Hallo Eva,
bei der Peritonealdialyse kommt es wegen der Porengröße der Peritonealmembran zu täglichen Proteinverlusten von 8 bis 13 g in das Dialysat. Andererseits findet eine massive Glukoseaufnahme aus dem Dialysat statt (125 g bis 150 g Kohlenhydrate entsprechend 500 kcal bis 600 kcal pro Tag). Die Energieversorgung rekrutiert sich daher über die Nahrung und das Dialysat. Häufig führt die mit der Peritonealdialyse einhergehende Ernährung reich an einfachen Kohlenhydraten zusammen mit den Proteinverlusten zu Hyperlipidämie. Aus diesem Grund ist eine proteinreiche, fettmodifizierte cholesterinarme Ernährung anzustreben.
Essen Sie also wenig Brot, Weißmehlprodukte, Nudeln, Kuchen, Gebäck, dafür aber hochwertige Eiweißquellen und Eiweißkombinationen mittags und eventuell auch abends. Beispiele: Kartoffel / Ei Gerichte, verlängert mit Eiklar (Eiklar hat sehr wenig Phosphor und ist daher eine gute Eiweißquelle) + Gemüse (wenn Sie kein Problem mit Kalium haben, müssen Sie bei Gemüse und Kartoffeln nicht vorsichtig sein, ansonsten sollten Sie die Kartoffeln wässern und gegebenenfalls das Gemüse in Wasser kochen), Tofu / Ei Gerichte verfeinert mit Eiklar + Gemüse, fettarmes Geflügel ohne Haut (alterierend mit fettarmem Rindfleisch, Lamm; Fisch ohne Haut, beim Fisch spielt der Fettgehalt keine Rolle) + Vollkornreis + Gemüse, Vollkornpasta + etwas gekochtem Schinken + Eiklar + Gemüse. Verwenden Sie als Fett Rapsöl.
Als Brotaufstrich auf Graubrot eignet sich Schichtkäse(10% F.i.Tr.), Frischkäse Magerstufe, Körniger Frischkäse, Frischkäsezubereitungen, Speisequark Magerstufe und 20% Fett, Camembert (45% F.i.Tr.) Harzer, Korbkäse, Mainzer Handkäse, Limburger (20% F.i.Tr.) Romadur (20% F.i.Tr). Verwenden Sie eine hochwertige Margarine reich an mehrfach ungesöättigten Fettsäuren auf das Brot. Gelegentlich gibt es Marmelade. Obst gibt es täglich 1 Stück.
Viele Grüße B.Schwiegelshohn