehlen circa 1,5g omega-3 Fettsäuren pro Tag zu substituieren. Neben den vielen Fischölpräparaten aus Lachsöl und Hochseefischen gibt es seit Juli ein Präparat von Lichtwer Pharma, „Ameu Alge®â€? das die omega-3 Fettsäuren aus Tiefseealgen des Pazifik gewinnt. Die pflanzlichen omega-3 Fettsäuren aus Walnussöl, Rapsöl, Leinöl u.s.w. sind kürzerkettige Fettsäuren, die nicht die gleiche Wirkung im Körper haben, wie die langkettigen omega-3 Fettsäuren aus Fischen, Meeresfrüchten und der oben angesprochenen, speziellen Algensorte.
Viele Grüße B.Schwiegelshohn

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Re: Nahrungseinflüsse auf Gerinnung 14 Dez 2004 20:25 #22576

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Sehr geehrte Frau Dr. Schwiegelshohn,
vielen Dank für die interessante Antwort!
Grüße. Anja

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Re: Nahrungseinflüsse auf Gerinnung 08 Jan 2005 09:45 #22578

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Zum Thema Magnesium, inwieweit beinflussen? Das Risiko erhöhen,senken ???

Homocystein : Einfach Folsäure zu sich nehmen. Der Laborwert Homocystein wird leider nicht von der Krankenkasse bezahlt aber die ca 20 Euro lohnen sich.

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Hi :)

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